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Die Optimierung der Anpassung bei Cochlea-Implantat-Systemen. Verwertung von Korrelationen zwischen objektiven Maßen und subjektiven Parametern

Título: Die Optimierung der Anpassung bei Cochlea-Implantat-Systemen. Verwertung von Korrelationen zwischen objektiven Maßen und subjektiven Parametern

Tesis (Bachelor) , 2011 , 58 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Felix Heitkötter (Autor)

Medicina - Otorrinolaringología
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Das Thema dieser Arbeit ist die Untersuchung von Zusammenhängen zwischen subjektiven Anpassungsparamtern und objektiven Messungen bei Cochlea-Implantaten. Zusätzlich wurden die Zusammenhänge im zeitlichen Verlauf auf Veränderungen untersucht

Das Gehör des Menschen ist ein wichtiges Sinnesorgan, das unter anderem die zwischenmenschliche Kommunikation ermöglicht und zur Orientierung im Raum benötigt wird. Dabei kommt ersterem eine besondere Rolle zu. Trotzdem geben bei Befragungen die meisten Menschen an, sie würden lieber taub als blind sein, wenn sie sich zwischen diesen Alternativen entscheiden müssten. Es ist den meisten demnach nicht bewusst, welche große Bedeutung das Gehör für die Kommunikation und Sozialisierung der Menschen untereinander hat, dass, wie oft von Immanuel Kant zitiert, die Taubheit den Menschen vom Menschen trennt, die Blindheit hingegen von den Dingen. Das Cochlea-Implantat bietet seit über 20 Jahren eine Möglichkeit, gehörlosen, erlaubten und hochgradig-schwerhörigen Menschen eine Teilhabe an der hörenden und lautsprachlich kommunizierenden Welt zu erschließen. Bei der Anpassung der Sprachprozessoren von Cochlea-Implantaten (CI) muss für jeden der Kanäle der Minimal- und Maximalwert der elektrischen Reizstärke (Strom oder Ladung) festgelegt werden. Dies geschieht üblicherweise, indem der CI-Träger nach seinen Empfindungen (T-level: zwischen „unhörbar“ und „sehr leise“; C-level: zwischen „laut“ und „sehr laut“) befragt wird.

Das Ziel dieser Arbeit ist das Auffinden von Zusammenhängen im Elektroden-(Kanal)Profil von TECAP-Schwelle, ESRT-Schwelle, T-level und C-level bei CI-Trägern. Das Nebenthema ist die Untersuchung der Zeitprofile dieser Parameter. Das Ziel ist die Optimierung der praktischen Anpassregeln. Für die Untersuchungen wurden die Daten von 25 Trägern des Cochlear Nucleus Implantats mit Freedom oder CP810-Sprachprozessor ausgewertet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aufgabenstellung und Ziel der Arbeit

3 Grundlagen, Aktueller Stand des Wissen

3.1 Idee, Aufbau und Funktion des Cochlea -Implantates

3.2 Indikation und Operativer Eingriff

3.2.1 Audiologische Bedingungen

3.2.2 Medizinische Bedingungen

3.2.3 Pädagogische und Psychologische Bedingungen

3.2.4 Durchführung der Operation

3.3 Programmierung des Sprachprozessors und objektive Messungen zur Optimierung des Anpassvorgangs

3.3.1 Subjektive Programmierung des Sprachprozessors

3.3.2 Programmierung des Sprachprozessors mithilfe objektiver Messungen

3.4 Therapie und Erfolgskontrolle

4 Methoden und Geräte

4.1 Probanden, Datenerhebung

4.2 Mess-Software und –Hardware

4.3 Berechnung der Korrelationen

4.3.1 Intraindividuelle Korrelationen

4.3.2 Interindividuelle Korrelationen

5 Ergebnisse

5.1 Intraindividuelle Korrelationen der „aktuellen“ Map-Parameter und den objektiven Messwerten von NRT™ und ESRT

5.2 Veränderungen der Häufigkeitsverteilungen der Intraindividuellen Korrelationen im Zeitverlauf

5.3 Interindividuelle Korrelationen der „aktuellen“ Map-Parameter und den objektiven Messwerten von NRT™ und ESRT für die einzelnen Elektroden-Kanäle

5.4 Veränderung der interindividuellen Korrelationen im Zeitverlauf

6 Diskussion der Ergebnisse

6.1 Zusammenhänge in den intraindividuellen Korrelationen

6.2 Betrachtung der intraindividuellen Korrelationen im Zeitverlauf

6.3 Zusammenhänge in den interindividuellen Korrelationen

6.4 Betrachtung der interindividuellen Korrelationen im Zeitverlauf

7 Zusammenfassung der Arbeit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen subjektiven Anpassparametern (C-Level, T-Level) und objektiven Messverfahren (NRT, ESRT) bei Cochlea-Implantat-Trägern, um den Anpassvorgang von Sprachprozessoren qualitativ und zeitlich zu optimieren. Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse dieser Korrelationen im zeitlichen Verlauf der therapeutischen Versorgung.

  • Optimierung der Anpassregeln für Cochlea-Implantat-Sprachprozessoren
  • Vergleich von intra- und interindividuellen Korrelationsprofilen
  • Evaluation objektiver Messverfahren wie NRT™ und ESRT zur Parameterbestimmung
  • Untersuchung der zeitlichen Veränderungen von Anpassparametern

Auszug aus dem Buch

3.3.1 SUBJEKTIVE PROGRAMMIERUNG DES SPRACHPROZESSORS

Bei der subjektiven Programmierung des Sprachprozessors werden die Werte der Hörschwelle (T-Level) und die Werte der „angenehmen Lautheit“ (C-Level) für jede der Elektroden in der Cochlea nach subjektiven Angaben des Patienten bestimmt. Durch die Festlegung der Reizstärken aller Elektroden entsteht aus der Differenz zwischen C-Level und T-Level der nutzbare Dynamikbereich (Abbildung 4).

Zum Auffinden der Hörschwellen-Werte (T-Level) wird zunächst auf einer Elektrode die Reizintensität erhöht, bis der Patient einen Höreindruck vernimmt. Nach mehrmaligem Testen dieses Wertes und bei sicherer gleichbleibender Angabe des Patienten wird der Wert festgelegt und zur nächsten Elektrode gewechselt. Die Bestimmung der T-Level kann jedoch auch in umgekehrter Richtung erfolgen, indem zunächst ein überschwelliger Reiz dargeboten wird und anschließend die Reizintensität verringert wird, bis der Patient den Reiz gerade nicht mehr wahrnimmt. Dies ist in vielen Fällen besonders bei Tinnitus-Patienten, die erfolgreichere Vorgehensweise, da der Patient den Überschwelligen Reiz-Puls besser von dem eigenen Ohrgeräusch unterscheiden kann, und so die Abnahme der Reizintensität besser verfolgen kann. In einigen Fällen ist es jedoch für den Patienten nur sehr schwer möglich, akzeptable Angaben über den Schwellenwert zu machen. Daher werden oft zunächst die C-Level, die Werte der Reizintensitäten, die einen „angenehm lauten“ Höreindruck hervorrufen, bestimmt und die T-Level dann auf 5%-10% der C-Level eingestellt. Dieses Vorgehen entlastet nicht nur den Patienten, sondern verkürzt auch die Dauer des Anpassvorgangs. In Kapitel 4. wird untersucht, ob dieses Vorgehen gerechtfertigt werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Bedeutung des Cochlea-Implantats als Hörprothese und führt in die Notwendigkeit einer effizienten Anpassung von Sprachprozessoren ein.

2 Aufgabenstellung und Ziel der Arbeit: Definiert das Forschungsziel, Zusammenhänge zwischen objektiven und subjektiven Anpassparametern zu identifizieren und Zeitprofile zu untersuchen.

3 Grundlagen, Aktueller Stand des Wissen: Erläutert Aufbau und Funktion des Cochlea-Implantats sowie die medizinischen und audiologischen Voraussetzungen für eine Implantation.

4 Methoden und Geräte: Beschreibt die Datenerhebung von 25 Probanden sowie die verwendeten statistischen Verfahren zur Korrelationsberechnung.

5 Ergebnisse: Präsentiert die statistischen Auswertungen der intra- und interindividuellen Korrelationen mittels Histogrammen und Tabellen.

6 Diskussion der Ergebnisse: Interpretiert die statistischen Befunde hinsichtlich ihrer klinischen Relevanz für die Anpassung von T- und C-Levels.

7 Zusammenfassung der Arbeit: Fasst die Kernerkenntnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Eignung objektiver Messwerte für das Feintuning.

Schlüsselwörter

Cochlea-Implantat, Sprachprozessor, Anpassung, C-Level, T-Level, NRT, ESRT, Korrelationsanalyse, Audiologie, Elektroden-Kanal, Signalverarbeitung, Hörschwelle, Anpassregeln, Dynamikbereich, Patienten-Datenbank.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob objektive Messverfahren zur Bestimmung von Reizparametern bei Cochlea-Implantaten genutzt werden können, um den Zeitaufwand der subjektiven Anpassung zu reduzieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die audiologische Anpassung von CI-Systemen, die Analyse elektrophysiologischer Messungen (NRT und ESRT) sowie die statistische Korrelation dieser Werte mit subjektiven Patienteneingaben.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen objektiven Messwerten und den für den Patienten angenehmen Reizstärken (C- und T-Levels) zu identifizieren, um Anpassregeln zu optimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden Korrelationsanalysen (intra- und interindividuell) durchgeführt, deren Signifikanz mittels des Student’schen t-Tests geprüft wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Beschreibung der verwendeten Messtechnik (NRT, ESRT), der Erhebung der Probandendaten und der ausführlichen statistischen Auswertung dieser Messwerte über den gesamten Verlauf der therapeutischen Versorgung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Cochlea-Implantat, Anpassung, C-Level, T-Level, NRT, ESRT sowie Korrelationsanalyse.

Wie korrelieren die C-Level mit den NRT-Werten?

Die Analyse zeigt eine signifikante Ähnlichkeit der Profile, was darauf hindeutet, dass NRT-Werte zur Unterstützung der Anpassung hilfreich sein können, auch wenn ein anschließendes Feintuning unumgänglich bleibt.

Welchen Stellenwert nimmt die ESRT-Messung ein?

Die ESRT-Messung zeigt schwächere Korrelationen zu den subjektiven Parametern, kann jedoch vorsichtig als Obergrenze für die Einstellung der C-Levels bei der Erstanpassung verwendet werden.

Final del extracto de 58 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Optimierung der Anpassung bei Cochlea-Implantat-Systemen. Verwertung von Korrelationen zwischen objektiven Maßen und subjektiven Parametern
Universidad
University of Applied Sciences Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth
Calificación
2
Autor
Felix Heitkötter (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
58
No. de catálogo
V544507
ISBN (Ebook)
9783346176738
ISBN (Libro)
9783346176745
Idioma
Alemán
Etiqueta
Cochlea Implantat Neural Response Telemetry Electrical Stapedius Reflex Fitting
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Felix Heitkötter (Autor), 2011, Die Optimierung der Anpassung bei Cochlea-Implantat-Systemen. Verwertung von Korrelationen zwischen objektiven Maßen und subjektiven Parametern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/544507
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