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Historisch-Kritische Exegese von Mk 7,31-37

Titel: Historisch-Kritische Exegese von Mk 7,31-37

Seminararbeit , 2001 , 39 Seiten , Note: keine Note

Autor:in: Carolin-Sophie Nagel (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wer einen neutestamentlichen Text auslegen möchte, sollte ihn - wie jeden antiken Text - zunächst als historisches Dokument ernst nehmen. Im Bereich der Wissenschaft ist die sog. historisch - kritische Methode der Versuch, dies in angemessener Weise zu berücksichtigen. "`Historisch` muss diese Methode vorgehen, weil die biblischen Texte in einer weit zurückliegenden Zeit und unter Bedingungen einer vergangenen Epoche entstanden sind. `Kritisch` will sie sein nicht im Sinne des Besserwissens und aufgrund von Vorurteilen, sondern im Sinne des griechischen Wortes krinein, d.h. um unterscheiden zu können - unterscheiden zwischen damaligen und heutigen Verstehensbedingungen,... unterscheiden (aber) auch zwischen den verschiedenen Teilen und Schriften der Bibel, um sie je in ihrer Besonderheit zu erfassen."
Um ihr Ziel zu erreichen, d.h. eine Einzelschrift in seiner spezifischen Aussageintention so exakt wie möglich zu erfassen, gliedert sich die historisch - kritische Methode auf in mehrere Methodenschritte, die den Text je aus ihrer Perspektive untersuchen will (z.B. formgeschichtlich, literargeschichtlich etc.), um sozusagen Schritt für Schritt zum Verständnis des Textes beizutragen. Intersubjektiv nachvollziehbar wird ein solches methodengeleitetes Vorgehen jedoch meines Erachtens nur dann, wenn diese Perspektive, aus der heraus argumentiert wird, stets ganz deutlich ist. Daher werden in der folgenden Arbeit z.B. formgeschichtliche Schlüsse möglichst nur aus formgeschichtlichen Beobachtungen gezogen. Freilich ist dies nicht immer möglich; dort aber, wo die Perspektive wechseln muss, wird auf den Übergang zu anderen Methodenschritten hingewiesen. Wichtig ist: Der Zusammenhang zwischen einer Beobachtung und ihrem exegetischen "Ertrag" muss klar sein. Um diesem Anspruch möglichst gerecht zu werden, wird in dieser Arbeit der Weg eines methodischen "Nacheinander" gegangen, d.h. erst folgt die synchrone, dann die diachrone, erst die litergeschichtliche, dann die redaktionsgeschichtliche Analyse etc.. Es möge dem Leser überlassen bleiben, auch in diesem Vorgehen noch das Ineinandergreifen der verschiedenen exegetischen Werkzeuge, ja vielleicht auch die fortlaufende Argumentationslinie in dieser zunächst streng gegliedert scheinenden Auslegung zu entdecken.
Ein Wort noch zu der Quellenangabe. Als Hauptquelle dient mir die Bibel in ihrer Einheitsübersetzung und wird daher auch nicht weiter in den Fußnoten angemerkt.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

1.1 Aufbau der Historisch-Kritischen Exegese

1.2 Gliederung des Textes

2.0 Hauptteil

2.1 Literarkritik – Die Frage nach dem historischen Wachstum des Textes

2.1.1 Kontextanalyse

2.1.2 Kohärenz- und Inkohärenzkriterien

2.1.3 Synoptischer Vergleich

2.2 Linguistik – Die Frage nach dem grammatischen Aufbau, den inhaltlichen Aussagen und den beabsichtigten Wirkungen des Textes

2.2.1 Syntaktische Analyse

2.2.2 Semantische Analyse

2.2.3 Pragmatische Analyse

2.2.4 Narrative Analyse

2.3 Formgeschichte – Die Frage nach der Gemeinde Hinter den einzelnen Texten einer Gattung

2.3.1 Gattung

2.3.2 Der „Sitz im Leben“

2.4 Traditionsgeschichte – Die Frage nach der außer- Und innergemeindlichen Tradition des Textes

2.5 Redaktions- und Kompositionskritik – Die Frage Nach dem Autor/dem Redaktor eines Textes

3.0 Schlussteil

3.1 Zusammenfassung

3.2 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, eine fundierte historisch-kritische Exegese der neutestamentlichen Perikope Mk 7,31-37 durchzuführen. Dabei steht die methodische Analyse der Heilung des Taubstummen durch Jesus im Zentrum, um dessen Aussageabsicht und die Bedeutung innerhalb der Heidenmission zu ergründen.

  • Anwendung der historisch-kritischen Methode (Literarkritik, Linguistik, Formgeschichte, Traditionsgeschichte, Redaktionskritik).
  • Detaillierte Untersuchung des Heilungsaktes und der Reaktion der Menschenmenge.
  • Einordnung der Perikope in den missionsgeschichtlichen Kontext des Markusevangeliums.
  • Analyse der narrativen Struktur und der verwendeten rhetorischen sowie stilistischen Mittel.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Syntaktische Analyse

Im Folgenden werde ich mich mit dem grammatischen Aufbau dieser Wundergeschichte befassen. Ich untersuche Wortarten und deren Bedeutung für den Text, betrachte die Verben in Bezug auf ihren Tempus und Modus. Des Weiteren ist die Untersuchung der Verknüpfung von Wörtern und Sätzen von Bedeutung, um Auskünfte darüber ziehen zu können, ob es sich um eine Erzählung handelt. Abschließend versuche ich stilistische Mittel aufzuzeigen, sofern welche vorhanden sind, und beschäftige mich mit dem Aufbau und der Gliederung von der mir vorliegenden Perikope.

Betreffend der Wortarten lässt sich feststellen, dass diese Geschichte dominiert wird von Verben und Substantiven (je 25 Stück). Das deutet darauf hin, dass es sich um einen narrativen Text handelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Einführung in die historisch-kritische Methode und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.

2.1 Literarkritik – Die Frage nach dem historischen Wachstum des Textes: Untersuchung der Eigenständigkeit der Perikope durch Vergleich mit parallelen Texten.

2.2 Linguistik – Die Frage nach dem grammatischen Aufbau, den inhaltlichen Aussagen und den beabsichtigten Wirkungen des Textes: Detaillierte Analyse von Syntax, Semantik, Pragmatik und narrativer Struktur.

2.3 Formgeschichte – Die Frage nach der Gemeinde Hinter den einzelnen Texten einer Gattung: Einordnung in die Gattung des Heilungswunders und Bestimmung des „Sitz im Leben“.

2.4 Traditionsgeschichte – Die Frage nach der außer- Und innergemeindlichen Tradition des Textes: Erforschung der Verwendung von Begriffen und Traditionen im Kontext der Gemeinde.

2.5 Redaktions- und Kompositionskritik – Die Frage Nach dem Autor/dem Redaktor eines Textes: Analyse der theologischen Intention des Redaktors durch die bewusste Platzierung der Erzählung.

3.0 Schlussteil: Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion über die Bedeutung der Wundererzählungen für die Bildungsarbeit.

Schlüsselwörter

Historisch-kritische Exegese, Mk 7,31-37, Heilungswunder, Heidenmission, Literarkritik, Linguistik, Formgeschichte, Traditionsgeschichte, Redaktionskritik, Sitz im Leben, Wunder Jesu, Taubstummer, Markus-Evangelium, narrative Analyse, Wundergeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Analyse der Heilung eines Taubstummen durch Jesus, wie sie im Markusevangelium (Mk 7,31-37) überliefert ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die literarische Beschaffenheit des Textes, die Bedeutung der Heilung innerhalb der Heidenmission sowie die redaktionelle Absicht des Autors.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch die Anwendung der historisch-kritischen Methode den Aufbau der Geschichte zu verstehen und die theologische Intention hinter der Darstellung der Wunderheilung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die historisch-kritische Methode eingesetzt, gegliedert in Literarkritik, Linguistik, Formgeschichte, Traditionsgeschichte sowie Redaktions- und Kompositionskritik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene analytische Schritte, von der Kontextanalyse über die grammatische und semantische Betrachtung bis hin zur Bestimmung der Gattung und des traditionsgeschichtlichen Hintergrunds.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Exegese, Heilungswunder, Markusevangelium, Heidenmission und historisch-kritische Methode definiert.

Welche Rolle spielt die "Menge" in der Erzählung laut Analyse?

Die Menge fungiert nicht als Hindernis, sondern als helfende Instanz, die den Taubstummen zu Jesus bringt und somit seine Abhängigkeit und Hilfsbedürftigkeit unterstreicht.

Warum ist der "Sitz im Leben" der Erzählung wichtig?

Die Bestimmung des "Sitzes im Leben" hilft zu verstehen, welchen Zweck die Erzählung in der urchristlichen Gemeinde hatte, nämlich Jesus als den verheißenen Messias zu verkünden und für die Mission zu werben.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Historisch-Kritische Exegese von Mk 7,31-37
Hochschule
Universität Paderborn  (Lehramt Primarstufe)
Veranstaltung
Proseminar: Verstehst du auch, was du liest? (Apg 8, 30) Einführung in die Methoden der historisch - kritischen Exegese am Beispiel einer neutestamentlichen Wundergeschichte
Note
keine Note
Autor
Carolin-Sophie Nagel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
39
Katalognummer
V6138
ISBN (eBook)
9783638137843
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Historisch-Kritische Exegese Proseminar Verstehst Einführung Methoden Exegese Beispiel Wundergeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carolin-Sophie Nagel (Autor:in), 2001, Historisch-Kritische Exegese von Mk 7,31-37, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6138
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Leseprobe aus  39  Seiten
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