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Der Erste Weltkrieg als Wegbereiter des Totalen Krieges

Titel: Der Erste Weltkrieg als Wegbereiter des Totalen Krieges

Seminararbeit , 2006 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Daniel Rottgardt (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

[...] Die vorliegende Arbeit wird sich zunächst mit den eben erwähnten kurzen Begriffsdefinitionen beginnen, im weiteren Verlauf aufzeigen wie das Kaiserreich den Krieg begann, welche Vorgehensweise gewählt wurde und mit welchen Planungen der Krieg gewonnen werden sollte. Hierbei wird kurz untersucht, ob der Generalstab davon ausging, dass die Planungen einen kurzen Krieg garantierten oder ob man sich bereits damals bewusst war, dass mit einer längerfristigen Auseinadersetzung zu rechnen war.[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die idealtypischen Kriegsformen

2.1. Der Kabinettskrieg

2.2. Der Volkskrieg

2.3. Der totale Krieg

2.4. Zwischenbilanz

3. Vorbereitung und Ausgestaltung des Ersten Weltkrieges im deutschen Reich

3.1. Kriegszielagitation

3.2. U-Boot Krieg und „Knock Out Policy“

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die These, dass der Erste Weltkrieg den historischen Übergang von traditionellen Kriegstypen, wie dem Kabinetts- und Volkskrieg, hin zum modernen totalen Krieg markierte. Dabei wird analysiert, inwieweit der Konflikt bereits totalitäre Züge entwickelte und welche Akteure, von der militärischen Führung bis hin zu zivilen Agitatoren, diesen Prozess beeinflussten.

  • Charakterisierung idealtypischer Kriegsformen
  • Analyse der deutschen Kriegsvorbereitung und des Schlieffenplans
  • Untersuchung der Kriegszielagitation als Radikalisierungselement
  • Bedeutung des uneingeschränkten U-Boot-Krieges
  • Bewertung des Ersten Weltkriegs als "Totaler Krieg"

Auszug aus dem Buch

3. Vorbereitung und Ausgestaltung des Ersten Weltkrieges im deutschen Reich

Die Ansicht, dass der Erste Weltkrieg seitens der deutschen Generalität durch einen kurzen durchschlagenden Erfolg mittels eines einzigen Planens zu gewinnen sei, wurde innerhalb der historischen Wissenschaft und der letzten Jahre grundlegend revidiert. Gingen Autoren, wie Jehouda Wallach noch davon aus, dass Moltke (der Jüngere), Falkenhayn und andere Offiziere des Generalstabes vom Nichtgelingen des Schlieffenplanes überrascht wurden, so zeigen Stig Förster und Wolfgang J. Mommsen, dass dies so nicht der Fall gewesen ist. Grundsätzlich kann und muss davon ausgegangen werden, dass dem Generalstab bewusst war, dass es zu einem längerfristigen Krieg kommen würde. Selbst der ältere Moltke ging schon 1890 davon aus, dass der nächste europäische Krieg „sehr wohl sieben Jahre dauern, ja sogar ein neuer dreißigjähriger Krieg werden könnte“. Die Durchführung des Plans wurde dennoch verfolgt. Ziel war es jedoch nicht mehr den Feind in einer großen Schlacht zu schlagen, sondern aus den erzielten militärischen Erfolgen, welche die Durchführung des Plans mit sich bringen würde, eine bessere Ausgangslage für Verhandlungen und die weitere militärtaktische Vorgehensweise zu erlangen.

Mit dem Schlieffenplan entstand bereits 1905 eine militärischer Angriffsplan, der davon ausging, dass zuerst der Feind im Westen, also hauptsächlich Frankreich, besiegt werden muss, damit man später dem Feind im Osten, also Russland, die gesamte Stärke der Armee entgegensetzen konnte. Dabei setzte der Plan alles auf eine Karte. Die Niederschlagung der Franzosen musste um jeden Preis gelingen und die Russen durften nicht zu früh mobilisieren. Man war sogar bereit, zumindest temporär, Verluste im Osten hin zu nehmen, diese jedoch später wieder auszugleichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die globalen Konflikte des 20. Jahrhunderts ein und stellt die zentrale These auf, dass der Erste Weltkrieg die Schwelle zum totalen Krieg darstellte.

2. Die idealtypischen Kriegsformen: In diesem Kapitel werden Kabinettskrieg, Volkskrieg und totaler Krieg als theoretische Konzepte definiert, um eine Grundlage für die historische Einordnung zu schaffen.

3. Vorbereitung und Ausgestaltung des Ersten Weltkrieges im deutschen Reich: Das Kapitel untersucht die militärischen Planungen des Deutschen Reiches und die innenpolitischen Auswirkungen der Kriegszielagitation während des Ersten Weltkriegs.

4. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass der Erste Weltkrieg zwar fundamentale Elemente des totalen Krieges aufwies, aber noch nicht alle Kriterien eines vollendeten totalen Krieges erfüllte.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, totaler Krieg, Kabinettskrieg, Volkskrieg, Schlieffenplan, Kriegszielagitation, Generalstab, U-Boot-Krieg, deutsche Außenpolitik, Militärgeschichte, Kriegführung, totale Mobilmachung, Hindenburgprogramm, Vernichtungskrieg, industrielle Kriegsführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel der Kriegführung im Ersten Weltkrieg und prüft die These, dass dieser Konflikt den Übergang zum totalen Krieg markierte.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die theoretische Abgrenzung von Kriegstypen, die deutsche Militärplanung vor 1914 sowie die Rolle der Kriegszielagitation und der wirtschaftlichen Mobilisierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob der Erste Weltkrieg als totaler Krieg bezeichnet werden kann oder lediglich wichtige Charakteristika desselben aufwies.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen historisch-analytischen Ansatz unter Verwendung zeitgenössischer Quellen und aktueller Forschungsliteratur zur Einordnung der Kriegsformen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung von Kriegsformen und eine detaillierte Analyse der deutschen Strategie, insbesondere des Schlieffenplans und der U-Boot-Kriegsführung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem totaler Krieg, Kabinettskrieg, Kriegszielagitation, Schlieffenplan und die Ökonomisierung des Menschen im Krieg.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Schlieffenplans?

Der Autor führt aus, dass der Schlieffenplan ein hohes Risiko barg und die zivile politische Führung kaum an dessen Aufstellung beteiligt war, was die militärische Dominanz unterstreicht.

Warum wird der U-Boot-Krieg als Element des totalen Krieges gewertet?

Weil der uneingeschränkte U-Boot-Krieg den Einsatz aller verfügbaren Mittel gegen den Gegner forderte und damit die Grenze zwischen militärischen und zivilen Bereichen weiter verwischte.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Erste Weltkrieg als Wegbereiter des Totalen Krieges
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Krieg und Kriegsbilder
Note
2,0
Autor
Daniel Rottgardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
19
Katalognummer
V60187
ISBN (eBook)
9783638539296
ISBN (Buch)
9783640385553
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erste Weltkrieg Wegbereiter Totalen Krieges Krieg Kriegsbilder
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Rottgardt (Autor:in), 2006, Der Erste Weltkrieg als Wegbereiter des Totalen Krieges, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60187
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Leseprobe aus  19  Seiten
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