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Analyse des Textes "Das Subjekt im gesellschaftlichen Wandel" nach Helga Bilden und Analyse der Rolle der Frau im Individualisierungsprozess

Title: Analyse des Textes "Das Subjekt im gesellschaftlichen Wandel" nach Helga Bilden und Analyse der Rolle der Frau im Individualisierungsprozess

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 39 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Unter dem Begriff Individualisierung kann man zum einen die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten eines jeden Individuums und zum anderen die gesellschaftlichen Faktoren, die dieses Phänomen erst möglich gemacht haben, verstehen. Fakt ist, dass Individualisierung auch etwas mit der Sozialisation eines jeden einzelnen zu tun hat. Grundlagen die in der Familie gelegt werden beeinflussen jeden von uns in seinem Handeln und Tun. Die gesellschaftlichen Prinzipien und Konventionen erledigen den Rest. Die Sozialwissenschaftlerin Helga Bilden hat sich dem Phänomen der Individualisierung einmal genähert, indem sie verschiedene Theorien betrachtet und auf Vor- und Nachteile untersucht hat. Herausgekommen ist ein breites Spektrum an Informationen, aber auch persönlichen Interpretationen, die vor allem gesellschaftliche Wandlungstendenzen sichtbar machen. Ein großes Augenmerk hat Helga Bilden auf Ulrich Beck gelegt, dessen Individualisierungstheorem den Entwicklungsprozess der Individualisierung sehr genau dokumentiert. Des weiteren kann man feststellen, dass Helga Bilden ein sehr großes Interesse an der Frauenarbeit und vor allen Dingen deren Emanzipation hat. Gerade für die Frauenbewegung im Allgemeinen haben die Individualisierungstendenzen im gesellschaftlichen Wandel ein Gros an Innovationen hervorgebracht. Welche Frau konnte sich vor 100 Jahren schon vorstellen das Leben eigenverantwortlich und selbständig zu gestalten. Abhängigkeit vom Mann und strikte Aufgabenteilung bestimmten das Alltagsleben der Frauen. Für viele Frauen bedeutet diese Abkehr von einem tradierten Frauenbild ein breites individuelles Entwicklungsspektrum, aber auch die Gefahr, die Konsequenzen für das eigene Handeln allein tragen zu müssen. Frauenarbeit ist auch heute noch schwere Aufklärungsarbeit, da viel Männer vehement an einem antiquierten, patriarchalischen Denken festhalten.
Ich werde in dieser Arbeit die verschieden Individualisierungstheorien, die Helga Bilden herangezogen hat, untersuchen und den Konsens herausfiltern. Des weiteren werde ich mich der Individualisierung der Frauen zuwenden und anhand einer von Helga Bilden vorgenommen Untersuchung zur Rolle der Frau in der Gewerkschaftsarbeit aufzeigen, dass Frauen auch heute noch immer einen schweren Stand im Berufsleben haben und sich ihre Arbeit doch durch einige Vorgehens-und Denkweisen von denen der Männer unterscheidet. Als Literatur werde ich die im Literaturverzeichnis angegebenen Lektüren verwenden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Individualisierungskonzepte

3.1. Ulrich Becks Individualisierungstheorem

3.2. Der selbstbezogene Individualismus

3.3. Sampson´s Individualitätskonzept

3.4. Bühl´s dynamisch- evolutionäre Systemtheorie

4. Die Rolle der Frau im Individualisierungsprozess

4.1. Allgemeines zum Thema Frauenbewegung

4.2. Das tradierte Frauenbild und seine gesellschaftlichen Veränderungen heute

4.3. Die Individualisierung von Familienfrauen

4.4. Frauenarbeit in den Gewerkschaften

Nachwort

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den Konzepten der Individualisierung, insbesondere nach Helga Bilden und Ulrich Beck, auseinander und untersucht deren spezifische Auswirkungen auf die gesellschaftliche Rolle und die Emanzipation der Frau, mit einem besonderen Fokus auf die Situation in gewerkschaftlichen Strukturen.

  • Soziologische Individualisierungstheorien und ihre Kernaussagen
  • Historischer Wandel der Frauenrolle und Emanzipationsbewegungen
  • Die spezifischen Herausforderungen von Familienfrauen im Individualisierungsprozess
  • Gewerkschaftliche Frauenarbeit als Handlungsfeld für Gleichberechtigung
  • Systemtheoretische Ansätze zur Identitätsbildung und sozialen Teilhabe

Auszug aus dem Buch

3.1. Ulrich Becks Individualisierungstheorem

Das Individualisierungstheorem beschreibt Beck wie folgt als die „Herauslösung aus historisch vorgegebenen Sozialformen und -bindungen im Sinne traditionaler Herrschafts- und Versorgungszusammenhänge („Freisetzungsdimension“), Verlust von traditionalen Sicherheiten im Hinblick auf Handlungswissen, Glauben und leitende Normen („Entzauberungsdimension“) und – womit die Bedeutung des Begriffes gleichsam in ihr Gegenteil verkehrt wird – eine neue Art der sozialen Einbindung („Kontroll- bzw. Reintegrationsdimension“).“ (Beck 1986, S. 206).

Dabei bezieht Beck sich auf die historischen Grundlagen, die eine Trennung von Erwerbsarbeit und Familienarbeit mit einer geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung vorsehen.

Im Zeitalter der industriellen Revolution bestimmten die Geschlechts und Klassenzugehörigkeiten den gesellschaftlichen Status eines jeden Menschen, der nicht geändert werden konnte. Es sind aber genau die Punkte der Klassen- und Geschlechtzugehörigkeit, die nun Innovationstendenzen unterliegen und in einer epochalen Umbruchsituation ihre Geltungskriterien verlieren. Dies hat eine Veränderung der Lebensverhältnisse im allgemeinen zur Folge, wie z.B. veränderte Bildungschancen, Einfluss durch Werbung und Massenmedien, die Massenkonsum zur Folge haben, Aufhebung traditioneller Werte, wie z.B. Ehe, Flexibilität der Individuen, Veränderungen der Kernfamilie, Entstehungen von Bastelbiographien, um nur einige zu nennen.

Helga Bilden schreibt der Individualisierung nach Beck vorrangig eine soziologische Funktion zu, wenn sie konstatiert: „Individualisierung ist also eine soziologische Kategorie. Sie meint nicht den individuellen Entwicklungsprozess im Sinne von Identitätsbildung oder Individuierung. Vielmehr thematisiert sie den neu entstehenden gesellschaftlichen Rahmen für individuelle Entwicklung und individuelles Handeln, und damit auch neue Chancen und Anforderungen an die Individuen.“ (Bilden/Keupp , S. 21).

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Definiert den Begriff der Individualisierung und skizziert das Interesse an der Emanzipation der Frau im gesellschaftlichen Wandel.

3. Individualisierungskonzepte: Analysiert verschiedene soziologische Theorien zur Individualisierung, darunter Ansätze von Beck, Sampson und Bühl.

4. Die Rolle der Frau im Individualisierungsprozess: Beleuchtet den historischen Kampf der Frauenbewegung und die heutige Lebenssituation von Frauen in Familie und Arbeitswelt.

Nachwort: Reflektiert den Wandel der gesellschaftlichen Normen und das verbleibende Spannungsfeld zwischen Freiheit und traditionellen Verhaltensmustern.

Schlüsselwörter

Individualisierung, Helga Bilden, Ulrich Beck, Frauenbewegung, Emanzipation, Gewerkschaftsarbeit, Geschlechterrollen, Identitätsbildung, Soziologie, Familienfrauen, Selbstverwirklichung, Kohärenz, Systemtheorie, Gleichberechtigung, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die soziologischen Konzepte der Individualisierung und deren Auswirkungen auf die gesellschaftliche Stellung sowie das berufliche und private Leben von Frauen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Individualisierungstheorien, der Wandel der Geschlechterrollen, die Emanzipation der Frau und die spezifischen Herausforderungen von Frauen in gewerkschaftlichen Kontexten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch die Untersuchung theoretischer Ansätze aufzuzeigen, wie Frauen den Individualisierungsprozess für ihre eigene Emanzipation nutzen und welche Barrieren sie dabei überwinden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit der Fachliteratur (Literaturanalyse) sowie der Auswertung von Studien zur Frauenarbeit in Gewerkschaften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte von Beck, Sampson und Bühl erörtert, gefolgt von einer detaillierten Untersuchung zur Rolle der Frau, inklusive der historischen Entwicklung der Frauenbewegung und ihrer Situation in modernen Arbeitsstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Individualisierung, Emanzipation, Geschlechterrollen, Gewerkschaftsarbeit und die Suche nach individueller Identität.

Wie unterscheidet sich die gewerkschaftliche Arbeit von Frauen von der der Männer?

Frauen bevorzugen laut Analyse kooperativere, weniger hierarchische und persönlichere Kommunikationsformen, die stärker auf die Lebenssituationen der Betroffenen ausgerichtet sind.

Welche Bedeutung hat das "Plurale Konzept" bei Helga Bilden?

Es dient dazu, Individualität als flexibel und abhängig von den persönlichen Lebensumständen zu begreifen, anstatt ein universelles, einheitliches Modell vorauszusetzen.

Warum entstehen laut der Autorin antifeministische Angriffe in Gewerkschaften?

Männer erleben den Erfolg frauenpolitischer Arbeit oft als Bedrohung ihrer traditionellen Machtstrukturen und als Infragestellung stereotyper Geschlechterrollen.

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Details

Title
Analyse des Textes "Das Subjekt im gesellschaftlichen Wandel" nach Helga Bilden und Analyse der Rolle der Frau im Individualisierungsprozess
College
Bochum University of Applied Sciences  (Fakultät für Sozialpsychologie)
Course
Sozialpsychologie II
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2000
Pages
39
Catalog Number
V60516
ISBN (eBook)
9783638541763
ISBN (Book)
9783656772699
Language
German
Tags
Analyse Textes Subjekt Wandel Helga Bilden Analyse Rolle Frau Individualisierungsprozess Sozialpsychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2000, Analyse des Textes "Das Subjekt im gesellschaftlichen Wandel" nach Helga Bilden und Analyse der Rolle der Frau im Individualisierungsprozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60516
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