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Rohstoffe in der Arktis. Droht die Gefahr eines neuen Kalten Krieges?

Title: Rohstoffe in der Arktis. Droht die Gefahr eines neuen Kalten Krieges?

Submitted Assignment , 2020 , 7 Pages , Grade: 1,9

Autor:in: Saskia Liehr (Author)

Earth Science / Geography - Geopolitics
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Dass der Klimawandel starke Auswirkungen auf die Arktis hat, ist allgemein bekannt. Von schmelzenden Gletschern und einem steigenden Meeresspiegel, der für einen Kollaps des globalen Ökosystems sorgen könnte, hat wohl jeder schon mal gehört. Doch anders, als viele Klimaschützer, sehen Vertreter großer Energiekonzerne das Schmelzen des Eises durchaus positiv. Für sie könnten sich neue Gelegenheiten der Erdöl- und Erdgasgewinnung ergeben, denn es werden riesige Ressourcen unterhalb der Eisdecke vermutet. Lange Zeit waren diese Gebiete unzugänglich und technisch nicht erschließbar.

Mit dem Rückgang der Eisdecke werden sie jedoch immer zugänglicher und es ist längst schon die Debatte um territoriale Ansprüche ausgebrochen. Kritiker fürchten, dass in Bezug auf die Arktis ein neuer Kalter Krieg ausbrechen könnte. Im folgenden Text wird erläutert, inwiefern die Erschließung der Arktis tatsächlich internationales Konfliktpotenzial darstellt.

Dabei wird zunächst auf das allgemeine Rohstoffvorkommen in der Region eingegangen, sowie auf die Frage welche Länder einen territorialen Anspruch erheben, sowie auf die möglichen Konflikte und Chancen, die sich daraus ergeben. Außerdem werden Probleme der Ressourcenerschließung erläutert und anschließend ein Fazit gezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Rohstoffvorkommen

Gründe für das Interesse an der Arktis

Befürchtungen von Kritikern

Entwarnung von Experten

Kooperationsmaßnahmen

Probleme beim Rohstoffabbau

Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das durch den Klimawandel und die damit verbundene bessere Erreichbarkeit der Arktis entstehende internationale Konfliktpotenzial im Hinblick auf die dort vermuteten Rohstoffvorkommen. Dabei wird analysiert, ob die verstärkten territorialen Ansprüche und militärischen Aktivitäten der Anrainerstaaten tatsächlich in einen neuen Kalten Krieg münden könnten oder ob kooperative Lösungsansätze überwiegen.

  • Rohstoffvorkommen in der Arktis
  • Interessen der Anrainerstaaten
  • Sicherheitspolitische Lage und militärische Aufrüstung
  • Rolle des Arktischen Rates
  • Herausforderungen bei der Ressourcenerschließung

Auszug aus dem Buch

Befürchtungen von Kritikern

Zu den direkt angrenzenden Staaten zählen Russland, Kanada, die USA, Norwegen und Dänemark (aufgrund der völkerrechtlichen Souveränität über Grönland). Aufgrund ihrer geografischen Lage, werden diese Länder auch als die „Arktischen Fünf“ bezeichnet (vgl. Uebachs: S. 5). Kritiker fürchten, dass es zu Auseinandersetzungen zwischen diesen Staaten hinsichtlich der „Eroberung“ der Arktis kommen könnte, weil es für dieses Gebiet noch kaum territoriale Grenzen gibt (vgl. Amann: S. 1). Durch die Unzugänglichkeit der Region war dies bisher auch nicht nötig, doch nun stellen sich neue sicherheitspolitische Fragen. Jedes der fünf Länder hat in den letzten Jahren seine militärischen Kapazitäten vor Ort erweitert (vgl. Amann: S. 2). Eine im Jahre 2007 durchgeführte russische Militäraktion führte zu großer Beunruhigung und weckte vor allem das mediale Interesse. Dabei platzierte ein U-Boot die russische Flagge auf dem Meeresboden des geografischen Nordpols in über 4.000 Metern Tiefe. Außerdem fiel die Aussage, dass Russland seine nationalen Interessen „notfalls mit militärischer Gewalt verteidigen werde“ (vgl. ebd.), was Kritiker in ihrer Vermutung bestärkte, dass es hinsichtlich der Arktis auch zu militärischen Auseinandersetzungen kommen könnte. Hinzu kommt, dass alle Anrainerstaaten militärische Strategiepapiere entworfen haben, welche zahlreiche Aufrüstungs- und Modernisierungspläne beinhalten, was allgemein als „Kriegsvorbereitung“ gesehen werden könnte (vgl. Amann: S. 6).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einführung thematisiert die Folgen des Klimawandels in der Arktis und die dadurch entstehenden Debatten um territoriale Ansprüche und internationales Konfliktpotenzial.

Rohstoffvorkommen: Das Kapitel gibt einen Überblick über die in der Arktis vermuteten mineralischen Ressourcen sowie die beträchtlichen unentdeckten Öl- und Erdgasreserven.

Gründe für das Interesse an der Arktis: Hier werden der globale Energiebedarf, die Abhängigkeit von politisch instabilen Ländern und die Aussicht auf neue Handelsrouten als Motive der Anrainerstaaten beleuchtet.

Befürchtungen von Kritikern: Dieses Kapitel erläutert die Sorgen vor militärischen Auseinandersetzungen zwischen den Anrainerstaaten aufgrund fehlender territorialer Grenzen und zunehmender Aufrüstung.

Entwarnung von Experten: Hier wird die Einschätzung dargelegt, dass die Lage trotz der Aufrüstung weniger bedrohlich ist und die Region eher durch Kooperation geprägt bleibt.

Kooperationsmaßnahmen: Dieses Kapitel beschreibt die Rolle des Arktischen Rates als zentrales Forum für nachhaltige Entwicklung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Probleme beim Rohstoffabbau: Die hohen technischen Kosten und ökologischen Risiken bei der Erschließung von Ressourcen in der Arktis stehen hier im Vordergrund.

Fazit: Abschließend wird konstatiert, dass ein militärischer Konflikt zwar theoretisch möglich, aber aufgrund hoher Kosten und diplomatischer Alternativen wie dem Arktischen Rat eher unwahrscheinlich ist.

Schlüsselwörter

Arktis, Klimawandel, Rohstoffvorkommen, Erdöl, Erdgas, Arktischer Rat, Territorialansprüche, Kalter Krieg, Energiesicherheit, Geopolitik, Militarisierung, Rohstoffabbau, Internationale Kooperation, Arktische Fünf, Ressourcenerschließung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Potenzial für internationale Konflikte in der Arktis, das durch den Klimawandel und das damit verbundene verstärkte Interesse an Rohstoffvorkommen entsteht.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung adressiert?

Die Themen umfassen die Identifikation der Rohstoffreserven, die geopolitischen Interessen der Anrainerstaaten, militärische Aufrüstungstendenzen und die Rolle diplomatischer Kooperationsforen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, ob der „Kampf um die Ressourcen der Arktis“ ein reales internationales Konfliktpotenzial darstellt und ob die Gefahr eines neuen Kalten Krieges droht.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der aktuelle Einschätzungen von Politikwissenschaftlern und Organisationen herangezogen werden, um die Sicherheitslage und die ökonomischen sowie politischen Zusammenhänge zu bewerten.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Rohstoffvorkommen, der sicherheitspolitischen Bedenken, der Expertenmeinungen zur Entspannung sowie der kooperativen Bemühungen und technischen Schwierigkeiten beim Rohstoffabbau.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Arktis, Geopolitik, Rohstoffvorkommen, Arktischer Rat, Energiesicherheit und internationale Konfliktpotenziale beschreiben.

Wie bewertet die Autorin die russische Flaggenaktion am Nordpol von 2007?

Die Autorin ordnet diese Aktion in Anlehnung an Expertenmeinungen nicht zwangsläufig als direkte Kriegsbotschaft ein, sondern eher als Machtdemonstration im Kontext der nationalen Interessen.

Welche Rolle spielt die ökonomische Komponente bei der Einschätzung von Konflikten?

Die ökonomische Komponente ist zentral: Da der Abbau von Rohstoffen in der Arktis extrem kostspielig ist, erscheint eine militärische Eskalation für die Anrainerstaaten wirtschaftlich unvernünftig, da diese die Erschließung der Ressourcen gefährden würde.

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Details

Title
Rohstoffe in der Arktis. Droht die Gefahr eines neuen Kalten Krieges?
College
University of Hamburg  (Geographie)
Grade
1,9
Author
Saskia Liehr (Author)
Publication Year
2020
Pages
7
Catalog Number
V538862
ISBN (eBook)
9783346162571
Language
German
Tags
Rohstoffe Arktis Arktis Neuer Kalter Krieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Saskia Liehr (Author), 2020, Rohstoffe in der Arktis. Droht die Gefahr eines neuen Kalten Krieges?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/538862
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