Alte Kartenwerke sind rar. Diese alten Mosaike gehören mit Ihren kunstvoll gestalteten Städteansichten zu den wenigen Hinterlassenschaften, die zeigen, wie die Welt früher wargenommen wurde.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Madaba
a) der Ort
b) Georgskirche
c) Datierung des Mosaiks
d) Beschreibung des Mosaikbodens
e) Interpretation der Karte
2. Umm al-Rasas
a) der Ort
b) Stephanuskirche
c) Datierung des Mosaiks
d) Beschreibung des Mosaikbodens
e) Interpretation des Pavimentums
3. Gerasa
a) der Ort
b) Johanneskirche
c) Datierung des Mosaiks
d) Beschreibung des Mosaikbodens
e) Interpretation des Pavimentums
4. Vergleich der architektonischen Mosaike
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit gibt einen Einblick in die Geschichte und Mosaikkunst der Kirchen in den jordanischen Städten Madaba, Umm al-Rasas und Gerasa, mit besonderem Fokus auf die architektonischen Darstellungen und deren Bedeutung für die Pilgerpraxis.
- Geschichte und Stadtentwicklung von Madaba, Umm al-Rasas und Gerasa
- Analyse von Mosaikböden und Stadtdarstellungen (530–785 n. Chr.)
- Vergleich von Datierungsmethoden und Darstellungsstilen
- Untersuchung der religiösen und topographischen Bedeutung der Mosaike
- Interpretation der Funktion für Pilger und Christen
Auszug aus dem Buch
d) Beschreibung des Mosaikbodens
Die verbliebenen Überreste, welche in Abbildung 6 zu sehen sind, gehören zur bedeutendsten und zugleich ältesten Originalkarte des biblischen Landes (Schulten 1901, 3).
Die einstmaligen Maße dürften wohl nicht allzu weit über die erhaltene Ausdehnung hinausgegangen sein und beliefen sich auf 15,7m Breite (nord-südliche Ausdehnung) und 5,6m Länge (Ost-West). Frühere Spekulationen über eine größere Nordsüdausdehnung (beispielsweise Avi-Yonah 1954, 11,15), lassen sich aufgrund der nicht haltbaren Rekonstruktion einer Basilika mit Querschiff verwerfen (vergleichend a).
Wäre das Mosaik vollständig, stellte sich wohl das gesamte östliche, byzantinische Reich vor. Die Karte reichte wahrscheinlich von Tyrus und Sidon im Norden bis zum Nildelta im Süden, vom Mittelmeer im Westen bis zur arabischen Wüste im Osten (Piccirillo 1995, 916).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in die Bedeutung architektonischer Mosaikdarstellungen in der byzantinischen Zeit und die Forschungsziele der Arbeit.
1. Madaba: Untersuchung der Stadtgeschichte, der Georgskirche, der Datierung sowie eine detaillierte Beschreibung und Interpretation der berühmten Mosaik-Landkarte.
2. Umm al-Rasas: Analyse der Ruinenstadt, der Stephanuskirche, der Mosaikkunst und deren Bedeutung als „sprechende Geschichtskarte“.
3. Gerasa: Beleuchtung der Stadtgeschichte, der Johanneskirche und der Besonderheiten ihrer Mosaikdarstellungen.
4. Vergleich der architektonischen Mosaike: Systematischer Vergleich der Darstellungsweisen, Datierungen und Funktionen der Mosaiken in den drei untersuchten Städten.
Schlüsselwörter
Madaba, Umm al-Rasas, Gerasa, Mosaik, Byzantinische Kunst, Stadtvignetten, Pilgerwesen, Archäologie, Kirchenbau, Georgskirche, Stephanuskirche, Johanneskirche, Landkarte, Palästina, Jordanien
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht architektonische Mosaikdarstellungen aus der antiken und byzantinischen Zeit in den drei jordanischen Städten Madaba, Umm al-Rasas und Gerasa.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Stadtgeschichte der drei Orte, die kunsthistorische Analyse der dort gefundenen Mosaikböden sowie deren religiöse und topographische Bedeutung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Mosaizierung, Datierung und Raumwirkung der Stadtbilder aufzuzeigen und deren Bedeutung für die damaligen Christen und Pilger zu erörtern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden archäologische Befunde, historische Quellen (wie das Onomastikon) und stilistische Vergleiche der Mosaikgestaltungen und Inschriften zur Datierung herangezogen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich detailliert der Beschreibung und Interpretation der spezifischen Mosaikböden in den Kirchen der genannten Städte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Mosaik, Byzantinische Kunst, Stadtvignetten, Pilgerwesen, Archäologie und Kirchenbau.
Warum spielt die Madabakarte eine so zentrale Rolle?
Sie gilt als die älteste erhaltene originale biblische Landkarte und dient als wichtiger Vergleichsmaßstab für andere architektonische Darstellungen dieser Zeit.
Welche Rolle spielen die Inschriften für das Verständnis der Mosaike?
Inschriften helfen bei der Identifikation der dargestellten Orte, liefern Informationen zu den Stiftern oder Mosaizisten und tragen maßgeblich zur zeitlichen Einordnung bei.
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- Jana Vogt (Author), 2004, Architekturmosaiken am Beispel der drei Jordanischen Städte Madaba, Umm al-Rasas und Gerasa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59736