Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Analyse des Nachhaltigkeitsberichts der AUDI AG von 2016. Zunächst wird das Unternehmen kurz beschrieben, bevor auf die Stakeholder, die unternehmerische und die gesellschaftliche Verantwortung eingegangen wird.
Der Automobilhersteller Audi gilt seit Jahren als eines der erfolgreichsten Unternehmen im Premiumsektor. Seit Januar 2007 führt Prof. Rupert Stadler das Unternehmen mit dessen weltweit mehr als 88.000 Mitarbeitern. Die deutschen Produktionsstandorte Ingolstadt und Neckarsulm sowie die Produktionsstätten in Ungarn, Belgien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Russland, der Slowakei und in Spanien gehören zum weltweiten Verbund der Produktionsstandorte des Konzerns. Als 100-prozentige Tochtergesellschaft von Audi gilt die Automibili Lamborghini S.p.A..
Die Unternehmensform von Audi ist eine Aktiengesellschaft (AG). Die Volkswagen AG besitzt dabei 99,55 Prozent des Aktienkapitals. Der Umsatzerlös entwickelte sich von 2014 mit 53,8 Mio. Euro auf 59,3 Mio. Euro im Jahr 2016. Zudem stiegen die Auslieferungen des Konzerns an Kunden von 1.933.517 Automobilen im Jahr 2014 auf 2.088.187 im Jahr 2016 an.
Das Thema Nachhaltigkeit stellt einen zentralen Bereich dar, der von Audi auf vielen Ebenen vorangetrieben und diskutiert wird. Daraus resultiert das Ziel, gemeinsam mit den Mitarbeitern, den Partnern, mit der Politik, wie auch mit der Öffentlichkeit, nachhaltige Lösungen in allen Bereichen der Automobilbranche von Audi zu entwickeln.
Inhaltsverzeichnis
1. Kurzbeschreibung des Unternehmens
2. Grundlegende Ausrichtung unternehmerischer Verantwortung
3. Stakeholder-Analyse und -dialog
4. Wie ist die gesellschaftliche Verantwortung organisiert?
5. Kernthemen gesellschaftlicher Verantwortung
6. Gesellschaftliche Wirkungen
7. Konsistenz des Berichts
8. Externe Informationen
9. Resümee und Einordnung, Empfehlungen
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Hausarbeit analysiert den Nachhaltigkeitsbericht 2016 der AUDI AG kritisch unter Berücksichtigung der unternehmerischen Verantwortung, der Stakeholder-Einbindung sowie der Einhaltung ethischer Standards und ökologischer Ziele im Kontext der Dieselaffäre.
- Unternehmensstrategie und Nachhaltigkeitsmanagement der AUDI AG
- Struktur des Stakeholder-Dialogs und der gesellschaftlichen Verantwortung
- Anwendung des CSR-Reifegradmodells nach Andreas Schneider
- Kritische Reflexion der Diskrepanz zwischen Nachhaltigkeitszielen und Abgasmanipulationen
Auszug aus dem Buch
3. Stakeholder-Analyse und -dialog
An den Interessen und Bedürfnissen der Stakeholder richtet die Audi AG ihre unternehmerischen Entscheidungen aus. Durch die Erwartungen dieser kann auch das Nachhaltigkeitskonzept des Unternehmens weiterentwickelt werden. Explizit genannte Stakeholder-Gruppen sind die Folgenden:
Mitarbeiter des Unternehmens
Gemeinnützige Organisationen aus unterschiedlichen Bereichen (Bildung, Kultur, Gesellschaft, Soziales, Umwelt und Wissenschaft)
Geschäftspartner und Investoren
Vertreter von Medien und Nachhaltigkeitsexperten
Vertreter von Behörden, Gewerkschaften, Politik und Verbänden, Nachbarn und Kommunen an den Standorten des Unternehmens
Kunden.
Das Unternehmen strebt einen direkten Kontakt zu dessen Stakeholdern an. So will Audi diese aktiv einbinden und durch eine Vielzahl von kommunikativen Ansätzen mit ihnen im Austausch stehen. Dabei zählen Stakeholder-Konferenzen wie das Audi-Stakeholder-Forum, Multi-Stakeholder-Veranstaltungen, Befragungen und Dialoge sowie Einzelgespräche zu den wichtigen Instrumenten, um die verschiedenen Stakeholder aktiv einzubeziehen und mit ihnen zu kommunizieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kurzbeschreibung des Unternehmens: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Konzernstruktur, Produktionsstandorte und die strategischen Nachhaltigkeitsziele der AUDI AG bis zum Jahr 2025.
2. Grundlegende Ausrichtung unternehmerischer Verantwortung: Hier wird die Unternehmensphilosophie beleuchtet, die auf einem werteorientierten Führungsleitbild und transparenten Compliance-Strukturen basiert.
3. Stakeholder-Analyse und -dialog: Das Kapitel beschreibt, wie Audi durch verschiedene Formate wie Foren und Befragungen einen aktiven Austausch mit Anspruchsgruppen pflegt, um die Unternehmensstrategie weiterzuentwickeln.
4. Wie ist die gesellschaftliche Verantwortung organisiert?: Es wird erläutert, wie Zuständigkeiten innerhalb des Vorstands verteilt sind und welche Instrumente wie der Code of Conduct für ethisches Verhalten sorgen.
5. Kernthemen gesellschaftlicher Verantwortung: Dieses Kapitel ordnet Audis Aktivitäten in die sieben Kernpunkte der ISO26000 ein, wobei der Fokus besonders auf Umweltzielen und Arbeitsbedingungen liegt.
6. Gesellschaftliche Wirkungen: Der Fokus liegt hier auf dem Nachhaltigkeits-Rating für Lieferanten und dem Beitrag des Unternehmens zur Mobilität der Zukunft.
7. Konsistenz des Berichts: Hier wird kritisch hinterfragt, inwiefern die im Nachhaltigkeitsbericht 2016 kommunizierten Ziele mit der tatsächlichen Performance, insbesondere bei Emissionen, übereinstimmen.
8. Externe Informationen: Dieses Kapitel fasst die Prüfungsergebnisse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers zum Nachhaltigkeitsbericht zusammen.
9. Resümee und Einordnung, Empfehlungen: Abschließend wird Audi mittels des CSR-Reifegradmodells von Schneider bewertet und es werden Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Kommunikation und Stakeholder-Integration gegeben.
Schlüsselwörter
AUDI AG, Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Social Responsibility, CSR-Reifegradmodell, Stakeholder-Dialog, Unternehmensethik, Umweltstrategie, Compliance, Abgasaffäre, Nachhaltigkeitsmanagement, ISO26000, Unternehmensführung, Emissionswerte, gesellschaftliche Verantwortung, Automobilindustrie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit analysiert kritisch den Nachhaltigkeitsbericht 2016 der AUDI AG unter dem Aspekt der tatsächlichen unternehmerischen Verantwortung und ethischen Integrität.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Zentrale Themen sind die Unternehmensstrategie, die Stakeholder-Kommunikation, das Umweltmanagement sowie die soziale Verantwortung und Arbeitsbedingungen bei Audi.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Nachhaltigkeitsleistungen von Audi durch eine externe Bewertung (CSR-Reifegradmodell) einzuordnen und mit den tatsächlichen Herausforderungen des Unternehmens abzugleichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Der Autor verwendet eine deskriptive Analyse auf Basis des Nachhaltigkeitsberichts und wendet das theoretische CSR-Reifegradmodell nach Andreas Schneider an, um Audi zu bewerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der internen Strukturen, des Stakeholder-Dialogs, der Anwendung von CSR-Kernpunkten und einer kritischen Auseinandersetzung mit der Berichtskonsistenz.
Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Nachhaltigkeit, CSR, AUDI AG, Stakeholder-Einbindung, Unternehmensführung, Ethik und Emissionsskandal.
Wie bewertet der Verfasser die Position von Audi im CSR-Reifegradmodell?
Der Autor stuft Audi zwischen den Stufen CSR 2.0 und CSR 3.0 ein, weist jedoch darauf hin, dass die Abgasmanipulationen die Glaubwürdigkeit erheblich einschränken.
Welche konkrete Empfehlung spricht der Autor für die Stakeholder-Kommunikation aus?
Der Autor empfiehlt, die Intervalle der Stakeholder-Konferenzen von zwei Jahren auf jährlich oder halbjährlich zu verkürzen, um schneller auf kritische Themen reagieren zu können.
- Quote paper
- Max Bachl-Staudinger (Author), 2018, Unternehmerische und gesellschaftliche Verantwortung im Nachhaltigkeitsbericht der AUDI AG von 2016, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/588139