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Pferdesport in Olympia

Der Stellenwert der hippischen Agone bei den Antiken Olympischen Spielen

Title: Pferdesport in Olympia

Seminar Paper , 2014 , 20 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Onno Suntken (Author)

World History - Early and Ancient History
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Ein riesiges, mit Menschen gefülltes Stadion. Eine einfache Rennbahn umschließt imposante Statuen und Gebilde. Geschmückte Rennwagen werden zu einer Ehrenrunde in das Stadion geführt. Dann geht es los. Die neun Wagenlenker stürzen samt ihrer jeweils vier Pferde in das Rennen. Das Publikum, bestehend aus farbenfroh gekleideten Männern, jubelt vor Freude oder hält je nach Situation vor Spannung den Atem an. Charlton Heston, als jüdischer Fürst Judah Ben-Hur, leistet sich einen erbitterten Kampf um die Spitze mit seinem Erzfeind Mesalla. Dessen mit Stacheln bewaffnete Reifen, die seine Gegner zum stürzen bringen sollen, lassen ihn letztendlich selbst fallen und unter die Pferde geraten. Ben-Hur fährt durch das Ziel und gewinnt das Rennen. Die Zuschauer stürmen auf die Rennbahn, um ihren Helden zu feiern.
Es ist die wohl bekannteste Szene des Film-Klassikers „Ben-Hur“ von 1959. Ebenso ist es die wohl bekannteste Wagenrennen-Szene der Filmgeschichte. Diese von Tempo und Spannung bestimmte Szene ist das was viele Menschen, mich eingeschlossen, vor Augen haben, wenn es um antiken Pferdesport geht.

Heutzutage laufen die Wettkämpfe im Pferdesport etwas anders ab, als es im Film dargestellt wird. In vielen Disziplinen geht es eher um Ästhetik und Anmut, als um Schnelligkeit. Diese Wettkämpfe ziehen viele Menschen in ihren Bann und sie gehören auch heute noch zum festen Bestandteil der olympischen Sommerspiele, die nach dem Vorbild der Antiken Olympischen Spiele ins Leben gerufen wurden.
Diese Antiken Olympischen Spiele waren ein ähnliches Highlight, wie es heute noch die modernen Olympischen Spiele sind. Obwohl es in der Antike weniger Sportarten gab und die Spiele nicht so lange dauerten, so war die Spannung zur damaligen Zeit wahrscheinlich noch größer als heute. Auch damals schon war der Reitsport ein fester und wichtiger Bestandteil der Spiele. Doch woher kommt das eigentlich? Was machte den Reitsport zu einem so wichtigen Teil der bekanntesten Sportwettkämpfe der Antike? Wie schaffte es der Pferdesport so ein wichtiger Teil zu bleiben? Und lassen sich die Reitwettkämpfe von früher überhaupt mit denen von heute vergleichen?
Diese und einige andere Fragen versuche ich in meiner Hausarbeit über den Pferdesport der Antiken Olympischen Spiele zu beantworten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE ANTIKEN OLYMPISCHEN SPIELE – EIN ÜBERBLICK

3. DIE SAGE UM PELOPS UND DEN KÖNIG OINOMAOS

4. DIE DISZIPLINEN DER HIPPISCHEN AGONE

5. DAS HIPPODROM

5.1. Die Lage und das Aussehen des Hippodroms nach Pausanias

5.2. Die Maße des Hippodroms nach Joachim Ebert

6. DER ANTIKE PFERDESPORT AUßERHALB VON OLYMPIA

7. DER BESONDERE STELLENWERT DER HIPPISCHEN AGONE

7.1. Eine Sportart für die Zuschauer

7.2. Eine Sportart für die Reichen

8. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Stellenwert des Pferdesports bei den antiken Olympischen Spielen. Dabei wird analysiert, wie diese Disziplinen durch mythologische Verankerung, sozioökonomische Faktoren und die Begeisterung der Zuschauer ihren besonderen Status innerhalb der panhellenischen Spiele erlangen und behaupten konnten.

  • Mythologische Ursprünge und die Bedeutung der Pelops-Sage.
  • Technische und strukturelle Aspekte des Hippodroms.
  • Die verschiedenen Disziplinen der hippischen Agone.
  • Die soziologische Rolle des Pferdesports als Statussymbol der Aristokratie.
  • Der Reiz der Gefahr und Spannung für die antiken Zuschauer.

Auszug aus dem Buch

5.1. Die Lage und das Aussehen des Hippodroms nach Pausanias

Das Hippodrom ist ein eigens für den Reitsport vorgesehenes Stadion, welches auch in anderen Antiken Sportstätten zu finden war, in Olympia jedoch von besonderer Größe und Pracht zu sein schien. Leider ist von dem Hippodrom in Olympia nicht viel übrig, nachdem es von einer Flussüberschwemmung heimgesucht wurde. Doch es gibt einige antike Schreiber, die das Hippodrom beschreiben, sodass es möglich ist, dieses anhand der Schriften zu rekonstruieren. So beschreibt Pausanias beispielsweise die Lage des Hippodroms als direkt an das eigentliche Stadion, in dem die restlichen Wettbewerbe stattfanden, angrenzend. Zudem sei es ein Platz, der an den längeren Seiten von einem Erdwall und dem gegenüber von einem Hügel begrenzt wird. Außerdem beschreibt er zwei Besonderheiten. Eine davon ist die Startvorrichtung für die Pferde, die sogenannte aphesis. Diese sei wie eine Spitze geformt gewesen. Das Besondere daran war die Vorrichtung, die damit verbunden ist. Vorne an der Startvorrichtung befand sich ein Delphin aus Bronze, der an eine Stange befestigt war. Weiterhin war ein Altar aufgebaut, auf dem sich ein Adler befand, der ebenfalls aus Bronze war. Startete der Rennleiter den Wettkampf, bewegte sich der Adler nach oben, um den Zuschauern zu signalisieren, dass das Rennen startet. Zugleich fiel der Delphin nach unten und öffnete so den Weg für die äußersten Pferde. Die Pferde wurden vor dem Start durch ein vor ihnen gespanntes Tau zurückgehalten. Waren die zuerst gestarteten Pferde nun auf der Höhe der nächsten, öffnete sich ihre Vorrichtung. Dies ging so weiter bis die Pferde an der Spitze zuletzt starten konnten. Leider nennt Pausanias keine Teilnehmerzahl, sodass man nicht weiß wie viele Pferde in dieser Vorrichtung Platz hatten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die Faszination des antiken Pferdesports ein und skizziert die leitenden Fragestellungen der Arbeit hinsichtlich seiner Bedeutung und Vergleichbarkeit.

2. DIE ANTIKEN OLYMPISCHEN SPIELE – EIN ÜBERBLICK: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über Olympia als Kultstätte und ordnet die Spiele in den Kontext der panhellenischen Sportwettkämpfe ein.

3. DIE SAGE UM PELOPS UND DEN KÖNIG OINOMAOS: Hier wird der mythologische Ursprung des Wagenrennens erläutert und dessen enge Verknüpfung mit der religiösen Bedeutung Olympias aufgezeigt.

4. DIE DISZIPLINEN DER HIPPISCHEN AGONE: Das Kapitel klassifiziert die verschiedenen Rennarten, wie Wagen- und Pferderennen, und geht auf die technischen Anforderungen an Wagen und Distanzen ein.

5. DAS HIPPODROM: Fokus auf die physische Beschaffenheit der Wettkampfstätte, basierend auf historischen Rekonstruktionen von Pausanias und modernen Berechnungen von Joachim Ebert.

6. DER ANTIKE PFERDESPORT AUßERHALB VON OLYMPIA: Untersuchung der Popularität und Verbreitung von Wagenrennen in der antiken Welt, etwa durch Beschreibungen in der Ilias oder im römischen Umfeld.

7. DER BESONDERE STELLENWERT DER HIPPISCHEN AGONE: Analyse der gesellschaftlichen Dimensionen, wobei einerseits die Faszination für das Risiko bei den Zuschauern und andererseits der Pferdesport als exklusives Statussymbol der Elite betrachtet werden.

8. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Gründe für den hohen Stellenwert des Pferdesports, insbesondere durch die Verbindung von Kult, Mythos und gesellschaftlichem Prestige.

Schlüsselwörter

Olympische Spiele, Pferdesport, Wagenrennen, Hippodrom, Pelops, Antike, Mythos, Kultstätte, Aristokratie, Statussymbol, Pausanias, Sportgeschichte, Wettkampf, hippische Agone, Antikes Griechenland

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den historischen und kulturellen Stellenwert des Pferdesports bei den antiken Olympischen Spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die mythologischen Ursprünge des Pferdesports, die architektonische Gestaltung des Hippodroms, die verschiedenen Disziplinen sowie die soziologische Bedeutung als exklusives Privileg der Aristokratie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, warum der Reitsport eine so zentrale und wichtige Rolle in den bekanntesten Sportwettkämpfen der Antike einnahm und wie sich diese Bedeutung in der damaligen Gesellschaft manifestierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse antiker Quellen wie der Schriften von Pausanias und Homer sowie auf moderne fachwissenschaftliche Sekundärliteratur zur historischen Rekonstruktion.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Mythen (Pelops), technischen Details der Rennbahn (Hippodrom), der sportlichen Vielfalt und der sozioökonomischen Rolle der beteiligten Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Olympische Spiele, Wagenrennen, Hippodrom, Aristokratie und Kultstätte charakterisiert.

Welche Rolle spielte das "Taraxippos" im Hippodrom?

Das Taraxippos, auch "Pferdeschreck" genannt, war ein Altar, an dem es häufig zu Unfällen kam. Es wird sowohl mythologisch als auch rational durch ungünstige Lichtverhältnisse bei Wendemanövern erklärt.

Warum galten die Pferderennen als Sport für die Reichen?

Da der Unterhalt von Pferden, Ställen und Personal extrem kostenintensiv war, blieb dieser Sport ein Privileg der oberen Schichten und diente als Mittel zur Repräsentation von Reichtum und gesellschaftlichem Status.

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Details

Title
Pferdesport in Olympia
Subtitle
Der Stellenwert der hippischen Agone bei den Antiken Olympischen Spielen
College
University of Münster
Grade
2,7
Author
Onno Suntken (Author)
Publication Year
2014
Pages
20
Catalog Number
V537127
ISBN (eBook)
9783346135735
ISBN (Book)
9783346135742
Language
German
Tags
pferdesport olympia stellenwert agone antiken olympischen spielen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Onno Suntken (Author), 2014, Pferdesport in Olympia, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537127
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