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Pädagogischer Umgang im Alltag mit traumatisierten weiblichen Jugendlichen in einer stationären Wohngruppe

Titel: Pädagogischer Umgang im Alltag mit traumatisierten weiblichen Jugendlichen in einer stationären Wohngruppe

Diplomarbeit , 2005 , 148 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christiane Klein (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ich arbeite in einer stationären Mädchenwohngruppe.
Dort habe ich bei einem meiner Nachtdienste vor ca. 4 Monaten zufällig ein Buch über Traumata in die Hände bekommen. Es ist von Wilma Weiß und heißt „Philipp sucht sein Ich- zum pädagogischen Umgang mit Traumata in den Erziehungshilfen“. Ich habe darin geblättert und bin auf Dinge gestoßen, genauer gesagt auf darin beschriebene Verhaltensweisen, die mir aus der Arbeit mit den Mädchen in der Wohngruppe bekannt vorkamen. Ich habe plötzlich manches Verhalten der Mädchen, das ich vorher als trotzig- pubertär abgetan hatte, besser verstanden und realisiert, dass es Auswirkungen eines Traumas sein könnten. Der enge Bezug zu meiner Arbeit in der stationären Wohngruppe hat mein Interesse für das Thema Trauma geweckt.
Natürlich gibt es in meiner Einrichtung eine Therapeutin, zu der jedes Mädchen einmal in der Woche geht und die Möglichkeit hat, über traumatische Erlebnisse oder sonstiges zu sprechen. Trotzdem sind meine Kolleginnen und ich es, die im Alltag mit den Mädchen zusammen sind, die Auswirkungen von Traumatisierung zu spüren bekommen, damit umgehen und Hilfestellung zu deren Bearbeitung geben müssen.
Das Wissen über die verschiedenen Arten von Traumata und der vielschichtigen Auswirkungen, sind eine Grundlage für eine angemessene Hilfe, bzw. eine angemessene Reaktion.
Pädagogischer Umgang im Alltag mit traumatisierten weiblichen Jugendlichen in einer stationären Wohngruppe- so lautet mein Thema für diese Arbeit.
Es handelt sich hierbei um eine Bestandsaufnahme. Ich möchte untersuchen, ob pädagogisches Handeln in Situationen, in denen die Auswirkungen einer Traumatisierung zu spüren sind im Gruppenalltag überhaupt möglich ist und wenn ja, wie und in wie weit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

I. THEORIEBEZOGENER TEIL

1. Definitionen

1.1 Pädagogischer Umgang/ Pädagogisches Handeln

1.2 Alltag

1.3 Trauma

2. Arten von Traumata

3. Welche Erfahrungen können als Trauma bezeichnet werden?

3.1 Kindesmisshandlung

3.2 Sexuelle Gewalt

3.3 Körperliche Gewalt

3.4 Psychische Gewalt

3.5 Traumatische Trennung

3.6 Vernachlässigung/ Deprivation

3.7 Häusliche Gewalt

4. Exkurs: „Traumatisierte Kinder erziehungsunfähiger Eltern“

5. Folgen einer Traumatisierung

5.1 Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

5.2 Psychische und soziale Folgen

5.3 Körperliche und psychosomatische Folgen

5.4 Hirnorganische Schäden

5.5 Reviktimisierung

5.6 Reinszenierung

6. Abwehrmechanismen

6.1 Autoaggression

6.2 Sexualisiertes Verhalten bis hin zur Prostitution

6.3 Dissoziation

6.4 Autarkie

6.5 Hyperaktivität

6.6 Totstellreflex

7. Die Aufgaben der Pädagogik im Umgang mit traumatisierten Jugendlichen

7.1 Vorausgehende Maßnahmen, um ein Trauma zu bearbeiten

7.1.1 Die Bedürfnispyramide nach Maslow

7.1.2 Eine umfassende Anamnese erstellen

7.1.3 Das Herstellen von Normalität

7.1.4 Konstante Bezugspersonen und Bezüge

7.2 Pädagogische Möglichkeiten, um ein Trauma zu bearbeiten

7.2.1 Aktives Zuhören

7.2.2 Die Selbstfindung unterstützen

7.2.3 Geschlechtsspezifische Arbeit

7.2.4 Elternarbeit

7.2.5 Biografiearbeit

7.2.6 Trauerarbeit

7.2.7 Sexualerziehung

7.2.8 Traumatische Übertragungen und Flashbacks vermeiden

7.2.9 Die sieben Schritte zur Bearbeitung

7.3 Das Zusammenspiel von Pädagogik und Therapie

7.4 Grundkompetenzen der PädagogInnen

7.5 Übungen

7.5.1 Übung „Innerer Garten“

7.5.2 Übung „An Erfolg denken“

7.5.3 Atemübung

7.5.4 Übung zur Muskelentspannung

7.5.5 Übung „Gepäck ablegen“

7.5.6 Übung „Achtsamkeit üben- Atmung spüren“

7.5.7 „Sinnlosigkeitsübung“

7.5.8 „Tresorübung“

7.5.9 Übung „Gefühlen eine Gestalt geben“

II. EMPIRISCHER TEIL

8. Die stationäre Wohngruppe Anne Frank

8.1 Die Anne Frank als Teil einer großen Jugendhilfeeinrichtung

8.2 Das Klientel

8.3 Der Tagesablauf

9. Untersuchung zum pädagogischen Umgang im Alltag mit traumatisierten Mädchen in einer stationären Wohngruppe

9.1 Hypothesen

9.2 Die Forschungsmethoden

9.3 Die Aktenanalyse

9.3.1 Vorgehensweise

9.3.2 Ziel der Untersuchung

9.3.3 Qualität der Untersuchung

9.3.4 Darstellung der Ergebnisse

9.3.5 Auswertung der Ergebnisse

9.4 Das problemzentrierte Interview

9.4.1 Befragter Personenkreis

9.4.2 Begründung des Interviewleitfadens

9.4.3 Auswertungskategorien

9.4.4 Darstellung der Ergebnisse

9.4.5 Auswertung der Ergebnisse

III. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob pädagogisches Handeln im stationären Wohngruppenalltag möglich ist, wenn die Auswirkungen von Traumatisierungen bei den betreuten Mädchen spürbar werden. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, inwieweit pädagogische Interventionen zur Stabilisierung und Unterstützung der Jugendlichen in diesem Setting umsetzbar sind.

  • Pädagogischer Umgang mit traumatisierten Jugendlichen im stationären Alltag
  • Theoretische Grundlagen zu Traumata, Folgen und Abwehrmechanismen
  • Empirische Untersuchung der Praxis in der Wohngruppe "Anne Frank"
  • Methoden der Stabilisierung und Bearbeitung, wie Biografiearbeit und Trauerarbeit

Auszug aus dem Buch

1.3 Trauma

Allgemein lässt sich sagen, dass das Wort Trauma aus dem Griechischen kommt und schlicht „Verletzung“, „Wunde“ bedeutet. Es handelt sich hierbei um das psychische Trauma, das auch als seelische Verletzung bezeichnet werden kann.

Es wird hervorgerufen durch Ereignisse, bei denen das eigene Leben und die körperliche Gesundheit bedroht sind, und durch die die Anpassungsstrategien des Menschen überfordert werden, da weder Kampf noch Flucht (Fight or Flight) möglich sind.

Das traumatische Erlebnis steht im Zusammenhang mit Gefühlen intensiver Angst, Hilflosigkeit, Kontrollverlust, Machtlosigkeit, Entsetzen, Verwirrung und einem massiven emotionalem Schockgefühl. Die eigene Person, andere Menschen, die Sinngebung und die Welt werden in Frage gestellt. Es kommt zu einer dauerhaften Erschütterung von Selbst- und Weltverständnis. (Vgl. WEIß 2005, S. 19)

„Aufgrund ihrer Beschaffenheit und ihrer prägenden Wirkung auf die Persönlichkeit können traumatische Erfahrungen die Erwartungen in bezug auf die Welt, das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit in zwischenmenschlichen Interaktionen und das persönliche Integritätsgefühl des Kindes verzerren.“ (Vgl. VAN DER KOLK 2000, S. 266)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definitionen: Definiert die zentralen Begriffe der Arbeit, darunter pädagogischen Umgang, Alltag und das Trauma-Konzept.

2. Arten von Traumata: Kategorisiert Traumata nach Kriterien wie Ursprung (menschengemacht vs. nicht menschengemacht) und Dauer (einmalig vs. fortdauernd).

3. Welche Erfahrungen können als Trauma bezeichnet werden?: Beschreibt verschiedene traumatische Gewalterfahrungen, insbesondere Kindesmisshandlung und Vernachlässigung.

4. Exkurs: „Traumatisierte Kinder erziehungsunfähiger Eltern“: Beleuchtet biografische Hintergründe von Eltern und ihre psychischen Störungen als mögliche Ursache für Kindestraumatisierung.

5. Folgen einer Traumatisierung: Detailliert die Posttraumatische Belastungsstörung sowie die sozialen, psychischen und physischen Folgen für die Betroffenen.

6. Abwehrmechanismen: Erläutert Überlebensstrategien wie Dissoziation oder Autoaggression, die als bewusste oder unbewusste Schutzreaktionen dienen.

7. Die Aufgaben der Pädagogik im Umgang mit traumatisierten Jugendlichen: Zentrales Kapitel, das pädagogische Methoden, Beziehungsarbeit und Übungen zur Stabilisierung thematisiert.

8. Die stationäre Wohngruppe Anne Frank: Stellt das Setting, die Einrichtung, das Klientel und den Tagesablauf der untersuchten Wohngruppe vor.

9. Untersuchung zum pädagogischen Umgang im Alltag mit traumatisierten Mädchen in einer stationären Wohngruppe: Dokumentiert die empirische Untersuchung mittels Aktenanalyse und Interviews, inklusive Auswertung der Hypothesen.

Schlüsselwörter

Trauma, Pädagogik, stationäre Wohngruppe, Mädchenarbeit, Posttraumatische Belastungsstörung, PTBS, Biografiearbeit, Stabilisierung, Abwehrmechanismen, Kindesmisshandlung, sexuelle Gewalt, Vernachlässigung, Beziehungsarbeit, pädagogischer Alltag, Jugendhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Anforderungen an den pädagogischen Alltag bei der Betreuung von traumatisierten weiblichen Jugendlichen in einer stationären Wohngruppe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen das Verständnis von Traumatisierung, die Auswirkungen auf die Entwicklung von Mädchen sowie pädagogische Möglichkeiten der Begleitung und Stabilisierung im Heimgruppenalltag.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme zu der Frage, ob pädagogisches Handeln in Situationen, in denen Traumafolgen im Gruppenalltag sichtbar werden, überhaupt möglich ist und wie dies in der Praxis umgesetzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin wählt einen qualitativen Forschungsansatz, der eine Aktenanalyse von acht Jugendlichen sowie problemzentrierte Interviews mit fünf Teammitgliedern kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoriebezogenen Teil zu Trauma-Grundlagen und pädagogischen Methoden sowie einen empirischen Teil, der die konkrete Arbeitssituation in der Wohngruppe "Anne Frank" untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Trauma, Pädagogik, stationäre Jugendhilfe, Mädchenarbeit, Posttraumatische Belastungsstörung und Biografiearbeit beschreiben.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen den verschiedenen Arten von Traumata?

Sie kategorisiert Traumata anhand ihrer Entstehung, etwa ob sie menschengemacht oder natürliche Katastrophen sind, sowie hinsichtlich ihrer zeitlichen Dauer (einmalig oder fortdauernd).

Warum ist laut der Arbeit eine enge Zusammenarbeit zwischen Pädagogik und Therapie nötig?

Da Auswirkungen von Traumata fast ausschließlich im Gruppenalltag durch die PädagogInnen erlebt werden, benötigen diese therapeutisches Wissen, während die Pädagogik den nötigen stabilen Rahmen für therapeutische Erfolge bildet.

Was ist die Kernbotschaft der Untersuchung in der Wohngruppe "Anne Frank"?

Die Untersuchung zeigt, dass der pädagogische Umgang durch enge Taktung und Ressourcenmangel eingeschränkt ist, betont aber die hohe Bedeutung der pädagogischen Beziehungsarbeit für die Stabilisierung der Mädchen.

Ende der Leseprobe aus 148 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Pädagogischer Umgang im Alltag mit traumatisierten weiblichen Jugendlichen in einer stationären Wohngruppe
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, früher: Berufsakademie Stuttgart
Note
1,7
Autor
Christiane Klein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
148
Katalognummer
V59492
ISBN (eBook)
9783638534123
ISBN (Buch)
9783640213405
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pädagogischer Umgang Alltag Jugendlichen Wohngruppe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christiane Klein (Autor:in), 2005, Pädagogischer Umgang im Alltag mit traumatisierten weiblichen Jugendlichen in einer stationären Wohngruppe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59492
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  148  Seiten
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