In der heutigen Zeit endet die Bildung oft nicht mit der ersten formalen Qualifikation. Immer mehr zeigt sich der Trend hin zu zusätzlich erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten durch ständige Weiterbildung. Diese können in Form von Schulungen und Zertifizierungen durch akkreditierte Institute erworben werden. Doch was sind die Gründe für diesen Zertifizierungsboom?
Inhaltsverzeichnis
1. Zertifizierungen im Allgemeinen
1.1. Gründe
1.2. Vorteile
1.3. Probleme
1.4. Normung
2. Anwendungsbereiche von Zertifizierungen
2.1. Auditierung
2.1.1. Institutionen
2.1.1.1. Information Systems Audit and Control Association (ISACA)
2.1.1.2. Deutsche Institut für Interne Revision e.V. (IIR)
2.1.2. Voraussetzungen
2.1.3. Ablauf und Kosten
2.1.4. Vergleich und Beurteilung
2.2. Servicemanagement
2.2.1. Institutionen
2.2.1.1. IT Service Management Forum (itSMF) und Institute for International Reseach (IIR)
2.2.1.2. TeleManagement Forum (TMF)
2.2.2. Voraussetzungen
2.2.3. Ablauf und Kosten
2.2.4. Vergleich und Beurteilung
2.3. Projektmanagement (PM)
2.3.1. Institutionen
2.3.1.1. Gesellschaft für Projektmanagement (GPM)
2.3.1.2. Project Management Institute (PMI)
2.3.2. Voraussetzungen
2.3.3. Ablauf und Kosten
2.3.4. Vergleich und Beurteilung
3. Zertifizierungstrend
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht den wachsenden Stellenwert persönlicher Zertifizierungen im IT-Management. Ziel der Arbeit ist es, die Gründe für den aktuellen "Zertifizierungsboom" zu analysieren, die relevantesten Zertifizierungsinstanzen in den Bereichen Auditierung, Servicemanagement und Projektmanagement gegenüberzustellen sowie den konkreten Nutzen und Aufwand für IT-Fachkräfte kritisch zu beleuchten.
- Analyse der Beweggründe und Vorteile für IT-Fachkräfte durch Zertifizierungen
- Untersuchung der Zertifizierungsangebote für Auditierung (ISACA, IIR)
- Vergleich von Standards im Servicemanagement (ITIL, eTOM/NGOSS)
- Gegenüberstellung von Qualifikationspfaden im Projektmanagement (GPM, PMI)
- Bewertung der zukünftigen Marktrelevanz und Entwicklungstrends
Auszug aus dem Buch
1.4. Normung
In Deutschland gibt es eine ganze Fülle von verschiedenen Zertifikaten, die zum Teil von Unternehmen, zum Teil von Weiterbildungseinrichtungen vergeben werden. Prinzipiell ist es möglich, dass jede Institution nach einem Lehrgang ein Zertifikat ausstellt.
Um jedoch die Qualität eines Zertifikates sicherzustellen, wurde in Europa die DIN ISO 45013 eingeführt. In dieser Norm wird die Sachverständigkeit der Zertifizierten sichergestellt. Deshalb benötigen auch die Zertifizierungsstellen ein vorgeschriebenes Maß an Kompetenz, Ausbildung und Erfahrung, um zu gewährleisten, dass die Zertifizierten in der Lage sind die geforderten Aufgaben im Büro kompetent zu erfüllen. „Die Kenntnisse eines Sachverständigen zur Erlangung der Zertifizierung werden von der Zertifizierungsstelle intensiv geprüft. Es werden regelmäßig Arbeitsproben kontrolliert. Der Sachverständige unterliegt einer ständigen Weiterbildungspflicht, die vom Zertifizierungsgeber kontrolliert wird. Er muss einen Kompetenznachweis aufgrund festgelegter Qualifikationsanforderungen erfüllen. Somit wird die effiziente Personalplanung erleichtert. Die Bestätigung durch die Zertifizierungsstelle erfolgt in Form eines Kompetenzzertifikates und wird in einem Verzeichnis für kompetentes Personal veröffentlicht.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zertifizierungen im Allgemeinen: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe für den Anstieg an Zertifizierungen, nennt Vorteile wie Wettbewerbsvorteile oder Gehaltssteigerungen und geht auf die bestehende Problematik sowie die notwendige Normung (DIN ISO 45013) ein.
2. Anwendungsbereiche von Zertifizierungen: Hier werden detailliert die Bereiche Auditierung, Servicemanagement und Projektmanagement untersucht, indem jeweils führende Institutionen, ihre Anforderungen, Kosten und der jeweilige Vergleich der Zertifikate gegenübergestellt werden.
3. Zertifizierungstrend: Das abschließende Kapitel analysiert den zukünftigen Bedarf an zertifizierten IT-Spezialisten, insbesondere im Bereich Sicherheit, und warnt zugleich davor, die Qualität einzelner Zertifizierungsstellen kritisch zu hinterfragen.
Schlüsselwörter
IT-Management, Zertifizierung, Auditierung, Servicemanagement, Projektmanagement, CISA, CIA, ITIL, eTOM, GPM, PMI, PMP, Weiterbildung, Qualifikation, IT-Revision
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der persönlichen Zertifizierungen für Fachkräfte im IT-Management und analysiert deren Hintergründe und Nutzen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die professionelle Auditierung, das IT-Servicemanagement sowie das methodische Projektmanagement.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist ein Vergleich der führenden Zertifizierungsanbieter in diesen Bereichen hinsichtlich ihrer Anforderungen, Kosten und fachlichen Schwerpunkte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, ergänzt durch einen Vergleich bestehender Zertifizierungsprogramme und deren Rahmenbedingungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei Anwendungsbereiche (Audit, Service, Projekt), bei denen jeweils Institutionen wie ISACA, IIR, itSMF, GPM oder PMI detailliert analysiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind IT-Revision, Qualifikation, Standardisierung und der Vergleich von Zertifizierungsstandards wie ITIL oder PMP.
Wie unterscheidet sich das Vorgehen bei der Audit-Zertifizierung CISA gegenüber CIA?
Während CISA primär auf IT-Revision fokussiert und Selbststudium ermöglicht, beinhaltet das CIA ein IT-Modul innerhalb einer breiteren betriebswirtschaftlichen Ausbildung und erfordert verpflichtende Vorbereitungsseminare.
Was ist der wichtigste Unterschied zwischen GPM und PMI im Projektmanagement?
Die GPM orientiert sich an der deutschen Bildungstradition mit lebenslanger Gültigkeit, wohingegen das PMI einen internationalen, an US-Methoden angelehnten Standard mit Rezertifizierungspflicht alle drei Jahre bietet.
Warum wird im Bereich Servicemanagement ITIL besonders hervorgehoben?
ITIL gilt als der de-facto-Standard, der sich auf die Prozessstandardisierung konzentriert und durch eTOM/NGOSS sinnvoll ergänzt wird, anstatt mit diesem zu konkurrieren.
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- Martin Wendler (Author), 2005, Persönliche Zertifizierungen im IT-Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54576