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Die Stierkampfbilder (corride) von 1792/93

Im Vergleich mit späteren Werken (1824/25) der gleichen Thematik und dem graphischen Zyklus der Tauromaquia

Title: Die Stierkampfbilder (corride) von 1792/93

Presentation (Elaboration) , 1995 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dr. Sabine Busch-Frank (Author)

Art - Painting
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Mit seiner Begeisterung für den traditionellen Stierkampf und seine bildhafte Dokumentation war Goya nicht allein in der bildenden Kunst - Picasso sollte später sogar ganze Serien nach Goyas Vorbild malen, um nur den bekanntesten der ebenfalls mit Stiermotiven arbeitenden Künstler zu nennen.

Die vorliegende Arbeit, welche als Referat mit anschließender Hausarbeit im Grundstudium Kunstgeschichte gehalten wurde, geht den verschiedenen Werken Goyas mit Stierkampfthemen aus allen Schaffensperioden, Techniken und Stilphasen nach und unternimmt den Versuch, eine Entwicklungslinie innerhalb dieses Themenbereichs darzustellen.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Bemerkungen zum Forschungsstand

3. Goyas Stierkampf – Bilder

3. 1. Die Stierkampfbilder (corride) von ca. 1792/93

3.1.1. Toros en la dehasa (Auswahl der Stiere)

3. 1. 2. Tod eines Picadors

3. 2. Die "Tauromaquia"

3. 2. 1. Die "Tauromaquia" und Pepe Illo (1754 - 1801)

3. 2. 2. "Los moros hacen otro capeo en plaza con su albornoz" (Die Mauren reizen den Stier in der Arena mit ihrem Burnus)

3. 2. 3. "Pepe Illo haciendo el recorte al toro" (Pepe Illo macht vor dem Stier eine "Recorte")

3. 2. 4. "La desgraciada muerte de Pepe Illo en la plaza de Madrid" (Der tragische Tod des Pepe Illo in der Arena von Madrid)

3. 2. 5. Überlegungen zur Deutung der "Tauromaquia" - Exkurs zum Forschungsstand

3. 3. Die Stierkampfbilder von 1824/25

3. 3. 1. Corrida suerte de vara (Der Stierkampf)

3. 3. 2. Der Tod des Picador

4. Zusammenfassung und Schluss: Versuch der Darstellung einer Entwicklungslinie in Goyas Stierkampfbildern

4. 1. Die unkommentierte Darstellung des Stierkampfes

4. 2. Die Darstellung des Stierkampfes aus der Sicht des Aficionado

4. 3. Die moralische Wertung des Stierkampfes

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die künstlerische Entwicklung von Francisco de Goyas Stierkampf-Darstellungen über einen Zeitraum von 33 Jahren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die Intention des Künstlers – von einer zunächst unkommentierten, dokumentarischen Sichtweise hin zu einer kritischen, moralischen Auseinandersetzung mit der Brutalität des Stierkampfes – gewandelt hat.

  • Chronologische Analyse der Stierkampf-Werkgruppen (1792/93, Tauromaquia, 1824/25)
  • Untersuchung der sich wandelnden Rolle von Mensch und Stier als Täter und Opfer
  • Diskussion der Bedeutung von Pepe Illo in Goyas Tauromaquia-Serie
  • Vergleich der künstlerischen Techniken und der Komposition (Bildraum, Licht, Dynamik)
  • Interpretationsansätze zur moralischen Wertung und gesellschaftskritischen Dimension

Auszug aus dem Buch

3. 1. 2. Tod eines Picadors

Wie das erste Bild ist auch dieses mit Ölfarbe auf Weißblech gearbeitet und hat in etwa die gleiche Größe (43 x 31,9 cm). Heute befindet es sich in London, in der British Rail Pension Trustee Co.

Wie zuvor durch Himmel und Erde ist hier eine Zweiteilung des Bildraumes durch Arena und Amphitheater zu bemerken. Ansonsten steht es aber der Aussage des vorherigen Bildes diametral entgegen: Aus Landschaft wird Architektur, aus Ruhe Aktion, aus Friede Kampf.

Im Vordergrund, in der Manege der Arena, findet gerade eine besonders grausame und aktionsreiche Szene statt: Der Stier hat das Pferd eines Picadors regelrecht aufgeschlitzt und dann den Reiter selbst auf die Hörner genommen - man kann gut erkennen, dass das linke Horn des Tieres den rechten Oberschenkel des Mannes ganz durchbohrt hat. Nun liegt das sterbende Pferd mit aus dem Bauch hervorquellenden Gedärmen zu Füßen des Stieres. Dieser wird von zwei reitenden Picadoren mit den Picas bedroht, wobei der eine versucht, seinen verletzten Kollegen, der kopfüber vom Schädel des Stieres herabbaumelt, mit der Pica herunterzuheben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet Goyas Interesse am Stierkampf im zeitgenössischen Kontext und definiert den Rahmen der Untersuchung, welche sich auf eine chronologische Auswahl exemplarischer Werke beschränkt.

2. Bemerkungen zum Forschungsstand: Dieses Kapitel skizziert die Schwierigkeiten bei der Suche nach Fachliteratur und kritisiert, dass bestehende Forschungen oft lediglich Abbildungen kommentieren, anstatt die Stierkampfwerke eigenständig zu interpretieren.

3. Goyas Stierkampf – Bilder: Der Hauptteil analysiert die drei zentralen Werkgruppen von 1792/93, die Tauromaquia-Radierungen und die späten Ölbilder hinsichtlich ihrer motivischen und stilistischen Wandlungen.

4. Zusammenfassung und Schluss: Versuch der Darstellung einer Entwicklungslinie in Goyas Stierkampfbildern: Das Fazit fasst die künstlerische Intention Goyas zusammen, die sich von einer neutralen Darstellung über einen kommentierenden Blick bis hin zu einer moralischen Verurteilung des grausamen Stierkampfes entwickelt hat.

Schlüsselwörter

Francisco de Goya, Stierkampf, Tauromaquia, Kunstgeschichte, Malerei, Radierung, Pepe Illo, Stier, Picador, Mamelucken, Gesellschaftskritik, Spanien, Arena, Korrida, 19. Jahrhundert

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die künstlerische Auseinandersetzung Francisco de Goyas mit der Stierkampfthematik über einen Zeitraum von mehr als drei Jahrzehnten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der motivischen Entwicklung, der Veränderung der künstlerischen Haltung von Goya gegenüber dem Stierkampf sowie der Analyse spezifischer Bildkompositionen und deren Bedeutung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, eine Entwicklungslinie im Schaffen Goyas aufzuzeigen, die von einer neutralen Beobachtung hin zu einer kritischen moralischen Wertung führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine chronologische werkimmanente Analyse durchgeführt, bei der ausgewählte Gemälde und Radierungen unter Berücksichtigung kunsthistorischer Kontexte und Interpretationsansätze untersucht werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der frühen Stierkampfbilder (1792/93), die detaillierte Analyse der Tauromaquia-Serie sowie die Betrachtung der späten Ölbilder und Lithographien ab 1824.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Francisco de Goya, Stierkampf, Tauromaquia, Bildanalyse, Stilentwicklung und Gesellschaftskritik.

Welche Rolle spielt Pepe Illo in der Arbeit?

Pepe Illo wird als ein zeitgenössischer Stierkämpfer und wichtiger Bezugspunkt für die Tauromaquia-Serie analysiert, wobei Goya ihm sowohl ikonographische Würdigungen als auch kritische Untertöne widmet.

Was bedeutet der "Tod des Picadors" in den späten Werken im Vergleich zum Frühwerk?

Während im Frühwerk der Tod noch als Teil eines dokumentarischen Ablaufs erscheint, wird er im Spätwerk durch eine suggestiv-blutige Farbgebung und kompositorische Verdichtung als grausam und sinnlos dargestellt.

Wie deutet der Autor das Bild "Modo de Volar"?

Das Bild wird als potenzieller Schlüssel für das Verständnis der Tauromaquia diskutiert, wobei offen bleibt, ob es eine Warnung oder ein Plädoyer für den Kampf gegen das Unmögliche darstellt.

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Details

Title
Die Stierkampfbilder (corride) von 1792/93
Subtitle
Im Vergleich mit späteren Werken (1824/25) der gleichen Thematik und dem graphischen Zyklus der Tauromaquia
College
LMU Munich
Course
Hauptseminar " Profane Themen der Jahre 1789-1793"
Grade
1,0
Author
Dr. Sabine Busch-Frank (Author)
Publication Year
1995
Pages
22
Catalog Number
V53905
ISBN (eBook)
9783638492263
ISBN (Book)
9783638662949
Language
German
Tags
Stierkampfbilder Hauptseminar Profane Themen Jahre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Sabine Busch-Frank (Author), 1995, Die Stierkampfbilder (corride) von 1792/93, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53905
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