Chaos auf dem Mobilfunkmarkt - Discountangebote der Mobilfunkanbieter


Hausarbeit, 2006

31 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was sind Discounttarife auf dem Mobilfunkmarkt?
2.1 PrePaid-Verbindungen
2.1.1 Tchibo – Tchibofonieren
2.1.2 AldiTALK
2.2 PostPaid-Verbindungen
2.2.1 Tchibo
2.2.2 e-plus – BASE

3 Stärken der Billigmobilfunktarife

4 Schwächen der Billigmobilfunktarife

5 Akzeptanz der Billigmobilfunktarife

6. Bewertung und Ausblick

7. Literaturverzeichnis und Webliographie

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

„Wer günstig spricht, spricht Aldi!“, „freedom of speech“ oder „Tchibofonieren Sie auch?“ sind nur drei der zahlreichen Werbeslogans der Billigdiscountangebote der Mobilfunkanbieter.[1]

Jeden Tag erscheinen immer mehr Angebote der Netzbetreiber, wie Eplus, o2 oder T-Mobile, mit Discounthändlern, wie Aldi, Plus oder WalMart. Der harte Kampf der „kleinen Cents“ scheint kein Ende zu finden. Fast täglich erscheint in der Fernseh- oder Radiowerbung wieder ein sagenhaft günstiges Handytarif-Angebot.

Früher haben viele Kunden auf spezielle Angebote wie an Weihnachten, Ostern oder Pfingsten gewartet, ehe sie sich für einen Anbieter entschieden haben. Zahlreiche Kunden surften sehr lange und intensiv im Internet auf der Jagd nach einem für sich geeigneten Mobilfunkangebot. Da die Minutenpreise der Netzbetreiber relativ fix waren, haben zahlreiche Handyshopbetreiber ihr Angebot an Gratiszugaben als entscheidenden Faktor für den Vertragsabschluss gesehen und sehr viel an Geschenke mitgegeben. Heute ist das „Warten auf Weihnachten“ oder „das lange Surfen im Internet“ nach Handyvertragsschnäppchen eindeutig vorbei!

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich zunächst mit der Frage, was Discounttarife auf dem Mobilfunkmarkt überhaupt bedeuten. Anschließend werden die beiden Verbindungsarten PrePaid und PostPaid mit jeweils zwei Beispielen definiert. In den Kapiteln 3 und 4 wird eine detaillierte Betrachtung der Stärken und Schwächen der Billigmobilfunktarife dargestellt. Zahlreiche Beispiele sollen auch zu einem besseren Verständnis beitragen und einen möglichen Einblick in dieses Thema geben.

Kapitel 5 befasst sich mit der Akzeptanz von Billigangeboten der Mobilfunkanbieter. Hierzu werden verschiedene Ergebnisse der Studien und Analysen des Statistischen Bundesamtes, des Mobilfunk-Service-Providers Talkline und des Marktforschungsunternehmens Strategy Analytics vorgestellt. Mit Kapitel 6 „Bewertung und Ausblick“ endet die vorliegende Arbeit und versucht dem Titel: „Chaos auf dem Mobilfunkmarkt?!“ eine passende Antwort zu geben.

2 Was sind Discounttarife auf dem Mobilfunkmarkt?

Mobilfunk & Discount

Ob in der Fernseh-, Radio- oder Internetwerbung immer häufiger und lauter erklingen die Begriffe „Mobilfunkdiscount“, „Billighandytarife“ und „Discountalarm der Mobilfunkanbieter“. Der deutsche Mobilfunkmarkt durchläuft eine spannende Phase und ist so heiß umkämpft wie noch nie.

Immer mehr Mobilfunkanbieter kooperieren mit unterschiedlichen Discounthändlern, wie bspw. e-plus mit Aldi oder Debitel Light mit der Plus Warenhandesgesellschaft. Dies sind nur zwei der boomenden Billigdiscounttarife der Mobilfunkanbieter.

Fast nahezu jeden Tag erscheint ein neues Angebot der Billiganbieter zu „superniedrigen“ Preisen. Je zahlreicher die Offerte desto unübersichtlicher die Angebote. Ob e-plus, T-Mobile oder o2, alle locken Handyuser mit Wahnsinnsangeboten. Hier trifft das Sprichwort: „Wer die Wahl hat, hat die Qual!“ vollkommen zu.

Discounttarife umfassen sowohl PrePaid- als auch PostPaid-Verbindungen. Die meisten Billigtarife bewegen sich jedoch in dem Bereich der PrePaid-Verbindungen. Beide Begriffe werden in den Kapiteln 2.1 und 2.2 mit erklärenden Beispielen näher erläutert.

Die Begriffe des Wenig- bzw. Vieltelefonierers werden in den folgenden Kapiteln des öfteren erwähnt. Anschließende Abbildung erklärt beide Bezeichnungen, lt. der Ergebnisse eines Testverfahrens der Stiftung Warentest.[2]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Wenig- und Vieltelefoniererprofil im Vergleich

Quelle: http://www.verivox.de/mobile/Handy-Billigtarife.asp?ID=20

2.1 PrePaid-Verbindungen

Wie in Kapitel 2 erwähnt, sind die meisten Billigmobilfunk-Angebote in dem Bereich des „PrePaid“ angesiedelt.

Mit dem Begriff des „PrePaid“ werden Mobilfunkverbindungen die auf keiner vertraglichen Bindung zu einem Mobilfunkanbieter stehen, verstanden. Früher wurde dieser Begriff auch synonym mit den Begriffen des „CallYaCard“ der Firma Vodafone oder der „XtraCard“ des Anbieters D1 in Verbindung gebracht.

PrePaid-Tarife locken nicht nur mit der Vertragsfreiheit zahlreiche Kunden an, sondern auch mit bspw. Startguthaben bis zu 17,77 € bei einem Einrichtungspreis von 19,95 €. Auch die internen Verbindungspreise von 5 Ct./Min. lassen den Handynutzer zu einem Wechsel anstiften.

Einigen Meinungen zu Folge lohnt sich der Wechsel zu einem Billiganbieter nur für Wenigtelefonierer.[3] Aber auch Vieltelefonierer kommen somit auf ihre Kosten, wenn die meisten Gesprächspartner auch über den entsprechenden Anbieter telefonieren. Nicht nur das Telefonieren lohnt sich in einem solchen Fall, sondern auch das SMS verschicken für nur 5 Ct./SMS ins interne Netz, z. B. bei e-plus in Verbindung mit AldiTALK oder Vodafone mit seinem CallYaCompact-Tarif.

Der Vertrieb der benötigten SIM-Karte erfolgt bei den meisten Anbietern über das Internet, über sog. Onlineshops. Zuvor muss die Registrierung, bei einem der teilnehmenden Discounthändler gegen einen Einrichtungspreis i. H. v. max. 19,99 €, gekauft werden. Nach einem Anruf bei der zuständigen Hotline erfolgt innerhalb von 48 Stunden die Freischaltung der SIM-Karte.

Viele Anbieter preisen damit, dass jede verschickte SIM-Karte selbstverständlich in jedes beliebige Mobiltelefon einsetzbar ist. Nach erfolgtem Anruf bei der entsprechenden Hotline wird die benötigte SIM-Karte nach Angabe des Wohnortes des Neukunden, an die angegebene Adresse verschickt.[4] Danach steht dem Telefonieren und versenden von Kurzmitteilungen nichts im Wege.

Folgende Abbildung gibt einen Überblick über die am häufigsten genannten Discounttarife der Mobilfunkanbieter mit weiteren Merkmalen, wie z. B. des Tarifs, der Taktung und der Mailboxabfrage.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Die vier häufig genutzten PrePaid-Tarife im Überblick

Quelle: http://www.verivox.de

2.1.1 Tchibo – Tchibofonieren

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[5] Als Ursprung der Billigtarife der Mobilfunkanbieter ist wohl der bekannte hamburger Kaffeeröster Tchibo, zu nennen. In November des Jahres 2004 stellte Tchibo seinen ersten Mobilfunk-PrePaid-Tarif mit technischer Unterstützung des Netzanbieter o2 vor.[6]

Mit einem Einheitspreis von 35 Ct./Min. wollte Tchibo möglichst viele Handykunden ansprechen. Mit seinem Tarif „Rund-um-die-Uhr“ lag Tchibo deutlich unter den Minutenpreisen aller anderen Netzanbieter wie e-plus, Vodafone oder T-Mobile. Dieser Tarif galt in alle deutschen Mobilfunk- und Festnetze und sprach somit den Kunden stark an, denn es war nicht mehr notwendig auf die günstige Nebenzeit, ab 18 Uhr, zu warten um günstiger telefonieren zu können. Lt., einer von Tchibo in Auftrag gegebenen Studie, führt die Unübersichtlichkeit des Tarifdschungels viele Menschen in die Verzweiflung. Mit diesem Einheitspreis sorgte Tchibo erstmals für Tariftransparenz.[7]

Auch als erster Anbieter, offerierte Tchibo seinen Kunden das kostenlose Abhören der Mailbox, denn bis zu diesem Zeitpunkt war es unüblich, die Mailbox kostenlos von einer PrePaid-Karte abzuhören.

Seit dem ersten Verkaufstag im Winter 2004 bietet Tchibo PrePaid-Karten mit subventionierten Mobiltelefonen an. Das klassische und sehr einfach zu bedienende Kompakthandy für 39,95 € war bereits am ersten Verkaufstag in vielen Tchiboshops restlos ausverkauft. Neben dem Kompakthandy wurde ein Designer-Klapphandy für 79,95 € und ein hochwertiges Fotohandy für 129,95 € zum sofortigen Gebrauch, angeboten.[8]

Der Rekord des Mobilfunkanbieters Quam[9] mit 50.000 Neukunden nach 3 Monaten Produkteinführung, ist von dem Kaffeeröster nach nur einer Woche, ausnahmslos gebrochen.

Mit dem Riesenerfolg wuchs der Wettbewerb sehr stark an und Tchibo sah sich gezwungen seinen Einheitspreis von 35 Ct./Min. auf 25 Ct./Min. zu senken. Alle anderen Konditionen des Rund-um-die-Uhr-Tarifs in alle deutschen Mobilfunk- und Festnetze sind selbstverständlich noch immer aktuell. Neben der Tarifsenkung, „tchibonfieren“ alle Tchibokunden untereinander jetzt nur noch für 5 Ct./Min.[10]

[...]


[1] Zitate aus der Fernseh- und Plakatwerbung von Aldi, Eplus und Tchibo

[2] vgl. http://www.test.de

[3] vgl. http://www.inside-handy.de/news/3797.html

[4] Eigene Erfahrung bei dem Verkauf einer Debitel Light PrePaid-Registrierung bei der Firma Plus

[5] vgl. www.tchibo.de

[6] vgl. http://www.zdf.de/ZDFheute/inhalt/9/0,3672,2320489,00.html

[7] vgl. http://www.teltarif.de/arch/2004/kw40/s15017.html

[8] vgl. http://www.teltarif.de/arch/2004/kw42/s15103.html

[9] vgl. http://www.quam.de

[10] vgl. „Schnappschuss-Schnäppchen“-Informationsbroschüre „PrePaid“ von Tchibo

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Chaos auf dem Mobilfunkmarkt - Discountangebote der Mobilfunkanbieter
Hochschule
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen  (Wirtschaftsinformatik)
Veranstaltung
Wirtschaftsinformatik/Marketing
Note
1,7
Autor
Jahr
2006
Seiten
31
Katalognummer
V60016
ISBN (eBook)
9783638537858
Dateigröße
610 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Chaos, Mobilfunkmarkt, Discountangebote, Mobilfunkanbieter, Wirtschaftsinformatik/Marketing
Arbeit zitieren
Pervin Turhan (Autor), 2006, Chaos auf dem Mobilfunkmarkt - Discountangebote der Mobilfunkanbieter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60016

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