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Das Spanienbild des 20. Jahrhunderts. Die Politik des Caudillo und die Politik des Königs

Title: Das Spanienbild des 20. Jahrhunderts. Die Politik des Caudillo und die Politik des Königs

Term Paper , 2014 , 20 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Roman Luigi Spallina (Author)

Cultural Studies - Miscellaneous
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'Franco vs. Juan Carlos; Diktatur vs. Demokratie'. So einfach könnte man das Thema dieser Hausarbeit auf den Punkt bringen. Jedoch steckt viel mehr dahinter, als ein bloßer Vergleich. Es soll eine detaillierte Gegenüberstellung der wichtigen Aspekte 'Politik', 'Wirtschaft', 'Gesellschaft und Kultur' aufgezeigt werden. Dadurch sollen sich schlussendlich die enormen Unterschiede in der Staatsführung Spaniens, unter den beiden genannten Regierungschefs zeigen. Es geht also um die Frage, welches Spanienbild während der beiden Herrschaftszeiten zu erkennen ist? Wo gibt es Veränderungen oder Abweichungen in den beiden politischen Ideologien? Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem 20. Jahrhundert; über die beiden Jahre 1976/77 wird das Werk 'Mein spanisches Brevier' von Fritz Rudolf Fries großen Aufschluss geben.

Die Aspekte, in denen diese Ausarbeitung untergliedert ist, wurden bereits genannt. Im Punkt 'Spanien unter Franco' wird es eine kurze Rückblende zum Spanischen Bürgerkrieg geben, um zu beleuchten, wie Franco an die Macht gekommen ist und sein diktatorisches System in Spanien etablieren konnte. Zum Unterpunkt 'Politik' gehört der Franquismus an sich, der Terror der ETA (v.a. in der Zeit des Regierungswechsels), die Unabhängigkeitsbestrebungen der Regionen Baskenland und Katalonien (zum Teil auch Galizien, aber hier nicht berücksichtigt), die kritischen Stimmen aus der Kommunistischen Partei unter Leitung von Dolores Ibárruri und später dann unter Santiago Carillo, sowie die Einflussnahme der katholischen Kirche in politische Angelegenheiten.

Der Punkt 'Wirtschaft' beschäftigt sich insbesondere mit der Armut und Arbeitslosigkeit, der spanischen Bevölkerung, der Gegenüberstellung zwischen Industrie und Landwirtschaft, und dem überraschenden Wirtschaftsaufschwung in den 1960er Jahren.
In 'Kultur und Gesellschaft' soll vor allem auf die Kunst, Literatur und Filme in Spanien eingegangen werden. Eine besondere Rolle kommt hierbei Picassos Bild „Guernica“ zu.
Im Bereich „Spanien unter Juan Carlos“ werden die oben genannten Aspekte mit identischer Gliederung wieder aufgegriffen. An Stelle eines diktatorischen Systems findet man in seiner Regierungszeit jedoch einen Staat vor, der einen Prozess der Demokratisierung durchläuft. Aus diesem Grund, werden hier deutliche Unterschiede in der Politikführung, Wirtschaftskraft und in der spanischen Gesellschaft und Kultur zu sehen sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Spanien unter Franco

2.1.1. Politik

2.1.2. Wirtschaft

2.1.3. Gesellschaft und Kultur

2.2. Spanien unter Juan Carlos I.

2.2.1. Politik

2.2.2. Wirtschaft

2.2.3. Gesellschaft und Kultur

3. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die tiefgreifenden Unterschiede in der Staatsführung zwischen der Diktatur unter Francisco Franco und der Transformation zur parlamentarischen Monarchie unter Juan Carlos I. gegenüberzustellen. Dabei wird analysiert, wie sich diese politischen Systeme in den Bereichen Politik, Wirtschaft sowie Gesellschaft und Kultur auf das Spanien des 20. Jahrhunderts ausgewirkt haben und welches Spanienbild in den jeweiligen Epochen geprägt wurde.

  • Historische Analyse der Ära Franco und der Transition unter Juan Carlos I.
  • Gegenüberstellung der Regierungsstile: Autoritäre Diktatur versus parlamentarische Monarchie.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung zur Industrienation.
  • Kulturelle Transformation, Zensurpolitik und das Streben nach Identität in den Regionen.
  • Aufarbeitung von Demokratisierungsprozessen und gesellschaftlichen Konflikten.

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Politik

Unter der Kontrolle Francos zu stehen, bedeutete für die spanischen Bürger ein Leben in einer Diktatur, ein Leben in einem franquistischen Land. Franquismus hat jedoch keine in sich geschlossene und aufgearbeitete Ideologie, wie der Nationalsozialismus, oder Faschismus. Es wird vielmehr der Zusammenschluss verschiedener rechts-konservativer Gruppen zur Falange als Einheitspartei, als die Geburtsstunde des Franquismus angesehen. Grundstein zur Legitimation des Regimes ist zudem das Herausstellen der kollektiven nationalen Identität. In der Ideologie spielte stets der Eroberungs- und Kolonialisierungsgedanke eine tragende Rolle und somit natürlich die militärische Komponente.

Des Weiteren gab es einen starken Rückbezug auf die mittelalterlichen Werte und Ordnungen, wie beispielsweise Tradition und Spiritualismus. Der Grund für den Rückbezug ist, dass das Mittelalter mit der Reconquista und der Entdeckung der 'Neuen Welt' als goldenes Zeitalter Spaniens gesehen wurde. Daher ist der Gegensatz, zur franquistischen Ideologie die Moderne mit ihrem Fortschritt, Konfliktpotenzial und ihrer Intellektualität. Die positiven Werte, Tradition und Spiritualismus lebte vor allem die katholische Kirche vor, die unter anderem deswegen wieder an Stellenwert unter Franco gewann. Sie unterstützte den Franco-Staat, um wieder eine zentrale Rolle im Staat zu spielen und nicht noch einmal eine so starke Säkularisierung erleben zu müssen, wie bei den Republikanern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die kontrastierende Thematik der Herrschaftszeiten unter Franco und Juan Carlos I. ein und legt die Forschungsfrage sowie die methodische Vorgehensweise fest.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse unter der Diktatur des Caudillo sowie der anschließenden Transformation unter dem König.

2.1. Spanien unter Francisco Franco: Dieses Kapitel untersucht die Entstehung und Ausgestaltung des Franquismus, geprägt durch Repression, Autarkiepolitik und eine enge Bindung zwischen Staat und katholischer Kirche.

2.1.1. Politik: Hier wird das autokratische System ohne Verfassung und Gewaltenteilung beleuchtet, inklusive der Unterdrückung regionaler Autonomiebestrebungen und der Rolle des 'inneren Exils'.

2.1.2. Wirtschaft: Dieses Kapitel analysiert das Scheitern der Autarkiepolitik, die wirtschaftliche Isolation und den späteren Aufschwung durch die Öffnung und Kooperation mit den USA.

2.1.3. Gesellschaft und Kultur: Es wird auf die Zensurpolitik, die Rolle der katholischen Kirche sowie die kulturelle Bedeutung von Kunst und Literatur unter dem Einfluss der Diktatur eingegangen.

2.2. Spanien unter Juan Carlos I.: Dieses Kapitel beschreibt den schwierigen Übergang von einer Diktatur zu einer parlamentarischen Monarchie nach dem Tod Francos.

2.2.1. Politik: Hier wird der Prozess der Demokratisierung, die Legalisierung politischer Parteien und die Verabschiedung der Verfassung von 1978 detailliert dargestellt.

2.2.2. Wirtschaft: Dieses Kapitel thematisiert die wirtschaftlichen Herausforderungen der Transformationsphase und den Pakt von Moncloa zur Stabilisierung.

2.2.3. Gesellschaft und Kultur: Die Rückkehr der kulturellen Freiheit, das Ende der Zensur und die Aufarbeitung der Vergangenheit in Film und Literatur stehen hier im Fokus.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Rolle von Juan Carlos I. als entscheidender Akteur für den friedlichen Wandel zur Demokratie.

4. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Spanien, Franquismus, Francisco Franco, Juan Carlos I., Demokratisierung, Diktatur, Monarchie, Autarkie, Transition, ETA, Kulturgeschichte, Politik, Wirtschaft, Bürgerkrieg, Gesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die Staatsführung und die gesellschaftlichen Verhältnisse in Spanien während der Ära Francisco Francos mit der Phase der Demokratisierung unter König Juan Carlos I.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf drei Hauptbereiche: die politische Struktur, die wirtschaftliche Entwicklung und die gesellschaftlich-kulturelle Situation der jeweiligen Epochen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die massiven Unterschiede in der Staatsführung zwischen Diktatur und parlamentarischer Monarchie aufzuzeigen und zu analysieren, welches spezifische Spanienbild in diesen beiden politischen Systemen jeweils geprägt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die auf der Gegenüberstellung von Fachliteratur und Primärquellen (wie dem 'Spanischen Brevier' von Fritz Rudolf Fries) basiert, um politische Prozesse chronologisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Blöcke, die jeweils die politische Lage, die Wirtschaftspolitik sowie das kulturelle Leben unter Franco und unter Juan Carlos I. untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Franquismus, Transition, Demokratisierung, Autarkie, politische Repression, parlamentarische Monarchie und kulturelle Identität.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Juan Carlos I. bei der Demokratisierung?

Die Arbeit stellt Juan Carlos I. als einen entscheidenden Akteur dar, dem es trotz seiner Erziehung durch das Franco-Regime gelang, den politischen Wandel friedlich zu vollziehen und Spanien in ein demokratisches System zu führen.

Welche wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den beiden Epochen werden hervorgehoben?

Während die Franco-Zeit anfangs von einer strikten Autarkiepolitik geprägt war, die zu Armut und wirtschaftlicher Stagnation führte, profitierte die Ära unter Juan Carlos I. von einer schrittweisen Öffnung und Reformen, die den Weg in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft ebneten.

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Details

Title
Das Spanienbild des 20. Jahrhunderts. Die Politik des Caudillo und die Politik des Königs
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Volkskunde und Kulturgeschichte)
Course
Von Santiago bis zum Ballermann. Spanienbilder - Spanienreisen
Grade
2,7
Author
Roman Luigi Spallina (Author)
Publication Year
2014
Pages
20
Catalog Number
V539590
ISBN (eBook)
9783346152381
ISBN (Book)
9783346152398
Language
German
Tags
Francisco Franco Juan Carlos I.
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Roman Luigi Spallina (Author), 2014, Das Spanienbild des 20. Jahrhunderts. Die Politik des Caudillo und die Politik des Königs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539590
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