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Kategoriale Bildung und Handlungsorientierung - Widerspruch oder Kombinationsmöglichkeit?

Darstellung zweier didaktischer Unterrichtsprinzipien im Fach Sozialwissenschaft

Título: Kategoriale Bildung und Handlungsorientierung - Widerspruch oder Kombinationsmöglichkeit?

Trabajo Escrito , 2005 , 14 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Tobias Nahrwold (Autor)

Didáctica - Politíca, Educación política
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In dieser Hausarbeit stelle ich zunächst kurz die Ziele der NRW-Rahmenvorgaben für die politische Bildung und des NRW-Lehrplans für Sozialwissenschaften dar. Anschließend beschreibe ich die beiden fachdidaktischen Prinzipien Kategoriale Bildung und Handlungsorientierung, um schließlich Widersprüche, Gemeinsamkeiten, Gefahren und Chancen der Kombination aufzudecken.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ziele der politischen Bildung und des Faches Sozialwissenschaften

3. Zwei politikdidaktische Unterrichtsprinzipien

3.1 Kategoriale Bildung

3.2 Handlungsorientierung

3.3 Gemeinsamkeiten und Widersprüche, Gefahren und Chancen

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht das Verhältnis der zwei fachdidaktischen Prinzipien „Kategoriale Bildung“ und „Handlungsorientierung“ im Kontext der politischen Bildung. Das Ziel besteht darin, Gemeinsamkeiten sowie potenzielle Widersprüche aufzudecken, auftretende Gefahren bei der Umsetzung zu identifizieren und Möglichkeiten einer sinnvollen Kombination beider Ansätze für die Unterrichtspraxis auszuarbeiten.

  • Analyse der fachdidaktischen Ziele der politischen Bildung und Sozialwissenschaften
  • Theoretische Fundierung und Konzeptualisierung von kategorialer Bildung
  • Untersuchung verschiedener Konzepte der Handlungsorientierung
  • Kritische Reflexion von Gefahren, wie etwa „Verkopfung“ oder blinder „Aktionismus“
  • Diskussion über Synergieeffekte und methodische Kombinationen im Unterricht

Auszug aus dem Buch

3.1 Kategoriale Bildung

Theoretisch gesprochen sind Kategorien „Begriffe, die für gewonnene Erkenntnisse stehen bzw. das Ergebnis wissenschaftlicher Forschung in verdichteter Form wiedergeben“. (Breit/Weißeno 2004, 20) Sie „geben Lernenden die Möglichkeit, Einzelheiten im lebensweltlichen Zusammenhang zu erkennen und Lehrenden die Möglichkeit, Wissenswertes auszuwählen“ (Hilligen 1999, 158). Jedoch hat der Fachwissenschaftler die Freiheit, sich seinen Gegenstandsbereich zu wählen; der Fachdidaktiker steht hingegen „vor dem Problem, aus der ungeheuren Fülle wissenschaftlicher Ergebnisse diejenigen auszuwählen, deren Mitteilung von existentieller Bedeutung ist“ (ebd., 159). Um etwas analysieren zu können, müssen Zusammenfassungen in Kategorien vorgenommen werden. Kategorien besitzen dabei bereits theoretische Vorfestlegungen. Nach Hilligen sind solche Kategorien für die politische Bildung sinnvoll, die „von Lehrenden und zunehmend auch von Lernenden als Instrumente für Erkennen, Lernen, Strukturieren genutzt werden“ (ebd., 161).

Neben Vorschlägen von Spranger (1957) und Sutor (1984) sind die elf politikdidaktischen Kategorien Gieseckes (1965), die jedoch nicht die eigene Spannung und ihren Bezug zueinander darstellen, bekannt geworden: Konflikt, Konkretheit, Macht, Recht, Funktionszusammenhang, Interesse, Mitbestimmung, Solidarität, Ideologie, Geschichtlichkeit und Menschenwürde (ebd.).

Breit und Weißeno hingegen nennen Kategorien, die sie den Analysedimensionen Politikzyklus und politischer Handlungsrahmen zuordnen (Breit/Weißeno 2004, 20 f.). Mit ihrer Hilfe „kann die Lehrerin oder der Lehrer Unterrichtsinhalte eingrenzen und präzisieren“ (ebd., 24). Der Politikzyklus, der zur Erschließung und Erarbeitung eines politischen Inhalts genutzt wird, beinhaltet bei Breit und Weißeno die Kategorien: Inhalt, Ausmaß, Ursache; Folgen, Problemlösungen, Folgen der Problemlösungen; Auseinandersetzung; Ergebnis; neues Problem, neue Aufgabe, neue Streitfrage (ebd., 20ff.). Eine ziellose Einarbeitung wird so durch den Einsatz von Kategorien und Schlüsselfragen verhindert. Der Lehrer oder die Lehrerin kann dabei Kategorien weglassen und auch neue hinzufügen (ebd., 23).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Untersuchung der fachdidaktischen Prinzipien „kategoriale Bildung“ und „Handlungsorientierung“ und steckt das methodische Vorgehen sowie die Fragestellung ab.

2. Ziele der politischen Bildung und des Faches Sozialwissenschaften: Hier werden die durch Rahmenvorgaben und Lehrpläne definierten Ziele der politischen Bildung, insbesondere die Mündigkeit und Urteilsfähigkeit der Schüler, dargelegt.

3. Zwei politikdidaktische Unterrichtsprinzipien: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Analyse der beiden Konzepte und arbeitet deren didaktische Funktionen sowie die internen Spannungsfelder heraus.

3.1 Kategoriale Bildung: Dieser Abschnitt definiert Kategorien als notwendige Instrumente zur Strukturierung komplexer wissenschaftlicher Erkenntnisse für den Lernprozess.

3.2 Handlungsorientierung: Dieser Teil beleuchtet die historische Entwicklung und verschiedene aktuelle Konzepte eines ganzheitlichen, schüleraktiven Unterrichts.

3.3 Gemeinsamkeiten und Widersprüche, Gefahren und Chancen: Es wird untersucht, inwieweit die Prinzipien konkurrieren oder sich ergänzen, wobei besonders auf die Gefahren von „Verkopfung“ gegenüber „Aktionismus“ eingegangen wird.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass keine Widersprüche, sondern starke Kombinationsmöglichkeiten bestehen, die eine kognitive Aufwertung von Handlungsorientierung durch kategoriale Durchdringung nahelegen.

Schlüsselwörter

Politische Bildung, Sozialwissenschaften, Kategoriale Bildung, Handlungsorientierung, Politikdidaktik, Politische Mündigkeit, Unterrichtsprinzipien, Urteilsbildung, Politische Urteilskompetenz, Fachdidaktik, Lernprozess, Politikunterricht, Schüleraktivität, Analyse, Strukturierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Verhältnis der zwei politikdidaktischen Prinzipien „Kategoriale Bildung“ und „Handlungsorientierung“ und prüft, ob diese sich widersprechen oder sinnvoll kombinieren lassen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die theoretischen Grundlagen der kategorialen Bildung, verschiedene Konzepte des handlungsorientierten Unterrichts sowie die didaktische Zielsetzung der politischen Bildung in Nordrhein-Westfalen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie eine Verknüpfung beider Prinzipien einen effektiveren Politikunterricht ermöglichen kann, der sowohl kognitive Tiefe als auch schüleraktive Elemente beinhaltet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine literaturbasierte Analyse und einen Vergleich fachdidaktischer Konzepte durch, um Widersprüche und Chancen in der unterrichtlichen Anwendung aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Darstellung beider Prinzipien, gefolgt von einer kritischen Reflexion über deren Anwendung, Gefahren (wie den Verlust von Reflexion oder „Aktionismus“) und Möglichkeiten der Integration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Politische Mündigkeit, kategoriale Bildung, Handlungsorientierung, Politikdidaktik, Urteilsbildung und die Verknüpfung von kognitivem Lernen mit schüleraktiven Unterrichtsmethoden.

Warum warnt der Autor vor einem „Aktionismus“ im Unterricht?

Der Autor warnt davor, dass Handlungsorientierung ohne theoretische Einbettung und kategoriale Reflexion zu einem rein oberflächlichen Methodeneinsatz führt, der keine tiefere Einsicht in politische Prozesse ermöglicht.

Was bedeutet „kategoriale Bildung“ laut dem Autor?

Kategoriale Bildung nutzt wissenschaftlich fundierte Grundbegriffe (Kategorien), um Schülern die Möglichkeit zu geben, komplexe politische Sachverhalte strukturiert zu erfassen, zu analysieren und einzuordnen.

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Detalles

Título
Kategoriale Bildung und Handlungsorientierung - Widerspruch oder Kombinationsmöglichkeit?
Subtítulo
Darstellung zweier didaktischer Unterrichtsprinzipien im Fach Sozialwissenschaft
Universidad
Bielefeld University
Curso
Einführung in die Didaktik der Sozialwissenschaften
Calificación
1,0
Autor
Tobias Nahrwold (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
14
No. de catálogo
V59562
ISBN (Ebook)
9783638534673
ISBN (Libro)
9783638843966
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kategoriale Bildung Handlungsorientierung Widerspruch Kombinationsmöglichkeit Einführung Didaktik Sozialwissenschaften Kombination
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tobias Nahrwold (Autor), 2005, Kategoriale Bildung und Handlungsorientierung - Widerspruch oder Kombinationsmöglichkeit?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59562
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