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Forschungsmethoden der Biopsychologie

Titel: Forschungsmethoden der Biopsychologie

Hausarbeit , 2005 , 36 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Kai Olschewski (Autor:in), Björn Finke (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Biopsychologie ist ein Teilgebiet der Neurowissenschaften. Sie untersucht Zusammenhänge zwischen biologischen Prozessen und Verhalten. Als interdisziplinäres Forschungsfeld stellt sie den biologischen Ansatz im Rahmen der psychologischen Forschung dar. Dabei bleibt festzuhalten, dass die Psychologie ihren zentralen Stellenwert behält. Gleichzeitig bedienen sich die Wissenschaftler dabei jedoch bei den biologischen Erklärungsansätzen für das Verhalten. Die Aufgabe der Biopsychologie ist also die Untersuchung und Darstellung der Interdependenzen physiologischer und psychologischer Abläufe unter psychologischen Gesichtspunkten. Dazu werden experimentelle und klinische Methoden sowie Instrumente angewendet. Die Biopsychologie ist eine sehr junge Forschungsdisziplin. Ihre Entstehung lässt sich nicht genau datieren, jedoch hat die Veröffentlichung des Buches „Organization of Behavior“ von D. O. Hebb im Jahre 1949 eine wichtige Rolle gespielt (vgl. Pinel 2001: 3). Darin wird erstmals eine umfassende Theorie entwickelt, wie komplexe psychologische Phänomene, wie zum Beispiel Gefühle und Erinnerungen, durch Gehirnaktivitäten hervorgerufen werden können. Als geradezu revolutionär wurde damals empfunden, dass psychologische Funktionen offenbar doch mit der Physiologie und Chemie des Gehirns erklärt werden können. Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Entwicklung der Biopsychologie noch in den Kinderschuhen steckt. Gleichzeitig entwickelt sie sich jedoch rasant weiter und macht immer wieder neue, wichtige Entdeckungen. Dabei ist die Biopsychologie eng an die Entwicklung neuer Forschungsmethoden gebunden (vgl. Birbaumer/ Schmidt: 1996: 4). Diese Forschungsmethoden sollen in den folgenden Kapiteln ausführlich gewürdigt und diskutiert werden. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Biopsycholgie – Einleitung und Definition

1.1. Vorstellung der biopsychologischen Methoden

1.2. Teilgebiete der Biopsychologie und konvergierende Forschung

1.2.1. Physiologische Psychologie

1.2.2. Psychopharmakologie

1.2.3. Neuropsychologie

1.2.4. Psychophysiologie

1.2.5. Kognitive Neurowissenschaft

1.2.6. Vergleichende Psychologie

2. Bildgebende Verfahren – Die Abbildung des lebenden menschlichen Gehirns

2.1. Röntgenaufnahmen – grundlegende Basis und Begrenztheit der Methode

2.2. Computertomographie

2.3. Kernspintomographie

2.4 Positronen-Emissions-Tomographie

2.5. Funktionelle Kernspintomographie

3. Nichtinvasive Messung psychophysiologischer Aktivität

3.1. Elektro-Encephalographie

3.1.1. Entstehung/Geschichte

3.1.2. Funktionsweise des EEG

3.1.3. Wellenformen des EEG

3.1.4. Das ereigniskorrelierende Potential

3.1.5. Wozu dient das EEG

3.2. Elektromyographie

3.2.1. Das Nadel EMG

3.2.2. Das Oberflächen EMG

3.2.3. Nutzen der Elektromyographie

4. Elektrooculographie / Videooculographie

5. Elektrodermale Aktivität

6.) Kardiovaskuläre Aktivität

7.) Tierversuche - der wissenschaftliche Betrug

7.1.) Tierversuche – ein Resümee

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen Überblick über zentrale biopsychologische Forschungsmethoden zu geben, die eine Untersuchung menschlicher Gehirnfunktionen und physiologischer Prozesse ermöglichen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie diese vielfältigen Instrumente zur Entschlüsselung von Verhaltensweisen und zur medizinischen Diagnose beitragen können, während gleichzeitig ethische Aspekte kritisch hinterfragt werden.

  • Biopsychologische Forschungsdisziplinen und ihre Bedeutung
  • Methoden der Bildgebung (CT, Kernspintomographie, PET, fMRT)
  • Psychophysiologische Messverfahren (EEG, EMG, EOG)
  • Elektrodermale und kardiovaskuläre Aktivitätsmessung
  • Ethische Reflexion über Tierversuche in der Forschung

Auszug aus dem Buch

2.2. Computertomographie

Revolutioniert wurde die Forschung Anfang der siebziger Jahre durch die Einführung der Computertomographie (CT). Dabei handelt es sich um ein spezielles Abbildungsverfahren mit Röntgenstrahlen, welches sich jedoch von der konventionellen Röntgendiagnostik stark unterscheidet. Bei der Computertomographie wird der Patient mit einem dünnen Röntgenstrahl oder einem Strahlenbündel durchstrahlt. Dabei umkreisen Röntgenröhre und Detektor den Patienten um 360 Grad, während dieser im Innenraum des Tomographen liegt.

Die Strahlungsschwächung wird in jeder Position von den gegenüberliegenden Detektoren gemessen. Aus sämtlichen gemessenen Werten errechnet der Computer anschließend die Gewebedichteverteilung in der Schnittebene. Daraus entsteht schließlich das CT-Schnittbild, auch CT-Scan oder Tomogramm genannt. Durch dieses radiologische Schnittbildverfahren war es erstmals möglich, überlagerungsfreie Querschnittsbilder des menschlichen Gehirns darzustellen. Kombiniert man dieses miteinander, so wird eine dreidimensionale Darstellung des Gehirns möglich. Dementsprechend erlebte die Biopsychologie in den siebziger Jahren einen wahren Boom, da nun endlich die verschiedenen Strukturen des lebenden Gehirns sichtbar gemacht werden konnten.

Erfunden wurde die Computertomographie 1971 von Sir Godfrey Newbold Hounsfield. Kurioserweise arbeitete der englische Ingenieur weder an einer Universität noch bei einem renommierten Gerätehersteller, sondern bei der britischen Firma EMI.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Biopsycholgie – Einleitung und Definition: Dieses Kapitel führt in das Teilgebiet der Neurowissenschaften ein, definiert die Biopsychologie als Brücke zwischen Biologie und Verhalten und stellt ihre wichtigsten Teildisziplinen vor.

2. Bildgebende Verfahren – Die Abbildung des lebenden menschlichen Gehirns: Hier werden moderne Verfahren wie CT, MRT und PET detailliert beschrieben, wobei deren technische Entwicklung, medizinischer Nutzen und gesundheitliche Risiken beleuchtet werden.

3. Nichtinvasive Messung psychophysiologischer Aktivität: Dieses Kapitel widmet sich der Elektrophysiologie, insbesondere dem EEG zur Messung von Gehirnströmen und dem EMG zur Untersuchung der Muskelaktivität.

4. Elektrooculographie / Videooculographie: Diese Untersuchungsmethode für Augenbewegungen wird hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und ihrer technischen Limitierungen bewertet.

5. Elektrodermale Aktivität: Das Kapitel erklärt, wie Hautleitfähigkeit als Maß für die Aktivität des vegetativen Nervensystems und als Indikator für emotionale Zustände dient.

6.) Kardiovaskuläre Aktivität: Hier wird der Fokus auf die Messung von Herzschlagfrequenz und Blutdruck gelegt, die als physiologische Indikatoren für körperliche Vorgänge dienen.

7.) Tierversuche - der wissenschaftliche Betrug: Ein kritischer Abschnitt, der die ethische Vertretbarkeit und die wissenschaftliche Relevanz von invasiven Eingriffen an Tieren für die moderne Biopsychologie in Frage stellt.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der konvergierenden Forschung zusammen und betont die komplementäre Nutzung von bildgebenden und psychophysiologischen Verfahren bei gleichzeitig sinkendem Patientenrisiko.

Schlüsselwörter

Biopsychologie, Neurowissenschaften, Computertomographie, Kernspintomographie, Elektroenzephalographie, PET-Scan, fMRT, Psychophysiologie, Elektromyographie, Tierversuche, Hirnaktivität, Verhaltensbiologie, Diagnostik, Medizintechnik, Konvergierende Forschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die verschiedenen Forschungsmethoden der Biopsychologie und analysiert, wie diese eingesetzt werden, um die Funktionen des menschlichen Gehirns zu untersuchen und physiologische Prozesse darzustellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen bildgebende Verfahren zur Gehirndarstellung, elektrophysiologische Messungen an der Körperoberfläche sowie eine kritische ethische Auseinandersetzung mit Tierversuchen in der Forschung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die Vielfalt biopsychologischer Methoden zu geben und aufzuzeigen, wie unterschiedliche Ansätze kombiniert werden, um ein umfassendes Verständnis für Verhalten und biologische Strukturen zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und den Vergleich verschiedener medizinischer und biopsychologischer Untersuchungsverfahren (z.B. CT, MRT, EEG, EMG) sowie eine ethische Reflexion der verwendeten Methoden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden nacheinander die verschiedenen technischen Verfahren vorgestellt, von der klassischen Röntgenuntersuchung über moderne Tomographietechniken bis hin zu nichtinvasiven Ableitungsmethoden wie dem EEG.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist am besten durch Begriffe wie Biopsychologie, Bildgebung, Gehirnforschung, Psychophysiologie und ethische Forschungsmethodik charakterisiert.

Warum ist die konvergierende Forschung so wichtig für die Biopsychologie?

Laut den Autoren kann ein einzelnes Forschungselement selten ein Problem vollständig lösen. Daher werden verschiedene Teilgebiete kombiniert, sodass die Stärken eines Ansatzes die Schwächen eines anderen ausgleichen können.

Wie bewerten die Autoren die Rolle der Tierversuche?

Die Autoren stehen Tierversuchen äußerst kritisch gegenüber. Sie betrachten diese als ethisch verwerflich, grausam und für die Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse über den Menschen als weitgehend ungeeignet.

Was unterscheidet die funktionelle Kernspintomographie (fMRT) vom PET-Scan?

Im Gegensatz zum PET-Scan, bei dem radioaktive Substanzen in den Körper injiziert werden müssen, ist die fMRT ein nichtinvasives Verfahren, das ohne radioaktive Markierungen auskommt und gleichzeitig strukturelle und funktionelle Informationen liefert.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Forschungsmethoden der Biopsychologie
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Institut für Sozialpsychologie)
Veranstaltung
Seminar: Einführung in die Traum- und Schlafforschung
Note
2,0
Autoren
Kai Olschewski (Autor:in), Björn Finke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
36
Katalognummer
V62567
ISBN (eBook)
9783638557832
ISBN (Buch)
9783656791386
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Forschungsmethoden Biopsychologie Seminar Einführung Traum- Schlafforschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kai Olschewski (Autor:in), Björn Finke (Autor:in), 2005, Forschungsmethoden der Biopsychologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62567
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Leseprobe aus  36  Seiten
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