Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Dissozialität / Störung des Sozialverhaltens als Krise im Jugendalter

Title: Dissozialität / Störung des Sozialverhaltens als Krise im Jugendalter

Term Paper , 2004 , 28 Pages

Autor:in: Stefanie Witt (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte die Sozialpädagogik noch mit reformpädagogischen Bestrebungen zu tun, die vor allem durch die Jugendbewegung gekennzeichnet ist, die sich gegen alte bestehende Gesellschaftsformen und Moralvorstellungen stellte und eine Hoffnung des neuen Menschen in sich bürgte.Dabei wurde der Begriff im Bereich der Wohlfahrt und Fürsorge verwendet.Aus der Zeit vor und nach dem Ersten Weltkrieg erfuhr sie u.a. durch gesetzliche Einbindung einen breiten institutionellen und beruflichen Raum. Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte und differenzierte sich die Sozialpädagogik weiter aus.

Excerpt


Inhaltsübersicht

1. Einleitung

2. Sozialpädagogik der Lebensalter bezogen auf die Jugendphase – Definition nach Böhnisch

2.1 Biografie, Lebensalter und Lebenslauf

2.2 Biografisierung der Jugendphase

2.3 Gefährdung und Risiko

3. Krisenbegriff nach Mennemann

4. Dissozialität / Verwahrlosung /Störung des Sozialverhaltens

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Dissozialität bzw. Störung des Sozialverhaltens im Kontext jugendlicher Krisen und beleuchtet dabei, wie sozialpädagogische Ansätze auf diese Herausforderungen reagieren können, um die biografische Handlungsfähigkeit der betroffenen Jugendlichen zu unterstützen.

  • Grundlagen der sozialpädagogischen Theorie der Lebensalter nach Böhnisch
  • Analyse des Krisenbegriffs im interdisziplinären Kontext
  • Definition und Ursachen von Dissozialität und abweichendem Verhalten
  • Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Strukturen und jugendlichem Risikoverhalten
  • Die Rolle der Sozialpädagogik in der Krisenintervention und Integrationsförderung

Auszug aus dem Buch

2.1. Biografie, Lebensalter und Lebenslauf

Biografie kann als soziale Tatsache definiert werden, über die alle Menschen verfügen. Beginnend mit der Geburt und endet mit dem Tod. Die äußere Geschichte des Lebens gehört ebenso zur Biografie, wie die psychosoziale Entwicklung eines Menschen. Biografie ist gleichzusetzen mit dem Begriff Lebenslauf. Eine gelebte Biografie hat die Wirksamkeit eines zugeschrieben Merkmals, die man mit zugeschrieben Statusmerkmalen, wie z.B. Hautfarbe, Geschlecht oder soziale Herkunft, vergleichen kann. Diese Merkmale bestimmen den Lebenslauf, woraus sich Lebenschancen ableiten lassen. Dabei beinhaltet eine Biografie die äußere Geschichte des Lebens und die psychosoziale Entwicklung einer Person.

Im Laufe der Geschichte wurden mehrere Verfahren zur Erhebung der Biografie entwickelt. Eine stammt von Max Weber (*1864 – †1920), der sich Ende des 19. Jahrhunderts mit Paul Göhre (*1864 – †1928) zusammen tat. Die Erhebung sozialstatistischer Daten und die lokale autopatische Erkundigung wurden kombiniert. Göhre stellte dabei das erlebnisbezogene Moment in den Vordergrund, Weber jedoch die Analyse der subjektiven Seite als „Meinung“ bzw. „Einstellung“, die als eine objektive Tatsache beschrieben werden sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung bietet einen historischen Abriss über die Entwicklung der Sozialpädagogik und diskutiert das Theorie-Dilemma bei der Begriffsbestimmung angesichts des Wandels von der Gesellschaftserziehung zur Lebensbewältigung.

2. Sozialpädagogik der Lebensalter bezogen auf die Jugendphase – Definition nach Böhnisch: Dieses Kapitel erläutert den Bewältigungsansatz in der Sozialpädagogik und analysiert, wie moderne Individualisierungsprozesse die Biografie und das Risikoverhalten Jugendlicher prägen.

3. Krisenbegriff nach Mennemann: Hier wird der Krisenbegriff aus verschiedenen psychologischen und soziologischen Perspektiven beleuchtet und als notwendige, wenn auch belastende Entwicklungsphase verstanden, die externe Hilfestellung erfordert.

4. Dissozialität / Verwahrlosung /Störung des Sozialverhaltens: Das Kapitel definiert dissoziales Verhalten als Ausdruck misslungener Sozialisation und untersucht die verschiedenen Bedingungsfaktoren wie soziale Schichtung, Schule und Medien sowie deren Klassifikationsmöglichkeiten.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Dissozialität als eine krisenhafte Form der Entwicklung verstanden werden muss, die auf sozialpädagogische Interventionen angewiesen ist.

Schlüsselwörter

Sozialpädagogik, Jugendalter, Dissozialität, Lebensbewältigung, Krise, Biografie, Lebenslauf, Risikogesellschaft, Abweichendes Verhalten, Sozialisation, Etikettierungsansatz, Soziale Schichtung, Jugendkriminalität, Prävention, Handlungsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Dissozialität bzw. Störung des Sozialverhaltens als krisenhafte Ausdrucksform im Jugendalter und analysiert die Hintergründe aus sozialpädagogischer Sicht.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Theorie der biografischen Lebensbewältigung, die Bedeutung von Krisen im Jugendalter sowie Ursachen und Formen von abweichendem Verhalten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, das Verständnis für Dissozialität als krisenhaftes Phänomen zu schärfen und aufzuzeigen, wie die Sozialpädagogik professionell auf diese Problemkonstellationen reagieren kann.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden genutzt?

Es werden vor allem soziologische und psychologische Ansätze, insbesondere die Lebenslaufforschung und die Theorie der Lebensweltorientierung, integriert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch Böhnisch, die Auseinandersetzung mit dem Krisenbegriff nach Mennemann und die detaillierte Analyse dissozialen Verhaltens.

Was zeichnet die beschriebene "Jugendphase" in dieser Arbeit besonders aus?

Die Jugendphase wird als risikohafte Übergangszeit beschrieben, die durch einen Strukturwandel, Zukunftsunsicherheit und die Notwendigkeit der Identitätsfindung zwischen Herkunftsfamilie und Peer-Groups geprägt ist.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Konflikt und Krise?

Basierend auf Mennemann wird eine Krise als eine Zuspitzung von Belastungsmomenten definiert, die den "qualitativen Sprung" zur Neuanpassung und Persönlichkeitsentwicklung erfordert, während ein Konflikt als belastende Situation innerhalb eines Stabilitätsbereiches angesehen wird.

Warum wird im Kapitel 4 der Begriff "Etikettierung" so stark betont?

Der Etikettierungsansatz (Labeling Approach) wird herangezogen, um zu verdeutlichen, dass abweichendes Verhalten oft erst durch gesellschaftliche Zuschreibung als solches definiert und verfestigt wird, was pädagogische Konsequenzen für die Stigmatisierung hat.

Welchen Einfluss haben laut Autorin die Medien auf dissoziales Verhalten?

Medien dienen Jugendlichen als Anregungsquelle; wenn jedoch eine unzufriedene Lebensrealität auf gewaltverherrlichende Medienangebote trifft, kann dies bei Jugendlichen die Fehlentscheidung fördern, Gewalt als legitimes Mittel zur Konfliktlösung zu sehen.

Excerpt out of 28 pages  - scroll top

Details

Title
Dissozialität / Störung des Sozialverhaltens als Krise im Jugendalter
College
University of Lüneburg
Course
Seminar: ' Kinder- und Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie'
Author
Stefanie Witt (Author)
Publication Year
2004
Pages
28
Catalog Number
V59998
ISBN (eBook)
9783638537759
ISBN (Book)
9783656772958
Language
German
Tags
Dissozialität Störung Sozialverhaltens Krise Jugendalter Seminar Kinder- Jugendhilfe Kinder- Jugendpsychiatrie“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Witt (Author), 2004, Dissozialität / Störung des Sozialverhaltens als Krise im Jugendalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59998
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  28  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint