Die vorliegende Hausarbeit unternimmt den Versuch, sich der Frage "Was ist Wissenschaft?" zu nähern.
Der Begriff der Wissenschaft soll definiert beziehungsweise eingegrenzt werden, es wird auf das Wesen der Wissenschaft sowie auf einige einflussreiche Denkschulen eingegangen. Um Antworten auf die gestellte Frage zu bekommen und um sich einer möglichen Definition für Wissenschaft zu nähern, wird die geschichtliche Entwicklung der Wissenschaft skizziert. Was ist das Ziel der Wissenschaften, wie entwickelte sich die Wissenschaft bis zu heutigen Zeit? Das sind die Fragen, die im Rahmen dieser Hausarbeit beantwortet werden.
Zu Beginn sei gesagt, dass diese Hausarbeit nicht den Anspruch erhebt, eine allumfassende Antwort auf die Ausgangsfrage zu bieten. Dies ist aufgrund des Umfangs der Arbeit nicht möglich, ebenso kann diskutiert werden, ob eine umfassende Beantwortung auf die Fragestellung "Was ist Wissenschaft?" überhaupt möglich ist. Als Methode für diese Arbeit wurde die Literaturrecherche gewählt.
Bei der Recherche fiel auf, dass eine riesige Menge an Literatur zum Thema Wissenschaftstheorie oder Erkenntnistheorie bestehen, nicht umsonst ist die Wissenschaftstheorie eine eigenständige Wissenschaftsdisziplin. Auch hieran lässt sich die Aktualität und Wichtigkeit des Themas erkennen. Zunächst wird ein Blick in die geschichtliche Entwicklung der Wissenschaft geworfen.
Im darauffolgenden Kapitel werden Denkschulen, deren Auffassung von Wissenschaft vorgestellt und verglichen, bevor das Wesen, das Ziel, und einige Begriffe der Wissenschaft erläutert werden. Im Schlussteil folgt der Versuch, die zuvor erarbeiteten Ergebnisse und Erkenntnisse auf die Ausgangsfrage zu beziehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Geschichtliche Entwicklung der Wissenschaft
2.1 Antike
2.2 Mittelalter
2.3 Neuzeit
3. Denkschulen
3.1 Positivismus
3.2 Kritischer Rationalismus
3.3 Kritische Theorie
3.4 Die Wertfreiheit der Wissenschaft
3.5 Der Positivismusstreit
4. Was die Wissenschaft ausmacht
5. Was ist Wissenschaft?
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den Begriff der Wissenschaft zu definieren, sein Wesen zu durchdringen und die verschiedenen wissenschaftstheoretischen Denkschulen zu beleuchten, um zu einer fundierten Antwort auf die grundlegende Frage nach dem Wesen wissenschaftlicher Erkenntnis zu gelangen.
- Historische Evolution wissenschaftlichen Denkens
- Vergleich zentraler wissenschaftstheoretischer Denkschulen
- Methodologische Ansätze und Erkenntnistheorie
- Reflexion über Objektivität und Wertfreiheit
- Systematisierung der Wissenschaft durch Gütekriterien (CUDOS)
Auszug aus dem Buch
3.2 Kritischer Rationalismus
Im Gegensatz zum Positivismus beschreibt Karl Popper (1902-1994) seine Theorie des kritischen Rationalismus. Popper verzichtet auf absolute Sicherheit und Gewissheit. Er bezieht das Scheitern, das Fehler machen, die Fehlbarkeit explizit in seine Theorie mit ein. (Franco, G. 2019. S. XI). Vielmehr sogar macht er daraus eine Tugend und entwickelt aus diesem Gedanken heraus die Methode des Falsifizierens. Wissenschaftliche Erkenntnisse müssen seiner Ansicht nach wiederlegbar sein, also durch Beobachtungen angreifbar sein. Popper ermutigt den Wissenschaftler seinen Ergebnissen gegenüber stets kritisch zu sein und seine Ergebnisse ständig einer Prüfung zu unterziehen. Solange eine Wissenschaftliche Aussage nicht wiederlegt wird gilt sie als wahr, soweit sie das Kriterium der Falszifizierbarkeit erfüllt. Es muss also die Möglichkeit bestehen, dass eine Aussage wiederlegbar ist. Ein mögliches Beispiel um dies zu verdeutlichen ist folgende Aussage:“ Morgen erscheine ich nicht zur Arbeit“, diese Aussage ist klar wiederlegbar. Es kann eindeutig festgestellt werden ob ich Morgen zur Arbeit erscheine.
Anders sieht es bei sogenannten Tautologien aus, Sätze die immer wahr sind: “Morgen erscheine ich zur Arbeit, oder auch nicht“. Dies ist ein Beispiel für einen Satz der immer wahr ist. Dieser Satz ist somit nicht zu wiederlegen und damit auch nicht zu falsifizieren. Popper kehrt dem Induktiven schließen den Rücken und postuliert das Deduktive schließen also das schließen vom Allgemeinen auf das Besondere. (Hansen 2019, S. 36-S.41) / Keuth 2019, S. 49-52).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Fragestellung ein und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Geschichtliche Entwicklung der Wissenschaft: Dieses Kapitel skizziert den Wandel wissenschaftlichen Strebens von der Antike über das Mittelalter bis hin zur Neuzeit.
3. Denkschulen: Es werden bedeutende wissenschaftstheoretische Strömungen wie der Positivismus, der kritische Rationalismus und die kritische Theorie sowie deren Position zur Wertfreiheit und der Positivismusstreit dargestellt.
4. Was die Wissenschaft ausmacht: Hier werden die methodisch kontrollierte Erkenntnisgewinnung und die Unterscheidung zwischen Natur- und Geisteswissenschaften analysiert.
5. Was ist Wissenschaft?: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse und stellt die CUDOS-Prinzipien als Gütekriterien zur Identifikation echter Wissenschaft vor.
Schlüsselwörter
Wissenschaft, Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie, Positivismus, Kritischer Rationalismus, Kritische Theorie, Falsifizierbarkeit, Wertfreiheit, CUDOS-Prinzipien, Methodik, Erkenntnisinteresse, Sozialwissenschaft, Naturwissenschaft, Deduktion, Induktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der grundlegenden Frage nach dem Wesen der Wissenschaft und wie wissenschaftliche Erkenntnis definiert sowie von nicht-wissenschaftlichen Ansätzen abgegrenzt werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den zentralen Feldern zählen die historische Entwicklung der Wissenschaft, die Gegenüberstellung verschiedener Denkschulen und die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Gütekriterien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Annäherung an eine Definition von Wissenschaft, wobei reflektiert wird, inwiefern eine abschließende Beantwortung dieser komplexen Frage überhaupt möglich ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Für die vorliegende Hausarbeit wurde die Methode der Literaturrecherche gewählt, um den wissenschaftstheoretischen Diskurs aufzuarbeiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, die Vorstellung einflussreicher Denkschulen und eine Erläuterung der Merkmale, die wissenschaftliches Arbeiten charakterisieren.
Welche Schlüsselwörter kennzeichnen die Arbeit am stärksten?
Besonders prägend sind die Begriffe Wissenschaftstheorie, Falsifizierbarkeit, Erkenntnistheorie, Positivismusstreit und die CUDOS-Prinzipien.
Warum wird im Dokument auf die CUDOS-Prinzipien eingegangen?
Die CUDOS-Prinzipien dienen als Lösungsansatz, um wissenschaftliche Qualität und Integrität durch universelle, fachübergreifende Kriterien messbar zu machen.
Welche Bedeutung hat der Positivismusstreit für das Verständnis von Wissenschaft?
Er verdeutlicht den fundamentalen Konflikt zwischen dem Anspruch auf wertfreie, objektive Forschung und der Position, dass Wissenschaft immer gesellschaftlich eingebettet und somit nie völlig wertfrei ist.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Was ist Wissenschaft? Definition, Ziele, Entwicklungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/541529