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Akzeptierende Jugendarbeit mit rechtsextremen Jugendlichen

Title: Akzeptierende Jugendarbeit mit rechtsextremen Jugendlichen

Term Paper , 2006 , 35 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christine Schlapa (Author)

Social Work
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Deutschland heute hat eine Verantwortung - dass ein Verbrechen wie der Holocaust nie wieder stattfinden kann. Diese Verantwortung bezieht sich auf viele Bereiche, auch auf die Arbeit mit rechtsextremen Jugendlichen. Für diese gibt es verschiedenste Konzepte. Die vorliegende Arbeit versucht herauszustellen, ob das Konzept der "akzeptierenden Jugendarbeit" der Verantwortung Deutschlands heute gerecht wird und wo seine Probleme und Grenzen angesiedelt sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1 Schuld und Kollektivschuld

2.2 Verantwortung

2.3 Rechtsextremismus und jugendlicher Rechtsextremismus

3. Akzeptierende Jugendarbeit mit rechtsextremen Jugendlichen

3.1 Was ist akzeptierende Jugendarbeit?

3.2 Grundlagen akzeptierender Jugendarbeit

3.2.1 Cliquenarbeit

3.2.2 Angebot sozialer Räume

3.2.3 Beziehungsarbeit

3.3 Kritik an der akzeptierenden Jugendarbeit

3.3.1 Defizite des Konzepts „akzeptierende Jugendarbeit“

3.3.2 Verständnis- und Umsetzungsprobleme in der Praxis

3.3.3 Entpolitisierung der Debatte um den Rechtsextremismus

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die Durchführung akzeptierender Jugendarbeit in Deutschland, angesichts der historischen Verantwortung für die Verbrechen der NS-Zeit, moralisch vertretbar ist und ob dieser Ansatz einen Beitrag zur Bekämpfung von Rechtsextremismus leisten kann oder selbst eine Gefahr darstellt.

  • Historische Verantwortung und deutsche Schulddebatte
  • Konzept und Methoden der akzeptierenden Jugendarbeit
  • Kritische Analyse von Defiziten und Umsetzungsproblemen in der Praxis
  • Entpolitisierung der Debatte und gesellschaftliche Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Was ist akzeptierende Jugendarbeit?

Der akzeptierende Ansatz an sich entstand in den 1980er Jahren und fand seine Umsetzung im Bereich der Drogenarbeit, aber auch im Bereich der Arbeit mit Punks und Hooligans. Sein Ziel war das Aufbrechen von Isolierung und Stigmatisierung.

Die akzeptierende Jugendarbeit mit rechtsextremen Jugendlichen ist von dem Bremer Professor Franz Josef Krafeld seinen Studenten im Rahmen eines Praxisprojekts entwickelt worden. Das Konzept richtet sich speziell an Jugendliche, die mit Bildung und Aufklärung gegen „rechts“ nicht mehr erreichbar sind. Akzeptierende Jugendarbeit bedeutet also eine Arbeit mit rechtsextremen Jugendlichen ohne sie aufklären, ausgrenzen, belehren oder bekämpfen zu wollen. Dieser Ansatz entstand aus der Aussichtslosigkeit von Maßnahmen der Aufklärung, Diskussion und Strafandrohung heraus.

Die Sozialarbeiter wollen sich hier auf die Unterstützung der Jugendlichen bei ihren Problemen beschränken, sich jedoch nicht auf die Probleme konzentrieren, die die Jugendlichen verursachen. Der Grund für die Rechtsorientierung der Jugendlichen wird gesehen in Schwierigkeiten mit der Lebensbewältigung, die durch Existenzängste, mangelnde soziale Integration, Orientierungsverunsicherung, Ängste und Gefühlen der Ohnmacht im Hinblick auf Politik entstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die moralische Verantwortung Deutschlands angesichts des Holocausts und stellt die Frage nach der Vertretbarkeit akzeptierender Jugendarbeit bei rechtsextremen Jugendlichen.

2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Schuld, Verantwortung und Rechtsextremismus und setzt sie in den historischen sowie gesellschaftlichen Kontext.

3. Akzeptierende Jugendarbeit mit rechtsextremen Jugendlichen: Es werden der Ansatz, die methodischen Grundlagen wie Cliquen- und Beziehungsarbeit sowie die kritischen Aspekte dieses sozialpädagogischen Konzepts detailliert erörtert.

4. Schluss: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der akzeptierende Ansatz zwar keine generelle Akzeptanz von Rechtsextremismus bedeutet, jedoch grundlegende Mängel in der politischen Dimension aufweist.

Schlüsselwörter

Akzeptierende Jugendarbeit, Rechtsextremismus, deutsche Verantwortung, Schuld, Holocaust, Sozialarbeit, Prävention, Beziehungsarbeit, Cliquenarbeit, soziale Räume, politische Bildung, Menschenwürde, Antisemitismus, Rassismus, Jugendhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen und fachlichen Vertretbarkeit der sogenannten "akzeptierenden Jugendarbeit" im Umgang mit rechtsextremen Jugendlichen vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von individueller und Kollektivschuld, die Bedeutung historischer Verantwortung, die methodische Ausgestaltung der Sozialarbeit und die Kritik an der mangelnden politischen Komponente in der Praxis.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, ob die Anwendung des Konzepts der akzeptierenden Jugendarbeit mit rechtsextremen Jugendlichen eine Vernachlässigung der "deutschen" Verantwortung darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die verschiedene sozialpädagogische Ansätze, Expertenmeinungen und die historische Perspektive miteinander in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, eine ausführliche Erläuterung der Methoden der akzeptierenden Jugendarbeit (Cliquen-, Raum- und Beziehungsarbeit) sowie eine kritische Reflexion ihrer Umsetzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Akzeptierende Jugendarbeit, Rechtsextremismus, deutsche Verantwortung, soziale Integration und politische Bildung.

Warum wird im Text die "Gleichgültigkeit" als zentrale Gefahr genannt?

Gleichgültigkeit ermöglichte historisch den Holocaust und behindert heute den Widerstand gegen aufstrebende rechtsextreme Tendenzen, weshalb sie als zentrale gesellschaftliche Bedrohung eingestuft wird.

Welche Kritik übt der Autor an der Umsetzung des Konzepts?

Kritisiert wird primär das Fehlen einer bildungspolitischen Komponente, eine oft unprofessionelle "Kumpanei" statt konstruktiver Konfrontation sowie die delegierende Haltung der Politik gegenüber der sozialen Arbeit.

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Details

Title
Akzeptierende Jugendarbeit mit rechtsextremen Jugendlichen
College
University of Applied Sciences Jena  (Fachbereich Sozialwesen)
Course
Erziehung nach Auschwitz
Grade
1,0
Author
Christine Schlapa (Author)
Publication Year
2006
Pages
35
Catalog Number
V62524
ISBN (eBook)
9783638557474
ISBN (Book)
9783656833680
Language
German
Tags
Akzeptierende Jugendarbeit Jugendlichen Erziehung Auschwitz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christine Schlapa (Author), 2006, Akzeptierende Jugendarbeit mit rechtsextremen Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62524
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