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Auktionen - Eine Einführung in die Auktionstheorie

Title: Auktionen - Eine Einführung in die Auktionstheorie

Seminar Paper , 2006 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Enrico Böhme (Author)

Economics - Micro-economics
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Auktionen, wobei insbesondere eine Einführung in die Grundlagen der Auktionstheorie im Mittelpunkt stehen soll. 1 Hierzu werden im zweiten Abschnitt zunächst die relevanten Begriffe definiert, zu denen vor allem die vier sogenannten Standardauktionsformen zählen, auf deren Basis die weitere Analyse erfolgt. Diese Analyse konzentriert sich im dritten Abschnitt zunächst auf Auktionen mit privater Bewertung, die ausgehend von den modelltheoretischen Grundlagen insbesondere in Bezug auf das Verhalten der teilnehmenden Bieter sowie den daraus resultierenden erwarteten Gewinn für den Verkäufer untersucht werden sollen. Die Ausführungen des vierten Abschnittes befassen sich mit Auktionen mit gemeinsamem Wert, bei denen das Auktionsobjekt einen objektiven Marktwert besitzt. In diesem Zusammenhang wird insbesondere das Phänomen des „Winner’s Curse“ im Mittelpunkt stehen, wobei sowohl dessen Entstehung als auch eine Möglichkeit zur Vermeidung diskutiert werden sollen. Den Abschluss der Bearbeitung bildet die Analyse der Anfälligkeit der Standardauktionsformen in Bezug auf kollusives Verhalten der Bieter, die im Rahmen des fünften Abschnittes erfolgt, sowie die Zusammenfassung der wesentlichen Aussagen im sechsten Abschnitt der Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN

2.1. DEFINITION DES AUKTIONSBEGRIFFES

2.2. BEKANNTE AUKTIONSFORMEN

3. AUKTIONEN MIT PRIVATER BEWERTUNG (PRIVATE VALUES)

3.1. BESCHREIBUNG DES GRUNDMODELLS

3.2. ANALYSE DES BIETERVERHALTENS

3.3. DAS REVENUE-EQUIVALENCE THEOREM

4. AUKTIONEN MIT GEMEINSAMEM WERT (COMMON VALUES)

4.1. MODELLTHEORETISCHE GRUNDLAGEN DER COMMON VALUE-AUKTIONEN

4.2. DER FLUCH DES GEWINNERS („THE WINNER’S CURSE“)

5. AUKTIONEN UND KOLLUSION

6. ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN AUSSAGEN

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, eine grundlegende Einführung in die Auktionstheorie zu geben und Auktionen als effizienten Allokationsmechanismus für Einzelstücke und Güter mit geringen Stückzahlen zu beleuchten. Dabei wird untersucht, wie rational handelnde Bieter in verschiedenen Auktionsdesigns agieren und welche Auswirkungen dies auf den zu erwartenden Gewinn für den Verkäufer hat.

  • Grundlagen und Definitionen der Standardauktionsformen
  • Analyse des Bieterverhaltens bei Auktionen mit privater Bewertung
  • Untersuchung des Revenue-Equivalence-Theorems
  • Analyse von Common-Value-Auktionen und des "Winner’s Curse"-Phänomens
  • Problematik kollusiven Verhaltens bei Auktionsabsprachen

Auszug aus dem Buch

4.2. Der Fluch des Gewinners („The Winner’s Curse“)

Im Zusammenhang mit common value-Auktionen kann häufig ein Phänomen beobachtet werden, das als der Fluch des Gewinners bekannt wurde. Zur Veranschaulichung dieses Phänomens sei exemplarisch auf das Experiment von Bazerman und Samuelson verwiesen, die ein mit Münzen gefülltes Glasgefäß unter Studenten versteigerten, wobei der für die Bieter unbekannte Wert des Inhalts 8$ betrug. Das Experiment wurde unter zahlreichen Wiederholungen als Erstpreisauktion durchgeführt, wobei ein durchschnittliches Gebot von 5.13$ verzeichnet wurde. Das durchschnittliche Höchstgebot betrug allerdings 10.01$, so dass die Gewinner der Auktionen einen durchschnittlichen Verlust von 2.01$ erleiden mussten, was charakteristisch für den Fluch des Gewinners ist.

Zur Erklärung des Phänomens sei daran erinnert, dass jeder Bieter ein Gebot abgibt, das auf seiner individuellen Bewertung basiert, die jedoch wiederum von der individuellen Schätzung des wahren Wertes abhängt. Unter der Annahme risikoneutraler Teilnehmer wird das Höchstgebot von dem Bieter mit der höchsten individuellen Bewertung abgegeben, die jedoch genau derjenige Bieter mit der höchsten Schätzung besitzt. Folglich wird die Auktion, unter der Annahme, dass die Schätzungen aller Teilnehmer im Durchschnitt korrekt sind, von genau dem Bieter gewonnen, dessen Schätzung den größten positiven Bewertungsfehler aufweist. Somit hat der Gewinner der Auktion den wahren Wert des Auktionsobjektes überschätzt.

Um den Fluch des Gewinners zu vermeiden, muss ein Bieter seine Bewertung des Objektes zu zwei verschiedenen Zeitpunkten berücksichtigen. Während die Bewertung bei Abgabe des Gebotes nur aus der individuellen Schätzung besteht, erhält ein Bieter im Gewinnfall die zusätzliche Information, dass seine Bewertung, und somit seine Schätzung, die höchste unter allen Teilnehmern war („bad news“), was zu einer geringeren Bewertung führt. Rationale Bieter werden daher eine entsprechende Anpassung der Bewertung antizipieren und bei der Ermittlung ihres Gebotes nicht mehr von der ursprünglichen Schätzung, sondern von der geringeren Bewertung des Auktionsobjektes im Gewinnfall ausgehen, so dass sich ein geringeres Maximalgebot ergibt. Somit wird der „Winner’s Curse“ bei rationalem Verhalten im Erwartungswert vermieden und die Gebote fallen insgesamt, zum Nachteil des Verkäufers, geringer aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Zielsetzung der Arbeit, die darin besteht, die Grundlagen der Auktionstheorie und das Bieterverhalten in verschiedenen Auktionsmodellen zu erläutern.

2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel definiert zentrale Auktionsbegriffe und stellt die vier Standardauktionsformen (Englische, Holländische, Erstpreis- und Zweitpreisauktion) vor.

3. AUKTIONEN MIT PRIVATER BEWERTUNG (PRIVATE VALUES): Der Abschnitt analysiert das Bieterverhalten unter der Annahme privater Bewertungen und führt das Revenue-Equivalence-Theorem ein, das die Äquivalenz der Auktionsergebnisse unter bestimmten Voraussetzungen aufzeigt.

4. AUKTIONEN MIT GEMEINSAMEM WERT (COMMON VALUES): Hier wird der Fokus auf Auktionen gelegt, bei denen das Objekt einen objektiven, aber unbekannten Wert besitzt, wobei insbesondere der „Winner’s Curse“ als Risiko für den Gewinner diskutiert wird.

5. AUKTIONEN UND KOLLUSION: Dieses Kapitel thematisiert das Problem möglicher Absprachen unter Bietern und die Stabilität solcher Kollusionen in Abhängigkeit vom Auktionsdesign.

6. ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN AUSSAGEN: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Bedeutung der Auktionstheorie für das Verständnis von Allokationsmechanismen.

Schlüsselwörter

Auktionstheorie, Auktionsformen, Private Values, Common Values, Bieterverhalten, Revenue-Equivalence-Theorem, Winner’s Curse, Kollusion, Allokationsmechanismus, Erstpreisauktion, Zweitpreisauktion, Englische Auktion, Holländische Auktion, Zahlungsbereitschaft, Marktmechanismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine Einführung in die theoretischen Grundlagen von Auktionen und analysiert, wie unterschiedliche Auktionsdesigns das Verhalten von Bietern und den Erlös für den Verkäufer beeinflussen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Unterscheidung zwischen privater und gemeinsamer Bewertung von Auktionsobjekten, die Analyse optimaler Bietstrategien und die Stabilität von Bietabsprachen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin, Auktionen als effizienten Allokationsmechanismus für Einzelstücke zu verstehen und zu zeigen, wie formale Regelwerke die Preisbildung beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Analyse basiert auf den Methoden der volkswirtschaftlichen Theorie, insbesondere der Spieltheorie unter unvollständiger Information, um optimale Bietstrategien modelltheoretisch herzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Auktionen mit privater Bewertung, Auktionen mit gemeinsamem Wert und die Analyse von Kollusionsanreizen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Auktionstheorie, Revenue-Equivalence-Theorem, Winner’s Curse, private und common values sowie das Bietverhalten in Standardauktionen.

Was besagt das Revenue-Equivalence-Theorem?

Es besagt, dass unter bestimmten Annahmen (risikoneutrale Bieter, symmetrische Verteilung) alle vier Standardauktionsformen für den Verkäufer den gleichen erwarteten Gewinn generieren.

Warum ist der "Winner's Curse" für Bieter problematisch?

Er beschreibt das Risiko, dass der Gewinner den wahren Wert des Objektes systematisch überschätzt und somit bei Zuschlag einen ökonomischen Verlust erleidet.

Sind Absprachen zwischen Bietern in allen Auktionen gleich stabil?

Nein, Absprachen sind theoretisch in der Englischen Auktion leichter durchsetzbar, während sie in der Holländischen Auktion für den einzelnen Bieter einen Anreiz zur Abweichung bieten.

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Details

Title
Auktionen - Eine Einführung in die Auktionstheorie
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Course
Informationsökonomik
Grade
1,0
Author
Enrico Böhme (Author)
Publication Year
2006
Pages
14
Catalog Number
V61847
ISBN (eBook)
9783638552080
ISBN (Book)
9783656806936
Language
German
Tags
Auktionen Eine Einführung Auktionstheorie Informationsökonomik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Enrico Böhme (Author), 2006, Auktionen - Eine Einführung in die Auktionstheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61847
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