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Die "Südmark" im Großdeutschen Reich - Aufstieg, Machübernahme und Herrschaft der NSDAP in Kärnten und der Steiermark

Title: Die "Südmark" im Großdeutschen Reich - Aufstieg, Machübernahme und Herrschaft der NSDAP in Kärnten und der Steiermark

Seminar Paper , 2001 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Othmar Kolp (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Summary Excerpt Details

Ingeborg Bachmann, die als Zwölfjährige den Anschluss in Klagenfurt miterlebt hatte, schrieb diese Zeilen: „Es hat einen bestimmten Moment gegeben, der hat meine Kindheit zertrümmert. Der Einmarsch von Hitlers Truppen in Klagenfurt. Es war etwas so Entsetzliches, dass mit diesem Tag meine Erinnerung anfängt: durch einen zu frühen Schmerz, wie ich ihn in dieser Stärke vielleicht später überhaupt nie mehr hatte. Natürlich habe ich das alles nicht verstanden in dem Sinne, in dem es ein Erwachsener verstehen würde. Aber diese ungeheure Brutalität, die spürbar war, dieses Brüllen, Singen und Marschieren - das Aufkommen meiner ersten Todesangst.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. KÄRNTEN

2.1 Die NS-Bewegung in Kärnten bis 1938:

2.1.1 Vorgeschichte, Juliputsch und Illegalität

2.1.2 „Als erster Gau ...“

2.1.3 Volksabstimmung und Machtkonsolidierung

2.2 Systemkonsolidierung durch Unterdrückung:

2.2.1 Slowenenpolitik und Kanaltaler Unsiedlung

2.2.2 Expansion nach Slowenien

2.3 Vom Ende des Dauerprovisoriums zum Totalen Krieg:

2.3.1 Aus- und Umsiedlung der Slowenen

2.3.2 Endphase, Kriegsende und neuer Anfang

3. STEIERMARK

3.1 Die NS-Bewegung in der Steiermark bis 1938:

3.1.1 Vorgeschichte, Juliputsch und Illegalität

3.1.2 „Volkserhebung“ in Graz und Volksabstimmung

3.2 „Dieses Land ist wieder deutsch zu machen!“ :

3.2.1 Deutsche Einmarsch in die Untersteiermark

3.3.2 Germanisierung und Partisanenkrieg

3.3 NS-Rassenpolitik und das Kriegsende:

3.3.1 Juden, „Zigeuner“ und die steirischen KZ

3.3.2 Umsiedlung der Südtiroler

3.3.3 Endphase, Kriegsende und neuer Anfang

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Aufstieg, die Machtübernahme und die Herrschaftspraxis der NSDAP in den Gauen Kärnten und Steiermark zwischen 1918 und 1945, mit besonderem Fokus auf die aggressive Grenzlandpolitik und die nationalsozialistische Rassen- und Germanisierungspolitik.

  • Entwicklung und Radikalisierung des Nationalsozialismus in Kärnten und der Steiermark
  • Die Rolle der Grenzlandideologie und des Anschlusses von 1938
  • Methoden der Systemkonsolidierung und Unterdrückung von Minderheiten
  • Auswirkungen der Umsiedlungspolitik und Germanisierung auf den Partisanenkrieg
  • Die Endphase des Krieges, Luftkrieg und das Ende der NS-Herrschaft 1945

Auszug aus dem Buch

2.1.1 VORGESCHICHTE, JULIPUTSCH UND ILLEGALITÄT:

Im Herbst 1918 wurde die erste Kärntner Ortsgruppe durch den Sudetendeutschen Moritz Czeitschner gegründet. Es gab aber vorher schon Beziehungen zur Deutschen Arbeiterpartei (DAP), die 1903 in Böhmen gegründet wurde. Die Villacher Gruppe gehörte zur DNSAP (Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei), aber es gab auch Beziehungen zum nationalsozialistischen Zweig in der Tschechoslowakei und zur Münchnergruppe unter Drexler. Auf dem Salzburger Parteitag 1920 waren auch Kärntner vertreten. „Im Jahre 1923 [ist] [...] bereits [von] 16 nationalsozialistischen Ortsgruppen [...], und im darauffolgenden Jahr ist [...] von 25 Ortsgruppen die Rede, wobei jedoch betont wurde, dass diese Gruppen der Richtung von Karl Schulz und nicht jener Hitlers angehören sollten.“ Es erscheint aber fraglich, ob diese Ortsgruppen je mehr als ein Dutzend Mitglieder hatten. Die DNSAP sprach in Kärnten vor allem die aufstrebenden Angestellten und die anderen Angehörigen des Mittelstandes an.

Nach dem gescheiterten Hitlerputsch in München und dem Verbot der NSDAP in Deutschland wurde 1926 der Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterverein (Hitler-Bewegung) in Österreich gegründet. Bis Ende des Jahres waren die frühen Kärntner Ortsgruppen im wesentlichen entgültig in den organisatorischen und ideologischen Sog der Hitlerbewegung geraten. In den 20er Jahren war die „stärkste Kraft des nationalen Lagers in den südlichen Bundesländern, Kärnten, Steiermark und Burgenland, [...] der Landbund [...].“ Zu Beginn der 30er Jahre begannen die Vertreter des alten Mittelstandes zu den Nationalsozialisten abzuwandern. „Bei den Nationalratswahlen 1930 verfehlte die Hitler-Bewegung in Kärnten nur knapp das Grundmandat.“ Der Beginn der Weltwirtschaftskrise führte zu einer Zunahme der Mitgliederzahlen und der Wählerstimmen. 1930 waren die Nationalsozialisten bereits mit zwei Mandataren im Kärntner Landtag vertreten. Dabei ist festzuhalten, dass ein beträchtlicher Teil der Wählerstimmen von der Großdeutschen Volkspartei und vom Landbund zu den Nationalsozialisten wanderte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung bettet die Arbeit in den historischen Kontext ein und thematisiert den nationalen Nährboden für den Nationalsozialismus in Kärnten und der Steiermark.

2. KÄRNTEN: Dieses Kapitel analysiert den Aufstieg der NSDAP in Kärnten, die schnelle Machtübernahme 1938 und die anschließende systematische Unterdrückung sowie Expansionspolitik.

3. STEIERMARK: Der Abschnitt beleuchtet die spezifische Entwicklung in der Steiermark, inklusive der Rolle der „Volkserhebung“ in Graz und der brutalen Germanisierungspolitik in der Untersteiermark.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Rolle beider Gaue als „Mustergaue“ des NS-Regimes zusammen und reflektiert die katastrophalen wirtschaftlichen und sozialen Folgen bis 1945.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Kärnten, Steiermark, Anschluss 1938, NSDAP, Grenzlandpolitik, Germanisierung, Partisanenkrieg, Untersteiermark, Slowenenpolitik, Rassenpolitik, Zweiter Weltkrieg, Volksabstimmung, Konzentrationslager, Besatzungszeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung, den Machtantritt und die Herrschaftsmethoden der Nationalsozialisten in den österreichischen Bundesländern Kärnten und Steiermark zwischen 1918 und 1945.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der illegalen NS-Bewegung in der Ersten Republik, der Machtübernahme 1938, der Unterdrückung von Minderheiten sowie den Folgen der Expansions- und Rassenpolitik bis zum Kriegsende.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die spezifische Rolle der beiden Bundesländer als sogenannte „Mustergaue“ und deren Radikalisierungsprozess im Kontext der Grenzlandideologie nachzuzeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine zeitgeschichtliche Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Primärquellen, Dokumenten und der bestehenden Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der politischen Entwicklungen in Kärnten und der Steiermark, unterteilt in die Phasen vor 1938, die Machtübernahme und die anschließende repressive Herrschaft während des Krieges.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem „Grenzlandideologie“, „Germanisierung“, „Partisanenkrieg“, „Anschluss“, „Umsiedlung“ und „NS-Rassenpolitik“.

Wie unterschied sich die Machtübernahme in der Steiermark von der in Kärnten?

Während in Kärnten die Machtübernahme durch eine kleine, straff geführte Gruppe unter Klausner sehr schnell und koordiniert erfolgte, war die Situation in Graz durch die „Volkserhebung“ und eine stärkere Einbindung von SA-Strukturen gekennzeichnet.

Welche Rolle spielte die Bevölkerung bei der Germanisierung in den besetzten Gebieten?

Die Politik zielte auf eine gewaltsame Umstrukturierung ab, bei der die Bevölkerung durch Deportationen und Ansiedlung von Volksdeutschen in den Widerstand und den Partisanenkrieg getrieben wurde, was wiederum zu weiteren repressiven Gegenmaßnahmen des NS-Regimes führte.

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Details

Title
Die "Südmark" im Großdeutschen Reich - Aufstieg, Machübernahme und Herrschaft der NSDAP in Kärnten und der Steiermark
College
University of Innsbruck  (Institut für Zeitgeschichte)
Course
SE Nationalsozialismus in Tirol und Vorarlberg
Grade
2,0
Author
Othmar Kolp (Author)
Publication Year
2001
Pages
25
Catalog Number
V54843
ISBN (eBook)
9783638499538
ISBN (Book)
9783656777854
Language
German
Tags
Südmark Großdeutschen Reich Aufstieg Machübernahme Herrschaft NSDAP Kärnten Steiermark Nationalsozialismus Tirol Vorarlberg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Othmar Kolp (Author), 2001, Die "Südmark" im Großdeutschen Reich - Aufstieg, Machübernahme und Herrschaft der NSDAP in Kärnten und der Steiermark, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54843
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