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Möglichkeiten der OSZE zur Eindämmung innerstaatlicher Konflikte

Título: Möglichkeiten der OSZE zur Eindämmung innerstaatlicher Konflikte

Trabajo Escrito , 2001 , 22 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Niels Kristoph (Autor)

Política - Tema: Organizaciones internacionales
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Die Eindämmung innerstaatlicher Konflikte ist nunmehr nach dem Ende der bipolaren Ost-West Auseinandersetzung in den Mittelpunkt des öffentlichen, bzw. europäischen Interesses gerückt. Waren noch zu Zeiten der Block-Konfrontation die gewalttätigen innerstaatlichen Konflikte vornehmlich nach Afrika und Süd-Amerika geografisch zuzuordnen, so offenbarte der Zerfall der Sowjetunion verschiedene ethnische Spannungen von Volksgruppen direkt vor Europas Haustür. Diese Probleme in den Griff zu bekommen ist eine der verschiedenen Aufgaben der OSZE.
Bei der Durchsicht der Literatur zu diesem Thema stößt der Leser unweigerlich auf eine häufig verwandte Aussage: Gäbe es die OSZE nicht, müsste man sie erfinden, da sie wichtige Aufgaben im Bereich der Diplomatie, Frühwarnung, zivilen Konfliktregelung und Normalisierung der Lage nach Konflikten erfüllt. Dabei ist ihr besonderer Vorteil der große Umfang von verschiedenen Teilnehmerstaaten. Genauer gesagt hat die KSZE/OSZE in diesem Punkt die ideologische Hürde des Ost-West Konflikts übersprungen und gleichsam die westlichen Nationen sowie Russland und seine Satelliten-Staaten in einer Organisation zusammengefasst. Eine Konstellation, die so nur bei der UN zu finden ist.
Die OSZE ist also nicht in dem Maße ideologisch vorbelastet, wie z. B. die NATO, deren heutige Expansionsbemühungen vor allem bei Russland auf Ablehnung stößt. Des weiteren besitzt sie auch nicht jenes aggressive und gewalttätige Potential, da die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa verstärkt auf zivile Möglichkeiten zur Konfliktregulierung setzt. Dieser positive Charakter wird durch die Aufgabe die Menschenrechte in Europa durchzusetzen noch unterstützt. In diesem Feld existieren eine Vielzahl von Instrumenten. Zu nennen wären die verschiedenen Mechanismen zur Frühwarnung, die wichtigen Funktionsträger wie der Amtierende Vorsitzende oder der Hohe Kommissar für nationale Minderheiten sowie die Berichterstatter- und Langzeitmissionen die präventiv eine Eskalation interner Konflikte verhindern sollen.
In dieser Arbeit wird zunächst kurz die sicherheitspolitische Entwicklung der OSZE seit Ende 1994 dargestellt. Weiterhin soll geklärt werden, wie innerstaatliche Konflikte entstehen, welchen Verlauf sie nehmen können und durch welche Eigenschaften sie sich definieren.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sicherheitspolitische Entwicklung der OSZE von 1994 bis heute

3. Vorbeugung und Eindämmung innerstaatlicher Konflikte

3. 1 Definition eines innerstaatlicher Konflikts

3. 2. Einflussmöglichkeiten der OSZE

4. Wirkung und Ergebnisse

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und die Möglichkeiten der OSZE bei der Prävention und Eindämmung innerstaatlicher Konflikte. Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit die Organisation in der Lage ist, durch ihre Instrumente der Diplomatie, Frühwarnung und Konfliktregulierung friedensstiftend auf die instabile Sicherheitslage in Europa einzuwirken.

  • Sicherheitspolitische Evolution der OSZE seit 1994
  • Definition und Eigendynamik innerstaatlicher Konflikte
  • Instrumente der OSZE zur Konfliktprävention und zum Krisenmanagement
  • Problematik der Souveränität und Legitimation von Langzeitmissionen
  • Grenzen des OSZE-Wirkungskreises in komplexen Konfliktkonstellationen

Auszug aus dem Buch

3. 1 Definition eines innerstaatlichen Konflikts

Der Bürgerkrieg ist eine spezielle Erscheinungsform der Institution Krieg, der sich verstärkt in Afrika, Süd-Amerika und auch in den ehemaligen Sowjet-Staaten zeigt. Oftmals haben wir es hier mit auf ethnisch-nationalen beruhenden Divergenzen zu tun, die eine Fragmentierung oder Sezession des Nationalstaates hervorrufen können. Dabei ist ein herausragendes Merkmal der innerstaatlichen Konflikte ihre extreme Härte die sich durch eine besondere Willkür charakterisiert. Dies liegt vor allem daran, dass Bürgerkriege eigene Gewaltphänomene darstellen, die ihre Initiatoren oftmals überrollen und rasch außer Kontrolle geraten können.

Eine Eigenart die einen Hinweis auf die besondere Härte liefern könnte, ist die “geistige Nähe” der Kombattanten. Genauer gesagt leben bei ethno-nationalen Konflikten die Konfliktparteien oftmals in Mischsiedlungen zusammen. Die hierausfolgende gute Kenntnis des Gegners und seiner Schwächen macht ihn besonders verletzbar. Vor allem Großstädte sind die größten Konfliktherde, da sie oftmals Schmelzpunkt verschiedener Ethnien sind. Dabei resultieren die Ursprünge des Bürgerkrieges meist aus sozialen Unterschieden oder Repressionen die dann oftmals in einen ethnisch-religiösen Kontext gesetzt werden. Dies geschieht aufgrund der Definition der eigenen Ethnie anhand der “Unvereinbarkeiten” gegenüber der Gesellschaft, bzw. dem Staat. Diese künstlich produzierten und den Alltag bestimmenden ethnischen Gegensätze sorgen für eine Polarisierung der Konfliktparteien.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die veränderte sicherheitspolitische Lage nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und definiert die OSZE als zentrales Akteursorgan zur zivilen Konfliktregulierung in Europa.

2. Sicherheitspolitische Entwicklung der OSZE von 1994 bis heute: Dieses Kapitel zeichnet den institutionellen Aufwertungsprozess der OSZE nach, insbesondere ausgehend vom Budapester Gipfeltreffen 1994 und dem Ziel, eine Plattform für kooperative Sicherheit zu schaffen.

3. Vorbeugung und Eindämmung innerstaatlicher Konflikte: Der Hauptteil analysiert die Definition innerstaatlicher Konflikte und die spezifischen Einflussmöglichkeiten der OSZE, etwa durch den Hohen Kommissar für nationale Minderheiten oder verschiedene Krisenmanagement-Mechanismen.

4. Wirkung und Ergebnisse: Das Abschlusskapitel bewertet die Effektivität der OSZE-Missionen anhand von Praxisbeispielen wie der Kosovo-Mission und diskutiert die Grenzen der Einflussnahme angesichts nationaler Interessen und Souveränitätsfragen.

Schlüsselwörter

OSZE, innerstaatliche Konflikte, Konfliktprävention, Bürgerkrieg, Sicherheitspolitik, Krisenmanagement, zivile Konfliktregulierung, Minderheitenschutz, Frühwarnung, Souveränität, Friedenssicherung, Balkan-Konflikt, institutionelle Entwicklung, Diplomatie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Effektivität der OSZE bei der Bewältigung innerstaatlicher Konflikte in Europa unter besonderer Berücksichtigung ihrer sicherheitspolitischen Entwicklung seit 1994.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Bürgerkriegs-Dynamiken, den institutionellen Instrumenten der OSZE zur Konfliktverhütung und der kritischen Reflexion der praktischen Missionstätigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen der OSZE aufzuzeigen, wenn sie als dritte Partei in innerstaatliche Konflikte interveniert, um eine Eskalation zu verhindern oder Friedensprozesse zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Fachliteratur, offiziellen OSZE-Dokumenten und einschlägigen Fallbeispielen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen innerstaatlicher Konflikte definiert und anschließend die spezifischen Mechanismen und Funktionsträger der OSZE zur Krisenbewältigung detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie OSZE, Konfliktprävention, Bürgerkrieg, zivile Konfliktregulierung, Minderheitenschutz und Krisenmanagement charakterisiert.

Warum ist die „geistige Nähe“ der Kombattanten für die OSZE relevant?

Die Nähe der Konfliktparteien, etwa in Mischsiedlungen, erschwert eine unparteiische Vermittlung, da ein tiefgreifendes Wissen über die Schwächen des Gegners die Gewaltbereitschaft und Verletzbarkeit im Konflikt signifikant erhöht.

Welche Rolle spielt die Souveränität der Nationalstaaten bei den OSZE-Missionen?

Die Souveränität bildet die größte Hürde für die OSZE, da Langzeitmissionen zwingend auf die Einladung und Einwilligung des betroffenen Staates angewiesen sind, was bei nationalen Interessenkonflikten oft zu einer Blockade führt.

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Detalles

Título
Möglichkeiten der OSZE zur Eindämmung innerstaatlicher Konflikte
Universidad
University of Hannover  (Institut für politische Wissenschaft)
Calificación
2
Autor
Niels Kristoph (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
22
No. de catálogo
V6246
ISBN (Ebook)
9783638138635
Idioma
Alemán
Etiqueta
Möglichkeiten OSZE Eindämmung Konflikte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Niels Kristoph (Autor), 2001, Möglichkeiten der OSZE zur Eindämmung innerstaatlicher Konflikte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6246
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