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Interkulturelle Begegnung im Jugendtourismus

Titel: Interkulturelle Begegnung im Jugendtourismus

Magisterarbeit , 2000 , 179 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Wibke Rissling-Erdbrügge (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Empirische Kulturwissenschaften
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung

Seit dem Ende des zweiten Weltkriegs wurde in Mittel- und Westeuropa ein Prozeß in Gang gesetzt, der eine Integration der europäischen Nationen in ein gemeinsames Bündnis zum Ziel hat. Als Resultat sind über fünfzig Jahre nach Kriegsende heute eine Vielzahl von westeuropäischen Staaten und nach 1989 auch osteuropäischen Staaten in die Europäischen Gemeinschaft integriert bzw. stehen vor ihrer Aufnahme in das Bündnis.
Dementsprechend wird die nationale politische, wirtschaftliche und gesetzliche Ausrichtung der Mitglieder der Europäischen Gemeinschaft maßgeblich durch das Europäische Parlament und die ihm anhängenden Institutionen beeinflußt. So sei „...Europa gedacht als
Gemeinschaft der Demokratien, die ihre Interessen nach dem Prinzip der Integration ausgleichen und ihre Konflikte nach den Ordnungsregeln der Europäischen Union austragen.“ (Mester, Jens, 1998, S.9).
Dieser Prozeß des Zusammenwachsens dringt bis in die alltäglichen Lebensbereiche der europäischen Bürger vor. Angefangen bei einer multinationalen Warenpalette, die jedem zugänglich ist, bis hin zur Arbeitsmigration hat die europäische Integrationspolitik die
gesellschaftliche Realität verändert. Dabei spielt auch die touristische Mobilität, hervorgerufen durch Wohlstand und verstärkt durch offene Grenzen und verkehrstechnische Möglichkeiten eine wichtige Rolle in der Lebensgestaltung und in der Erfahrungswelt der
Bürger Europas.
Dementsprechend kann man feststellen, daß der einzelne europäische Bürger zunehmend direkt oder indirekt in Kontakt mit fremden Nationen und Kulturen tritt. Es stellt sich bei dieser Entwicklung aber die Frage, in wie weit die europäischen Gesellschaften und
europäischen Bürger tatsächlich in der Lage sind, miteinander zu kommunizieren und zu interagieren. Offensichtlich handelt es sich hier um ein Problem, denn Ausländerfeindlichkeit, Nationalismus und Separatismus sind in den letzten Jahren fortwährend Gegenstand politischer Konflikte und öffentlicher Diskussion in Europa.
„Nationalismus als politische Orientierung scheint uns zum Teil der -untaugliche- Versuch zu sein, die zunehmenden internationalen Probleme durch nationalistische Ein- und Ausgrenzung oder durch expansiven Nationalismus zu ‘lösen’, nach dem Motto ‘rette sich wer kann’.“ (Held, Josef, u.a., 1993, S.1)
[...]

Leseprobe


1. Einleitung

2. Forschungsziel und Aufbau

3. Forschungsstand

4. Zentrale Begrifflichkeiten

4.1. Kultur

4.2. Kulturelle Standards

4.3. Kulturelle Gruppe

4.4. Interkulturelle Begegnung

4.5. Interkulturelle Kommunikation

4.6. Interkulturelles Lernen

4.7. Kulturelle und nationale Identität

5. Elemente einer erfolgreichen interkulturellen Begegnung und Faktoren des europäischen Jugendkontaktes

5.1. Vorerfahrungen

5.2. Rolle der Vorurteile und Stereotype

5.3. Die Bedeutung von Gruppenprozessen

5.4. Motiv und Ziel bei der Initiirung des interkulturellen Konnex

5.5. Anforderungen an eine effektive Begegnungssituation

5.6. Ausstrahlungseffekte

6. Das Exmouth International Project als jugendtouristisches Begegnungsprogramm

6.1. Die Idee

6.2. Die Umsetzung am Beispiel der Sommersaison 1999

7. Einordnung des E.I.P. im Kontext zum nichtkommerziellen Jugendaustausch

8. Methodik der Erhebung

9. Einordnung der Zielgruppe

10. Determination der europäischen Kompetenz im Jugendkonakt. Darstellung der Befragungsergebnisse

10.1. Kommunikationsbereitschaft

10.2. Kommunikationserfahrungen

10.2.1. Kommunikationserfahrungen im zwischenmenschlichen Dialog und Fremdsprachenkenntnisse

10.2.2. Einfluß der Stereotype und Vorurteile auf die intereuropäische Kommunikation

10.3. Praktische Kommunikationsfähigkeiten

10.4. Interesse an der Fortführung der erlebten intereuropäischen Kommunikation und an weiteren Jugendbegegnungen

10.5. Unterstützende Rahmenbedingungen für die intereuropäische Kommunikation

11. Interpretation und Einordnung der Untersuchungsergebnisse

11.1. Kommunikationsbereitschaft

11.2. Kommunikationserfahrungen

11.3. Praktische Kommunikationsfähigkeiten

11.4. Interesse an der Fortführung der erlebten intereuropäischen Kommunikation und an weiteren Jugendbegegnungen

11.5. Unterstützende Rahmenbedingungen für die intereuropäische Kommunikation

12. Beurteilung der Effektivität des E.I.P. als jugendtouristisches Begegnungsprogramm

13. Beurteilung der Kompetenz der deutschen TeilnehmerInnen im intereuropäischen Jugendkontakt

14. Abschließende Bemerkung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie kompetent deutsche Jugendliche im intereuropäischen Kontakt sind, insbesondere im Kontext des kommerziellen Exmouth International Project (E.I.P.). Ziel ist es, die interkulturelle Kommunikation innerhalb eines freiwilligen, jugendtouristischen Rahmens zu analysieren und zu bewerten.

  • Interkulturelle Kommunikation und Lernen
  • Sozialpsychologische Grundlagen interkultureller Begegnungen
  • Rolle von Medien und Subkulturen bei Jugendlichen
  • Vergleich von kommerziellen und nichtkommerziellen Austauschprogrammen
  • Einfluss von Rahmenbedingungen auf den Kontakt

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung von Gruppenprozessen

„Definiert sich der [interkulturelle] Kontakt über die Gruppenmitgliedschaft, besteht die Tendenz, daß die Intergruppenbegegnung von stereotypisierter Wahrnehmung und Verhalten bestimmt ist.“ (Held, Josef, u.a., 1993, S. 25). In den Kapiteln 4.1. bis 4.3. wurde darauf eingegangen, daß das Individuum innerhalb seiner Kultur verhaftet ist, und seine Handlungen durch Kulturstandards determiniert werden. Desweiteren ist der Einzelne durch seine bisherigen sozialen Erfahrungen, seine aktuellen sozialen Bezugssysteme und seine Erwartungen an die zukünftige Gestaltung sozialer Beziehungen beeinflußt. Das bedeutet, sein Handeln ist limitiert. Dennoch nimmt sich jeder selbst als frei handelndes Wesen wahr. So ist das persönliche Handeln und Denken durch das Ich, durch die kulturellen Standards und durch die soziale Gruppe beeinflußt, wobei alle drei Faktoren im Wechselspiel zueinander stehen (vgl. auch Thomas, Alexander, Grundriß der Sozialpsychologie, Band II., 1992).

„Die Unterteilung der sozialen Umwelt in Personen und Gruppen, die ‘dazugehören’ und solche, die ‘nicht dazugehören’, durch den Prozeß der sozialen Kategorisierung dient der schnellen und zuverlässigen Orientierung in einer komplexen sozialen Umwelt und der Entwicklung eines Gefühls der sozialen Zugehörigkeit und stärkt damit die soziale Identität.“ (Thomas, Alexander, Grundriß der Sozialpsychologie, Band II., 1992, S. 231).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtet den europäischen Integrationsprozess und die daraus resultierende Notwendigkeit der interkulturellen Kommunikation bei Jugendlichen.

2. Forschungsziel und Aufbau: Definiert die Leitfrage und beschreibt die methodische Vorgehensweise sowie die fünf Analyseeinheiten der Untersuchung.

3. Forschungsstand: Gibt einen Überblick über die wissenschaftliche Austauschforschung und die Rolle des Tourismus im interkulturellen Kontext.

4. Zentrale Begrifflichkeiten: Klärt die theoretischen Grundlagen wie Kultur, kulturelle Standards und Identität.

5. Elemente einer erfolgreichen interkulturellen Begegnung und Faktoren des europäischen Jugendkontaktes: Analysiert die Einflussfaktoren auf den Erfolg interkultureller Kontakte bei Jugendlichen.

6. Das Exmouth International Project als jugendtouristisches Begegnungsprogramm: Beschreibt das E.I.P. und dessen Umsetzung in der Sommersaison 1999.

7. Einordnung des E.I.P. im Kontext zum nichtkommerziellen Jugendaustausch: Vergleicht das kommerzielle Projekt mit traditionellen Austauschprogrammen.

8. Methodik der Erhebung: Detailliert die Feldforschung, das problemzentrierte Interview und die Auswertungsmethoden nach Mayring.

9. Einordnung der Zielgruppe: Charakterisiert die befragten 25 deutschen Jugendlichen soziologisch.

10. Determination der europäischen Kompetenz im Jugendkonakt. Darstellung der Befragungsergebnisse: Präsentiert die gewonnenen Interviewdaten zu den fünf Analyseeinheiten.

11. Interpretation und Einordnung der Untersuchungsergebnisse: Interpretiert die Ergebnisse bezüglich der Kommunikationsbereitschaft und -fähigkeit.

12. Beurteilung der Effektivität des E.I.P. als jugendtouristisches Begegnungsprogramm: Bewertet den Erfolg des Projektes hinsichtlich quantitativer und qualitativer Aspekte.

13. Beurteilung der Kompetenz der deutschen TeilnehmerInnen im intereuropäischen Jugendkontakt: Fasst die Kompetenzentwicklung der Jugendlichen zusammen.

14. Abschließende Bemerkung und Ausblick: Resümiert die Arbeit und gibt Empfehlungen für zukünftige Projekte.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Jugendtourismus, Exmouth International Project, Jugendaustausch, Europäische Identität, Kulturelle Standards, Stereotype, Vorurteile, Gruppenprozesse, Soziale Identität, Feldstudie, Kommunikationskompetenz, Interkulturelles Lernen, Tourismusforschung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptthema der Arbeit?

Die Arbeit untersucht die interkulturelle Begegnung von deutschen Jugendlichen in einem kommerziellen, jugendtouristischen Programm.

Welche Ziele verfolgt die Untersuchung?

Es soll geklärt werden, wie kompetent deutsche Jugendliche im intereuropäischen Kontakt agieren und inwieweit das E.I.P. diesen Austausch fördert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine deskriptive Feldforschung mit 25 problemzentrierten Interviews durchgeführt, die qualitativ inhaltsanalytisch ausgewertet wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Themen zählen interkulturelle Kommunikation, Gruppenprozesse unter Jugendlichen, Stereotype und der Einfluss von touristischen Rahmenbedingungen auf zwischenmenschliche Kontakte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Neben den theoretischen Begrifflichkeiten und dem Forschungsstand bildet die Auswertung der 25 Interviews das Kernstück, gefolgt von einer Beurteilung der Projekt-Effektivität.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind u.a. Interkulturelle Kompetenz, E.I.P., Gruppenidentität, Stereotypenbildung und Jugendaustausch.

Wie unterscheidet sich das E.I.P. von klassischen Austauschprogrammen?

Das E.I.P. ist kommerziell, marktorientiert und bietet freien Zugang ohne staatliche Förderung, während klassische Austauschprogramme oft institutionell gebunden sind.

Welche spezifischen Hemmnisse identifiziert die Autorin?

Die Autorin stellt fest, dass die homogene Unterbringung in nationalen Gruppen und Sprachbarrieren den direkten interkulturellen Austausch oft erschweren.

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Details

Titel
Interkulturelle Begegnung im Jugendtourismus
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,5
Autor
Wibke Rissling-Erdbrügge (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
179
Katalognummer
V581
ISBN (eBook)
9783638103916
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Interkulturelle Begegnung Jugendtourismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Wibke Rissling-Erdbrügge (Autor:in), 2000, Interkulturelle Begegnung im Jugendtourismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/581
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