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Kafkas Tagebücher - Realität und phantastische Weltsicht

Titel: Kafkas Tagebücher - Realität und phantastische Weltsicht

Hausarbeit , 2005 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Julia Rosenberger (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Folgenden Arbeit wird als Einstieg in die Thematik das Tagebuch aus literaturwissenschaftlicher Sicht beleuchtet. In diesem Zusammenhang wird der Versuch einer historischen Annährung sowie der Benennung einiger Merkmale des Tagebuchs als Gattung unternommen. Der zweite Teil der Arbeit richtet den Blick auf die Tagebücher Kafkas und untersucht den Aspekt der Realität und der phantastischen Weltsicht. Hierfür werden Texttypen ausgewählt, die für Kafkas diaristische Arbeit repräsentativ sind, wie zum Beispiel literarische Textentwürfe, Träume oder selbstreflexive Abschnitte. Dabei wird auch auf seine Sprache eingegangen, die sowohl in seinen Tagebüchern als auch in seinem restlichen literarischen Werk den traumhaft-phantastischen Effekt miterzielt. Im Schlussteil soll nun versucht werden, die Tagebücher in den historischen Verlauf und die Merkmalsbestimmung einzubetten. Ebenso soll eine kurze Zusammenfassung des zweiten Teils Bestandteil des Schlussteils werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Das Tagebuch aus Literaturwissenschaftlicher Sicht

1.1 Die Geschichte des Tagebuchs

1.2 Von der Schwierigkeit einer Definition

1.2.1 Das Tagebuch als reflexive Gattung

2. Kafkas Tagebücher

2.1 Der Aufbau der Tagebücher

2.2.1 Der Traum im Tagebuch

2.2.2 Kafka als Beobachter und seine Detailbeschreibungen

2.2.3 Das Tagebuch als Werkstatt

2.2.4 Selbstreflexion

2.2.5 Die Sprache Kafkas

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Tagebuch als literarische Gattung und analysiert vertiefend die Tagebücher Franz Kafkas im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen Realität und phantastischer Weltsicht.

  • Historische Einordnung des Tagebuchs als literarische Form.
  • Untersuchung von Kafkas Tagebüchern als Mischform aus Reflexion und Fiktion.
  • Analyse spezifischer Textsorten wie Träume und Beobachtungsprotokolle.
  • Betrachtung der Sprache und Stilmittel als Ausdruck von Identität und Weltsicht.
  • Verhältnis zwischen dem Ich im Tagebuch und dem realen Autor.

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Kafka als Beobachter und seine Detailbeschreibungen

„22. Oktober 1913 Gestrige Beobachtung. Die für mich passendste Situation: Einem Gespräch zweier Leute zuhören, die eine Angelegenheit besprechen, die sie nahe angeht, während ich an ihr nur einen ganz fernen Anteil habe, der über dies vollständig selbstlos ist.“

In Kafkas Beobachtungsweise zeigt sich die Ambivalenz seines „Verlangen[s] nach Gemeinsamkeit“ und „dem Wunsch nach Distanz“. In dieser Lage hat er den für sich perfekten Platz gefunden. So ist er der Verantwortung gegenüber seinen Mitmenschen enthoben und kann gleichzeitig am Leben so teilhaben, wie ein „Theaterbesucher“ Anteil an einem Theaterstück nimmt.

In der Beobachtung versucht Kafka Zugang zu seinen Mitmenschen zu bekommen: „[…] man glaubt unter ihre Augenlider mit dem Blick zu kommen, wenn man zuerst vorsichtig die Wangen entlangschaut und dann sich klein machend hineinschlüpft […]“

Besonders die Augen scheinen für Kafka eine große Bedeutung zu haben, denn im Blick mischen sich Statik und Bewegung. Das innere Gefühlsleben erfährt seinen Ausdruck im Blick, er setzt Menschen zueinander in Beziehung, lässt den Ruhezustand eines Gesichts in Bewegung aufgehen, lässt „einen Gesichtsausdruck sprechend werden […]“. Aus dem beobachteten Teil wird ein Ausdruck des Ganzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Tagebuch aus Literaturwissenschaftlicher Sicht: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Entwicklung der Gattung Tagebuch und erörtert die theoretische Schwierigkeit, eine eindeutige Definition für dieses literarische Format zu finden.

2. Kafkas Tagebücher: Dieser Hauptteil analysiert Kafkas spezifische diaristische Arbeit, indem er verschiedene Textsorten wie Träume, Beobachtungen und Selbstreflexionen untersucht und deren Bedeutung für seine literarische Sprache sowie die Vermischung von Realität und Fiktion herausstellt.

Schlüsselwörter

Franz Kafka, Tagebuch, Diaristik, Literaturwissenschaft, Selbstreflexion, Traumdeutung, Identität, Phantastik, Realität, Erzähltechnik, Beobachtung, Sprachanalyse, Moderne, Fiktionalität, Schreibprozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der literaturwissenschaftlichen Untersuchung von Tagebüchern, mit einem besonderen Fokus auf die Tagebücher von Franz Kafka.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Gattungsgeschichte des Tagebuchs, die Rolle der Selbstreflexion, die Bedeutung von Träumen sowie die spezifische Sprache und Beobachtungstechnik bei Kafka.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Kafkas Tagebücher hinsichtlich ihres Realitätsbezugs und ihrer phantastischen Weltsicht zu analysieren und zu zeigen, wie Kafka literarische Elemente in seine persönlichen Aufzeichnungen integriert.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die historische Einordnungen mit der Untersuchung ausgewählter diaristischer Texttypen (Träume, Beobachtungen) kombiniert.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Analyse der Gattung Tagebuch und eine detaillierte Untersuchung verschiedener Textsorten in Kafkas Tagebüchern.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Diaristik, Selbstreflexion, Identität, Literarisierung und die Vermischung von Realität und Fiktion beschreiben den Kern der Untersuchung.

Warum spielt die Beobachtung von Händen und Augen in Kafkas Tagebüchern eine besondere Rolle?

Für Kafka sind diese körperlichen Details Indizien für die innere Verfassung einer Person, da sie für ihn den "objektiven Gehalt" eines Moments widerspiegeln und als Grundlage für seine fiktionalen Figuren dienen.

Inwiefern beeinflusst der Akt des Schreibens Kafkas Selbstverständnis?

Das Tagebuch dient Kafka als Mittel zur Disziplinierung und zur Konfrontation mit dem Ich, wobei er versucht, durch die "unbedingte Genauigkeit" der Sprache eine klare Ordnung in seine Wahrnehmungen zu bringen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kafkas Tagebücher - Realität und phantastische Weltsicht
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,7
Autor
Julia Rosenberger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
21
Katalognummer
V58301
ISBN (eBook)
9783638525374
ISBN (Buch)
9783656814610
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kafkas Tagebücher Realität Weltsicht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Rosenberger (Autor:in), 2005, Kafkas Tagebücher - Realität und phantastische Weltsicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58301
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Leseprobe aus  21  Seiten
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