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Der Boom der Nachkriegszeit - Tatsächlich ein "Wirtschaftswunder"?

Titel: Der Boom der Nachkriegszeit - Tatsächlich ein "Wirtschaftswunder"?

Facharbeit (Schule) , 2019 , 43 Seiten , Note: 1+

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Begriff "Wirtschaftswunder" beschreibt in nur einem einzigen Wort den wirtschaftlichen Aufstieg der BRD in den beiden Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg. Diese Seminararbeit prüft diesen Begriff kritisch und zeigt anhand des aktuellen wirtschaftshistorischen Forschungsstands auf, dass sich solch eine komplexe Entwicklung nicht in einem Schlagwort darstellen lässt.

Diese Arbeit beinhaltet umfassende Erläuterungen der Situation nach dem Zweiten Weltkrieg, sodass keinerlei Vorwissen notwendig ist und gibt Hinweise auf weiterführende Literatur an geeigneter Stelle für besonders interessierte Leser. Für die Argumentation wurde eine breite Datenmasse ausgewertet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Vom zerstörten Deutschland zum millionsten produzierten VW Käfer in nur zehn Jahren

2 Der Boom der Nachkriegszeit - Tatsächlich ein „Wirtschaftswunder“?

2.1 Ausgangssituation nach dem Zweiten Weltkrieg

2.1.1 Die Trümmergesellschaft

2.1.2 Das Licht am Ende des Tunnels

2.2 Die Prosperität der 1950er und -60er Jahre

2.2.1 Bruttoinlandsprodukt

2.2.2 Bruttosozialprodukt

2.2.3 Arbeitslosigkeit

2.2.4 Gestiegener Wohlstand

2.2.4.1 Veränderungen der Arbeitswelt

2.2.4.2 Auswirkungen auf den Alltag

2.3 Erörterung des Begriffs „Deutsches Wirtschaftswunders“

2.3.1 Der wirtschaftliche Aufschwung der Nachkriegszeit als gesamteuropäisches Phänomen

2.3.2 Die Catch-Up Hypothese

2.3.3 Weitere Erklärungstheorien der VWL

2.3.4 Politische Maßnahmen

2.4 Ursachen für die Entstehung des Begriffs „Wirtschaftswunder“

2.5 Doch kein „Phönix aus der Asche“

3 Der Trabant als Symbol der DDR

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den wirtschaftlichen Aufschwung in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 und hinterfragt kritisch die Bezeichnung als „Wirtschaftswunder“, indem sie diesen Aufstieg in den gesamteuropäischen Kontext einbettet.

  • Analyse der Ausgangsbedingungen nach dem Zweiten Weltkrieg
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Prosperität und des gestiegenen Lebensstandards in den 1950er und 60er Jahren
  • Wissenschaftliche Einordnung und Dekonstruktion des Begriffs „Wirtschaftswunder“
  • Vergleich mit der wirtschaftlichen Entwicklung und der Planwirtschaft in der DDR

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Die Trümmergesellschaft

Die Kriegszerstörungen, vor allem hervorgerufen durch die Flächenbombardierungen der Alliierten in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs, prägten das Leben in den ersten Jahren nach 1945 maßgeblich.

Die Erfassung des Ausmaßes der Kriegsschäden war in ihrem Umfang nur schwer möglich, weshalb „nur wenige verlässliche Schätzungen“ vorhanden sind und die Angaben in der wirtschaftshistorischen Literatur, teils stark, variieren. Zudem sind für die meisten Bereiche keine allgemeingültigen Aussagen möglich, sondern eine differenzierte Betrachtung jeder Stadt wäre notwendig. Aus der exemplarischen Darstellung folgender Sachverhalte lässt sich dennoch ein Eindruck der Nachkriegssituation ableiten.

Im Zeitraum von 1940 bis 1945 fielen 1 996 036 Tonnen Bomben „auf Deutschland und die von Deutschen besetzten Westgebiete“, die schätzungsweise 400 Millionen Kubikmeter Schutt hinterließen. Zu beachten ist, dass Daten für die Trümmermengen nur sehr ungenau angegeben werden können.

Die Hauptziele dieser Flächenbombardierungen waren die Wohnflächen der Bevölkerung und das Verkehrswesen. Infolgedessen war in etwa jede vierte Wohnung zerstört. Das stellte ein Problem in doppelter Hinsicht dar, denn in dem geringeren Wohnraum mussten zusätzliche zwölf Millionen repatriierte Displaced Persons aus den ehemaligen Ostgebieten Platz finden. Die Wohnungsnot wird auch an nachfolgender Fotografie deutlich: Kein einziges erkennbares Haus ist mehr bewohnbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vom zerstörten Deutschland zum millionsten produzierten VW Käfer in nur zehn Jahren: Einführung in das Thema anhand des symbolträchtigen VW Käfers und Darstellung der wirtschaftlichen Ausgangslage nach dem Zweiten Weltkrieg.

2 Der Boom der Nachkriegszeit - Tatsächlich ein „Wirtschaftswunder“?: Detaillierte Analyse des wirtschaftlichen Wiederaufbaus und Wohlstandsanstiegs in der BRD zwischen 1950 und 1970 unter Einbeziehung ökonomischer Indikatoren.

2.1 Ausgangssituation nach dem Zweiten Weltkrieg: Beschreibung der schwierigen Startbedingungen, geprägt von Zerstörung, Wohnungsnot und Versorgungsproblemen.

2.2 Die Prosperität der 1950er und -60er Jahre: Darstellung der wirtschaftlichen Erfolge, gemessen an BIP, BSP und Arbeitsmarkt, sowie deren Auswirkungen auf den Alltag.

2.3 Erörterung des Begriffs „Deutsches Wirtschaftswunders“: Kritische Untersuchung, ob es sich um ein deutsches Phänomen handelte, unter Verwendung von Modellen wie der Catch-Up Hypothese.

2.4 Ursachen für die Entstehung des Begriffs „Wirtschaftswunder“: Erklärung der psychologischen Gründe für die Mythenbildung, wie etwa den Schaufenstereffekt.

2.5 Doch kein „Phönix aus der Asche“: Fazit zur Unhaltbarkeit des Wundermythos, da der Aufschwung rationale, komplexe Ursachen hatte.

3 Der Trabant als Symbol der DDR: Gegenüberstellung mit der DDR, deren Planwirtschaft am Beispiel des Trabant als Symbol für wirtschaftliche Defizite und Stagnation beleuchtet wird.

Schlüsselwörter

Wirtschaftswunder, Nachkriegszeit, Bundesrepublik Deutschland, Wiederaufbau, Bruttoinlandsprodukt, Arbeitslosigkeit, Trümmergesellschaft, Soziale Marktwirtschaft, Catch-Up Hypothese, Exportabhängigkeit, Planwirtschaft, DDR, Trabant, Lebensstandard, Wirtschaftsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Seminararbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht den wirtschaftlichen Wiederaufbau Westdeutschlands nach 1945 und analysiert, ob die Bezeichnung „Wirtschaftswunder“ wissenschaftlich haltbar ist.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Neben der wirtschaftlichen Ausgangslage stehen die Prosperität der 50er und 60er Jahre, die Faktoren des Wachstums sowie der Vergleich mit der Planwirtschaft der DDR im Zentrum.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Mythos des „Wirtschaftswunders“ kritisch zu dekonstruieren und aufzuzeigen, dass der Aufschwung rational erklärbar und in einen europäischen Kontext eingebettet war.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es handelt sich um eine wirtschaftshistorische Analyse, die mit statistischen Daten, ökonomischen Theorien (wie der Catch-Up Hypothese) und historischer Forschung arbeitet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ausgangslage, die wirtschaftlichen Kennzahlen der Prosperität, die Rolle der Politik (z. B. Währungsreform) sowie die gesellschaftlichen Veränderungen durch den Wohlstand.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Wirtschaftswunder, Nachkriegszeit, Soziale Marktwirtschaft, ökonomische Indikatoren, Historischer Kontext und Planwirtschaft.

Wie unterscheidet sich die wirtschaftliche Entwicklung der DDR von der der BRD?

Während die BRD auf Marktwirtschaft und Export setzte, führte die DDR eine Planwirtschaft ein, die laut Arbeit zu ineffizienten Strukturen und dauerhaften Mangelerscheinungen führte.

Was verdeutlicht der „Schaufenstereffekt“ in Bezug auf die Wahrnehmung der Bevölkerung?

Der Begriff beschreibt den psychologischen Schock durch die plötzlich gefüllten Läden nach der Währungsreform 1948, was maßgeblich zur Entstehung des Wundermythos beitrug.

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Details

Titel
Der Boom der Nachkriegszeit - Tatsächlich ein "Wirtschaftswunder"?
Note
1+
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
43
Katalognummer
V536520
ISBN (eBook)
9783346133212
Sprache
Deutsch
Schlagworte
boom nachkriegszeit tatsächlich wirtschaftswunder
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Der Boom der Nachkriegszeit - Tatsächlich ein "Wirtschaftswunder"?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/536520
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Leseprobe aus  43  Seiten
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