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Kinder und sozialer Wandel - Kindheit in der medialen Konsum- und Werbewelt

Title: Kinder und sozialer Wandel - Kindheit in der medialen Konsum- und Werbewelt

Term Paper , 2002 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Frank Ihben (Author)

Sociology - Children and Youth
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Heutzutage wird häufig von einem neuen Zeitalter gesprochen, in dem wir uns befinden. In den meisten Wissenschaften spricht man von „Informationszeitalter“, „Mediengesellschaft“ und „Computerisierung“ . In den letzten Jahren hat sich die technische Entwicklung rasant fortgesetzt und die Welt verändert. Es gibt eine enorme Anzahl verschiedenster elektronischer Medien, die allgegenwärtig sind, und deren Umstände u.a. einen bedeutenden sozialen Wandel bewirkt haben. Medien wirken schon früh in den Sozialisationsprozess des Menschen mit ein. Die Welt der Medien gehört zum Alltag, auch bereits in der Kindheit. Darum ist es meiner Meinung nach von Bedeutung, zu sehen, wie Kinder mit den neuen Gegebenheiten und der Tendenz zur kompletten Kommerzialisierung und Medialisierung umgehen. Eine wichtige Frage wird also sein: Wie ist denn die Bedeutung der Medien in der Kindheit zu beurteilen? Dass die Medien einen Anteil an der Kindheit haben, ist unumstritten. Vor einigen Jahren hat dies auch eine ganze Wirtschaftsbranche mobilisiert, die durch die Vielfalt der Medien, und vor allem dank der Vermehrung von Fernsehsendern und Kinderzeitschriften, nun direkt in die Kinderzimmer vordrang, um ihre Produkte für die Zielgruppe zu bewerben. Kinder sind zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden. Sind Kinder der ganzen Konsum- und Werbewelt hilflos ausgeliefert und werden nur in ihrer Rolle als Konsument, Einnahmequelle und Zielgruppe gesehen? Muss man Kinder besonders vor der Kommerzialisierung und der Werbung schützen, und wenn ja: wie genau? In meiner Arbeit werden auch einige Studien behandelt, deren Ergebnisse äußerst interessant sind und einen Einblick in die Thematik geben. Zum Inhalt meiner Ausführungen möchte ich anmerken, dass ich zuerst auf den Wandel in der Freizeit eingehe, um die Wichtigkeit des Themas und den aktuellen Bezug darzustellen. Anschließend behandele ich in fließenden Übergängen, wie die Medien, der Kommerz und die Werbung auf die Kindheit einwirken und was sie auslösen. Im Detail heißt dies, dass ich erst die Kindheit und ihren Bezug zur Medienwelt betrachte, bevor ich dann beschreibe wie Kindheit und Kommerz im Verhältnis zueinander stehen. Als einen wichtigen Bereich beziehe ich mich dann noch auf die Welt der Werbung in der Kindheit. Zum Schluss erläutere ich noch den Kinderschutz in der Werbung, ehe ich zum Fazit gelange.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wandel der Freizeit

2.1 Veränderungen des Freizeitverhaltens

2.2 Mediennutzung als Freizeitgestaltung

3. Medien und Kindheit

3.1 Umgang mit Medien

4. Kommerz und Kindheit

4.1 Geschichte der Werbung für Kinderprodukte

4.2 Verhalten der Kinder in der Konsumwelt

5. Werbung und Kindheit

5.1 Reaktionen der Kinder auf Werbung

5.2 Anteil der Werbung in Kinderzeitschriften

5.3 Umgang der Kinder mit Werbung

5.4 Kinderschutz und Werbung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss von Medien, Kommerz und Werbung auf die Lebenswelt von Kindern im Kontext des sozialen Wandels. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Kinder als aktive Akteure mit der allgegenwärtigen Konsumwelt umgehen und inwieweit sie vor unlauterer Beeinflussung geschützt werden müssen.

  • Wandel des kindlichen Freizeitverhaltens und Medialisierung
  • Die Rolle des Kindes als Zielgruppe der Werbewirtschaft
  • Kompetenzen und Reaktionsweisen von Kindern auf Werbebotschaften
  • Notwendigkeit und Instrumente des Kinderschutzes in der Werbung
  • Spannungsfeld zwischen kindlicher Autonomie und Schutzbedürfnis

Auszug aus dem Buch

4.1 Geschichte der Werbung für Kinderprodukte

Um 1900 wurden für Familien erstmals in großen Mengen Artikel für ihre Kinder vom Handel angeboten. Immer weniger Haushalte produzierten ihre Güter selbst, und sie hatten die finanziellen Mittel die von der Industrie produzierten Güter zu kaufen. Speziell für Kinder gab es Hygieneartikel, Schuhe, Kleidung, Medizin und vieles weitere. Die Werbung sprach überwiegend die Gesundheitsförderung der Kinder an. Der Handel profitierte vom wachsenden Interesse der Eltern an der Entwicklung der Kinder in gesundheitlicher, ernährungstechnischer und erziehungstechnischer Hinsicht. Es wurden Schenkrituale zu Weihnachten und zu anderen Festen ins Leben gerufen: Geburtstag, Konfirmation, Kommunion, Schulanfang und –abschluss . Doch die Werbung war nie an Kinder gerichtet, sondern ging den Umweg über die Eltern. Immer wieder gab es neue Absatzstrategien der Wirtschaft.

Das heute bekannte Taschengeld war früher unter dem Begriff Spargeld bekannt. Bis Ende der 50er Jahre waren Kinder als Konsumenten unbedeutend. Durch das Wirtschaftswunder und die neue Dienstleistungsgesellschaft wurde nun auch die Zielgruppe der Kinder immer wichtiger. Die Marketingkonzepte veränderten sich, weil Eltern immer weniger Einfluss auf die Kaufentscheidung ihrer Kinder hatten. Der Markt der Spielzeuge wurde immer größer, alles war speziell für Kinder gedacht und jetzt auch direkt an sie gerichtet. Durch den Durchbruch des Fernsehens in den 60er und 70er Jahren und durch den Anstieg von Zeitschriften, die nur an Kinder gerichtet waren, konnten die Werbemacher nun direkt in Kontakt mit ihrer Zielgruppe treten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema des sozialen Wandels und die wachsende Bedeutung von Medien in der Kindheit sowie Darstellung der Forschungsabsicht.

2. Wandel der Freizeit: Analyse der Veränderungen im Freizeitverhalten von Kindern, insbesondere durch Prozesse wie Verhäuslichung und Medialisierung.

3. Medien und Kindheit: Untersuchung der Prägung der Kindheit durch moderne Medien sowie der Bedeutung von Medienkompetenz in der Erziehung.

4. Kommerz und Kindheit: Historische Entwicklung der Werbung für Kinderprodukte und die Wandlung des Kindes zur eigenständigen Konsumentenzielgruppe.

5. Werbung und Kindheit: Auswertung von Studien zu Reaktionen von Kindern auf Werbung, dem Werbeanteil in Kinderzeitschriften und der Wirksamkeit von Kinderschutzbestimmungen.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Schutzbedürftigkeit von Kindern in der Konsumwelt bei gleichzeitiger Anerkennung ihrer persönlichen Kompetenzen.

Schlüsselwörter

Kindheit, Sozialer Wandel, Medialisierung, Werbung, Konsumverhalten, Medienkompetenz, Kinderschutz, Zielgruppe, Werbewirtschaft, Freizeitgestaltung, Marketing, Warenwelt, Kommerzialisierung, Kinderzeitschriften, Mediennutzung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Einfluss der medialen Konsum- und Werbewelt auf Kinder im Kontext des gesellschaftlichen sozialen Wandels.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Wandel der Freizeit, der zunehmende Medieneinfluss, die Strategien der Werbewirtschaft zur Ansprache von Kindern und die Möglichkeiten des Kinderschutzes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Verhältnis zwischen kindlicher Autonomie in einer kommerzialisierten Welt und der Notwendigkeit für Schutzmaßnahmen durch Erziehungsberechtigte und Gesetzgeber zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung existierender Studien (z. B. LBS-Kinderbarometer) sowie auf erziehungswissenschaftliche und mediensoziologische Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Historie der Kinderwerbung, dem veränderten Konsumverhalten von Kindern und der kritischen Reflexion von Werbestrategien in verschiedenen Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Kindheit, Medialisierung, Werbung, Konsumverhalten, Medienkompetenz und Kinderschutz.

Welche Bedeutung haben Kinderzeitschriften im Kontext der Werbung?

Laut der zitierten SOFIA-Studie weisen Kinderzeitschriften einen teilweise sehr hohen Werbeanteil auf, was das Kinderschutzbestimmungen-Thema aufgrund der direkten Ansprache besonders relevant macht.

Inwiefern beeinflusst die Familiengröße den Konsum von Kindern?

Der Autor führt aus, dass kleinere Familien heute häufiger dazu neigen, Wünsche der Kinder schneller zu erfüllen und finanzielle Zuwendungen als Kompensation für Zeitmangel der berufstätigen Eltern einzusetzen.

Wie unterscheidet sich die Werbung früher von der heutigen Werbung für Kinder?

Früher fungierten Eltern als Vermittler ("Umweg über die Eltern"), während moderne Marketingstrategien Kinder direkt ansprechen und durch Merchandising-Konzepte gezielt emotional binden.

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Details

Title
Kinder und sozialer Wandel - Kindheit in der medialen Konsum- und Werbewelt
College
Technical University of Braunschweig  (Institut für Sozialwissenschaften)
Course
Proseminar: Soziologie der Kindheit
Grade
2,0
Author
Frank Ihben (Author)
Publication Year
2002
Pages
16
Catalog Number
V60973
ISBN (eBook)
9783638545280
ISBN (Book)
9783656812548
Language
German
Tags
Kinder Wandel Kindheit Konsum- Werbewelt Proseminar Soziologie Kindheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Ihben (Author), 2002, Kinder und sozialer Wandel - Kindheit in der medialen Konsum- und Werbewelt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60973
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