m Rahmen dieser Hausarbeit wird die Frage beantwortet, ob die Sharing Economy sich ausschließlich mit der nicht-monetären privaten Netzwerkbildung beschäftigt, oder, ob durch die Sharing Economy neue Geschäftsmodelle entstehen, welche wirtschaftlich relevant sind.
Seit einigen Jahren wird der Wirtschaftstrend ‚"Sharing Economy‘‘, welcher in der Literatur ebenfalls als "Share Economy" "Collaborative Consumption‘" und "kollaborativer Konsum"‘ aufgeführt wird, immer weiter in das Rampenlicht gerückt (Dorn 2013:18). Dieser umfasst die kollaborative und ressourcen- beziehungsweise umweltbezogen schonende Nutzung von Produkten und Dienstleistungen. Dabei sollen die Vorteile des Besitzes von Ressourcen realisiert werden, ohne, dass diese vom Nutzer besitzt werden. Das Konzept des Eigentums soll durch die immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen mittlerweile veraltet geworden sein. Darüber hinaus werden durch die Sharing Economy Konsumbedürfnisse befriedigt und die finanzielle Bürde des Konsumenten verringert, wodurch die Nutzung von sonst nicht finanziell leistbaren Produkten, für die Nutzer von Sharing Economy Platt-formen, möglich gemacht werden kann.
In einem ersten großen Schritt werden deshalb im Rahmten dieser Arbeit nochmals die wichtigsten Konzepte und Begriffe erläutert, bevor in einem nächsten Schritt die treibenden Kräfte der Sharing Economy näher beleuchtet werden. Die gefundenen Erkenntnisse werden anschließend besonders im Hinblick auf ihre wirtschaftliche Relevanz nochmals kritisch beleuchtet, bevor eine abschließende Zusammenfassung der Argumente der Arbeit erfolgt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffserläuterungen
2.1 Sharing Economy
2.1.1 Definition
2.1.2 Interaktionstypen
2.1.3 Angebotsbereiche
2.1.4 Praktiken
2.2 Private Netzwerkbildung
2.3 Geschäftsmodell
3. Treibende Kräfte der Sharing Economy
3.1 Der ökonomische Aspekt
3.2 Der technologische Fortschritt
3.3 Die soziokulturellen Entwicklungen
3.4 Die Urbanisierung
4. Vertrauensproblem
5. Vorteile für Nutzer
6. Wirtschaftliche Relevanz
7. Zukunft
8. Kritik
9. Regulierung
10. Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Fragestellung, ob die Sharing Economy lediglich auf informeller privater Netzwerkbildung basiert oder ob sich daraus neue, wirtschaftlich relevante Geschäftsmodelle entwickelt haben.
- Analyse von Definitionen und Formen der Sharing Economy
- Untersuchung der treibenden Faktoren für das Wachstum dieser Modelle
- Bewertung der ökonomischen und sozialen Vorteile für Nutzer
- Diskussion der kritischen Aspekte und notwendiger regulatorischer Rahmenbedingungen
- Betrachtung der wirtschaftlichen Relevanz anhand von Praxisbeispielen
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Definition
Trotz der in der Einleitung erläuterten aktuellen Relevanz, besteht momentan keine eindeutige Definition für den Sharing Economy Begriff. Insgesamt gibt es zahlreiche Definitionsansätze, welche durch mehrere Wirtschaftswissenschaftler verfasst worden sind. Im Folgenden wird aufgrund dieses Umstandes eine Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte der Erklärungsansätze der Sharing Economy vorgenommen. Sharing Economy kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt in das Deutsche die Ökonomie des Teilens. Demnach soll es zum ,,Verzicht auf Eigentum zugunsten des Erwerbs von Nutzungsrechten‘‘ durch den Konsumenten kommen (Eichhorst/Spermann 2015:4). Nach (Frey et al. 2018:888-889) umfasst der Begriff außerdem Individuen, Unternehmen und Geschäftsmodelle, welche die kollaborative Nutzung von komplett oder teilweise nicht genutzten Ressourcen bewerkstelligen. Ergänzend wird durch (Peersharing 2015:8) erwähnt, dass diese Leistungen entweder gegen bestimmte Geldbeträge oder gebührenfrei erfolgen können. Alex Stephany der Chief Executive Officer (Geschäftsführer) des Sharing Economy Unternehmens ,,Beam‘‘ fasst die essentiellsten Punkte der Sharing Economy in seiner Definition zusammen: ,,The sharing economy is the value in taking underutilized assets and making them accessible online to a community, leading to a reduced need for ownership of those assets‘‘ (Stephany 2015:9). Stephany führt die Definition in der folgenden Abbildung genauer aus.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung erläutert den Trend der Sharing Economy, dessen historische Wurzeln und die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2. Begriffserläuterungen: Es werden grundlegende Definitionen, Akteurstypen, Angebotskategorien und die verschiedenen Praktiken innerhalb der Sharing Economy definiert.
3. Treibende Kräfte der Sharing Economy: Dieses Kapitel analysiert ökonomische, technologische, soziokulturelle und urbane Faktoren, die das Wachstum der Sharing Economy begünstigen.
4. Vertrauensproblem: Die Arbeit beleuchtet die Herausforderung fehlenden Vertrauens zwischen Akteuren und zeigt Lösungsansätze wie Bewertungssysteme auf.
5. Vorteile für Nutzer: Hier werden ökologische, ökonomische und soziale Vorteile identifiziert, die Nutzer zur Partizipation an Sharing-Plattformen motivieren.
6. Wirtschaftliche Relevanz: Anhand von Beispielen wie Uber und Airbnb wird das immense wirtschaftliche Potenzial und die Marktbedeutung verdeutlicht.
7. Zukunft: Eine Prognose über die weitere Entwicklung unter Berücksichtigung technischer Fortschritte und regulatorischer Erwartungen.
8. Kritik: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit den Auswirkungen auf traditionelle Industrien, Arbeitsbedingungen und Sicherheitsrisiken auseinander.
9. Regulierung: Es wird diskutiert, welche staatlichen Eingriffe notwendig sind, um fairen Wettbewerb zu gewährleisten und Missbrauch zu verhindern.
10. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Transformation von privater Netzwerkbildung zu wirtschaftlich relevanten Geschäftsmodellen.
Schlüsselwörter
Sharing Economy, kollaborativer Konsum, Geschäftsmodell, Netzwerkbildung, Digitalisierung, Peer-to-Peer, Nachhaltigkeit, Uber, Airbnb, Konsumverhalten, Vertrauensproblem, Regulierung, Ressourcen, Internet, Ökonomie des Teilens.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Sharing Economy und analysiert, ob es sich dabei um bloße private Netzwerkbildung oder um eine neue, wirtschaftlich bedeutende Art von Geschäftsmodellen handelt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die Definition des Begriffs, die Identifikation von Wachstumstreibern, die Vorteile für Anwender, sowie kritische Herausforderungen wie das Vertrauensproblem und die notwendige Regulierung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, durch die Untersuchung von Struktur und Praxisbeispielen zu klären, inwiefern die Sharing Economy über rein soziale Aspekte hinausgeht und eine neue ökonomische Relevanz besitzt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallbeispielen, um die theoretischen Konzepte mit der wirtschaftlichen Realität abzugleichen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Analyse der treibenden Kräfte, die ökonomische Bewertung der Vorteile und Risiken sowie eine Auseinandersetzung mit regulatorischen Aspekten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Sharing Economy, Geschäftsmodelle, Peer-to-Peer-Interaktionen, Digitalisierung, Vertrauensaufbau und die Auswirkungen auf traditionelle Märkte.
Warum wird Airbnb im Kontext der Wirtschaftlichkeit erwähnt?
Airbnb dient als prominentes Beispiel für ein Unternehmen, das durch skalierbare digitale Plattformen enorme Marktbewertungen erzielt hat und zeigt, wie private Ressourcen wirtschaftlich effizient vermittelt werden können.
Welche Rolle spielt die Regulierung für die Sharing Economy?
Regulierung ist entscheidend, um den Wettbewerb zwischen neuen Sharing-Plattformen und traditionellen Unternehmen (wie Taxis oder Hotels) fair zu gestalten und Steuerhinterziehung sowie Sicherheitsrisiken zu begegnen.
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- Dominik Ginal (Author), 2019, Sharing Economy. Private Netzwerkbildung oder neue Geschäftsmodelle?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540127