Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Beratung und Therapie

Die therapeutische Beziehung zwischen TherapeutIn und PatientIn mit einem frühkindlichen Bindungstrauma

Titel: Die therapeutische Beziehung zwischen TherapeutIn und PatientIn mit einem frühkindlichen Bindungstrauma

Bachelorarbeit , 2020 , 117 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Paulina Arndt (Autor:in)

Psychologie - Beratung und Therapie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die therapeutische Beziehung zwischen PatientIn und TherapeutIn stellt einen wichtigen Faktor für den Therapieerfolg in einer Therapie dar. Lambert (1992) postuliert, dass bei einem erfolgreichen Therapieergebnis ein Anteil von 30% auf die therapeutische Beziehung zurückführen ist. Die zentrale Fragestellung, die sich für die vorliegende Arbeit daraus ableiten lässt, lautet aus diesem Grund folgendermaßen. Wie gestaltet sich die therapeutische Beziehung zwischen TherapeutIn und PatientIn, die ein frühkindliches Bindungstrauma erlitten hat, in der Einzeltherapie?

Die Bindungserfahrung und Beziehungsfähigkeit spielen in der kindlichen Entwicklung eine entscheidende Rolle. Diese Bindung wird geprägt durch die Interaktionserfahrungen zwischen Kind und Bindungs- oder Bezugsperson. Bei negativen Erfahrungen im Bindungskontext wie beispielsweise Vernachlässigung oder seelische und körperliche Misshandlung kann ein Bindungstrauma hervorgerufen werden.

Im Rahmen einer qualitativen Erhebung wurden sieben leitfadengestützte Experteninterviews mit erfahrenen PsychotherapeutInnen, die eine zusätzliche Traumatherapieausbildung absolviert haben und in einem Handlungsfeld mit traumatherapeutischem Hintergrund arbeiten, durchgeführt. Ausgewertet wurden die Interviews mit der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring.

Die Analyse hat ergeben, dass sowohl der Beziehungsaufbau als auch die Beziehungsgestaltung bei bindungstraumatisierten PatientInnen individuell gestaltet werden muss. Werte wie beispielsweise Wertschätzung, Akzeptanz, Sicherheit und Klarheit definieren jedoch die therapeutische Beziehung grundlegend.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Frühkindliches Bindungstrauma

2.1.1 Grundzüge der Bindungstheorie

2.1.2 Frühe Bindungstraumatisierungen.

2.1.3 Auswirkungen frühkindlicher Bindungstraumatisierungen.

2.2 Therapeutische Beziehung

2.2.1 Definition der therapeutischen Beziehung.

2.2.2 Gestaltung der therapeutischen Beziehung.

2.2.3 Aspekte der therapeutischen Beziehungsgestaltung.

2.2.4 Hindernisse bei der therapeutischen Beziehung.

3. Zielsetzung und Fragestellung

4. Versuchsplan und Methodisches Vorgehen

4.1 Design: Leitfadengestütztes ExpertInneninterview

4.1.1 ExpertInneninterview.

4.1.2 Leitfaden.

4.2 Stichprobenkriterien und Rekrutierungsplan

4.3 Planung der Durchführung der Studie

4.3.1 Pretest.

4.3.2 Interview.

4.4 Aufbereitungs- und Auswertungsmethode

4.4.1 Transkription.

4.4.2 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring.

4.4.3 Gütekriterien.

5. Darstellung der Ergebnisse

5.1 Kategoriensysteme

5.2 ExpertInnenbeschreibung

5.3 Abbildung von berufsbezogenen Daten

5.4 Prüfung von Fragestellungen und Hypothesen

5.4.1 Angaben zu bindungstraumatisierten PatientInnen (B).

5.4.2 Therapeutische Beziehung (T).

5.4.3 Bindungsverhalten der TherapeutInnen (V).

6. Diskussion

6.1 Zusammenfassung

6.2 Einordnung in die Literatur

6.3 Limitationen

6.4 Implikationen und weitere Forschung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht aus der Perspektive erfahrener PsychotherapeutInnen, wie sich die therapeutische Beziehung bei PatientInnen mit einem frühkindlichen Bindungstrauma in der Einzeltherapie gestaltet, um spezifische Handlungsanweisungen für die Praxis abzuleiten.

  • Umgang mit bindungstraumatisierten PatientInnen in der Therapie
  • Verständnis und Definition der therapeutischen Beziehung
  • Konkrete Gestaltungsmethoden und Ansätze (inklusive körperlicher Nähe)
  • Herausforderungen beim Beziehungsaufbau und im Therapieverlauf
  • Einfluss des eigenen Bindungsverhaltens der TherapeutInnen

Auszug aus dem Buch

T7: Schwierigkeiten beim Beziehungsaufbau

Übergeordnet kann gesagt werden: „Schwierigkeiten gibt es nie, Herausforderungen gibt es immer“ (D, S. 15, Z. 445) und die gibt es, abgeleitet aus den Interviews, in der Regel nicht so häufig.

Prinzipiell gilt „[j]e schwerer die Bindungstraumatisierung, desto schwerer natürlich der Vertrauensaufbau“ (A, S. 21, Z. 672-673) und das Aushalten der therapeutischen Beziehung. Daraus lässt sich schlussfolgern „[j]e komplexer die Symptomatik, umso größere Herausforderungen gibt es“ (D, S. 15-16, Z. 449-450).

Eine Schwierigkeit oder Herausforderung im Beziehungsaufbau ist das stückchenweise Austesten, ob die TherapeutIn das aushält. „Das heißt, [hier ist] die Herausforderung […] Ruhe und Gelassenheit als Therapeutin in sich selber zu bleiben“ (D, S. 16, Z. 472-473).

Bindungstraumatisierte PatientInnen sagen von sich aus nicht, wenn sie beispielsweise gekränkt sind. „Manchmal kommen unbewusst, unabsichtliche Kränkungen vor. Wenn ich einen sensiblen Punkt treffe, den ich noch nicht kannte oder als nicht so schwerwiegend eingeschätzt habe“ (A, S. 26, Z. 839-841, 843-845). So gestaltet sich die therapeutische Beziehung am Anfang erst einmal herausfordernd.

Ein Abbruch der therapeutischen Zusammenarbeit stellt natürlich eine Folge der Schwierigkeiten beim Beziehungsaufbau dar. „Bindungstraumatisierungen, Bindung oder Beziehung, in der Kindheit spiegeln sich in der Patient-Therapeuten-Beziehung wider“ (G, S. 6, Z. 151-153) oder „[d]a ist irgendeine Übertragung auf mich. Plötzlich ist es ihnen zu gefährlich, weil ich sie an die frühtraumatische Beziehung erinnere. Die tun sich extrem schwer überhaupt eine Beziehung aufzubauen. Die brechen dann nach den ersten Stunden ab, von denen habe ich aber nicht so viele“ (A, S. 25, Z. 806, 809-810, 812-14).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Bindungstraumatisierung im Kontext der therapeutischen Beziehung ein und leitet aus der fachlichen Relevanz die zentrale Forschungsfrage ab.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet theoretische Grundlagen frühkindlicher Bindungstraumatisierung sowie die Bedeutung, Gestaltung und Hindernisse der therapeutischen Beziehung in der Fachliteratur.

3. Zielsetzung und Fragestellung: Hier werden das Ziel der Arbeit, Verständnis über bindungstraumatisierte PatientInnen zu gewinnen, sowie die daraus resultierenden spezifischen Fragestellungen formuliert.

4. Versuchsplan und Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel beschreibt das qualitative Design mittels leitfadengestützter ExpertInneninterviews, deren Planung, Durchführung und die anschließende Auswertung nach der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.

5. Darstellung der Ergebnisse: Dieser Teil präsentiert die aus den Experteninterviews abgeleiteten drei Hauptkategorien und deren Subkategorien sowie die soziodemographischen Daten der teilnehmenden PsychotherapeutInnen.

6. Diskussion: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, ordnet diese in den theoretischen Kontext ein, diskutiert Limitationen der Studie und gibt Ausblicke für zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Traumatherapeutische PsychotherapeutInnen, Bindungstraumatisierung, frühkindliches Bindungstrauma, therapeutische Beziehung, Beziehungsgestaltung, Bindungsverhalten, qualitative Forschung, Experteninterview, Traumatherapie, Bindungsstörung, Beziehungsaufbau, Bindungstheorie, Supervision, Traumafolgestörungen, Emotionsregulation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung der therapeutischen Beziehung zwischen TherapeutIn und PatientIn, wenn letztere ein frühkindliches Bindungstrauma erlitten haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Beziehungsaufbau, der Beziehungsgestaltung unter Berücksichtigung von Werten und Methoden sowie der Reflexion des eigenen Bindungsverhaltens der TherapeutInnen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aus der Perspektive erfahrener TherapeutInnen zu verstehen, wie eine positive therapeutische Beziehung zu bindungstraumatisierten PatientInnen aufgebaut und aufrechterhalten werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt ein qualitatives Forschungsdesign, bestehend aus sieben leitfadengestützten Experteninterviews, die mittels der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Hintergrund, die methodische Vorgehensweise und die detaillierte Darstellung sowie Diskussion der Ergebnisse, unterteilt in die Kategorien bindungstraumatisierte PatientInnen, therapeutische Beziehung und Bindungsverhalten der TherapeutInnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind frühkindliches Bindungstrauma, therapeutische Beziehung, Beziehungsgestaltung, Traumatherapie und professionelle Selbstreflexion.

Welche Rolle spielt die Selbstreflexion für die befragten TherapeutInnen?

Die Ergebnisse zeigen, dass Selbstreflexion und kollegiale Beratung (Supervision/Intervision) als unabdingbare Grundwerte in der Traumatherapie angesehen werden, um das eigene Bindungsverhalten zu verstehen und professionell zu agieren.

Gibt es spezifische Unterschiede in der Therapie von bindungstraumatisierten im Vergleich zu anderen PatientInnen?

Die Ergebnisse legen nahe, dass der Beziehungsaufbau bei beiden Gruppen teils ähnlich beginnt, bei Bindungstraumatisierten jedoch eine vorsichtigere, achtsamere Gestaltung erfordert und das Beziehungsthema im Verlauf der Therapie einen deutlich größeren Raum einnimmt.

Ende der Leseprobe aus 117 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die therapeutische Beziehung zwischen TherapeutIn und PatientIn mit einem frühkindlichen Bindungstrauma
Hochschule
Universität Wien
Note
1,0
Autor
Paulina Arndt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
117
Katalognummer
V538226
ISBN (eBook)
9783346172761
ISBN (Buch)
9783346172778
Sprache
Deutsch
Schlagworte
beziehung bindungstrauma patientin therapeutin
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Paulina Arndt (Autor:in), 2020, Die therapeutische Beziehung zwischen TherapeutIn und PatientIn mit einem frühkindlichen Bindungstrauma, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538226
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  117  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum