Auch in der heutigen Zeit ist die Vereinbarung von Beruf und Familie häufig noch das Problem der Frau. Beispielsweise wird kaum ein Mann in einem Vorstellungsgespräch nach seiner Familienplanung befragt oder wie er die Betreuung seiner Kinder regelt. Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen der Frauenerwerbstätigkeit und der Familie bzw. dem Geburtenverhalten. Vor dem Hintergrund, dass in vielen Familien die Erziehung der Kinder auch heute noch Aufgabe der Frau ist, soll untersucht werden, ob diese Tatsache von der Erwerbstätigkeit der Frauen beeinflusst wird. Zunächst werden in Kapitel 2 die angewandten statistischen Grundlagen, d.h. die Korrelation, die Regression und das Bestimmtheitsmaß, erläutert. Anschließend kommt es im dritten Kapitel zu einer Anwendung der statistischen Grundlagen anhand von Daten. Bei diesen Daten handelt es sich um die Zahlen der Lebendgeborenen und der erwerbstätigen Frauen in dem Zeitraum von 1993 bis 2001. In Kapitel 4 wird der historische Hintergrund der Entwicklung der Frauenerwerbstätigkeit dargelegt. Hier soll deutlich gemacht werden, welche Veränderungen für die Frauen in der Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten eingetreten sind und wie diese das Verhältnis der Frau zur Familie verändert haben. Im fünften Kapitel wird die heutige Entwicklung der Frau in der Berufstätigkeit angeschnitten. Die dort angesprochenen Tatsachen hängen jedoch nicht ausschließlich mit der Mutterrolle der Frau zusammen und werden aus diesem Grund lediglich kurz aufgeführt. Schließlich wird in Kapitel 6 auf die Unterbrechung der Erwerbstätigkeit eingegangen, um zu verdeutlichen, inwieweit den werdenden Müttern (und Vätern) gesetzliche Unterstützung entgegengebracht wird, die in einem bestimmten Maße die Familiensituation prägen kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Statistische Grundlage
2.1 Die Korrelation
2.2 Die Regression
2.3 Das Bestimmtheitsmaß
3 Anwendung der statistischen Grundlagen auf Daten
4 Entwicklung der Frauenerwerbstätigkeit
4.1 Verbesserung der Bildungschancen für Frauen
4.2 Veränderungen im Bereich des partnerschaftlichen Zusammenlebens
4.3 Veränderungen im Berufsbereich durch den Wandel der Familie
5 Die heutige Entwicklung
5.1 Die Unterbrechung der Erwerbstätigkeit
5.2 Der Mutterschutz
5.3 Die Elternzeit
6 Schlussbetrachtungen
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Frauenerwerbstätigkeit und dem Geburtenverhalten. Dabei wird analysiert, ob eine Zunahme der erwerbstätigen Frauen zu einer sinkenden Geburtenrate führt, wobei neben statistischen Daten auch historische Veränderungen und gesetzliche Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrachtet werden.
- Statistische Analyse der Korrelation und Regression zwischen Frauenerwerbstätigkeit und Geburtenzahlen.
- Historische Betrachtung des Wandels der Frauenerwerbstätigkeit und Bildungsentwicklung.
- Einfluss soziologischer Veränderungen auf partnerschaftliche Lebensformen und die Familie.
- Analyse aktueller gesetzlicher Rahmenbedingungen wie Mutterschutz und Elternzeit.
- Evaluation der Vereinbarkeit von beruflichem Aufstieg und Familiengründung.
Auszug aus dem Buch
4 Entwicklung der Frauenerwerbstätigkeit
Elisabeth Beck-Gernsheim betrachtet die wesentlichen Veränderungen, die in den letzten Jahrzehnten im Lebenszusammenhang der Frauen stattgefunden haben, als „Ausdruck eines sich (jetzt auch) bei den Frauen vollziehenden Individualisierungsprozesses, der sich charakterisieren läßt als ein Prozeß vom Dasein für andere zum Anspruch auf ein eigenes Stück Leben“.
Die Entwicklungen im Bildungs- und Berufsbereich, im Bereich der Partnerschaft und Sexualität bewirken und fordern, dass die Frauen ihre Lebensgestaltung ihren eigenen Wünschen entsprechend realisieren und nicht mehr aus Rücksicht auf die Familie zurückstellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein und definiert die methodische sowie inhaltliche Vorgehensweise der Arbeit.
2 Statistische Grundlage: Hier werden die mathematischen Grundlagen wie Korrelation, Regression und das Bestimmtheitsmaß für die spätere Datenanalyse erläutert.
3 Anwendung der statistischen Grundlagen auf Daten: Dieses Kapitel wendet die zuvor beschriebenen statistischen Methoden auf reale Daten von 1993 bis 2001 an.
4 Entwicklung der Frauenerwerbstätigkeit: Das Kapitel beleuchtet den historischen Hintergrund, angefangen bei Bildungschancen bis hin zu gesellschaftlichen Veränderungen im partnerschaftlichen Leben.
5 Die heutige Entwicklung: Hier werden aktuelle Herausforderungen für Frauen im Berufsleben sowie gesetzliche Regelungen wie Mutterschutz und Elternzeit diskutiert.
6 Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse der statistischen Analyse zusammen und ordnet sie in den weiteren Kontext des Wandels von Familie und Beruf ein.
Schlüsselwörter
Frauenerwerbstätigkeit, Familie, Geburtenrate, Korrelation, Regression, Bestimmtheitsmaß, Mutterschutz, Elternzeit, Erwerbspersonen, Fertilitätsrate, Bildungschancen, Berufsunterbrechung, Familienstruktur, Sozialberufe, Individualisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wechselwirkung zwischen der Erwerbstätigkeit von Frauen und dem Geburtenverhalten in Deutschland.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themenfelder sind die statistische Korrelation von Geburten- und Erwerbstätigenzahlen, die historische Entwicklung der Rolle der Frau sowie aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen wie Elternzeit und Mutterschutz.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Prüfung der These, ob eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen statistisch mit einer geringeren Geburtenrate korreliert.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es werden statistische Methoden der deskriptiven Statistik und Regressionsanalyse angewandt, um Zusammenhänge zwischen den Datensätzen zu quantifizieren.
Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Fundierung, eine historische Aufarbeitung der Frauenerwerbstätigkeit und eine Darstellung der modernen arbeitsrechtlichen Unterstützung für Mütter und Väter.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Frauenerwerbstätigkeit, Familienpolitik, Korrelationsanalyse und dem Wandel der Frauenbiografie charakterisieren.
Welche statistische Beziehung wurde zwischen Erwerbstätigkeit und Geburtenrate gefunden?
Die Analyse ergab eine mittelstarke negative Korrelation, was bedeutet, dass bei den untersuchten Daten ein Trend zu sinkenden Geburtenzahlen bei steigender Erwerbstätigkeit erkennbar ist.
Welche Rolle spielt das Mutterschutzgesetz für die untersuchten Fragestellungen?
Es dient als gesetzlicher Rahmen, der die finanziellen Verluste und das Kündigungsrisiko für werdende Mütter begrenzen soll, um die Vereinbarkeit von Beruf und Kind zu fördern.
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- Melanie Hörstmann-Jungemann (Author), Kim Jeude (Author), 2004, Frauenerwerbstätigkeit und Familie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54308