Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Relationships and Family

Gender Mainstreaming und Diversity Management

Title: Gender Mainstreaming und Diversity Management

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 11 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jana Marquardt (Author)

Sociology - Relationships and Family
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Begriff des ‚Gender Mainstreaming’ setzt sich aus zwei englischen Begriffen zusammen, deren adäquate Übersetzung im Deutschen Schwierigkeiten bereitet. Bevor mit einer genauen Begriffsbestimmung begonnen werden kann, sollte deshalb kurz geklärt werden, dass im Englischen zwischen dem biologischen Geschlecht („sex“), also dem Geschlecht, mit dem ein Mensch geboren wird, und dem sozialen Geschlecht („gender“) unterschieden wird – eine Differenzierung, die so in der deutschen Sprache nicht getroffen wird.

Das aus dem Englischen stammende Wort Gender bezeichnet folglich die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Rollen- und Aufgabenzuschreibungen von Frauen und Männern, wobei zu beachten ist, dass diese – im Gegensatz zum biologischen Geschlecht – erlernt und damit auch veränderbar sind. Das ebenfalls aus dem Englischen stammende Wort „mainstreaming“ bedeutet übersetzt ‚Hauptströmung’ oder ‚in den Hauptstrom bringen’, was in diesem Zusammenhang bedeutet, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe, die bisher nur am Rande Beachtung gefunden hat, zum zentralen Bestandteil aller politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen und Prozesse gemacht wird. Die Strategie des Gender Mainstreaming ist es folglich, staatliches Handeln auf allen Ebenen und in allen Bereichen ständig auf seine geschlechtspezifischen Auswirkungen hin zu überprüfen und eventuelle Benachteiligungen von Frauen (oder Männern) zu beseitigen, um so eine bessere ‚Geschlechterdemokratie’ zu erreichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Gender Mainstreaming

1.1 Begriffsbestimmung

1.2 Historischer Abriss

1.3 Gender Mainstreaming am Beispiel Schule

1.4 Gender Mainstreaming aus wirtschaftlicher Sicht

2. Diversity Management

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Verschiedene Definitionen von Diversity

2.3 Diversity Management am Beispiel Schule

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konzepte Gender Mainstreaming und Diversity Management hinsichtlich ihrer theoretischen Fundierung und ihrer praktischen Relevanz für das schulische Bildungssystem sowie die gesellschaftliche Gleichstellung.

  • Grundlagen und historische Entwicklung des Gender Mainstreaming
  • Anwendung des Gender Mainstreaming im Kontext schulischer Arbeitsteilung
  • Theoretische Ansätze und Dimensionen von Diversity
  • Bedeutung von Diversity Management für die Bildungsgerechtigkeit
  • Vergleich und Verschränkung der Konzepte zur Diskriminierungsprävention

Auszug aus dem Buch

1.1 Begriffsbestimmung:

Der Begriff des ‚Gender Mainstreaming’ setzt sich aus zwei englischen Begriffen zusammen, deren adäquate Übersetzung im Deutschen Schwierigkeiten bereitet. Bevor mit einer genauen Begriffsbestimmung begonnen werden kann, sollte deshalb kurz geklärt werden, dass im Englischen zwischen dem biologischen Geschlecht („sex“), also dem Geschlecht, mit dem ein Mensch geboren wird, und dem sozialen Geschlecht („gender“) unterschieden wird – eine Differenzierung, die so in der deutschen Sprache nicht getroffen wird.

Das aus dem Englischen stammende Wort Gender bezeichnet folglich die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Rollen- und Aufgabenzuschreibungen von Frauen und Männern, wobei zu beachten ist, dass diese – im Gegensatz zum biologischen Geschlecht – erlernt und damit auch veränderbar sind.

Das ebenfalls aus dem Englischen stammende Wort „mainstreaming“ bedeutet übersetzt ‚Hauptströmung’ oder ‚in den Hauptstrom bringen’, was in diesem Zusammenhang bedeutet, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe, die bisher nur am Rande Beachtung gefunden hat, zum zentralen Bestandteil aller politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen und Prozesse gemacht wird.

Die Strategie des Gender Mainstreaming ist es folglich, staatliches Handeln auf allen Ebenen und in allen Bereichen ständig auf seine geschlechtspezifischen Auswirkungen hin zu überprüfen und eventuelle Benachteiligungen von Frauen (oder Männern) zu beseitigen, um so eine bessere ‚Geschlechterdemokratie’ zu erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Gender Mainstreaming: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen Grundlagen und den historischen Kontext des Konzepts, sowie dessen praktische Anwendung in Schule und Wirtschaft.

2. Diversity Management: Hier wird der Fokus auf die Vielfalt jenseits des Geschlechts gelegt, wobei verschiedene Definitionen sowie die Relevanz für eine gerechte schulische Bildung erörtert werden.

Schlüsselwörter

Gender Mainstreaming, Diversity Management, Gleichstellung, Diskriminierung, Soziales Geschlecht, Bildungsgerechtigkeit, Politik der Verschiedenheit, Chancengleichheit, Geschlechterdemokratie, Organisation, Migration, Pädagogik, Diversität, Inklusion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Konzepte Gender Mainstreaming und Diversity Management als politische und organisatorische Ansätze, um Diskriminierungen abzubauen und Chancengleichheit zu fördern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Begriffsbestimmungen der Ansätze, ihre historischen Hintergründe sowie die konkrete Übertragbarkeit auf schulische Strukturen und den Arbeitsmarkt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Konzepte als Instrumente zur Identifikation von Diskriminierungstatbeständen vorzustellen und deren Notwendigkeit zur Erreichung einer gerechteren Gesellschaft und Schule aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturarbeit, die auf Fachpublikationen und Konzepten zur Gleichstellungspolitik basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Definition und historische Einordnung des Gender Mainstreaming sowie die Erweiterung des Blickwinkels auf die breitere „Politik der Verschiedenheit“ (Diversity).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gender Mainstreaming, Diversity Management, Chancengleichheit, Diskriminierung und Bildungsgerechtigkeit definiert.

Wie unterscheidet sich das Konzept von Diversity von Gender Mainstreaming?

Während Gender Mainstreaming primär das Geschlechterverhältnis in den Fokus rückt, erweitert Diversity das Spektrum auf weitere identitätsbildende Kriterien wie Herkunft, Religion oder Alter.

Welche Rolle spielt die Schule in diesem Kontext?

Die Schule dient als Anwendungsbeispiel, in dem geschlechtsspezifische Stereotype in der Fächerwahl und Lehrerrolle sowie das Bildungsgefälle bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund kritisch reflektiert werden.

Was bedeutet der Begriff „enthierarchisieren“ im Text?

Er beschreibt das Ziel, verschiedene Diskriminierungserfahrungen nicht nach Wichtigkeit zu sortieren, sondern sie als gleichwertige Herausforderungen für eine effektive Politik zu behandeln.

Excerpt out of 11 pages  - scroll top

Details

Title
Gender Mainstreaming und Diversity Management
College
University of Münster  (Institut für Soziologie)
Course
Melting Pot Schule
Grade
1,7
Author
Jana Marquardt (Author)
Publication Year
2004
Pages
11
Catalog Number
V54082
ISBN (eBook)
9783638493598
ISBN (Book)
9783656809807
Language
German
Tags
Gender Mainstreaming Diversity Management Melting Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jana Marquardt (Author), 2004, Gender Mainstreaming und Diversity Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54082
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  11  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint