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Begleitung der emotionalen Entwicklung von Kindern in Bezug auf Wut und Aggressionen

Title: Begleitung der emotionalen Entwicklung von Kindern in Bezug auf Wut und Aggressionen

Diploma Thesis , 2017 , 47 Pages , Grade: ohne Note

Autor:in: Melanie Bouvard (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Summary Excerpt Details

Der erste Theorieteil geht auf die Entstehung, Entwicklung und Regulation von Emotionen ein. Das Thema wird über verschiedene Fachexperten und eine Metastudie beleuchtet. Der zweite Theorieteil befasst sich mit dem Umgang mit negativen Emotionen. Der letzte Teil beinhaltet den Transfer der Theorie in die Praxis, wobei die Erkenntnisse aus beiden Theorien mit dem Fallbeispiel verbunden werden.

Das so gewonnene Wissen wird in die Praxis als Mütter- und Väterberaterin transferiert. Als ein gutes Hilfsmittel haben sich dabei auch Bilderbücher erwiesen, die Eltern mit ihren Kindern anschauen können und die den Umgang mit schwierigen Gefühlen wie Wut, Trauer, Eifersucht etc. thematisieren. Eine Liste mit Empfehlungen findet sich im Anhang.

Erst die Gefühle geben dem Leben eine gewisse Würze. Sie steuern unser tägliches Erleben und Verhalten. Sie sind notwendig und nützlich, denn sie helfen uns, in Sekundenschnelle eine Situation aus dem "Bauch" einzuschätzen und entsprechend schnell darauf zu reagieren.

Wer kann sich schon nicht an seine erste Liebe erinnern, mit all der positiven Energie, der wohligen Wärme, Aufregung und Glücksgefühlen? Irgendwann kam es aber bei den Meisten zum Liebeskummer, zur Trennung mit Emotionen wie Verlust, Trauer, Wut, Schmerz oder Eifersucht. Um genau diese negativen Gefühle geht es in dieser Arbeit.

Wie haben wir gelernt, mit ihnen umzugehen? Was braucht es, um angemessen mit Emotionen umgehen zu können, eine zentrale Kompetenz, die Kinder und Jugendliche im Laufe ihrer Entwicklung lernen müssen? Und welche Rolle spielen die Eltern für die Entwicklung dieser Kompetenz? In der Psychologie wird diese Fähigkeit Emotionsregulation genannt. Zum Beispiel haben Kinder mit aggressiven Verhaltensauffälligkeiten oft besondere Schwierigkeiten, mit den Gefühlen Wut und Frustration umzugehen.

Welche Eltern kennen nicht die Situation, in der ihr sonst so liebes Kind urplötzlich einem anderen Kind die Sandkastenschaufel aus der Hand reißt und diese dem anderen Kind eventuell gar um die Ohren schlägt. Oder der Moment, wenn sich das Kind im Einkaufsladen wegen einem "Nein" bei den Süßigkeiten an der Kasse auf den Boden wirft. Oder ein vom Kindergarten entnervtes Kind zu Hause in Empfang nimmt und all die Wut zu spüren bekommt?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Begründung der Themenwahl

2. Ausgangslage und Anliegen der Mutter

3. Situationsanalyse nach dem Calgary Familien-Assessment-Modell

3.1 Strukturelles Assessment

3.1.1 Interne Struktur

3.1.2 Externe Struktur

3.1.3 Kontext der Familie

3.2 Assessment der Entwicklung

3.2.1 Stadien

3.2.2 Aufgaben

3.2.3 Beziehung

3.3 Funktionales Assessment

3.3.1 Instrumentell

3.3.2 Expressiv

3.4 Stärken und Ressourcen der Familie

3.5 Hauptanliegen von Frau Reist

3.6 Hypothesenbildung

3.7 Interventionen

3.7.1 Anerkennung und Wertschätzung

3.7.2 Familienmitglieder ermutigen ihre Geschichte zu erzählen

3.7.3 Anerkennen der Stärken der Familie

3.7.4 Akzeptanz und Anerkennung von emotionalen Reaktionen

3.7.5 Fachinformationen anbieten

3.8 Ergebnis der Interventionen

4. Fragestellung und Zielsetzung

4.1 Fragestellung

4.2 Zielsetzung

4.3 Literaturrecherche

4.4 Ausschlusskriterien

5. Erster Theorieteil: Emotionen - Entstehung, Entwicklung und Regulation

5.1 Entstehung

5.1.1 Emotionen

5.1.2 Soziale Kompetenz

5.1.3 Emotionale Kompetenz

5.2 Psychosoziale Entwicklung

5.2.1 Entwicklung des Emotionsausdrucks und des Emotionsverständnisses

5.2.2 Entwicklung des Konfliktverhaltens

5.3 Regulation

5.3.1 Emotionsregulation

5.3.2 Bedeutung von Wut und Tränen von Kindern für die Erwachsenen

5.3.3 Geschichte der Wut

5.3.4 Aggressives Verhalten

5.3.5 Die häufigsten Stressquellen für Säuglinge und Kinder

5.3.6 Auswirkungen der Unterdrückung von Wut

6. Zweiter Theorieteil: Umgang mit negativen Emotionen

6.1.1 Die Rolle der Familie für die Entwicklung der Emotionsregulation

6.1.2 Ausweiten der Frustrationstoleranz – das Herzstück emotionaler Kompetenz

6.2 Strategien, um mit Emotionen umzugehen

6.2.1 Neueinschätzung, Problemlösungsstrategien und Achtsamkeit

6.2.2 Mitgefühl und Ausleben der Gefühle

6.2.3 Festhaltetherapie

6.2.4 Gewaltfreie Kommunikation mit dem Kind

6.2.5 Gewalttätiges Verhalten umleiten

6.2.7 Gewalt verbannen

6.2.8 Disziplinierungsmassnahmen und Sanktionen bei negativen Emotionen

6.2.9 Bilderbücher

6.3 Umgang mit Aggressionen

6.3.1 Aggressionen gegen Eltern

6.3.2 Aggressionen gegen Geschwister

7. Schlussfolgerungen und Konsequenzen

7.1 Theorie – Praxistransfer in Bezug auf die Zielsetzung

7.2 Theorie – Praxistransfer in Bezug auf die Einschätzung der Situation und der Hypothesen

7.3 Theorie Praxistransfer in Bezug auf die Interventionen und Ergebnisprüfung

7.4 Schlussfolgerungen und Konsequenzen für das eigene Arbeitsfeld

7.5 Fazit als Mütter- und Väterberaterin

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Eltern mit den negativen Emotionen ihrer Kinder, wie Wut und Aggression, konstruktiv umgehen können, um deren emotionale Entwicklung zu unterstützen und eine gesunde Emotionsregulation zu fördern.

  • Emotionale Entwicklung von Kindern vom Neugeborenen bis zum fünften Lebensjahr
  • Die Bedeutung von Wut und Aggression als Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse
  • Methoden und Strategien für Eltern zur Begleitung und Regulation emotionaler Ausbrüche
  • Die Rolle der Familie und professionelle Interventionsmöglichkeiten in der Beratung
  • Der Einsatz von Bilderbüchern als unterstützendes Instrument in der Erziehung

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Emotionen

Die grundlegende Funktion von Gefühlen ist es, unseren Bedürfnissen zu dienen (Rosenberg, 2013, p.18). Das Wort Emotion stammt vom lateinischen «movere» (bewegen). Damit wird verdeutlicht, dass unsere ursprüngliche Reaktion auf starke Gefühle darin besteht, körperlich aktiv zu werden. Weinen und Wüten sind bei Kindern in der Tat sehr aktive Prozesse, die den ganzen Körper einbeziehen. Sie treten mit den Füssen, schlagen mit den Armen um sich und wenden dabei sehr viel Körperkraft auf (Solter, 2015, p.33).

Der renommierte Gehirnforscher Richard J. Davidson hat erforscht, dass die positiven Emotionen im linken präfrontalen Kortex gemessen werden können und Emotionen wie Angst, Wut, oder Ekel mit erhöhter Aktivität im rechten Kortex einhergehen. Bei der Geburt ist der präfrontale Kortex noch sehr unreif, weise jedoch bereits von Anfang an die für die positiven und negativen Emotionen typischen funktionalen Unterschiede auf. Weiter hat er herausgefunden, dass Menschen, sobald sie mit negativen Emotionen überschwemmt werden, im Gehirn und im Körper sofort bestimmte Mechanismen auf den Plan treten, welche die Gefühle dämpfen und den Mensch in den Ruhezustand zurückkehren lassen. Er hat herausgefunden, dass die Erbanlage ein Kind für einen bestimmten emotionalen Stil prädestinieren kann.

Erfahrungen und Umwelteinflüsse können es aber von diesem Weg abbringen und seine Entwicklung in ganz andere Bahnen lenken. Vererbbare Merkmale können also verändert werden (Davidson, 2012, p.66 – 165).

Sindy Bargel zitiert Frank Gaschler, welcher als Ursache der Gefühle ein unerfülltes oder erfülltes Bedürfnis und nicht das Verhalten des Anderen versteht. Durch diese Erkenntnis übernehme jeder selbst die Verantwortung für seine Gefühle (Gaschler, 2011, p. 38 zitiert in Bargel, 2012, p. 6).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die Bedeutung von Gefühlen im Alltag und stellt die Herausforderungen dar, die negative Emotionen wie Wut und Aggression bei Kindern an Eltern stellen.

2. Ausgangslage und Anliegen der Mutter: Das Kapitel beschreibt ein Fallbeispiel einer Familie in einer Stresssituation, die Unterstützung bei der Bewältigung des aggressiven Verhaltens ihres Sohnes sucht.

3. Situationsanalyse nach dem Calgary Familien-Assessment-Modell: Hier wird die Familiensituation strukturiert analysiert, Hypothesen gebildet und konkrete Interventionen zur Stärkung der Familie abgeleitet.

4. Fragestellung und Zielsetzung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Forschungsfragen zur emotionalen Entwicklung und Regulation bei Kindern im Alter von 1 bis 5 Jahren.

5. Erster Theorieteil: Emotionen - Entstehung, Entwicklung und Regulation: Es werden die wissenschaftlichen Grundlagen zur Entstehung von Gefühlen, der psychosozialen Entwicklung und der Emotionsregulation beleuchtet.

6. Zweiter Theorieteil: Umgang mit negativen Emotionen: Dieses Kapitel liefert praktische Strategien und Ansätze, wie Eltern ihre Kinder beim Umgang mit Wut und Aggression unterstützen können.

7. Schlussfolgerungen und Konsequenzen: Das Fazit fasst die Erkenntnisse aus Theorie und Praxis zusammen und reflektiert die Rolle der Mütter- und Väterberaterin in diesem Kontext.

Schlüsselwörter

Emotionen, Emotionsregulation, Wut, Aggression, Kleinkinder, Erziehung, Bindung, Elternberatung, emotionale Kompetenz, Bedürfnis, Stress, Konfliktverhalten, Gewaltfreie Kommunikation, Bilderbücher, Familienassessment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der emotionalen Entwicklung von Kindern und dem professionellen Umgang mit Wutausbrüchen sowie aggressivem Verhalten in der Mütter- und Väterberatung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die frühkindliche emotionale Entwicklung, die Funktionen von Emotionen, Methoden der Emotionsregulation sowie die Rolle der Eltern und das familiäre Umfeld.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, Wissen zur Emotionsregulation zu vertiefen, um Eltern im Umgang mit den negativen Gefühlen ihrer Kinder professionell beraten zu können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturrecherche sowie eine Fallanalyse nach dem Calgary-Familien-Assessment-Modell (CFAM) und dem Calgary-Familien-Interventions-Modell (CFIM).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Emotionsentstehung und -regulation sowie in konkrete Strategien zur Begleitung von Kindern bei Wut und Aggression.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Emotionsregulation, Wut, Aggression, elterliche Begleitung (Coaching) und Förderung emotionaler Kompetenz.

Wie lässt sich laut der Arbeit aggressivem Verhalten am besten begegnen?

Anstatt Bestrafung wird ein liebevoller, aber klarer Rahmen empfohlen, in dem das Kind seine Gefühle zeigen darf, während gleichzeitig Grenzen zum Schutz aller Beteiligten gesetzt werden.

Warum spielt die Rolle der Mütter- und Väterberatung hier eine zentrale Rolle?

Die Beraterin dient als Fachperson, die Eltern durch fundierte Informationen und Bestätigung in ihrer oft überforderten Situation entlastet und ihnen neue Perspektiven eröffnet.

Welche Funktion haben Bilderbücher in diesem pädagogischen Konzept?

Bilderbücher dienen als Hilfsmittel, um den Kindern ein Vokabular für ihre Gefühle zu geben, Identifikationsmöglichkeiten zu bieten und das Gespräch über schwierige Emotionen zu erleichtern.

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Details

Title
Begleitung der emotionalen Entwicklung von Kindern in Bezug auf Wut und Aggressionen
College
WE'G Weiterbildungszentrum für Gesundheitsberufe SRK; Careum Weiterbildung
Grade
ohne Note
Author
Melanie Bouvard (Author)
Publication Year
2017
Pages
47
Catalog Number
V591989
ISBN (eBook)
9783346204639
ISBN (Book)
9783346204646
Language
German
Tags
Emotionale Entwicklung Umgang mit Wut und Aggressionen Begleitung der Eltern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Bouvard (Author), 2017, Begleitung der emotionalen Entwicklung von Kindern in Bezug auf Wut und Aggressionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/591989
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