In der Arbeit geht es darum Zweisprachigkeit als ein neues Dazwischen zu denken. Denken generiert Verknüpfungen durch Sprache - Denken ist ohne Sprache kaum vorstellbar. Was ist Intuition? Wie funktioniert und entwickelt sie sich bei Menschen, die durch mind. eine weitere Sprache stets ein Referenssystem "zur Hand" haben? Was passiert im Dazwischen wenn zwei Sprachen zum Denken verwendet werden und kombinierbar als neues verbleiben und weiterdenken?
Wie läuft eigene Kommunikation und positives Wundern und Zweifeln ab?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Sprache
3.1 Zweisprachigkeit, der Begriff
3.2 Zweisprachigkeit und ihre Formen
3.3 Deutsch als Zweitsprache
3.4 Unterrichtsformen und pädagogische Ansatzpunkte
3.5 Zweisprachige Erziehung - Chance oder Risiko?
3.6 Die Entwicklung des Kindes in zweisprachiger Umgebung
3.7 Wie Eltern Zweisprachigkeit fördern können
3.8 Kindergarten- und Vorschulzeit
3.9 Die Europäischen Grundschulen
4.1 Das Sprechen
4.2 Der produktive Spracherwerb
4.3 Sprachverarbeitung
4.4 Sprachverständnis
4.5 Sprachlehrbedingungen
4.6 Probleme und Chancen
5.1 Eine empirische Studie
5.2 Was wurde wie beobachtet?
5.3.1 Marlene
5.3.2 Bild mit Küchenszene (Sprechprobe 1)
5.3.3 Bildergeschichte mit Vogel und Katze (Sprechprobe 1)
5.3.4 Einführung in die Sprechprobe 2
5.3.5 Bildergeschichte mit Vogel und Katze (Sprechprobe 2)
5.3.6 Bild mit Küchenszene (Sprechprobe 2)
5.4.1 Auswertung
5.4.2 Bild mit Küchenszene (Auswertung der Sprechprobe 1)
5.4.3 Bildergeschichte mit Vogel und Katze (Auswertung der Sprechprobe 1)
5.4.4 Bildergeschichte mit Vogel und Katze (Auswertung der Sprechprobe 2)
5.4.5 Bild mit Küchenszene (Auswertung der Sprechprobe 2)
6. Schlussteil
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Erwerb und die Förderung von Zweisprachigkeit bei Kindern unter besonderer Berücksichtigung der psycholinguistischen Entwicklung sowie der praktischen Umsetzung im schulischen Kontext.
- Bedeutung der Zweisprachigkeit in der modernen Gesellschaft
- Psychologische Grundlagen der kindlichen Sprachentwicklung
- Herausforderungen für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
- Empirische Analyse des Sprachfortschritts an Hamburger Grundschulen
- Pädagogische Ansätze zur Förderung der Mehrsprachigkeit
Auszug aus dem Buch
3.6 Die Entwicklung des Kindes in zweisprachiger Umgebung
Für jedes Kind, ist das größte Bedürfnis zunächst die Anwesenheit und die Zuneigung der Hauptbezugsperson (meist der Mutter), dass gilt bis zum Ende des zweiten Lebensjahres. Hier hat das Kind bereits erste Laute gebildet die seine Eltern auch Wörtern zuordnen mögen, was aber noch nicht Sprache im eigentlichen Sinn zuzuordnen ist.
Wenn das Kind sich sicher und geborgen fühlt, und nur dann, ist es frei in seinem Entdeckungshandeln. „Wenn das Kind sich ständig vergewissern muss, dass die Bezugsperson noch anwesend ist, wird es sich der Gegenstandswelt nicht auf die Art widmen können, dass es die Bedeutung seiner Handlungen entdecken kann. Ist es einem Kind nicht möglich, eine gute Beziehung zu einer anderen Person aufzubauen, kann es sich auch von den Gegenständen nicht rufen lassen (Butzkamm, 1999, S.22).“
Es kann nun seine Umwelt reichhaltig und aufgeschlossen erkunden und somit auch erkennen. Auf seiner Entdeckungsreise wird das Kind immer mehr Gefallen daran finden Beziehungen zwischen den Dingen herzustellen und auch den Wunsch verspüren, nicht nur Kommunikation zwischen den anderen begreifen zu können, sondern selber Kommunikationsmitglied zu werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beleuchtung der gesellschaftlichen Relevanz von Zweisprachigkeitserziehung in einer globalisierten Welt.
2. Sprache: Definition und Erläuterung der menschlichen Sprache als komplexes Zeichensystem und Kommunikationsmittel.
3.1 Zweisprachigkeit, der Begriff: Auseinandersetzung mit Definitionsansätzen und der Problematik einer eindeutigen wissenschaftlichen Abgrenzung.
3.2 Zweisprachigkeit und ihre Formen: Differenzierung zwischen verschiedenen Ausprägungen der Zweisprachigkeit bei Kindern und Erwachsenen.
3.3 Deutsch als Zweitsprache: Untersuchung der spezifischen Herausforderungen von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache im Grundschulunterricht.
3.4 Unterrichtsformen und pädagogische Ansatzpunkte: Analyse unterschiedlicher bilingualer Schulprojekte und deren Wirkung auf die Schüler.
3.5 Zweisprachige Erziehung - Chance oder Risiko?: Diskussion über die Vor- und Nachteile sowie mögliche Entwicklungsrisiken bei zweisprachiger Erziehung.
3.6 Die Entwicklung des Kindes in zweisprachiger Umgebung: Betrachtung der kindlichen Sprachentwicklung in Zusammenhang mit der Persönlichkeitsentfaltung.
3.7 Wie Eltern Zweisprachigkeit fördern können: Praktische Hinweise zur Unterstützung der Mehrsprachigkeit im familiären Umfeld.
3.8 Kindergarten- und Vorschulzeit: Analyse der Bedeutung des vorschulischen Umfelds für den Spracherwerb.
3.9 Die Europäischen Grundschulen: Konzeptuelle Überlegungen zur europäischen Dimension in der schulischen Bildung.
4.1 Das Sprechen: Beschreibung des Sprechens als intuitive Basis der zwischenmenschlichen Kommunikation.
4.2 Der produktive Spracherwerb: Überblick über die Stadien der produktiven Sprachentwicklung vom Lallen bis zum strukturierten Satzbau.
4.3 Sprachverarbeitung: Untersuchung psycholinguistischer Modelle bei der Verarbeitung sprachlicher Inputs.
4.4 Sprachverständnis: Analyse der Probleme, die bei mangelnder begrifflicher Einordnung von Sprachlauten entstehen.
4.5 Sprachlehrbedingungen: Darstellung der Anforderungen an ein förderliches Sprachlehrprogramm.
4.6 Probleme und Chancen: Reflexion über die Diskrepanz zwischen mündlicher Kommunikationsfähigkeit und schriftlichen Anforderungen in der Schule.
5.1 Eine empirische Studie: Einführung in die Analyse des Zweitspracherwerbs an Hamburger Grundschulen.
5.2 Was wurde wie beobachtet?: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise bei der Untersuchung der Sprachkenntnisse.
5.3.1 Marlene: Darstellung des Fallbeispiels Marlene zu Beginn ihrer schulischen Laufbahn.
5.3.2 Bild mit Küchenszene (Sprechprobe 1): Protokoll der ersten Sprechprobe zur Bildbeschreibung.
5.3.3 Bildergeschichte mit Vogel und Katze (Sprechprobe 1): Protokoll der ersten Sprechprobe zur Bildergeschichte.
5.3.4 Einführung in die Sprechprobe 2: Dokumentation der Vorbereitung für das zweite Interview.
5.3.5 Bildergeschichte mit Vogel und Katze (Sprechprobe 2): Protokoll der zweiten Sprechprobe zur Bildergeschichte.
5.3.6 Bild mit Küchenszene (Sprechprobe 2): Protokoll der zweiten Sprechprobe zur Bildbeschreibung.
5.4.1 Auswertung: Theoretische Einordnung der Beobachtungen zur Ausgangslage.
5.4.2 Bild mit Küchenszene (Auswertung der Sprechprobe 1): Analyse der ersten Sprechprobe zur Küchenszene.
5.4.3 Bildergeschichte mit Vogel und Katze (Auswertung der Sprechprobe 1): Analyse der ersten Sprechprobe zur Bildergeschichte.
5.4.4 Bildergeschichte mit Vogel und Katze (Auswertung der Sprechprobe 2): Analyse des Fortschritts in der zweiten Sprechprobe.
5.4.5 Bild mit Küchenszene (Auswertung der Sprechprobe 2): Abschließende Analyse der zweiten Sprechprobe.
6. Schlussteil: Persönliches Fazit des Autors und Reflexion über die Bedeutung der Arbeit.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Zweisprachigkeit, Spracherwerb, Deutsch als Zweitsprache, DaZ, kindliche Sprachentwicklung, Bilingualismus, Sprachförderung, Psycholinguistik, Schule, Grundschule, Sprachverarbeitung, Mehrsprachigkeit, Erstsprache, empirische Studie, Sprachkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Thematik der Zweisprachigkeitserziehung, ihre theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung sowie Herausforderungen bei der Vermittlung einer Zweitsprache an Grundschulkindern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der kindlichen Sprachentwicklung, der Rolle des Elternhauses und der Schule, dem Konzept des Deutsch-als-Zweitsprache-Unterrichts sowie der empirischen Untersuchung von Sprachfortschritten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kinder eine zweite Sprache erwerben, welche Schwierigkeiten dabei auftreten können und wie Schule und Umfeld diesen Prozess positiv unterstützen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine empirische Einzelfallstudie angewandt, bei der die sprachliche Entwicklung eines Kindes über einen Zeitraum (vom Anfang bis zum Ende des ersten Schuljahres) anhand von Sprechproben analysiert wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Sprache und Zweisprachigkeit sowie einen empirischen Teil, der den Spracherwerb von Kindern an Hamburger Grundschulen konkret dokumentiert und auswertet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Begriffe sind Zweisprachigkeit, Spracherwerb, DaZ (Deutsch als Zweitsprache), kindliche Entwicklung und Sprachförderung.
Wie unterscheidet sich Marlenes Sprachstand zwischen dem ersten und zweiten Interview?
Während Marlene zu Beginn des Schuljahres fast ausschließlich in ihrer Muttersprache kommunizierte oder auf Gestik setzte, zeigt das zweite Interview, dass sie das Deutsche bereits in ihre allgemeine Entwicklung aufgenommen hat und deutlich sprechmotivierter ist.
Welche Bedeutung misst der Autor der Erstsprache von DaZ-Kindern bei?
Der Autor argumentiert, dass es sinnvoll ist, auch Raum für die Erstsprache zu schaffen, da dies den Schülern hilft, über Sprache zu reflektieren und den Erwerb der Zweitsprache bewusst zu unterstützen.
- Arbeit zitieren
- Arne Matthias Behrens (Autor:in), 2004, Zweisprachigkeit und ihre Formen - Erziehung, Sprachlehrbedingungen, Probleme und Chancen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63231