Diese Hausarbeit soll die Polarität der quantitativen sowie der qualitativen Forschungsmethode gegenüberstellen und anhand von Praxisbeispielen eine Einführung in die dargestellten Verfahren geben. Die Verfahren der quantitativen Forschung können die standardisierte Befragung, die standardisierte Beobachtung oder die standardisierte Inhaltsanalyse sein. In dieser Arbeit soll auf die standardisierte Befragung näher eingegangen werden. In der qualitativen Forschung bedient man sich als Verfahren dem Interview, der Gruppendiskussion, der Beobachtung, der qualitativen Inhaltsanalyse, dem qualitativen Experiment, oder der Einzelfallstudie. Exemplarisch soll in dieser Arbeit auf die Gruppendiskussion eingegangen werden.Jede*r Forschende muss zum Auftakt ihres/seines Forschungsprozesses den Forschungsgegenstand festlegen, das Problem der Forschung formulieren und die richtige Strategie zum Erreichen ihres/seines Forschungsziels wählen. Um diesen Weg zu bestreiten, werden die Annahmen in der wissenschaftlichen Arbeit zu Hypothesen gebildet. Im Falle der begründeten Hypothese entwickeln sich daraus die Thesen, die dann zu einer Theorie führen. (Bango 2000)
Die quantitative sowie die qualitative Forschung sind Methodologien, die im einzelnen essentielle Bestandteile wissenschaftlicher Arbeit empirischer Sozialforschung bedeuten. Sie dienen der Überprüfung von Theorien oder dem erfassen sozialer Realität. Durch das Anwenden dieser Methoden gelingt es der/dem Forschenden effektive und reflektierte Erkenntnisse ihrer/seiner Arbeit zu erzielen. (Baur/Blasius 2014) Zudem können Hypothesen verifiziert oder falsifiziert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung – Einführung in das Thema
2. Definition von Qualitativer und Quantitativer Forschungsarbeit
2.1 die quantitative Forschung
2.2 die qualitative Forschung
2.3 Polarität
2.4 Vor- und Nachteile
3. Praxisbeispiele und Methoden
3.1 die quantitative Forschung am Beispiel einer Itembatterie
3.2 die qualitative Forschung am Beispiel des Gruppendiskussionsverfahrens
3.3 Verknüpfung quantitativer und qualitativer Forschungsansätze durch Triangulation
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Polarität zwischen quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden in der empirischen Sozialforschung auseinander, um deren jeweilige Anwendbarkeit und Effektivität zu beleuchten und Möglichkeiten der methodischen Kombination aufzuzeigen.
- Grundlagen der quantitativen und qualitativen Forschungsprinzipien
- Gegenüberstellung methodischer Strategien und erkenntnistheoretischer Ansätze
- Anwendung der quantitativen Itembatterie als Erhebungsmethode
- Einsatz des Gruppendiskussionsverfahrens in der qualitativen Forschung
- Bedeutung der Triangulation (Mixed Methods) für die empirische Sozialforschung
Auszug aus dem Buch
3.1 Die quantitative Forschung am Beispiel einer Itembatterie
Eine exemplarische Methode zur Erhebung von Daten in der quantitativen Forschung, kann die wie bei Raithel (2004) angewendete Itembatterie geben. Dort wurde eine Skala zum Erfassen des Freizeitverhaltens genutzt, wie sie auch in der Shell-Studie 1985 verwendet wurde.
Die optimierte Freizeitverhaltensskala in Anlehnung an Georg (1992) besteht aus 11 Items mit vier Subskalen. Die Einleitung in die Untersuchung findet anhand einer Fragestellung statt, die auf alle Items zutrifft. Die Items geben hier die Beschäftigung wie bspw. Zeichnen, in die Disco gehen oder Computer spielen an, bei denen der Befragte dann Angaben zur Häufigkeit der Tätigkeit macht.
In den vier Subskalen werden die Items dann den übergeordneten Hauptkategorien der Tätigkeit zugeordnet und so ausgewertet. Die Itembatterie kann auch als Fragenmatrix bezeichnet werden. (Raithel 2006)
Die Effektivität dieser quantitativen Untersuchung lässt sich anhand der Zeitersparnis, zum einen bei der/dem Befragten messen, da die Frage nur einmal gelesen werden muss und die Antwort angekreuzt werden kann. Zum anderen gelingt eine schnelle Auswertung der Daten durch ausdrücken in Kennziffern oder Prozenten. Soziale Daten werden somit mess- und vergleichbar, wobei jedoch die Gefahr des Verlustes über tiefer greifende Informationen besteht. (Schirmer/Blinkert 2009)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung – Einführung in das Thema: Das Kapitel führt in die wissenschaftliche Forschung ein und erläutert die Relevanz der Unterscheidung zwischen quantitativen und qualitativen Methoden sowie die Bedeutung der Triangulation.
2. Definition von Qualitativer und Quantitativer Forschungsarbeit: Hier werden die theoretischen Grundlagen beider Ansätze, deren Polarität und die jeweiligen Vor- und Nachteile innerhalb der Sozialforschung definiert.
3. Praxisbeispiele und Methoden: Dieses Kapitel veranschaulicht die theoretischen Ansätze anhand konkreter Beispiele wie der Itembatterie und des Gruppendiskussionsverfahrens und diskutiert deren Kombination.
4. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Methodenwahl, die Abhängigkeit vom Forschungsziel und die Notwendigkeit einer methodisch fundierten Strategie ab.
Schlüsselwörter
Quantitative Forschung, Qualitative Forschung, Empirische Sozialforschung, Triangulation, Itembatterie, Gruppendiskussion, Methodenstreit, Forschungsstrategie, Hypothesenbildung, Datenerhebung, Sozialwissenschaften, Mixed Methods, Methodenmix, Methodik, Wissenschaftliches Arbeiten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit behandelt die methodische Unterscheidung und Gegenüberstellung von quantitativen und qualitativen Forschungsansätzen innerhalb der empirischen Sozialforschung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der beiden Forschungsmethoden, deren strukturelle Polarität sowie die praktische Anwendung in Form von Itembatterien und Gruppendiskussionen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Anwendbarkeit beider Methoden zu entwickeln und zu prüfen, ob eine strikte Trennung sinnvoll ist oder ob eine Triangulation (Methodenmix) Vorteile bietet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Definitionen mit Praxisbeispielen verknüpft, um die Effektivität verschiedener Forschungsstrategien zu bewerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Definitionen und Strategien (linear vs. zirkulär) dargelegt, gefolgt von konkreten Praxisbeispielen und der Diskussion über die Verknüpfung der Methoden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind unter anderem quantitative/qualitative Forschung, empirische Sozialforschung, Triangulation, Itembatterie und Gruppendiskussionsverfahren.
Worin liegt der Hauptunterschied zwischen den beiden Strategien laut der Autorin?
Der Hauptunterschied liegt in der Linearität bei quantitativen Studien zur Hypothesenprüfung und der Zirkularität bei qualitativen Studien zur explorativen Erkenntnisgewinnung.
Welche Bedeutung hat die Marienthal-Studie in diesem Kontext?
Die Marienthal-Studie dient als exemplarisches Beispiel für die erfolgreiche Anwendung von Mixed Methods, indem verschiedene Erhebungstechniken kombiniert wurden, um soziopsychologische Auswirkungen zu erforschen.
Warum wird die Gruppendiskussion in der Arbeit hervorgehoben?
Die Gruppendiskussion wird als qualitative Methode hervorgehoben, da sie durch Gruppendynamik den Zugang zu kollektiven Einstellungen und tieferliegenden sozialen Bedeutungsstrukturen ermöglicht.
Welche Rolle spielt die Triangulation?
Die Triangulation wird als Lösungsansatz diskutiert, um die jeweiligen Schwächen der quantitativen und qualitativen Sozialforschung durch eine Kombination der Verfahren zu minimieren.
- Arbeit zitieren
- Christina Pütz (Autor:in), 2018, Die Polarität der qualitativen sowie quantitativen Forschungsmethoden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540320