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Politik als Marke? Politische Markenkommunikation als Persuasionsmittel

Title: Politik als Marke? Politische Markenkommunikation als Persuasionsmittel

Seminar Paper , 2004 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Paul Eschenhagen (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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[...] Politik in der Mediengesellschaft sieht sich mit widersprüchlichen Erwartungen konfrontiert. Auf der einen Seite fordern die Bürger von ihren Repräsentanten Kompetenz, Klarheit, Unterscheidbarkeit, Prägnanz und Authenzität. Andererseits erregen mediale Stilisierungen den Verdacht, nicht seriöse und umfassend informiert zu werden (vgl. Machnig: 145). Zudem muss die Politik in der Mediengesellschaft immer mehr um die Aufmerksamkeit der Bürger und Medienkonsumenten mit anderen Feldern des öffentlichen Interesses konkurrieren. Marketingaspekte in der politischen Kommunikation gewinnen - mit einer Vorreiterrolle der USA - in allen westlichen Demokratien mit unterschiedlicher Intensität zunehmend an Bedeutung. Ausdruck dieser Entwicklung sind vor allem die steigenden Wahlkampfbugets und die wachsende Zahl politischer Berater, so genannter Spinn Doctors (vgl. Schneider 2004: 1).

Gesellschaftliche Akteure und Aktionen jeglicher Art als „Marke“ im „öffentlichen Bewusstsein“ zu verankern, gehört heute zu den Basisstrategien von Öffentlichkeitsarbeit. Als Beispiele seien nur genannt: Sportvereine (Bayern München), Sportveranstaltungen (Olympia), Kulturevents (Love Parade), Universitäten (Harvard), Wohlfahrtsverbände (Rote Kreuz), Protestbewegungen (Attac), Glaubensbewegungen (Katholische Kirche) und Prominente (David Beckham) (vgl. Hellmann 2004a). Auch in der Politik positionieren sich Politiker und Parteien immer deutlicher als Marken (vgl. bspw. ebd.; Schneider 2004; Schäffer 2003). Es wurde sogar über die „Bundesregierung als Marke“ diskutiert - als Kanzlerkandidat der SPD hatte Gerhard Schröder schon im Wahlkampf 1998 von sich behauptet, eine „Marke“ zu sein (vgl. Fuhr 2000; Hellmann 2004a).

Der Trend, der sich hier abzeichnet, ist nicht neu. Der Soziologe Kai-Uwe Hellmann (2004a) stellt fest, ausgehend von der Entstehung von Konsumgütermarken im 19. Jahr-hundert, habe sich die Markenidee im 20. Jahrhundert über den originär wirtschaftlichen Sektor hinaus ausgeweitet. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Produkt, Marke und Kommunikation
  • 3. Politik als Marke?
    • 3.1 Marken in der politischen Kommunikation
    • 3.2 Risikoreduktion durch Markenpolitik
  • 4. Glaubwürdigkeit und Persuasion
    • 4.1 Die zwei Dimensionen von Glaubwürdigkeit
    • 4.2 Einflüsse auf den persuasiven Effekt der Glaubwürdigkeit
    • 4.3 Langfristige Effekte von Glaubwürdigkeit
  • 5. Marken als politisches Persuasionsmittel
  • 6. Fazit
  • 7. Quellenverzeichnis
    • 7.1 Bildnachweis
    • 7.2 Literatur

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Anwendung von Markenpolitik in der politischen Kommunikation. Sie analysiert, ob und inwiefern politische Akteure wie Parteien und Politiker von der Markenstrategie profitieren können. Die Arbeit hinterfragt die Sinnhaftigkeit der Ausweitung der Markenzone in den Bereich der Politik und beleuchtet die damit verbundenen Risiken und Vorteile.

  • Markenkommunikation und ihre Bedeutung in der Politik
  • Glaubwürdigkeit als zentrale Komponente der Markenbildung
  • Persuasive Effekte von Marken in der politischen Kommunikation
  • Risiken und Herausforderungen der Anwendung von Markenpolitik in der Politik
  • Die Rolle der Medien und der öffentlichen Meinung in der Markenbildung

Zusammenfassung der Kapitel

Das erste Kapitel führt in die Thematik ein und stellt die Relevanz von Kommunikation für die Politik dar. Das zweite Kapitel erklärt die Funktionsweise von Marken und ihre Bedeutung in der Kommunikation. Das dritte Kapitel betrachtet die Anwendung von Markenpolitik in der politischen Kommunikation, beleuchtet Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen wirtschaftlicher und politischer Markenbildung und zeigt die potenziellen Vorteile einer integrierten Markenkommunikation für politische Akteure auf. Das vierte Kapitel widmet sich dem Konzept der Glaubwürdigkeit als zentralem Faktor der Markenkommunikation und untersucht die Einflüsse auf den persuasiven Effekt von Glaubwürdigkeit.

Schlüsselwörter

Markenpolitik, politische Kommunikation, Glaubwürdigkeit, Persuasion, Risikoreduktion, Medienöffentlichkeit, Image, Vertrauen, Markenstrategie, politische Markenkommunikation, Mediengesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Was versteht man unter politischer Markenkommunikation?

Es handelt sich um die Strategie, Politiker oder Parteien als "Marke" im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, ähnlich wie Konsumgüter, um Aufmerksamkeit und Vertrauen zu gewinnen.

Warum gewinnt das politische Marketing in modernen Demokratien an Bedeutung?

Durch die Mediengesellschaft müssen Politiker verstärkt um Aufmerksamkeit konkurrieren. Bürger fordern Kompetenz und Klarheit, während Medien Stilisierungen oft kritisch hinterfragen.

Welche Rolle spielt die Glaubwürdigkeit bei der Markenbildung in der Politik?

Glaubwürdigkeit ist die zentrale Komponente. Die Arbeit analysiert zwei Dimensionen der Glaubwürdigkeit und deren Einfluss auf den persuasiven (überzeugenden) Effekt einer politischen Marke.

Was sind "Spin Doctors" im Kontext der politischen Kommunikation?

Spin Doctors sind politische Berater, die darauf spezialisiert sind, die mediale Darstellung von Ereignissen oder Personen gezielt zu beeinflussen und positiv zu "drehen".

Welche Risiken birgt die Markenpolitik für Politiker?

Ein Risiko ist der Verdacht der Bürger, nicht mehr seriös informiert zu werden, sowie die Gefahr eines Imageverlusts, wenn die inszenierte Markenbotschaft nicht mit dem realen Handeln übereinstimmt.

Gibt es historische Vorbilder für politische Marken?

Die USA gelten als Vorreiter. In Deutschland wird oft Gerhard Schröders Wahlkampf 1998 als Beispiel genannt, in dem er sich selbst explizit als "Marke" bezeichnete.

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Details

Title
Politik als Marke? Politische Markenkommunikation als Persuasionsmittel
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Publizistik)
Course
Seminar: Politische Persuasion
Grade
1,3
Author
Paul Eschenhagen (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V59212
ISBN (eBook)
9783638532105
ISBN (Book)
9783656787662
Language
German
Tags
Politik Marke Politische Markenkommunikation Persuasionsmittel Seminar Politische Persuasion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Paul Eschenhagen (Author), 2004, Politik als Marke? Politische Markenkommunikation als Persuasionsmittel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59212
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