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Akteure der (globalen) Zivilgesellschaft: Spielführer oder Beobachterrolle?

Title: Akteure der (globalen) Zivilgesellschaft: Spielführer oder Beobachterrolle?

Term Paper , 2006 , 23 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Stephanie Amato (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics
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In dieser Arbeit soll diskutiert werden, inwieweit die Akteure der (globalen) Zivilgesellschaft die Fähigkeiten und die Einflussnahme besitzen, die Korruption erfolgreich zu bekämpfen. Der Begriff der Zivilgesellschaft, der dieser Arbeit zugrunde liegt, ist gemäß Kneer (1997) nach sechs Merkmalen charakterisiert. Insbesondere non-governmental organizations (NGOs), international non-governmental organizations (INGOs) und international organizations (IOs) werden demnach in dieser Arbeit thematisiert.

Die zentralen Fragen, die in dieser Arbeit diskutiert werden, sind: Können Akteure der (globalen) Zivilgesellschaft ein derart komplexes Problem angehen, d. h. haben sie die Fähigkeiten dazu? Inwieweit sollten sie sich mit Problemen der Globalisierung auseinandersetzen, d. h. sind sie dafür geeignet oder wären Akteure aus Wirtschaft oder Staat eventuell besser geeignet?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen der Thematik

2.1. Akteure der (globalen) Zivilgesellschaft

2.2. Korruption

3. Die Rolle von Akteuren der (globalen) Zivilgesellschaft bei der Bekämpfung von Korruption

3.1. Konzeptionelle Grundlagen der Diskussion

3.1.1. Dilemmastrukturen

3.1.2. Der normativistische Fehlschluss

3.2. Können sie es? Wie die Einflussnahme von NGOs in der Literatur eingeschätzt wird

3.3. Können sie es? Sollen sie es? Tun sie es? Kritische Diskussion mit Praxisbezug

4. Schluss

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit Akteure der globalen Zivilgesellschaft über die notwendigen Fähigkeiten und die erforderliche Einflussnahme verfügen, um das komplexe Phänomen der Korruption erfolgreich zu bekämpfen, und diskutiert dabei kritisch das Spannungsfeld zwischen idealistischen Forderungen und empirischen Rahmenbedingungen.

  • Grundlagen der (globalen) Zivilgesellschaft und deren Abgrenzung
  • Analyse der Korruption als strukturelles Problem und Dilemmastruktur
  • Die wissenschaftliche Einschätzung der NGO-Einflussnahme
  • Kritische Fallstudie: Transparenz und Wirksamkeit von Transparency International
  • Bewertung des normativistischen Fehlschlusses in der politischen Debatte

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Dilemmastrukturen

Als Dilemmastrukturen bezeichnet man Situationen, in denen sich alle Akteure schlechter stellen bzw. ihre Gesamtsituation verschlechtern, obwohl jeder einzelne Akteur rational handelt, d. h. seinen Nutzen maximiert (Suchanek 2001, S. 42). „In einer Dilemmastruktur verhindern Informations- und Anreizprobleme, dass Investitionen in die Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil vorgenommen werden“ (Suchanek 2001, S. 41). Als Informationsproblem bezeichnet man die Tatsache, dass keiner der Akteure sich absolut sicher sein kann, wie die anderen Akteure handeln. Verschärft wird das Problem durch Informationsgefälle, d. h. wenn einige Akteure besser informiert sind als andere, dann haben die schlechter Informierten einen Grund, den besser Informierten zu misstrauen – und das aus gutem Grund: Die besser Informierten könnten jederzeit die Situation „ausnutzen“ und sich auf Kosten der schlechter Informierten besser stellen. Ein Anreizproblem hingegen beschreibt die Tatsache, dass alle Akteure aufgrund gegebener empirischer Bedingungen den Anreiz haben, die jeweils anderen Akteure zu hintergehen. Wenn die Akteure davon ausgehen, dass auch alle anderen Akteure rational handeln, dann müssen sie damit rechnen, dass die anderen Akteure sie hintergehen werden (Suchanek 2001, S. 42 f.). Zur Veranschaulichung der Problematik werden im Folgenden kurz zwei klassische Dilemmastrukturen, das Gefangenendilemma und „Die Tragik der Allmende“ erläutert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Korruption als globale Herausforderung und die wachsende Bedeutung zivilgesellschaftlicher Akteure.

2. Theoretische Grundlagen der Thematik: Definition und Abgrenzung der Akteure der (globalen) Zivilgesellschaft sowie theoretische Einordnung des Phänomens Korruption.

3. Die Rolle von Akteuren der (globalen) Zivilgesellschaft bei der Bekämpfung von Korruption: Analyse der theoretischen Dilemmastrukturen, der wissenschaftlichen Literatur zur NGO-Rolle und kritische Diskussion der Praxis am Beispiel von Transparency International.

4. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage, dass zivilgesellschaftliches Engagement bei nachhaltiger und rationaler Ausrichtung effektiv sein kann.

Schlüsselwörter

Korruption, Globale Zivilgesellschaft, NGOs, Transparency International, Dilemmastrukturen, Informationsprobleme, Anreizprobleme, Globalisierung, Normativistischer Fehlschluss, Good Corruption, Institutionen, Internationale Konventionen, Netzwerke, Politische Ökonomie, Gemeinwohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Potenzial und die tatsächliche Rolle von zivilgesellschaftlichen Akteuren bei der Bekämpfung der weltweit zunehmenden Korruption.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung zivilgesellschaftlicher Arbeit, die ökonomische Betrachtung von Korruption durch Dilemmamodelle sowie die praktische Wirksamkeit von NGOs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob zivilgesellschaftliche Akteure aufgrund ihrer Fähigkeiten tatsächlich in der Lage sind, Korruption zu bekämpfen oder ob sie eher eine Beobachterrolle einnehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein politikwissenschaftlich-theoretischer Ansatz verfolgt, der um spieltheoretische Konzepte (Dilemmastrukturen) und eine fallstudienartige Analyse (Transparency International) ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung von Anreiz- und Informationsproblemen, der Kritik am normativistischen Ansatz und einer kritischen Würdigung der Arbeit von Transparency International.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Korruptionsbekämpfung, Globale Zivilgesellschaft, Dilemmastrukturen, NGOs und Institutionen charakterisieren.

Warum wird der "normativistische Fehlschluss" als problematisch angesehen?

Er ist problematisch, da rein moralische Forderungen oft an den empirischen Realitäten (wie Anreizstrukturen) scheitern und somit Forderungen aufstellen, die in der Praxis nicht umsetzbar sind.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Transparency International?

Der Autor sieht in TI einen Akteur, der trotz gewisser Abhängigkeiten und methodischer Probleme erfolgreich zur Anerkennung von Korruption als globales Problem beigetragen hat.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich der Handlungsfähigkeit von NGOs?

Die Frage nach der Handlungsfähigkeit wird mit "Ja" beantwortet, sofern das Engagement nachhaltig und rational erfolgt und auf eine langfristige Stärkung von Institutionen abzielt.

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Details

Title
Akteure der (globalen) Zivilgesellschaft: Spielführer oder Beobachterrolle?
College
University of Mannheim  (Lehrstuhl Politikwissenschaft II)
Course
Globale Zivilgesellschaft und IB
Grade
2,3
Author
Stephanie Amato (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V60681
ISBN (eBook)
9783638542975
ISBN (Book)
9783638667555
Language
German
Tags
Akteure Zivilgesellschaft Spielführer Beobachterrolle Globale Zivilgesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Amato (Author), 2006, Akteure der (globalen) Zivilgesellschaft: Spielführer oder Beobachterrolle?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60681
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