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Praktikumsbericht: Landesfilmdienst Thüringen e.V. - Zentrum für Medienkompetenz und Service

Title: Praktikumsbericht: Landesfilmdienst Thüringen e.V. - Zentrum für Medienkompetenz und Service

Internship Report , 2005 , 29 Pages

Autor:in: Astrid Schäfer (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Summary Excerpt Details

Medien repräsentieren einen Kulturbereich und sind zu einer wichtigen Sozialisationsinstanz geworden. In diesem Zusammenhang ist ganz klar, dass die Prozesse der Mediensozialisation zunehmend pädagogisch bedeutsam werden. In der Literatur wird heute vielfach vom Aufwachsen in Medienwelten gesprochen, was im Wesentlichen den Tatbestand abbildet, dass die Welterfahrung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig von der Medienvielfalt im Alltag geprägt und strukturiert wird. Kennzeichnend für die Alltagsmedienwelt ist, dass insbesondere das Buch - als eines der ersten Medien nach allgemeinem Verständnis - heute stark in den Hintergrund getreten ist, während Fernsehen und Computerspiele deutlich dominieren. Hinsichtlich dieser Tatsache, habe ich die Medien Buch (genau: literarischer Text) und Film zum zentralen Gegenstand meines Praktikums im Landesfilmdienst Thüringen e.V. gemacht. Der leitende Gedanke dabei war, ein Projekt für Jugendliche zu entwickeln, das die Verbindung von Film und Buch aufschlüsselt und damit einen anderen Blick auf das `gemiedene Medium´ zulässt. Die Grundlage für dieses Projekt ist die Filmanalyse und das Konzept des Creative Writing. Während ersteres ein etablierter Bestandteil der rezeptiven und aktiven Medienarbeit ist, ist letzteres überwiegend separat - außerhalb der medienpädagogischen Arbeit - anzutreffen. Meines Erachtens liegt darin ein großes Defizit, denn wenn auch Medienerziehung und Mediensozialisation deutlich von einander zu trennen sind, beeinflussen sie sich dennoch gegenseitig. So beschreibt Mediensozialisation die (positiven und negativen) Effekte von Medien, die sich „hinter dem Rücken der Subjekte ungewollt einstellen“ und Medienerziehung „das pädagogische Handeln, das zur richtigen, d.h. kritisch-reflexiven Aneignung der Medien anleiten soll“. Betrachtet man nun den Fakt, dass sich das medienerzieherische Bemühen hauptsächlich auf die neuen bzw. elektronischen Medien konzentriert, so wird klar, dass sich ein entsprechendes Sozialisationsumfeld entwickelt. Es ist demnach durchaus verständlich, dass das Buch - als Unterhaltungsmedium - zunehmend aus dem Sichtfenster der Jugend rückt. Interessanter Weise lässt sich diese Tatsache nicht auf das Lesen allgemein beziehen, da als eine Folge der regen Internetnutzung nicht mehr zu bezweifeln ist, dass Kinder und Jugendliche mehr lesen als je zuvor. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. MEDIENPÄDAGOGIK ALS BERUFSFELD

2.1 Der Landesfilmdienst Thüringen e.V. – Zentrum für Medienkompetenz und Service

2.1.1 Der Verein

2.1.2 Konzept und Ziele

2.1.3 Angebote und Projekte

3. TÄTIGKEIT WÄHREND DES PRAKTIKUMS

3. 1 Konzipierung eines eigenständigen Projektes

4. WISSENSCHAFTLICHE AUSARBEITUNG ZUM THEMA: Rezeptive und aktive Medienarbeit

4.1 Rezeptive und aktive Medienarbeit

4.2 Die Kombination rezeptiver und aktiver Medienarbeit im Projekt „Literarisches Schreiben: Geschichten erzählen in Text und Film“

4.2.1 Grundlagen: Filmanalyse und literarisches Schreiben

4.2.1.1 Filmanalyse

4.2.1.2 Literarisches Schreiben

4.2.2 Das Projekt

5. RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein medienpädagogisches Projekt für Jugendliche zu entwickeln, das die theoretischen Ansätze der Filmanalyse mit kreativen Methoden des literarischen Schreibens (Creative Writing) verknüpft, um eine kritische Medienkompetenz zu fördern. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie die Verbindung von rezeptiver und aktiver Medienarbeit dazu beitragen kann, den Stellenwert von literarischen Texten gegenüber filmischen Medien bei Jugendlichen neu zu bewerten und deren Ausdrucksfähigkeit zu stärken.

  • Mediensozialisation und die Bedeutung von Medien im Jugendalter
  • Strukturen und Problemfelder der Medienpädagogik als Berufsfeld
  • Methodik der Filmanalyse und Einsatzbereiche im pädagogischen Kontext
  • Ansätze des Creative Writing zur Förderung der Textproduktion
  • Konzeption und praktische Umsetzung eines medienpädagogischen Workshops

Auszug aus dem Buch

1. EINLEITUNG

Medien repräsentieren einen Kulturbereich und sind zu einer wichtigen Sozialisationsinstanz geworden. In diesem Zusammenhang ist ganz klar, dass die Prozesse der Mediensozialisation zunehmend pädagogisch bedeutsam werden. In der Literatur wird heute vielfach vom Aufwachsen in Medienwelten gesprochen, was im Wesentlichen den Tatbestand abbildet, dass die Welterfahrung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig von der Medienvielfalt im Alltag geprägt und strukturiert wird. Kennzeichnend für die Alltagsmedienwelt ist, dass insbesondere das Buch – als eines der ersten Medien nach allgemeinem Verständnis – heute stark in den Hintergrund getreten ist, während Fernsehen und Computerspiele deutlich dominieren.

Hinsichtlich dieser Tatsache, habe ich die Medien Buch (genau: literarischer Text) und Film zum zentralen Gegenstand meines Praktikums im Landesfilmdienst Thüringen e.V. gemacht. Der leitende Gedanke dabei war, ein Projekt für Jugendliche zu entwickeln, das die Verbindung von Film und Buch aufschlüsselt und damit einen anderen Blick auf das `gemiedene Medium´ zulässt. Die Grundlage für dieses Projekt ist die Filmanalyse und das Konzept des Creative Writing. Während ersteres ein etablierter Bestandteil der rezeptiven und aktiven Medienarbeit ist, ist letzteres überwiegend separat – außerhalb der medienpädagogischen Arbeit – anzutreffen. Meines Erachtens liegt darin ein großes Defizit, denn wenn auch Medienerziehung und Mediensozialisation deutlich von einander zu trennen sind, beeinflussen sie sich dennoch gegenseitig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung stellt die Bedeutung der Mediensozialisation dar und leitet die Notwendigkeit ab, die Verbindung zwischen literarischen Texten und Film im pädagogischen Kontext durch ein neues Projekt zu untersuchen.

2. MEDIENPÄDAGOGIK ALS BERUFSFELD: Dieses Kapitel erörtert die strukturellen und beruflichen Herausforderungen der Medienpädagogik, wie mangelnde Anerkennung und heterogene Qualifikationsprofile, und stellt den Landesfilmdienst Thüringen e.V. als Praxisbeispiel vor.

3. TÄTIGKEIT WÄHREND DES PRAKTIKUMS: Die Autorin beschreibt ihre praktische Arbeit im Landesfilmdienst, die sich primär auf die Konzeption und Planung eines Workshops zur Verbindung von Filmanalyse und literarischem Schreiben konzentrierte.

4. WISSENSCHAFTLICHE AUSARBEITUNG ZUM THEMA: Rezeptive und aktive Medienarbeit: Dieser umfangreiche Hauptteil reflektiert theoretische Konzepte der Medienarbeit, erläutert detailliert Methoden der Filmanalyse sowie des Creative Writing und begründet die Kombination dieser Ansätze im entwickelten Projekt.

5. RESÜMEE: Das Resümee zieht eine positive Bilanz des Praktikums, wobei die Anwendung theoretischer Fächerkenntnisse in der praktischen medienpädagogischen Arbeit hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Medienpädagogik, Mediensozialisation, Medienkompetenz, Filmanalyse, Creative Writing, literarisches Schreiben, Projektarbeit, Jugendbildung, Landesfilmdienst, Medienrezeption, aktive Medienarbeit, rezeptive Medienarbeit, Textproduktion, Mediennutzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit reflektiert die medienpädagogische Arbeit im Landesfilmdienst Thüringen und dokumentiert die Konzeption eines Projekts, das die Analyse von Filmen mit der aktiven Produktion literarischer Texte verknüpft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Mediensozialisation, die theoretischen Hintergründe der Filmanalyse sowie Methoden des Creative Writing zur Förderung der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Jugendlichen durch die Kombination von Filmanalyse und kreativem Schreiben einen neuen, kritischen Zugang zu literarischen Texten zu ermöglichen und sie mit dem Handwerkszeug der Textgestaltung vertraut zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse medienpädagogischer Standards und überträgt diese Erkenntnisse in ein konzeptionelles Modell für die pädagogische Projektarbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Unterscheidung zwischen rezeptiver und aktiver Medienarbeit sowie in die detaillierte Vorstellung eines Workshop-Programms zur Verknüpfung von Literatur und Film.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Medienkompetenz, Filmanalyse, Creative Writing, Mediensozialisation und Projektarbeit.

Wie genau werden Filmsequenzen im Workshop analysiert?

Die Analyse erfolgt nicht anhand traditioneller filmanalytischer Standards, sondern durch den Einsatz spezifischer theoretischer Bausteine, die den Schülern auch für die eigene Textproduktion vermittelt werden.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Film und literarischem Text für die Autorin wichtig?

Die Autorin möchte der Auffassung entgegenwirken, dass Literatur ein veraltetes Medium sei, und stattdessen die analogen und komplementären Erzählstrukturen beider Medien verdeutlichen.

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Details

Title
Praktikumsbericht: Landesfilmdienst Thüringen e.V. - Zentrum für Medienkompetenz und Service
College
http://www.uni-jena.de/  (Erziehungswissenschaft)
Course
Institut für Erziehungswissenschaft
Author
Astrid Schäfer (Author)
Publication Year
2005
Pages
29
Catalog Number
V58393
ISBN (eBook)
9783638526012
ISBN (Book)
9783656791720
Language
German
Tags
Praktikumsbericht Landesfilmdienst Thüringen Zentrum Medienkompetenz Service Institut Erziehungswissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Astrid Schäfer (Author), 2005, Praktikumsbericht: Landesfilmdienst Thüringen e.V. - Zentrum für Medienkompetenz und Service, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58393
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