Ziel dieser Arbeit ist es, einen umfassenden Überblick über den Bildungsmarkt in den USA zu geben. Hierzu erfolgt zunächst eine Kurz-Analyse des amerikanischen Marktes, um ein Grundverständnis für dieses Land zu erzeugen. Dafür wird zuerst die wirtschaftliche Entwicklung dargestellt und zur besseren Einschätzung mit der deutschen Wirtschaft verglichen. Daraufhin werden der Aufbau und die Struktur des Bildungssystems in den USA vorgestellt. Anschließend gilt es, geeignete Parameter zu finden, um das generelle Marktvolumen für den Bildungsmarkt ermitteln zu können. Dafür wird zunächst der Begriff "Marktvolumen" definiert und begrifflich vom Marktpotenzial abgegrenzt.
Darauf aufbauend beinhaltet das nächste Kapitel eine ausführliche Analyse und Ermittlung des Marktvolumens des Bildungsmarktes in den USA. Dafür werden die im Theorieteil bestimmten Parameter auf den US-Bildungsmarkt angewendet. Die Größe des Marktvolumens wird anhand eines konkreten Beispiels mit einem Schulbezirk in den USA veranschaulicht. Außerdem wird das gesamte Marktvolumen aller Schulen in den USA ermittelt. Zudem müssen etablierte Anbieter sowie Markteintrittsbarrieren berücksichtigt werden. Zum Schluss wird eine Handlungsempfehlung zum weiteren Ausbau der Marktaktivitäten gegeben.
In den USA wird das Bildungssystem durch das Every Student Succeeds Act (ESSA) geregelt. Dieses Gesetz wurde am 10.10.2015 von Präsident Obama unterzeichnet und gilt für alle Schulen im Land. Es löste damit das Gesetz "No Child Left Behind" (NCLB) ab, welches im Bedarfsfall der Schüler für zusätzliche Unterstützung sorgen sollte. Mit Hilfe des neuen Gesetzes soll eine Grundlage geschaffen werden, die Bildungschancen zu erweitern und die Schülerleistungen zu verbessern. Zu den Hauptfunktionen des Bildungsministeriums der USA zählt die Entwicklung von finanziellen Förderprogrammen und die Durchsetzung von Bundesgesetzen. Das Bildungssystem ist dezentralisiert, d. h. das Bildungsministerium ist nicht in die Mitbestimmung der Lehrpläne, Bildungsstandards und der Akkreditierung von Bildungseinrichtungen involviert. Für diese Entscheidungen sind die jeweiligen Bundesstaaten und die Schulbezirke zuständig.
Inhaltsverzeichnis
1. Definition Bildungsmarkt
2. Beschreibung des Zielmarktes
2.1 Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft
2.2 Aufbau und Struktur des Bildungssystems in den USA
2.3 Parameter für das Marktvolumen des Bildungsmarktes
3. Analyse des Bildungsmarktes
3.1 Berechnung des Marktvolumens unter Anwendung der Parameter
3.2 Beschaffungs- und Absatzstrukturen
3.3 Etablierte Anbieter
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über den Bildungsmarkt in den USA zu vermitteln. Dabei wird die wirtschaftliche Entwicklung des Landes analysiert, das US-Bildungssystem in seinem Aufbau strukturiert und eine methodische Herleitung zur Ermittlung des Marktvolumens für Lehrmittel und Schulmobiliar entwickelt.
- Analyse der US-amerikanischen Wirtschaftsstruktur
- Strukturelle Untersuchung des amerikanischen Bildungswesens
- Theoretische Definition und praktische Berechnung des Marktvolumens
- Untersuchung von Beschaffungs- und Absatzstrukturen
- Porträt etablierter Marktteilnehmer im Bildungssektor
Auszug aus dem Buch
1. Definition Bildungsmarkt
Unter dem Begriff Bildungsmarkt versteht man bei einer weit ausgelegten Definitionsmenge eine Organisationsform für die Abstimmung zwischen Bildungsangebot und Bildungsnachfrage. Marktpartner sind vor allem staatliche und private Träger von Bildungseinrichtungen, welche vom Kindergarten bis hin zur universitären Ausbildung reichen, sowie die privaten Haushalte mit der Nachfrage nach Bildungsleistungen. Die Steuerungsfunktion des Preises am Bildungsmarkt entfällt weitgehend, außer es werden kostendeckende Gebühren erhoben. Die meisten Bildungsleistungen werden vom Staat angeboten und sind in der Regel kostenfrei und sind bis zur Pflichtschulgrenze obligatorisch. Sobald die Bildungsnachfrage das Bildungsangebot übersteigt, werden diese Probleme über Rationierungsverfahren in Form eines Numerus clausus oder Zulassungsprüfungen gelöst. Für private Träger von Bildungsleistungen spielen die Selbststeuerungsvorgänge am Markt in Abhängigkeit vom System der Bildungsfinanzierung und im Rahmen von gesetzlichen Regelungen eine erhebliche Rolle, die Staat und Verbände getroffen haben.
Der Bildungsmarkt als Gesamtes lässt sich nach institutionell organisatorischer Struktur des Bildungssystems in mehrere verbundene Teil-Bildungsmärkte nach der Trägerschaft des Bildungsangebots, -ebenen, -zweigen und -fachrichtungen gliedern. Zu den Bildungsebenen zählen die vier Hauptbereiche Primär-, Sekundär-, Tertiär- und Quartärbildung. Die Elementarbildung ist lediglich ein Synonym für Primärbildung. In den meisten Ländern versteht man unter Primärbildung die Grundschulbildung und unter Sekundärbildung den Schulbereich, der auf einer abgeschlossenen Primärbildung aufbaut. Hochschulbildung und Berufsbildung stellen den tertiären Bildungsbereich dar. Die Quartärbildung umfasst Weiterbildungen und Fortbildungen. Diese Art der Bildung, sowie die von Unternehmen organisierten Lernangebote spielen für diese Arbeit keine Rolle und werden daher im weiteren Verlauf außer Acht gelassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Definition Bildungsmarkt: Dieses Kapitel erläutert theoretisch, wie sich der Bildungsmarkt als Schnittstelle zwischen Angebot und Nachfrage konstituiert und wie er in verschiedene Bildungsstufen unterteilt wird.
2. Beschreibung des Zielmarktes: Hier wird der makroökonomische Kontext der USA beleuchtet und die spezifische Struktur des amerikanischen Bildungssystems sowie die methodische Herangehensweise zur Volumenbestimmung dargelegt.
3. Analyse des Bildungsmarktes: In diesem Teil werden konkrete Marktvolumina berechnet, die spezifischen Beschaffungsprozesse im US-Schulwesen erläutert und maßgebliche Akteure auf dem Markt für Lehrmittel und Mobiliar vorgestellt.
Schlüsselwörter
Bildungsmarkt, US-Wirtschaft, Bildungssystem, Marktvolumen, Lehrmittel, Schulmobiliar, Marktpotenzial, Beschaffungsstruktur, Primärbildung, Sekundärbildung, Private Träger, Absatzmarkt, USA, Schulfinanzierung, Schulbezirke
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Bildungsmarkt in den USA, um dessen komplexe Strukturen und die ökonomischen Rahmenbedingungen für Anbieter von Lehrmitteln und Schulmöbeln zu verstehen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind die US-Wirtschaft, der strukturelle Aufbau des amerikanischen Bildungssystems, die Berechnung des Marktvolumens und die Analyse der Absatz- und Beschaffungsstrukturen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen Überblick über den US-Markt zu geben und eine methodische Grundlage zur Bestimmung des Marktvolumens im Bildungssektor zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive Analyse angewandt, die durch ökonomische Kennzahlen, Marktanalysen und Fallbeispiele (z.B. Schulbezirk Skaneateles) gestützt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der wirtschaftlichen Lage der USA, dem Bildungssystem, der mathematischen Herleitung des Marktvolumens und der Darstellung relevanter Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Bildungsmarkt, US-Bildungssystem, Marktvolumen, Lehrmittel, Absatzstrukturen und Schulfinanzierung.
Wie wird das Marktvolumen in der Arbeit berechnet?
Das Marktvolumen wird durch die Multiplikation der Schülerzahl mit den Ausgaben pro Schüler für spezifische Kategorien wie Lehrmittel oder Mobiliar ermittelt.
Welche Rolle spielen die privaten Anbieter im US-Bildungssystem?
Private Anbieter agieren als wichtige Marktteilnehmer, die durch eigene Budgets oder staatliche Zuwendungen beschafft werden, wobei die Beschaffung oft dezentral über Schulbezirke erfolgt.
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- Dominik Kreidler (Author), 2018, Bildungseinrichtungen in den USA und deren Marktvolumen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/593791