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Förderungsmöglichkeiten für leistungsstarke Auszubildende in der betrieblichen Ausbildung

Title: Förderungsmöglichkeiten für leistungsstarke Auszubildende in der betrieblichen Ausbildung

Term Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Maike Danne (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Menschen haben unterschiedliche Fähigkeiten, jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Die Stärken - und auch die Schwächen - zu entdecken und das Beste daraus zu machen verdient Anerkennung und Förderung. Ob in Schule, Studium oder Beruf - das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) versucht die unterschiedlichen Begabungen und Talente zu finden und zu fördern. Die Begabtenförderung beschränkt sich derzeit jedoch im Wesentlichen auf das BMBF-Programm "Begabtenförderung berufliche Bildung" und ist auf eine Förderung nicht während, sondern erst nach Abschluss der beruflichen Ausbildung gerichtet. Wesentliches Förderkriterium ist die Note der Ausbildungsabschlussprüfung. Besonders leistungsstarke Absolventen einer anerkannten dualen Berufsausbildung werden mit Hilfe von Kostenzuschüssen für 3 Jahre in ihrer persönlichen und beruflichen Weiterbildung unterstützt. Dieses Förderprogramm wird derzeit nicht systematisch ergänzt durch eine berufliche Begabtenförderung, die frühzeitig in den beruflichen Schulen und den Ausbildungsbetrieben, also während der Berufsausbildung ansetzt. Begabungspotentiale in der Berufsausbildung werden u.U. nicht rechtzeitig genug erkannt, unterstützt und gefördert. Vor dem Hintergrund eines anhaltend hohen Zugangs zu höheren allgemeinen Bildungsgängen, in Verbindung mit dem Erwerb der Hochschulreife, ist die Identifizierung und Förderung beruflich besonders begabter und befähigter Jugendlicher bereits während des Ausbildungsverlaufs jedoch immer notwendiger.
Nach Auskunft befragter Betriebe wird der Anteil der leistungsstarken Jugendlichen in der betrieblichen Ausbildung - bezogen auf die Gesamtzahl der Auszubildenden - auf 5-10% eingeschätzt. Daher sollte das bestehende BMBF-Förderprogramm ausgebaut und erweitert werden. "Es sollte sich nicht nur vornehmlich an leistungsstarke Absolventen beruflicher Ausbildung richten und die angebotenen Fördermaßnahmen im allgemeinen auf berufsbegleitende Weiterbildung, wie Fremdsprachen, Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung, Betriebswirtschaft und EDV, konzentrieren, sondern auf die Förderung besonders befähigter Jugendlicher während der betrieblichen Ausbildung ausgedehnt werden."

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung 'berufliche Begabung'

3. Woran erkennt man einen leistungsstarken Jugendlichen?

3.1. Kriterien zur Auswahl leistungsstarker Jugendlicher

3.2. Probleme bei der Erkennung leistungsstarker Jugendlicher

4. Fördermaßnahmen und Qualifizierungsziele

5. Der Modellversuch "LAnf"

5.1. Hintergrund und Ziele des Modellversuchs

5.2. Die Konzeption des Modellversuchs

5.3. Die praktische Umsetzung

6. Nutzen der Begabtenförderung berufliche Bildung

6.1. Nutzen für den Auszubildenden

6.2. Nutzen für die Betriebe

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Notwendigkeiten einer gezielten Begabtenförderung für Auszubildende während der betrieblichen Ausbildung, da bestehende Programme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) den Fokus primär auf die Zeit nach dem Berufsabschluss legen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie leistungsstarke Jugendliche bereits während ihres Ausbildungsganges identifiziert und durch differenzierte Maßnahmen individuell gefördert werden können, um so deren Potenzial optimal auszuschöpfen.

  • Begriffsbestimmung beruflicher Begabung im betrieblichen Kontext.
  • Kriterien und Herausforderungen bei der Identifizierung leistungsstarker Auszubildender.
  • Analyse betrieblicher Fördermaßnahmen und deren Qualifizierungsziele.
  • Evaluation des Modellversuchs "Leistungsstarke Auszubildende nachhaltig fördern" (LAnf).
  • Nutzen der Begabtenförderung für Auszubildende und ausbildende Unternehmen.

Auszug aus dem Buch

3.2. Probleme bei der Erkennung leistungsstarker Jugendlicher

So eindeutig die oben angeführten Punkte zur Erkennung einer beruflichen Begabung auch erscheinen mögen, so kristallisiert sich dies in der Praxis leider nicht zweifelsfrei heraus. Grund dafür ist z.B. die unterschiedliche Beurteilung des Auszubildenden durch Betriebsmitglieder und Ausbilder, wenn verschiedene Beurteilungsmaßstäbe zugrunde gelegt werden. Auch "Fachabteilungsbezogen können durchaus differenzierte Maßstäbe herangezogen werden, die nicht allgemeingültig sein müssen."

Daneben spielt der eigene Berufsweg und Charakter des Ausbilders, sowie die mehr oder weniger stark ausgeprägte Sympathie gegenüber dem Auszubildenden eine entscheidende Rolle. Des weiteren ist dem Zeitpunkt der Erkennung der beruflichen Begabung besondere Aufmerksamkeit zu schenken: Dies kann bereits beim Einstellungstest geschehen, am ersten oder zweiten Tag, zum Ende der Probezeit wenn der Jugendliche selbstsicherer wird, oder aber auch erst nach ein bis zwei Jahren.

Hinzu kommt die Bandbreite der gegenwärtig etwa 350 existierenden anerkannten Ausbildungsberufe, die unterschiedliche berufliche Anforderungen bedingen können. "Somit kann man also wie schon im Bereich der allgemeinen Begabung so auch im Bereich der beruflichen Begabung nicht von einer Begabung sprechen, sondern muss von einem sehr facettenreichen Konstrukt ausgehen."

Erschwert oder sogar verhindert wird die Erkennung der beruflichen Begabung zum Teil auch durch Schwankungen bzw. Veränderungen besonderer Leistungsstärke. Ein solches unkontinuierliches Leistungsbild liegt meistens im persönlichen oder sozialen Umfeld des Auszubildenden, wie z.B. der Freundeskreis, der Freund/ die Freundin oder vielleicht der Auszug aus dem Elternhaus. Das Alter und die Reife des Jugendlichen ist hierbei ein entscheidender Faktor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Defizite in der aktuellen Begabtenförderung, die sich meist auf die Zeit nach der Ausbildung konzentriert, und legt das Ziel der Arbeit fest, Möglichkeiten während der Ausbildungszeit zu untersuchen.

2. Begriffsklärung 'berufliche Begabung': Das Kapitel verdeutlicht die Problematik, dass bisher keine einheitliche Definition beruflicher Begabung existiert und beleuchtet verschiedene theoretische Ansätze zur Kategorisierung.

3. Woran erkennt man einen leistungsstarken Jugendlichen?: Hier werden spezifische Merkmale sowie die praktischen Schwierigkeiten bei der Identifizierung besonders befähigter Auszubildender im betrieblichen Alltag analysiert.

4. Fördermaßnahmen und Qualifizierungsziele: Das Kapitel untersucht den Handlungsspielraum von Betrieben zur Förderung leistungsstarker Azubis jenseits gesetzlicher Mindestanforderungen durch Maßnahmen wie Zusatzqualifikationen oder erhöhte Verantwortung.

5. Der Modellversuch "LAnf": Dieser Abschnitt präsentiert den Modellversuch "Leistungsstarke Auszubildende nachhaltig fördern" (LAnf) als konkretes Beispiel für eine individualisierte und differenzierte Begabtenförderung während der Ausbildung.

6. Nutzen der Begabtenförderung berufliche Bildung: Es wird dargelegt, welchen strategischen Mehrwert eine solche Förderung sowohl für die persönliche Entwicklung des Auszubildenden als auch für die Wettbewerbsfähigkeit und Imagebildung des Unternehmens bietet.

7. Fazit: Die abschließende Betrachtung bilanziert die Notwendigkeit, Begabtenförderung in der beruflichen Bildung systematischer und intensiver zu gestalten, um zukünftigen Fachkräftebedarfen entgegenzuwirken.

Schlüsselwörter

Begabtenförderung, berufliche Bildung, Auszubildende, betriebliche Ausbildung, Modellversuch, LAnf, Zusatzqualifikation, Kompetenzentwicklung, Personalförderung, Schlüsselqualifikationen, Leistungsdifferenzierung, berufliche Begabung, Fachkräftemangel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit?

Die Arbeit thematisiert die Möglichkeiten und Verfahren zur Förderung besonders leistungsstarker Jugendlicher bereits während ihrer betrieblichen Berufsausbildung in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition beruflicher Begabung, den Kriterien für deren Identifikation sowie den praktischen Umsetzungsstrategien für Fördermaßnahmen in Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist aufzuzeigen, wie Betriebe und Berufsschulen über bestehende, eher nachgelagerte BMBF-Programme hinausgehen können, um Begabungen während der aktiven Ausbildungszeit zu erkennen und gezielt zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Fachliteratur, bestehenden Studien und der Evaluation des Modellversuchs "LAnf" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse von Auswahlkriterien, die Darstellung betrieblicher Förderinstrumente sowie eine detaillierte Fallstudie zum Modellversuch "LAnf".

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind berufliche Begabung, betriebliche Ausbildung, Zusatzqualifikation, Individualisierung, Differenzierung und die Förderung von Schlüsselqualifikationen.

Welche Herausforderungen bestehen laut Autor bei der Erkennung von Begabungen?

Die Autorin hebt hervor, dass mangelnde allgemeingültige Maßstäbe, individuelle Sympathien der Ausbilder sowie die Vielfalt der Ausbildungsberufe eine objektive Erkennung erschweren.

Warum wird der Modellversuch "LAnf" als positives Beispiel hervorgehoben?

Der Modellversuch wird als vorbildhaft beschrieben, da er gezielt auf zertifizierbare Zusatzqualifikationen und die Förderung persönlichkeitsbildender Kompetenzen während der laufenden Ausbildung setzt.

Welche Rolle spielt die betriebliche Mitgestaltung laut Arbeit?

Der Arbeit zufolge ist eine aktive, selbstverantwortliche berufliche Mitgestaltung durch die Auszubildenden essenziell, um die zukünftige Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu sichern.

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Details

Title
Förderungsmöglichkeiten für leistungsstarke Auszubildende in der betrieblichen Ausbildung
College
University of Applied Sciences Bremen
Grade
1,0
Author
Maike Danne (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V60395
ISBN (eBook)
9783638540865
ISBN (Book)
9783656779698
Language
German
Tags
Förderungsmöglichkeiten Auszubildende Ausbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maike Danne (Author), 2005, Förderungsmöglichkeiten für leistungsstarke Auszubildende in der betrieblichen Ausbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60395
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