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Vorstellung und Vergleich von Verfahren zur Messung von Kontraproduktivität im Rahmen der Personalauswahl

Title: Vorstellung und Vergleich von Verfahren zur Messung von Kontraproduktivität im Rahmen der Personalauswahl

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 22 Pages , Grade: 1 (sehr gut)

Autor:in: M. Sc. Alex Scherz (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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Die vorliegende Arbeit stellt das Konstrukt und die Messung der Kontraproduktivität im Rahmen der Personalauswahl vor, und versucht Erklärungsansätze für kontraproduktives oder schädliches Verhalten von Mitarbeitern zu liefern. Der Fokus richtet sich dabei auf die individuellen Merkmale des Mitarbeiters als Ursache derartiger Handlungen. Gestützt wird diese Sichtweise u.a. aufgrund einer Theorie von Gottfredson und Hirschi (1990) aus der kriminologischen Forschung, die deviantes Verhalten durch eine stabile Eigenschaft mangelnder Selbstkontrolle erklärt, und auf Erkenntnissen aus dem in den USA weit verbreiteten Einsatz sogenannter Integrity Tests bei der Personalauswahl. Im zweiten Teil der Arbeit wird die Entwicklung eines Fragebogens zur Messung von Kontraproduktivität, Ergebnisse einer empirischen Studie zur Konstruktvalidität dieses Instruments und die praktische Relevanz der Befunde dargestellt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kontraproduktivität: Definition und Abgrenzung von verwandten Begriffen

3. Gottfredson und Hirschis (1990) Theorie der Selbstkontrolle

4. Integrity Tests

4.1. Ursprünge und Entwicklung

4.2. Kriteriumsvalidität

4.3. Konstruktvalidität

4.4 Beziehungen zu anderen Konstrukten

4.5. Grenzen von Integrity Tests

5. Konstruktion eines Fragebogens zur Messung von Kontraproduktivität

5.1. Ziel der Untersuchung

5.2. Fragebogenentwicklung

5.3. Methode

5.4. Messinstrumente

5.5. Ergebnisse

5.6. Diskussion

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Kontraproduktivität am Arbeitsplatz aus einer personalistischen Perspektive mit dem Ziel, stabile individuelle Dispositionen als Ursache für schädigendes Verhalten zu identifizieren und messbar zu machen.

  • Konzeptualisierung und Abgrenzung der Kontraproduktivität
  • Analyse der Theorie der Selbstkontrolle nach Gottfredson und Hirschi
  • Eignungsdiagnostische Untersuchung von Integrity Tests
  • Entwicklung und Validierung eines deutschsprachigen Messinstruments
  • Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Arbeitsverhalten

Auszug aus dem Buch

3. Gottfredson und Hirschis (1990) Theorie der Selbstkontrolle

Gottfredson und Hirschis (1990) A General Theory of Crime stellt den Versuch dar, fast alle kriminellen und viele nichtkriminellen Handlungen durch einen einzigen theoretischen Ansatz zu erklären. Die Autoren entwickelten ihre personalistische Theorie des Verbrechens, indem sie zunächst von der Person des Verbrechers abstrahierten. Sie gingen dabei von einem allgemeinen (im Gegensatz zu differentiellen) Menschenbild aus, das der Klassischen Ökonomie ebenso zugrunde liegt, wie der Klassischen Kriminologie – dem aus purem Eigeninteresse handelnden Nutzenmaximierer und Kostenminimierer.

Auf der Suche nach dem Wesen des Verbrechens untersuchten sie anschliessend eine Vielzahl krimineller Handlungen (nicht Täter) unter dem Gesichtspunkt des Nutzenkalküls und identifizierten eine Reihe konstitutiver Merkmale, die diesen gemeinsam, aber keineswegs auf gesetzeswidrige Akte beschränkt waren. Auf der Grundlage dieser Gemeinsamkeiten kamen sie zu einer Theorie, in der praktisch sämtliche kriminellen und zahlreiche nichtkriminellen („analoge“) Handlungen als Manifestationen einer einzigen Verhaltenstendenz im Sinne eines Persönlichkeitsmerkmals angesehen werden, während externe Variablen vorwiegend die Auftretenswahrscheinlichkeit bei einer konkreten Verhaltensgelegenheit beeinflussen.

Das wesentliche Charakteristikum krimineller Handlungen besteht für Gottfredson und Hirschi in ihrer Ähnlichkeit. Als wichtigstes Kennzeichen aller untersuchten Verhaltensweisen identifizieren sie die Diskrepanz zwischen dem unmittelbaren, aber geringfügigen Nutzen der Handlungen und dem Risiko langfristiger, aber bedeutsamer Kosten für das Individuum selbst. Sie schliessen aus ihren empirischen Befunden, dass nur eine stabile individuelle Disposition von hoher Generalität als Erklärung für das gemeinsame Element dieser Handlungen in Frage kommt. Sie geben diesem Trait die Bezeichnung „Selbstkontrolle“ und verstehen ihn als die Tendenz, Handlungen zu vermeiden, deren langfristige Kosten den kurzfristigen Nutzen übersteigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Phänomen der Kontraproduktivität am Arbeitsplatz und Vorstellung der personalistischen Zielsetzung der Arbeit.

2. Kontraproduktivität: Definition und Abgrenzung von verwandten Begriffen: Präzisierung des Konstrukts Kontraproduktivität und Abgrenzung von verwandten Phänomenen wie Devianz oder Aggression.

3. Gottfredson und Hirschis (1990) Theorie der Selbstkontrolle: Darstellung der kriminologischen Theorie, die deviantes Verhalten auf eine stabile Eigenschaft mangelnder Selbstkontrolle zurückführt.

4. Integrity Tests: Analyse der Ursprünge, Validität und Grenzen von Verfahren, die explizit zur Vorhersage von Integrität entwickelt wurden.

5. Konstruktion eines Fragebogens zur Messung von Kontraproduktivität: Beschreibung der Entwicklung eines validen Messinstruments, der angewandten Methode und Darstellung der empirischen Ergebnisse.

6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der praktischen Implikationen für die Personalauswahl.

Schlüsselwörter

Kontraproduktivität, Selbstkontrolle, Integrity Tests, Personalauswahl, Arbeitsplatzdevianz, Konstruktvalidität, Kriteriumsvalidität, Persönlichkeitsmerkmale, Eignungsdiagnostik, Verhaltensvorhersage, Arbeitsleistung, Organisationspsychologie, Arbeitspsychologie, Fragebogenentwicklung, betriebliche Devianz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kontraproduktives Verhalten am Arbeitsplatz und analysiert, wie dieses durch stabile persönliche Eigenschaften der Mitarbeiter erklärt und vor der Einstellung gemessen werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung der Kontraproduktivität, die kriminologische Selbstkontrolltheorie nach Gottfredson und Hirschi sowie die wissenschaftliche Evaluation von Integrity Tests.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Konstruktvalidierung eines Testverfahrens zur Messung von Kontraproduktivität und die Identifikation eines Hauptprädiktors der Persönlichkeit für schädliches Arbeitsverhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung einer empirischen Studie, die mittels Fragebogenkonstruktion, faktorenanalytischer Überprüfung und der Korrelation mit externen Variablen durchgeführt wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das Konstrukt Kontraproduktivität, die Theorie der Selbstkontrolle, die Entwicklung und Validität von Integrity Tests sowie die Konstruktion eines eigenen Fragebogens detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Kontraproduktivität, Selbstkontrolle, Integrity Tests, Eignungsdiagnostik und Konstruktvalidität.

Warum ist laut der Arbeit Selbstkontrolle ein besserer Prädiktor als Integrity Tests?

Die Studie zeigt, dass Selbstkontrolle als homogenes Konstrukt jede Form kontraproduktiven Verhaltens besser erklärt, während Integrity Tests lediglich heterogene Mixe von Eigenschaften darstellen.

Welche Rolle spielen kognitive Fähigkeiten bei der Messung von Kontraproduktivität?

Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass kognitive Fähigkeiten nicht mit Kontraproduktivität korrelieren, sondern eher einen Zusammenhang zur allgemeinen Arbeitsleistung aufweisen.

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Details

Title
Vorstellung und Vergleich von Verfahren zur Messung von Kontraproduktivität im Rahmen der Personalauswahl
College
University of Basel
Course
Personalauswahl
Grade
1 (sehr gut)
Author
M. Sc. Alex Scherz (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V60920
ISBN (eBook)
9783638544849
ISBN (Book)
9783638667661
Language
German
Tags
Vorstellung Vergleich Verfahren Messung Kontraproduktivität Rahmen Personalauswahl
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. Sc. Alex Scherz (Author), 2005, Vorstellung und Vergleich von Verfahren zur Messung von Kontraproduktivität im Rahmen der Personalauswahl, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60920
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