Während Stellenanzeigen in den Printmedien nur einen Tag lang zu sehen sind, bleiben sie bei Online-Jobbörsen und der Unternehmenshomepage so lang abrufbar, bis die Stelle besetzt ist. Der Postweg nimmt ein bis zwei Tage in Anspruch; eine E-Mail dagegen benötigt Sekunden, um ihr Ziel zu erreichen. Die traditionelle Papierbewerbung muss aufwändig archiviert und verwaltet werden; die elektronische Bewerbung beansprucht wenig Speicherplatz im HR-Informationssystem und steht jedem Berechtigten zur Einsicht zur Verfügung.
Diese knappe Gegenüberstellung der traditionelle Personalbeschaffung und des ERecruitings spricht zunächst für das E-Recruiting. Ist E-Recruiting nur eine Modeerscheinung des Internetzeitalters? Ist die vollständige oder teilweise Abwicklung der Personalbeschaffungsprozesse über elektronische Medien besser als die traditionelle Personalbeschaffung?
Inhaltsverzeichnis
1. Warum E-Recruiting?
1.1. Erleichtert die hohe Arbeitslosigkeit die Personalanwerbung?
1.2. Was E-Recruiting nicht ist
1.3. Was kann E-Recruiting langfristig für das Unternehmen bedeuten?
1.4. Gang der Untersuchungen
2. Die Personalanwerbung
2.1. Die Personalanwerbung im Rahmen der Personalbeschaffung
2.2. Die Formen der internen Personalanwerbung
2.3. Die Formen der externen Personalanwerbung
2.3.1. Aktive Personalanwerbung
2.3.2. Passive Personalanwerbung
2.4. Die Stellenausschreibung
2.5. Die Stellenanzeige
2.6. Die Bedeutung des Personalmarketings bei der Anwerbung
2.6.1. Das Ziel des Personalmarketings
2.6.2. Die Arbeitgebermarke
3. Grundlagen zu Webtechnologien und Informationssystemen
3.1. Das Internet und das WWW
3.2. Die HR-Informationssysteme (HRIS)
3.2.1. Allgemeine Anforderungen an Informationssystemen
3.2.2. Funktionale Anforderungen für die Personalanwerbung
3.3. Das Content-Management-System (CMS)
3.4. Schnittstellen mit Webservice und XML
4. Die Anwerbung unter Nutzung von Webtechnologie
4.1. Online-Jobbörsen in der Personalanwerbung
4.1.1. Marktbetrachtung
4.1.2. Differenzierung von Online-Jobbörse
4.1.3. Leistungsumfang von externen Online-Jobbörsen
4.2. Die HR-Homepage in der Personalanwerbung
4.2.1. Die Erfolgsfaktoren einer HR-Homepage
4.2.2. Umsetzung der Erfolgsfaktoren
4.2.3. Best Practice: HR-Homepage
4.3. Standardisierung in der Personalanwerbung durch HR-XML
4.4. Weitere Plattformen und Kanäle für die Personalanwerbung
4.5. Best Practice: Webbasiertes HR-Informationssystem - BeeSite HR-Edition
5. Die Bewertung der Webtechnologien für den Einsatz in der Personalanwerbung
5.1. Welche Zielgruppe erreicht das WWW?
5.2. Integrierte Rekrutierung
5.2.1. Traditionelle oder elektronische Personalanwerbung?
5.2.2. Kosten-Nutzen-Analyse des Rekrutierungskanals
5.2.3. Effizienz und Effektivität durch Einsatz von HR-XML
5.2.4. Mieten, Kaufen oder Eigenentwicklung?
5.3. Probleme und Lösungsansätze
6. Resümee und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und die praktische Implementierung von Webtechnologien zur Optimierung der Personalanwerbung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch den gezielten Einsatz von E-Recruiting-Methoden, HR-Informationssystemen und modernen Webstandards ihre Effizienz bei der Personalsuche steigern und eine attraktive Arbeitgebermarke im sogenannten "War for Talents" etablieren können.
- Methodische Grundlagen der Personalanwerbung und des Personalmarketings
- Technische Analyse von Internet, World Wide Web und HR-Informationssystemen
- Einsatzmöglichkeiten von Online-Jobbörsen und unternehmenseigenen HR-Homepages
- Standardisierung von Datenaustauschprozessen durch HR-XML und Webservices
- Bewertung der Effizienz und Effektivität elektronischer Rekrutierungskanäle im Vergleich zu traditionellen Methoden
Auszug aus dem Buch
Die Erfolgsfaktoren einer HR-Homepage
Damit die HR-Homepage zu einem effizienten Personalmarketing-Instrument wird, muss sie bestimmte Anforderungen erfüllen. Die HR-Homepage muss benutzerfreundlich und auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten sein. Dabei darf die HR-Homepage nicht als ein digitaler Abzug der Imagebroschüre verstanden werden, sondern soll die Möglichkeiten des Mediums Internet voll ausschöpfen. Die FH Wiesbaden bewertet seit 2000 mit ihrer Studie „Human Resources im Internet“ HR-Homepages der Unternehmen. In Anlehnung an ihren Kriterienkatalog können folgenden Erfolgsfaktoren abgeleitet werden:
Zugang
Information
Design
Benutzerführung und Navigation
Interaktivität
Zusammenfassung der Kapitel
1. Warum E-Recruiting?: Dieses Kapitel beleuchtet den demografischen Wandel sowie die zunehmende Bedeutung von Internet und E-Recruiting als strategische Instrumente für Unternehmen, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.
2. Die Personalanwerbung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der internen und externen Personalsuche, die Bedeutung des Personalmarketings sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen der Stellenausschreibung dargelegt.
3. Grundlagen zu Webtechnologien und Informationssystemen: Dieses Kapitel führt in die technischen Aspekte ein, wie Internet, Webbrowser, Content-Management-Systeme und XML-Schnittstellen, die die Basis für moderne HR-Informationssysteme bilden.
4. Die Anwerbung unter Nutzung von Webtechnologie: Hier wird die praktische Anwendung erläutert, angefangen bei Online-Jobbörsen über die Gestaltung optimaler HR-Homepages bis hin zum Einsatz von HR-XML zur Automatisierung von Rekrutierungsprozessen.
5. Die Bewertung der Webtechnologien für den Einsatz in der Personalanwerbung: Dieses Kapitel bewertet die Effizienz elektronischer Methoden anhand von Kennzahlen, analysiert die Kosten-Nutzen-Relation im Vergleich zu klassischen Medien und diskutiert Lösungsansätze für Herausforderungen wie Bewerberflut.
6. Resümee und Ausblick: Zum Abschluss werden die Ergebnisse zusammengefasst und die zukünftige Entwicklung skizziert, in der die Bedeutung des E-Recruitings durch die weitere Standardisierung und Integration von HR-Systemen weiter zunehmen wird.
Schlüsselwörter
E-Recruiting, Personalanwerbung, Personalmarketing, HR-Informationssysteme, Webtechnologie, Online-Jobbörsen, HR-Homepage, Employer Branding, Personalbeschaffung, HR-XML, Webservice, Bewerbermanagement, Arbeitgebermarke, Rekrutierungsprozess, Digitalisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit analysiert, wie Unternehmen moderne Webtechnologien einsetzen können, um den Prozess der Personalanwerbung effizienter zu gestalten und den Herausforderungen des Arbeitsmarktes zu begegnen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Kernbereichen zählen Personalmarketing, die technische Gestaltung von HR-Homepages, die Nutzung von Online-Jobbörsen sowie die Standardisierung von Datenaustausch durch HR-XML.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch digitale Lösungen eine professionelle Arbeitgebermarke aufgebaut und der gesamte Rekrutierungsprozess hinsichtlich Zeit und Kosten optimiert werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse, wertet aktuelle Marktdaten und Studien aus und analysiert praxisnahe Fallbeispiele (wie die HR-Homepages von Siemens und BMW).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der technischen Architektur von HR-Informationssystemen, dem Aufbau zielgruppengerechter HR-Homepages und der Standardisierung durch XML-basierte Schnittstellen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind E-Recruiting, Personalanwerbung, HR-Informationssysteme, Personalmarketing, Employer Branding, Online-Jobbörsen und HR-XML.
Warum spielt das Thema "War for Talents" eine wichtige Rolle in der Arbeit?
Der Autor argumentiert, dass demografische Entwicklungen und der Mangel an Fachkräften Unternehmen zwingen, ihre Attraktivität als Arbeitgeber durch innovative, webbasierte Instrumente aktiv zu steigern.
Welche Bedeutung hat die Standardisierung durch HR-XML?
Sie ermöglicht den medienbruchfreien Datenaustausch zwischen verschiedenen Systemen und Unternehmen, was den administrativen Aufwand im Rekrutierungsprozess massiv reduziert.
Wie bewertet der Autor die Rolle von klassischen Printmedien?
Die traditionelle Stellenschaltung bleibt ein Bestandteil der Mischstrategie, wird jedoch durch Online-Kanäle zunehmend hinsichtlich Geschwindigkeit, Reichweite und Kosten ergänzt oder überflügelt.
Welche Rolle spielt das Personalmarketing für die HR-Homepage?
Eine HR-Homepage dient nicht nur zur Information über Vakanzen, sondern fungiert als zentrales Marketinginstrument zur Vermittlung der Unternehmenskultur und zur Stärkung der Arbeitgebermarke.