Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte die Sozialpädagogik noch mit reformpädagogischen Bestrebungen zu tun, die vor allem durch die Jugendbewegung gekennzeichnet ist, die sich gegen alte bestehende Gesellschaftsformen und Moralvorstellungen stellte und eine Hoffnung des neuen Menschen in sich bürgte.Dabei wurde der Begriff im Bereich der Wohlfahrt und Fürsorge verwendet.Aus der Zeit vor und nach dem Ersten Weltkrieg erfuhr sie u.a. durch gesetzliche Einbindung einen breiten institutionellen und beruflichen Raum. Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte und differenzierte sich die Sozialpädagogik weiter aus.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Sozialpädagogik der Lebensalter bezogen auf die Jugendphase - Definition nach Böhnisch
- Biografie, Lebensalter und Lebenslauf
- Biografisierung der Jugendphase
- Gefährdung und Risiko
- Krisenbegriff nach Mennemann
- Dissozialität / Verwahrlosung /Störung des Sozialverhaltens
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht das Konzept der Dissozialität und Störung des Sozialverhaltens im Kontext der Jugendphase. Sie befasst sich mit dem Begriff der Lebensbewältigung in der Sozialpädagogik und analysiert die Jugendphase als ein potenzielles Risikofeld.
- Die Rolle der Sozialpädagogik in der Lebensbewältigung
- Der Einfluss von Individualisierung und Risikogesellschaft auf die Jugendphase
- Die Bedeutung des Krisenbegriffs für die Jugendphase
- Dissozialität / Störung des Sozialverhaltens als Form der Krise im Jugendalter
- Bedeutung von präventiven und interventiven Maßnahmen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt den Leser in das Thema der Hausarbeit ein, indem sie die Entwicklung der Sozialpädagogik vom 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart beleuchtet. Sie beleuchtet die Bedeutung der Sozialpädagogik in Bezug auf das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, sowie die Herausforderung, das Wort "sozial" aus unterschiedlichen Perspektiven zu verstehen.
Kapitel 2 befasst sich mit der Definition von Sozialpädagogik nach Böhnisch, mit besonderem Fokus auf die Lebensalter-Perspektive. Es untersucht die biografische Lebensbewältigung, das Konzept der Risikogesellschaft und die damit verbundene Individualisierung.
Kapitel 3 widmet sich dem Krisenbegriff nach Mennemann und seiner Relevanz für die Jugendphase.
Kapitel 4 erörtert das Phänomen der Dissozialität / Störung des Sozialverhaltens und beleuchtet dessen Zusammenhang mit den vorhergehenden Kapiteln.
Schlüsselwörter
Sozialpädagogik, Jugendphase, Lebensbewältigung, Individualisierung, Risikogesellschaft, Krisenbegriff, Dissozialität, Störung des Sozialverhaltens, Biografie, Lebensalter, Gefährdung, Risiko
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Dissozialität im Jugendalter?
Dissozialität oder eine Störung des Sozialverhaltens bezeichnet Verhaltensweisen, die massiv gegen soziale Normen und Regeln verstoßen. In der Arbeit wird dies als eine Form der Krise bei der Lebensbewältigung in der Jugendphase analysiert.
Welche Rolle spielt die Sozialpädagogik bei der Lebensbewältigung?
Nach dem Konzept von Böhnisch unterstützt die Sozialpädagogik Individuen dabei, die Herausforderungen ihrer Biografie und ihres Lebenslaufs in einer komplexen Gesellschaft zu meistern.
Warum gilt die Jugendphase als besonderes Risikofeld?
Durch zunehmende Individualisierung und die Anforderungen der „Risikogesellschaft“ stehen Jugendliche unter hohem Druck, ihre Biografie selbst zu gestalten, was bei fehlenden Ressourcen zu Krisen führen kann.
Wie definiert Mennemann den Krisenbegriff?
Die Arbeit nutzt den Krisenbegriff nach Mennemann, um die emotionalen und sozialen Zuspitzungen zu beschreiben, die Jugendliche erfahren können, wenn herkömmliche Bewältigungsstrategien versagen.
Welchen geschichtlichen Hintergrund hat die Sozialpädagogik in diesem Bereich?
Die Arbeit beleuchtet die Entwicklung seit Beginn des 20. Jahrhunderts, von reformpädagogischen Bestrebungen der Jugendbewegung bis hin zur gesetzlichen Einbindung in Wohlfahrt und Fürsorge.
- Quote paper
- Stefanie Witt (Author), 2004, Dissozialität / Störung des Sozialverhaltens als Krise im Jugendalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59998