Altenpflege Quo Vadis - Neue Pflege- und Managementkonzepte in der Altenpflege


Referat (Ausarbeitung), 2005
19 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Rahmenbedingungen in der Altenpflege
2.1 Aktuelle Probleme in der Altenpflege
2.2 Rückschau und Ausblick in die Zukunft

3 Ausgewählte Management- und Unternehmenskonzepte für die Altenpflege
3.1 Konzepte im Qualitätsmanagement
3.1.1 Total Quality Management (TQM)
3.1.2 Qualitätszirkel
3.1.3 Qualitätszertifizierung
3.2 Konzepte im Personalmanagement
3.2.1 Lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung
3.2.2 Neue Ansätze in der Pflegebildung
3.3 Konzepte im Prozessmanagement
3.4 Konzepte im Bereich Unternehmensorganisation und Marketing
3.4.1 Aufbau einer Corporate Identity für Altenpflegeeinrichtungen

4 Ausgewählte Pflegekonzepte
4.1 Einleitung
4.2 Gesprächsführung in der Altenpflege
4.3 Entspannung und Aktivierung durch Snoezelen
4.4 Multikulturelle Altenpflege
4.5 Praxisorientierte Pilotprojekte

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

I Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Rentenreform – Kürzung der Krankenkassenleistungen – Pflege in der Krise. Diese Schlagworte sind jeden Tag zu lesen und zu hören. Immer mehr Menschen stellen sich deshalb die Frage: „Was kommt auf uns zu?“. Das eigene Alter scheint bedrohlich zu wirken. Was aber wird getan um unsere strapazierten Sozialsysteme wieder in ruhigeres Fahrwasser zu lenken? Wie sollen die hohen Kosten für die Altenpflege kontrolliert werden? Wie bemüht man sich um eine qualitativ hochwertige Altenpflege und eine seniorengerechte Betreuung? Diese Fragen sind für jeden von uns so relevant, da es bei der Altenpflege nicht um andere Menschen wie z.B. Menschen mit Behinderungen oder Patienten in einem Krankenhaus geht. Hier geht es um jeden Menschen selbst und zwar umso mehr, je älter er ist. Wenn man sich mit der Organisation, der Finanzierung und der Weiterentwicklung der Altenpflege auseinandersetzt, geht es dabei nicht um die Lebensumstände anderer, sondern um unsere zukünftigen, eigenen Lebensumstände.

Daher soll diese Arbeit dem Leser einen Überblick über die derzeitigen Trends aus dem Bereich der Management- und Unternehmenskonzepte, sowie aus dem pflegerischen Bereich der Altenpflege geben. Am Ende der Arbeit wird eine Einschätzung abgegeben, die sich mit der Frage beschäftigt, ob die aufgeführten Maßnahmen und Entwicklungen ausreichen, um die Qualität und die Finanzierbarkeit der Altenpflege auch in der Zukunft zu sichern.

2 Rahmenbedingungen in der Altenpflege

2.1 Aktuelle Probleme in der Altenpflege

Aufgrund der derzeitigen Pflegesituation in Deutschland benötigt die Altenpflege ein neues Profil, um sich den Qualitätsansprüchen durch wachsende Anforderungen vonseiten der Politik, Gesellschaft und dem eigenen Selbstbild zu stellen. Dabei sind die Problem- und Einflussbereiche äußerst vielschichtig. Eine zentrale Einflussgröße ist die demografische Entwicklung in unserer Gesellschaft. Man geht davon aus, dass die Zahl der 70-jährigen und Älteren bis zum Jahr 2020 um 4,8 Millionen zunehmen wird, wobei der prozentuale Zuwachs in dieser Altersgruppe mit rund 170 % angegeben wird.[1] Andere Problembereiche lassen sich zurückführen auf die kürzeren Verweildauern in Krankenhäusern, die Zunahme von chronischen Krankheiten, die verstärkte Berufstätigkeit der Frauen und dem damit verbundenen Rückgang der familiär geleisteten Pflege. Auch die Umsetzung der Qualifizierungsansprüche in die Praxis gehört nach wie vor zu den Problembereichen in der Altenpflege. Die Instrumente wie Pflegeprozess, Pflegeleitbild und -dokumentation werden von einem Großteil der Mitarbeiter oft nur als lästige Zusatzarbeit betrachtet. Umso alarmierender sind die im Rahmen von Überprüfungen erhobenen Zahlen. Der Medizinische Dienst in Schleswig-Holstein stellte bei einer Kurzprüfung in 116 Pflegeheimen fest, dass bei der Hälfte der Heime Pflegekonzept und –doku-mentation unzureichend waren. Als eine der Folgen ergaben sich bei knapp einem Drittel der untersuchten Pflegebedürftigen Pflegeschäden.[2] Wie die folgende Tabelle zeigt, befindet sich die Finanzierung der Altenpflege durch die gesetzliche Pflegeversicherung ebenfalls in einem Spannungsfeld zwischen stagnierenden Beitragseinnahmen und ansteigenden Leistungsausgaben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Soz. Pflegeversicherung, Quelle: BMGS, Internet,

http://www.destatis.de/basis/d/solei/soleiq24.php, 2004.

2.2 Rückschau und Ausblick in die Zukunft

Die Entwicklung der Pflegeversicherung ist in den letzten Jahren von einer hohen Dynamik geprägt. Bei der Vorbereitung der Pflegeverscherung ging man davon aus, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland bei rund 1,65 Millionen liegen wird. Dieser Wert wurde allerdings schon im Jahr 1996 erreicht. So stieg danach die Zahl der Leistungsempfänger in der sozialen Pflegeversicherung von 1995-1999 um 129% auf 1,83 Millionen an.[3] Auch wenn die Bevölkerungszahl in Deutschland langfristig schrumpfen wird, erhöht sich der Anteil der Älteren in der Bevölkerung durch das starke Geburtendefizit. So geht man in den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes davon aus, dass der Anteil der über 80-jährigen sich bis zum Jahr 2050 fast verdreifachen könnte und dann bei 12% in der Gesamtbevölkerung liegt. Auch das Verhältnis zwischen der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter und den Senioren - der Altersquotient - wird sich entsprechend verändern. Stehen momentan noch 44 60-jährige und ältere Menschen 100 20- bis 59-jährigen Menschen gegenüber, so werden dies im Jahr 2050 71 ältere Menschen sein.[4] Selbst wenn diese Entwicklung durch einen hohen Wanderungssaldo und einer geringeren Zunahme der Lebenserwartung abgemildert wird, stellt sie eine enorme Herausforderung für die Organisation und die Finanzierung der Altenpflege dar. Dies soll die folgende Grafik unterstreichen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Demografische Entwicklung, Quelle: Statistisches Bundesamt, Internet, http://www.destatis.de/basis/d/bevoe/bevoegra2.htm, 2003.

3 Ausgewählte Management- und Unternehmenskonzepte für die Altenpflege

3.1 Konzepte im Qualitätsmanagement

3.1.1 Total Quality Management (TQM)

TQM ist ein ganzheitliches Führungskonzept, welches das gesamte Unternehmen mit seinen Mitarbeitern und Aktivitäten, wie auch das Umfeld mit einbezieht.[5] Ziele sind dabei die maximale Befriedigung der internen und externen Kundenerwartungen und die Optimierung der Qualität.[6] Als Methoden und Instrumente zur Umsetzung stehen z.B. Selbstbeurteilung, Qualitätsbewertung Fehlermöglichkeitsanalyse und Qualitätsplanung/-messung zur Verfügung.[7]

[...]


[1] Vgl. Jäck, S., Proschmann, S., Qualitätsprüfung und –bewertung ambulanter Pflegedienste,

2004, S. 11.

[2] Vgl. Jäck, S., Proschmann, S., Qualitätsprüfung und –bewertung ambulanter Pflegedienste,

2004, S. 13.

[3] Vgl. Reschl-Rühling, G., Personelle und organisatorische Umstrukturierung in Einrichtungen

der stationären Altenpflege, 2004, S. 40.

[4] Vgl. Pötzsch, O., Sommer, B., Pressebroschüre des Statistischen Bundesamtes – Bevölkerung

Deutschlands bis 2050, 2003, S. 7.

[5] Vgl. Herold, E., Ambulante Pflege, 1999, S. 287.

[6] Vgl. Lüthy, A., Aktuelle Brennpunkte im Pflegemanagement, 1998, S. 72.

[7] Vgl. Herold, E., Ambulante Pflege, 1999, S. 288.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Altenpflege Quo Vadis - Neue Pflege- und Managementkonzepte in der Altenpflege
Hochschule
Fachhochschule Braunschweig / Wolfenbüttel; Standort Wolfenbüttel  (Fachbereich Gesundheitswesen)
Veranstaltung
Pflegeorganisation
Note
1,3
Autor
Jahr
2005
Seiten
19
Katalognummer
V58000
ISBN (eBook)
9783638523035
ISBN (Buch)
9783638932653
Dateigröße
530 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Altenpflege, Vadis, Neue, Pflege-, Managementkonzepte, Pflegeorganisation
Arbeit zitieren
Christian Hagedorn (Autor), 2005, Altenpflege Quo Vadis - Neue Pflege- und Managementkonzepte in der Altenpflege, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58000

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