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Gewaltprävention als Managementaufgabe. Interventionsmaßnahmen bei Gewalt in der Pflege

Titel: Gewaltprävention als Managementaufgabe. Interventionsmaßnahmen bei Gewalt in der Pflege

Hausarbeit , 2019 , 52 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sindy Rennert (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Gewalt in der Pflege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Hausarbeit ist, ein präventives Konzept mit Interventionen zur Gewaltprophylaxe zu erstellen, um den eigenen Mitarbeitern einen Leitfaden mit an die Hand zu geben, um bestmöglich sensibilisiert und vorbereitet zu sein. Dazu werden im ersten Teil die theoretischen Grundlagen, aktuellen Erkenntnisse sowie möglichen Modelle erläutert. Im zweiten Teil geht es um praktische Umsetzungsmöglichkeiten und die Erstellung eines Beispielkonzepts nach dem Motto "Best Practice".

In den Medien erleben wir nahezu täglich Berichte über häusliche Gewalt oder sexuelle Übergriffe. Dabei handelt es sich meist um die schwersten Fälle. Längst jedoch hat auch die Gewalt in der Pflege ihren Einzug in Öffentlichkeit gehalten. Laut einer Studie der B. Braun-Stiftung und des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung berichtet jeder Dritte Pflegende, dass Maßnahmen gegen den Willen der Patienten alltäglich sind. Vermehrt wird offiziell auch von Fällen in den Medien berichtet, dass Bewohner von Altenheimen drangsaliert und misshandelt werden. Ein Beispiel ist das Urteil von Amtsgericht Schwarzenbek aus Januar 2017. Eine 94-jährige Frau wurde in einem Altenheim in Lauenburg von ihrem Pfleger geschlagen und misshandelt. Sie erlitt Gesichtsprellungen und diverse Hämatome. Ihr 32-jähriger Pfleger wurde nach §132 des StGB zu 80 Tagessätzen von insgesamt 2.400 Euro verurteilt.

Doch auch die Gewalt gegenüber den Pflegekräften verschärft sich zunehmend. Fast jeder siebte gibt an, in den letzten 3 Monaten selbst Opfer von Gewalt geworden zu sein. Gewalt fängt früh mit kleinen Gesten an. Nur durch eine frühestmögliche Wahrnehmung und das Erkennen erster Anzeichen von Fehlverhalten zwischen Pflegepersonal und Pflegebedürftigen lässt sich der Gewalt präventiv entgegenwirken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1 Aggression

2.1.1 Begriff

2.1.2 Formen

2.2 Gewalt

2.2.1 Begriff

2.2.2 Formen

2.3 Aggression und Gewalt in der Pflege

2.3.1 Definition

3. Theorien zur Entstehung von Aggression

3.1.1 Biologische Aggressionstheorie

3.1.2 Psychologische Aggressionstheorie

3.1.3 Soziologische Theorien

4. Erklärungsmodelle

4.1.1 Modell Colin MacKay

4.1.2 Modell Glynis Breakwell

4.1.3 Modell Henk Nijman

4.1.4 Modell Walter, Nau und Oud

5. Ursachen von Aggressionen und Gewalt in der Pflege

5.1 Ursachen bei Pflegenden

5.1.1 Emotionale Ursachen

5.1.2 Krankheitsbedingte Ursachen

5.1.3 Strukturelle Begebenheiten

5.1.4 Soziale Ursachen

5.1.5 Infrastruktur

5.2 Ursachen bei Pflegebedürftigen

5.2.1 Emotionale Ursachen

5.2.2 Krankheitsbedingte Verhaltensänderungen

5.2.3 Soziale Ursachen

5.2.4 Pflegemaßnahmen

5.2.5 Menschliche Bedürfnisse

6. Modell Monika Krohwinkel

6.1 Kommunizieren

6.2 Sich bewegen

6.3 Vitale Funktionen

6.4 Sich pflegen

6.5 Essen und Trinken

6.6 Ausscheiden

6.7 Sich kleiden

6.8 Ruhen und Schlafen

6.9 Sich beschäftigen

6.10 Sich als Mann oder Frau fühlen

6.11 Für eine sichere Umgebung sorgen

6.12 Soziale Bereiche des Lebens sichern

6.13 Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen

7. Allgemeine Rechte und Pflichten

7.1 Rechte und Pflichten der Organisation

7.1.1 Fürsorgepflicht

7.1.2 Unfälle und Schadensersatz

7.1.3 Kündigungsrecht

7.1.4 Aufklärung der Arbeitnehmer und Bewohner / Patienten

7.2 Rechte und Pflichten der Arbeitnehmer und Bewohner / Patienten

7.2.1 Grundrechte

7.2.2 Notwehr / Notstand

7.3 Freiheitsentziehende Maßnahmen

7.3.1 Definition

7.3.2 Voraussetzungen

8. Gewaltprävention

Maßnahmen zur Vermeidung von Gewaltsituationen

8.1 Begriffsbestimmung

8.2 Primärprävention

8.3 Sekundärprävention

8.3.1 Verbale und nonverbale Interventionen

8.3.1.1 Die 12 Grundregeln der Deeskalation

8.3.1.2 Kommunikation und Gesprächsführung

8.3.2 Körperliche Interventions- und Fixierungstechniken

8.3.2.1 Körperliche Interventionen

8.3.2.2 Fixierungstechniken (freiheitsentziehende Maßnahmen)

8.4 Tertiärprävention

8.4.1 Ersthilfe und weitere Unterstützung

8.4.2 Nachbesprechung

9. Konzept Gewaltprävention

9.1 Zweck

9.2 Ziele

9.3 Geltungsbereich

9.4 Grundsätze

9.5 Definitionen

9.5.1 Gewalt

9.5.2 Gewalt gegenüber älteren Menschen (WHO)

9.5.3 Formen der Gewalt

9.5.4 Intervention

9.6 Zuständigkeiten

9.7 Rechtlicher Rahmen

9.7.1 Grundgesetz

9.7.2 Strafrecht

9.7.3 Bürgerliches Gesetzbuch

9.8 Prävention, Deeskalation und weiteres Vorgehen

9.8.1 Primäre Prävention:

9.8.1.1 Personalebene:

9.9 Sekundäre Prävention

9.9.1 Kommunikations- und Gesprächsführung

9.9.2 Körperliche Intervention- und Fixierungstechniken

9.10 Tertiäre Prävention

9.11 Dokumentation

9.12 Zielkontrolle

9.13 Mitgeltende Unterlagen

9.14 Verteiler

9.15 Änderungsdienst

9.16 Anlagen

10 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines präventiven Konzepts mit konkreten Interventionen zur Gewaltprophylaxe in der Pflege, um den Mitarbeitern einer Einrichtung einen praxistauglichen Leitfaden an die Hand zu geben.

  • Theoretische Grundlagen zur Entstehung von Aggression und Gewalt
  • Analyse der Ursachen für Gewalt bei Pflegenden und Pflegebedürftigen
  • Anwendung von Modellen der Aggressionsbewältigung (z.B. Krohwinkel, Breakwell)
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Schutzmaßnahmen für Arbeitnehmer
  • Praktische Strategien zur Gewaltprävention (Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention)

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

In den Medien erleben wir nahezu täglich Berichte über häusliche Gewalt oder sexuelle Übergriffe. Dabei handelt es sich meist um die schwersten Fälle. Längst jedoch hat auch die Gewalt in der Pflege ihren Einzug in Öffentlichkeit gehalten. Laut einer Studie der B. Braun-Stiftung und des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung berichtet jeder Dritte Pflegende, dass Maßnahmen gegen den Willen der Patienten alltäglich sind. Vermehrt wird offiziell auch von Fällen in den Medien berichtet, dass Bewohner von Altenheimen drangsaliert und misshandelt werden1.

Ein Beispiel ist das Urteil von Amtsgericht Schwarzenbek aus Januar 2017. Eine 94-jährige Frau wurde in einem Altenheim der AWO in Lauenburg von Ihrem Pfleger geschlagen und misshandelt. Sie erlitt Gesichtsprellungen und diverse Hämatome. Ihr 32-jähriger Pfleger wurde nach §132 des StGB zu 80 Tagessätzen von insgesamt 2.400 Euro verurteilt2.

Doch auch die Gewalt gegenüber den Pflegekräften verschärft sich zunehmend. Fast jeder siebte gibt an in den letzten 3 Monaten selbst Opfer von Gewalt geworden zu sein. Gewalt fängt früh mit kleinen Gesten an. Nur durch eine frühestmögliche Wahrnehmung und das Erkennen erster Anzeichen von Fehlverhalten zwischen Pflegepersonal und Pflegebedürftigen lässt sich der Gewalt präventiv entgegenwirken3.

Meine eigenen, persönlichen Erlebnisse und Beobachtungen stellen die Motivation für diese Arbeit dar. Das Ziel dieser Hausarbeit ist, ein präventives Konzept mit Interventionen zur Gewaltprophylaxe für meine Einrichtung zu erstellen, um den eigenen Mitarbeitern einen Leitfaden mit in die Hand zu geben, um bestmöglich sensibilisiert und vorbereitet zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende öffentliche Thematisierung von Gewalt in der Pflege und definiert das Ziel der Arbeit, ein präventives Konzept zur Gewaltprophylaxe zu entwickeln.

2. Definitionen: In diesem Kapitel werden die Begriffe Aggression und Gewalt differenziert betrachtet und ihre verschiedenen Erscheinungsformen im pflegerischen Kontext erläutert.

3. Theorien zur Entstehung von Aggression: Hier werden biologische, psychologische und soziologische Theorien vorgestellt, um die Ursprünge menschlicher Aggression wissenschaftlich zu fundieren.

4. Erklärungsmodelle: Das Kapitel führt verschiedene Modelle (z.B. MacKay, Breakwell) ein, die das Entstehen und den Verlauf von Aggression und Eskalation in Pflegesituationen erklären.

5. Ursachen von Aggressionen und Gewalt in der Pflege: Es werden die vielfältigen Ursachen für aggressives Verhalten sowohl auf Seiten der Pflegenden als auch der Pflegebedürftigen systematisch analysiert.

6. Modell Monika Krohwinkel: Anhand des ABEDL-Modells von Monika Krohwinkel wird aufgezeigt, wie in verschiedenen pflegerischen Bereichen durch Fehlverhalten Gewalt entstehen kann.

7. Allgemeine Rechte und Pflichten: Dieses Kapitel behandelt den rechtlichen Rahmen (Grundgesetz, BGB, StGB) bezüglich der Rechte und Pflichten von Organisationen, Mitarbeitern und Patienten, inklusive freiheitsentziehender Maßnahmen.

8. Gewaltprävention: Der Hauptteil beschreibt detailliert Strategien der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention, von der Gefahrenabwehr über Deeskalationstechniken bis zur Nachsorge.

9. Konzept Gewaltprävention: Dieses Kapitel stellt ein konkretes, einrichtungsinternes Konzept zur Gewaltprävention vor, inklusive Zielen, Geltungsbereich und Handlungsleitlinien.

10 Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer aktiven Gewaltprävention in Einrichtungen zusammen und unterstreicht die Wichtigkeit professioneller Rahmenbedingungen und regelmäßiger Schulungen für Mitarbeiter.

Schlüsselwörter

Gewaltprävention, Pflege, Aggression, Deeskalation, Mitarbeiterentwicklung, Patientenrechte, Fürsorgepflicht, Freiheitsentziehende Maßnahmen, Stressmanagement, Konfliktbewältigung, Arbeitsschutz, Altenpflege, Intervention, Selbstpflege, Arbeitssicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Prävention von Gewalt und Aggressionen in der professionellen Pflege und der Erstellung eines praxisorientierten Konzepts zur Gewaltprophylaxe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Gewalt, die Analyse ihrer Ursachen, die Anwendung theoretischer Erklärungsmodelle sowie konkrete präventive Strategien auf Organisations- und Personalebene.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die Erstellung eines präventiven Leitfadens für eine Einrichtung, um Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren und ihnen Werkzeuge für den Umgang mit Konfliktsituationen an die Hand zu geben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse bestehender Aggressionstheorien und Erklärungsmodelle sowie die Ableitung von Handlungsstrategien basierend auf rechtlichen Rahmenbedingungen wie dem Grundgesetz, dem BGB und dem StGB.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse bei Pflegenden und Patienten, die Anwendung des Krohwinkel-Modells, rechtliche Grundlagen sowie eine detaillierte Erläuterung der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Gewaltprävention, Deeskalation, Pflege, Aggressionsmanagement, Arbeitssicherheit und Patientenrechte.

Warum sind die "12 Grundregeln der Deeskalation" für die Arbeit wichtig?

Diese Regeln bilden die essenzielle Grundlage für das praktische Verhalten des Personals in eskalierenden Situationen, um Schaden abzuwenden und die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.

Welche Rolle spielt die Nachbesprechung in der Tertiärprävention?

Die Nachbesprechung dient dazu, Vorfälle systematisch zu analysieren, um künftige Fehler zu vermeiden und die psychische Gesundheit der betroffenen Mitarbeiter durch eine strukturierte Nachsorge zu unterstützen.

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gewaltprävention als Managementaufgabe. Interventionsmaßnahmen bei Gewalt in der Pflege
Note
1,0
Autor
Sindy Rennert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
52
Katalognummer
V535294
ISBN (eBook)
9783346118653
ISBN (Buch)
9783346118660
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gewaltprävention managementaufgabe interventionsmaßnahmen gewalt pflege
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sindy Rennert (Autor:in), 2019, Gewaltprävention als Managementaufgabe. Interventionsmaßnahmen bei Gewalt in der Pflege, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535294
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  52  Seiten
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