Der Umgang mit Heterogenität in der Grundschule. Welchen Formen der Heterogenität begegnet man im Fach Mathematik?


Hausarbeit, 2020

11 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung ... 1

2 Begriffsbestimmung ... 1
2.1 Begriff Heterogenität ... 1
2.2 Heterogenität im pädagogischen Kontext ... 2

3 Heterogenitätsaspekte im Fach Mathematik ... 3

4 Umgang mit Heterogenität im Fach Mathematik ... 4

5 Fazit ... 7

6 Literaturverzeichnis ... 9

1 Einleitung

Die Wahrnehmung und der Umgang mit Heterogenität sind ambivalent, denn der Begriff kann auf verschiedenen Ebenen sehr variabel eingesetzt werden. Heterogenität ist nicht nur in der Ebene der schulischen Didaktik und der schulischen Organisation lokalisierbar, sondern auch in weiteren Ebenen feststellbar. Viele verschiedene Facetten von Heterogenität finden sich zwischen Individuen, Familien, Schulen, Unternehmen und vielen weiteren Mikroebenen der Gesellschaft und der Gesellschaft als Ganzes wieder. Auf die Heterogenitätsaspekte, die sich in den eben genannten Ebenen finden lassen, darf beim Umgang und der Wahrnehmung von Heterogenität nicht verzichtet werden, da sie enormen Einfluss auf didaktische und organisatorische Ambitionen aller Art nehmen und ohne sie alle Heterogenitätsbemühungen misslingen würden. (Vgl. Wenning, 2012, S.21)

„Im pädagogischen Kontext meint Heterogenität die Verschiedenheit von Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf ein oder mehrere Merkmale“ (Scholz 2012, S.9), wobei die Merkmale aus verschiedenen Dimensionen von Heterogenität entstammen, sodass man in Relation der institutionalisierten Bildung grundsätzlich „institutionsinterne von –externen Kategorien“(Wenning 2012, S.21) unterscheidet. Schülerinnen und Schüler [1] in jeder Klassenstufe differieren sich in den verschiedenen Heterogenitätsdimensionen bezüglich eines oder mehrerer Aspekte und in den jeweiligen Schulfächern existieren weitere Heterogenitätsaspekte, die durch den jeweiligen Unterricht unmittelbar beeinflusst oder modifiziert werden können. Auch in der Grundschule im Fach Mathematik finden sich fachspezifische Heterogenitätsaspekte vor, weshalb in der folgenden Arbeit auf die Frage eingegangen wird, welchen Formen von Heterogenität man speziell im Fach Mathematik in der Grundschule begegnet und inwiefern mit der vorherrschenden Heterogenität umgegangen wird.

2 Begriffsbestimmung

2.1 Begriff Heterogenität

Der Begriff Heterogenität besitzt seinen Ursprung „im griechischen Adjektiv heterogénes, das aus heteros (= verschieden) und gennáo (= erzeugen, schaffen) zusammengesetzt ist “ (Scholz 2012, S.9). Heterogenität lässt sich mit Ungleichartigkeit übersetzen und meint insofern Unterschiede oder Differenzen, die nur dann sichtbar werden, wenn „zwei Aspekte oder Eigenschaften miteinander in Beziehung gesetzt“ (Sturm 2013, S.15) und somit verglichen werden.

Dies gelingt mithilfe eines Vergleichsmaßstabes, der die Relation der zu vergleichenden Aspekte zueinander beschreibbar macht und dessen Ergebnis sich als homogen oder heterogen herausstellt. Heterogenität ist also das Ergebnis eines Vergleiches von festgelegten Aspekten, bei dem eine Ungleichheit erkannt wird und Homogenität ist das Ergebnis, wenn der Vergleich Gleichheit hervorruft. Heterogenität kann folglich erst durch Vergleiche sichtbar werden, die wiederum Gleichheit voraussetzen. Zudem ist Heterogenität nur dann feststellbar und erfassbar, wenn Homogenität, somit Gleichheit, auf einer „übergeordnete[n] Ebene“(Sturm 2013, S.15) verfügbar ist. (Vgl. ebd. S.15-16) Die Begriffe Heterogenität und Homogenität stehen in starker Konnexion und sind abhängig voneinander, denn „es kann keine Heterogenität ohne Homogenität geben; es ist immer von Heterogenität und Homogenität zu sprechen“(Wenning 2012, S.21). Zudem sind die Begriffe „zeitlich begrenzt gültige Zustandsbeschreibungen, das Vergleichsergebnis kann durch Veränderungen jederzeit anders ausfallen“ (ebd. S.21). (Vgl. ebd. S.21-23)

2.2 Heterogenität im pädagogischen Kontext

Im pädagogischen Kontext fokussiert sich der Begriff Heterogenität wie eingangs erwähnt auf die Unterschiedlichkeit der SuS bezüglich eines oder mehrerer Heterogenitätsaspekte und er wird oft als „unbestimmter Containerbegriff“ (Budde 2017, S.24) verwendet. Heterogenität bezieht sich hierbei „sowohl auf sozio-kulturelle Differenzkategorien wie Geschlecht, Ethnizität, Milieu oder etwa Behinderung als auch auf fähigkeitsbezogene Differenzen zwischen Schülerinnen und Schülern“ (ebd. S.24), sowie etlichen weiteren Aspekten, die sowohl institutionsinternen, als auch institutionsexternen Dimensionen zugeordnet werden können. Nicht nur den SuS ist der Begriff Heterogenität zuzuordnen, denn man kann Heterogenität ebenso „auf Lehrkräfte, auf eine Forderung an den Unterricht oder auf Schulsysteme beziehen“ (Grunder/Gut 2009, S. 15). (Vgl. ebd. S.15)

Heterogenität wird nicht nur durch die SuS in die Schule transportiert, sondern auch „durch didaktische Interaktionen, durch Orientierung der Lehrpersonen sowie durch Vorstellungen von schulischer Leistung“ (Budde 2017, S.13). Die Schule trägt somit gleichermaßen an der Herstellung von Differenz bei und deshalb wird Heterogenität als „soziale Konstruktion verstanden, die für Schule im Verhältnis zu Gleichheit sowie Universalismus und Individualität zu denken ist“ (Grunder 2009, S.13).

Nach Tillmann und Wischer befinden sich die kognitiven Lernvoraussetzungen bezüglich der Heterogenität in der Schule im Zentrum. Zu diesen zählen die Intelligenz, die fachliche Leistung, Hochbegabung und Lernbehinderung. Es wird aber nicht außer Acht gelassen, dass neben den kognitiven Unterschieden auch weitere „Merkmale wie Alter, Geschlecht und ethnische Herkunft, für die Begriffsbeschreibung“ (Grunder 2009, S.16) von Bedeutung sind. (Vgl. ebd. S.16)

[...]


[1] Für die Bezeichnung „Schülerinnen und Schüler“ wird in den folgenden Kapiteln „SuS“ verwendet

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Details

Titel
Der Umgang mit Heterogenität in der Grundschule. Welchen Formen der Heterogenität begegnet man im Fach Mathematik?
Hochschule
Pädagogische Hochschule Freiburg im Breisgau
Note
1,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
11
Katalognummer
V540556
ISBN (eBook)
9783346145673
ISBN (Buch)
9783346145680
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umgang, heterogenität, grundschule, welchen, formen, fach, mathematik
Arbeit zitieren
Lea Junker (Autor), 2020, Der Umgang mit Heterogenität in der Grundschule. Welchen Formen der Heterogenität begegnet man im Fach Mathematik?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540556

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