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Flexibilität für die Zukunft: Entwicklung einer taktischen Komponente für das deutsche Berufsausbildungssystem

Title: Flexibilität für die Zukunft: Entwicklung einer taktischen Komponente für das deutsche Berufsausbildungssystem

Diploma Thesis , 2005 , 84 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christian Hippe (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
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Summary Excerpt Details

„Das duale System der Berufsausbildung lebt vom Engagement der Betriebe.“ Ohne die Bereitschaft der Wirtschaft, junge Menschen auszubilden und sie anschließend zu beschäftigen, kann diese Art der beruflichen Qualifikation nicht existieren. Im Laufe der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts war jedoch ein deutlicher quantitativer Rückgang der betrieblichen Berufsausbildung zu verzeichnen. Nach einer kurzen Erholung in den Jahren von 1997 bis 1999 sank das Angebot an Ausbildungsplätzen bis 2003 erneut kontinuierlich um insgesamt 81.980 Stellen, wobei sich die Nachfrage im gleichen Zeitraum nur um 67.731 verringerte. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat in der jüngsten Vergangenheit in verschiedener Weise auf diese Entwicklungen reagiert. So etwa durch Teilnahme an dem auf drei Jahre angelegten Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland im Jahre 2004. Dieser wurde zwischen Staat und Wirtschaft geschlossen und ist Bestandteil einer breit angelegten Ausbildungsoffensive des Ministeriums. Nach einer über vier Jahre andauernden Negativentwicklung konnte aufgrund der Bemühungen aller Bündnispartner in 2004 die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge erstmals wieder gesteigert werden. Dabei erhöhte sich das Angebot der Betriebe im Vergleich zum Vorjahr um 13.900 Ausbildungsplätze (+2,8%), während die Nachfrage um 24.907 Bewerber (+4,2%) anstieg. Die im Pakt vereinbarten Ziele werden in der nachfolgend zitierten Verpflichtung zusammengefasst: „Mit diesem Pakt verpflichten sich die Partner gemeinsam und verbindlich, in enger Zusammenarbeit mit den Ländern allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen jungen Menschen ein Angebot auf
Ausbildung zu unterbreiten. Dabei bleibt die Vermittlung in das duale Ausbildungssystem vorrangig. Auch Jugendliche mit eingeschränkten Vermittlungschancen sollen Perspektiven für den Einstieg in die berufliche Ausbildung und das Berufsleben erhalten.“ Um die vereinbarten Ziele zu erreichen, wurden u. a. konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Ausbildungsleistung privater und öffentlicher Arbeitgeber vereinbart. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Die Situation am Ausbildungsmarkt

1.2 Problemstellung und Zielsetzung

1.3 Vorgehensweise

2 ZIELKOMPONENTEN DER DEUTSCHEN BERUFSAUSBILDUNG

2.1 Vorbereitung auf berufliches Handeln in der Wissensgesellschaft

2.1.1 Struktureller Wandel des Erwerbslebens

2.1.2 Berufsausbildung in der Wissensgesellschaft

2.1.2.1 Lebenslanges Lernen

2.1.2.2 Individuelle Berufsbiographien

2.2 Förderung von Wettbewerbsfähigkeit in der globalisierten Wirtschaft

2.2.1 Folgen der Globalisierung

2.2.2 Gesamtwirtschaftliche und individuelle Wettbewerbsfähigkeit

2.2.2.1 Duale Berufsausbildung im Wettbewerb mit akademischer Bildung

2.2.2.2 Bedeutung des Bologna-Prozesses für die Zukunft der dualen Ausbildung

2.3 Integration junger Menschen in die Gesellschaft

2.3.1 Übergang in das Erwerbsleben – das Schwellenmodell

2.3.2 Jugendarbeitslosigkeit

2.3.2.1 Die Situation der Jugendlichen

2.3.2.2 Bedeutung reibungsloser Übergänge zwischen Schule und Beruf

3 DAS DUALE SYSTEM DER BERUFSAUSBILDUNG

3.1 Entwicklung der Berufsausbildung in Deutschland

3.1.1 Von der mittelalterlichen Handwerksausbildung zum dualen System

3.1.2 Herausforderungen in Gegenwart und Zukunft

3.2 Wissen – Wettbewerb – Integration: Maßstäbe für das duale System

3.2.1 Wissen - Größtmögliche Gewähr für berufliche Anpassungsfähigkeit

3.2.1.1 Beruflichkeit als Kernelement des dualen Systems

3.2.1.2 Anpassungsfähigkeit trotz beruflicher Grenzen?

3.2.2 Wettbewerb - Wege für den beruflichen Aufstieg eröffnen

3.2.2.1 Korporatistische Entscheidungsstrukturen: Flexibilität durch Konsens?

3.2.2.2 Flexibilität per Gesetz – Ein Impuls aus der Reform des BBiG

3.2.3 Integration - Bestmögliche soziale Sicherheit gewährleisten

3.2.3.1 Integrations- und Schutzgedanke in den Systemstrukturen

3.2.3.2 Die Grenzen der Leistungsfähigkeit

4 EINE TAKTISCHE KOMPONENTE FÜR DIE BERUFSAUSBILDUNG

4.1 Beurteilung der taktischen Ausrichtung des dualen Systems

4.1.1 Zusatzqualifikationen – ein „Königsweg“ ohne Konzept?

4.1.2 Das Beispiel Einzelhandel: Modernisierung der dualen Berufsausbildung

4.1.2.1 Konzeptioneller Aufbau der Einzelhandelsberufe

4.1.2.2 Die Grenzen der neuen Flexibilität

4.2 Mehr Flexibilität durch regionale Zusammenarbeit

5 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Leistungsfähigkeit des dualen Systems der Berufsausbildung im Kontext des gesellschaftlichen Wandels. Ziel ist es, das System hinsichtlich seiner strategischen und taktischen Ausrichtung zu bewerten und einen Gestaltungsvorschlag zu entwickeln, um die kurzfristige Anpassungsfähigkeit an wirtschaftliche Anforderungen zu verbessern.

  • Herausforderungen der Wissensgesellschaft und Globalisierung
  • Bedeutung von Wissenserwerb und beruflicher Flexibilität
  • Integration junger Menschen in den Arbeitsmarkt
  • Entwicklung taktischer Komponenten durch Zusatzqualifikationen
  • Optimierung der beruflichen Erstausbildung durch regionale Zusammenarbeit

Auszug aus dem Buch

1.1 Die Situation am Ausbildungsmarkt

„Das duale System der Berufsausbildung lebt vom Engagement der Betriebe.“1 Ohne die Bereitschaft der Wirtschaft, junge Menschen auszubilden und sie anschließend zu beschäftigen, kann diese Art der beruflichen Qualifikation nicht existieren. Im Laufe der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts war jedoch ein deutlicher quantitativer Rückgang der betrieblichen Berufsausbildung zu verzeichnen. Nach einer kurzen Erholung in den Jahren von 1997 bis 1999 sank das Angebot an Ausbildungsplätzen bis 2003 erneut kontinuierlich um insgesamt 81.980 Stellen, wobei sich die Nachfrage im gleichen Zeitraum nur um 67.731 verringerte.2

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat in der jüngsten Vergangenheit in verschiedener Weise auf diese Entwicklungen reagiert. So etwa durch Teilnahme an dem auf drei Jahre angelegten Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland3 im Jahre 2004. Dieser wurde zwischen Staat und Wirtschaft geschlossen und ist Bestandteil einer breit angelegten Ausbildungsoffensive4 des Ministeriums. Nach einer über vier Jahre andauernden Negativentwicklung konnte aufgrund der Bemühungen aller Bündnispartner in 2004 die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge erstmals wieder gesteigert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung der Ausgangslage am Ausbildungsmarkt und Definition der Problemstellung sowie der methodischen Vorgehensweise.

2 ZIELKOMPONENTEN DER DEUTSCHEN BERUFSAUSBILDUNG: Analyse der Anforderungen an die Berufsausbildung durch Wissensgesellschaft, Globalisierung und die Notwendigkeit der Integration.

3 DAS DUALE SYSTEM DER BERUFSAUSBILDUNG: Untersuchung der historischen Entwicklung sowie der aktuellen Leistungsfähigkeit des dualen Systems anhand der Konzepte Wissen, Wettbewerb und Integration.

4 EINE TAKTISCHE KOMPONENTE FÜR DIE BERUFSAUSBILDUNG: Kritische Beurteilung von Zusatzqualifikationen und Entwicklung von Vorschlägen für eine flexiblere, regional organisierte Ausbildung.

5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Berufsausbildung.

Schlüsselwörter

Berufsausbildung, duales System, Wissensgesellschaft, Globalisierung, Flexibilität, Zusatzqualifikationen, Jugendarbeitslosigkeit, Berufskonzept, Korporatismus, Ausbildungspakt, Arbeitsmarkt, Handlungskompetenz, berufliche Qualifikation, Integration, Schwellenmodell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie das deutsche duale Berufsausbildungssystem flexibler gestaltet werden kann, um den Anforderungen der modernen Wirtschaft und Gesellschaft besser gerecht zu werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Auswirkungen der Wissensgesellschaft und Globalisierung, die Notwendigkeit beruflicher Flexibilität sowie die Integrationsaufgabe der Berufsausbildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, das duale System hinsichtlich seiner strategischen und taktischen Ausrichtung zu bewerten und eine Gestaltungsempfehlung für eine verbesserte taktische Anpassungsfähigkeit zu erarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine theoretische Analyse der aktuellen Herausforderungen auf Basis aktueller Bildungs- und Wirtschaftsdaten, flankiert durch die Fallbeispielanalyse der Einzelhandelsberufe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Zielkomponenten (Wissen, Wettbewerb, Integration) erörtert, die historische Entwicklung des Systems beleuchtet und das Instrument der Zusatzqualifikationen kritisch untersucht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wissensgesellschaft, Zusatzqualifikationen, duales System, berufliche Handlungskompetenz und Flexibilisierung.

Welche Rolle spielt der Bologna-Prozess für die duale Ausbildung?

Der Bologna-Prozess könnte durch die Aufwertung akademischer Abschlüsse zu einer Konkurrenz für duale Ausbildungsberufe werden, weshalb eine Modernisierung und Flexibilisierung der Berufsausbildung als Gegenstrategie diskutiert wird.

Warum ist die regionale Zusammenarbeit laut Autor so wichtig?

Die regionale Zusammenarbeit, etwa durch Ausbildungskonsensrunden, ermöglicht eine passgenaue Angebotsentwicklung, die auch den Ressourcenbeschränkungen kleinerer Betriebe Rechnung trägt.

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Details

Title
Flexibilität für die Zukunft: Entwicklung einer taktischen Komponente für das deutsche Berufsausbildungssystem
College
University of Paderborn
Grade
1,7
Author
Christian Hippe (Author)
Publication Year
2005
Pages
84
Catalog Number
V59264
ISBN (eBook)
9783638532570
ISBN (Book)
9783656814078
Language
German
Tags
Flexibilität Zukunft Entwicklung Komponente Berufsausbildungssystem
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Hippe (Author), 2005, Flexibilität für die Zukunft: Entwicklung einer taktischen Komponente für das deutsche Berufsausbildungssystem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59264
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