Das Thema der vorliegende Hausarbeit lautet: „Hauptmedienstandorte in Deutschland im Vergleich. Typisierung und Entwicklungsdynamik“. Es ist untersucht worden, welches die Hauptmedienstandorte in Deutschland sind. Welche Branchenstruktur diese Standorte haben, wo ihre Stärken liegen und warum sich die jeweilige Branche grade an diesem Standort angesiedelt hat. Die Arbeit ist in 3 Hauptkapitel eingeteilt. Kapitel 2 betrachtet die Medienbranche in Deutschland, grenzt den Mediensektor zunächst ab und befasst sich dann mit den bedeutendsten Medienstädte in Deutschland. Die Abgrenzung wird hauptsächlich über die Beschäftigten in der jeweiligen Branche vorgenommen. Überwiegend wird mit Zahlen aus dem Jahr 2003 gearbeitet, da diese aus verschiedenen Untersuchungen vorliegen und so miteinander verglichen werden können. Das Kapitel 3 stellt die vier wichtigsten Medienstädte vor, zeigt ihre Besonderheiten auf und gibt Auskunft über die Beschäftigten- und Unternehmenszahlen der Medienbranchen. In Kapitel 4 werden die einzelnen Branchen im Bezug auf ihre Standorte untersucht. Hierbei wird auf die räumliche Konzentration der Branche in einer Stadt sowie der räumlichen Spezialisierung eingegangen. Die Arbeit endet mit einem zusammenfassenden Überblick in dem die wichtigsten Ergebnisse noch einmal aufgeführt werden und eine Zukunftsentwicklung kurz angesprochen wird. Danach folgt eine kurze Zusammenfassung in Englisch.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Die Medienbranche in Deutschland
2.1 Abgrenzung des Mediensektors
2.2 Bedeutende Medienstandorte in Deutschland
3. Typisierung und Spezialisierung der vier bedeutenden Medienstädte in Deutschland
3.1 Hamburg
3.2 Berlin
3.3 München
3.4 Köln
4. Vergleich und Entwicklung einzelner Medienbranchen im Bezug auf ihre Standorte
4.1 EDV / Software-Branche
4.2 Werbung
4.3 Verlage
4.4 Druckereien und Vervielfältigung
4.5 Filmwirtschaft
4.6 Radio und Fernsehen
5. Zusammenfassende Betrachtung und Schlussfolgerung
6. English Summary
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Struktur und Entwicklungsdynamik der wichtigsten Medienstandorte in Deutschland. Ziel ist es, die Stärken und die spezifische Branchenausprägung der Städte Hamburg, Berlin, München und Köln zu analysieren und zu erklären, warum sich bestimmte Medienbranchen an diesen spezifischen Standorten konzentrieren.
- Abgrenzung und Definition der Medienbranche als Wirtschaftssektor.
- Detaillierte Analyse der vier bedeutendsten Medienmetropolen in Deutschland.
- Vergleichende Untersuchung der räumlichen Konzentration und Spezialisierung einzelner Medienbranchen (Print, Film, Werbung, EDV/Software, Rundfunk).
- Bewertung von Standortfaktoren wie Tradition, Infrastruktur und lokaler Clusterbildung.
- Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Medienstandorte.
Auszug aus dem Buch
3.1 Hamburg
Mit Rund 62.000 Mitarbeitern in 12.980 Betrieben aus dem Bereich Werbung, Druck, Rundfunk, Musik-, Film-, Fernseh- und Kulturwirtschaft führt Hamburg die Rangliste der Medienstädte in Deutschland nach wie vor an. Wie schon in Tabelle 1 gezeigt wurde, sind 6,75 % der Beschäftigten in der deutschen Medienbranche in Hamburg tätig. Hamburg ist die Stadt der Information. Der Bereich Print bzw. Verlagswirtschaft ist von enormer Bedeutung für die Stadt. Fast 50 % der Auflagen der deutschen Publikumspresse werden in der Hansestadt publiziert. Fünf der sechs führenden deutschen Verlage haben ihren Sitz in Hamburg, darunter der größte deutsche Zeitungsverlag, die Axel Springer AG, die ihre Verlagszentrale in Hamburg hat und 80 % des Marktes der Hamburger Tageszeitungen beherrscht (Hamburger Gesellschaft für Wirtschaftsförderung 1995, S. 9). Der Unternehmenssitz ist in Berlin (Axel Springer AG 2006).
Neben dem größten Zeitungsverlag ist mit Gruner & Jahr auch der größte Zeitschriftenverlag des Kontinents in Hamburg vertreten. Aber auch weitere Unternehmen mit Sitz an der Elbe sind national und international bekannt: Heinrich Bauer Verlag, der Jahreszeiten Verlag, der Spiegel-Verlag Rudolf Augstein sowie die Verlagsgruppe Milchstraße (Tourismuszentrale Hamburg GmbH 1998, S. 77). Insgesamt sind 1.363 Unternehmen der Verlagswirtschaft und 680 Unternehmen des Druckgewerbes in Hamburg tätig. Doch nicht nur Presseerzeugnisse sind in Hamburg von Bedeutung, auch Buchverlage sind hier vertreten. Unter andrem erschienen die deutschen „Harry Potter“ Ausgaben im Carlsen Verlag. Verlage wie Paul Parey, der Falk-Stadtpläne-Verlag und Hoffmann & Campe sind hier ansässig. Rowohlt hat seinen Sitz vor den Toren der Stadt (HK-Hamburg 2006, S. 2). Als größte deutsche Presseagentur und eine der führenden weltweit, beliefert dpa (Deutsche Presse Agentur) aus Hamburg fast alle Redaktionen des Landes. Grund für die Bedeutung Hamburgs als Presse-Stadt liegt wohl in der langen Tradition.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Hausarbeit, definiert den Untersuchungsgegenstand und beschreibt die methodische Vorgehensweise anhand von Beschäftigungszahlen des Jahres 2003.
2. Die Medienbranche in Deutschland: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Abgrenzung des Mediensektors und stellt die bedeutendsten Medienstandorte in Deutschland anhand statistischer Daten gegenüber.
3. Typisierung und Spezialisierung der vier bedeutenden Medienstädte in Deutschland: Es folgt eine detaillierte Einzelbetrachtung von Hamburg, Berlin, München und Köln hinsichtlich ihrer spezifischen Branchenstrukturen und wirtschaftlichen Entwicklung.
4. Vergleich und Entwicklung einzelner Medienbranchen im Bezug auf ihre Standorte: Hier werden die Medienbranchen EDV/Software, Werbung, Verlage, Druck, Film sowie Radio und Fernsehen standortübergreifend verglichen und auf ihre räumliche Konzentration und Spezialisierung hin untersucht.
5. Zusammenfassende Betrachtung und Schlussfolgerung: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Bedeutung der Standorte unter Berücksichtigung der analysierten Standortfaktoren.
Schlüsselwörter
Medienwirtschaft, Medienstandorte, Hamburg, Berlin, München, Köln, Filmwirtschaft, Verlagswirtschaft, Werbung, EDV, Software, Rundfunk, Standortfaktoren, Beschäftigungszahlen, Clusterbildung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich der vier bedeutendsten Medienstandorte in Deutschland (Hamburg, Berlin, München und Köln) unter dem Fokus ihrer Typisierung und ihrer Entwicklungsdynamik.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind die räumliche Konzentration der Medienbranche, die fachliche Spezialisierung der einzelnen Städte auf verschiedene Medienteilbereiche sowie die Bedeutung von Standortfaktoren wie Tradition und Infrastruktur.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Ziel ist es zu identifizieren, welche Standorte die Hauptmedienzentren Deutschlands bilden, wie ihre Branchenstruktur aussieht und welche Faktoren zur jeweiligen Standortwahl und -stärkung beigetragen haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?
Die Arbeit basiert auf einer quantitativen Analyse der Beschäftigtenzahlen und Unternehmensstrukturen verschiedener Medienbranchen unter Verwendung von Statistiken aus dem Jahr 2003.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Vorstellung der vier Städte sowie eine branchenspezifische Untersuchung der räumlichen Verteilung und Spezialisierung, beispielsweise in den Bereichen Film, Verlagswesen und Werbung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Untersuchung am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Medienstandorte, räumliche Spezialisierung, Mediencluster und die vier genannten deutschen Metropolen beschreiben.
Warum wird Berlin als Sonderfall in der Untersuchung betrachtet?
Berlin wird als Sonderfall eingestuft, da die historische Isolation und die spätere Wiedererlangung des Hauptstadtstatus sowie die enge Verflechtung mit dem Standort Potsdam-Babelsberg eine einzigartige Entwicklungsdynamik erzeugt haben.
Welche Rolle spielt die Kirch-Krise für die Bewertung des Standorts München?
Die Krise führte zu erheblichen Beschäftigungsverlusten in der Münchener Medienbranche, wirkte sich negativ auf das Image des Standortes aus, zwang die Akteure jedoch gleichzeitig zu einer flexibleren Anpassung der Unternehmensstrukturen.
Warum gilt Köln als führender Standort im Bereich Radio und Fernsehen?
Köln profitiert von einer langen Tradition als Rundfunkstandort, der Präsenz öffentlich-rechtlicher Sender wie dem WDR sowie der Ansiedlung bedeutender privater Sendergruppen wie RTL.
- Arbeit zitieren
- Corinna Wendt (Autor:in), 2006, Hauptmedienstandorte in Deutschland im Vergleich. Typisierung und Entwicklungsdynamik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57315