Auditive Wahrnehmungsstörungen im schulrelevanten Kontext


Diplomarbeit, 2006

202 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufbau und Funktionsweise des Hörorgans
2.1.Das Außenohr
2.1.1.Aufbau und Anatomie
2.1.1.2.Äußerer Gehörgang
2.1.2.Funktion
2.1.2.1.Ohrmuschel
2.1.2.2.Äußerer Gehörgang
2.2.Das Mittelohr
2.2.1.Aufbau und Anatomie
2.2.1.1.Das Trommelfell
2.2.1.2.Paukenhöhle
2.2.1.3.Gehörknöchelchen
2.2.2.Funktion
2.2.2.1.Trommelfell
2.2.2.2.Gehörknöchelchen
2.3.Das Innenohr
2.3.1.Aufbau und Anatomie
2.3.2.Funktion
2.3.2.1.Scala tympani und Scala vestibuli
2.3.2.2.Häutiger Schneckengang

3. Die Entwicklung des Hörorgans und Hörentwicklung
3.1.Die Entwicklung des Hörorgans während der Schwangerschaft
3.2.Hörentwicklung während der Schwangerschaft
3.3.Die Hörentwicklung während der ersten sechs Lebensjahre
3.3.1.Säuglingsphase (0. Monat bis 2. Lebensjahr)
3.3.2.Sensible Kleinkindphase (2. – 6. Lebensjahr)
3.3.3.Schulkindphase

4. Wahrnehmung
4.1. Definition der Wahrnehmung
4.2. Der Aufbau unseres Wahrnehmungssystems
4.3. Der Wahrnehmungsprozess
4.4. Auditive Wahrnehmung
4.5. Modelle der auditiven Wahrnehmung
4.5.1. Auditive Wahrnehmung nach Esser
4.5.2. Auditive Wahrnehmung nach Günther & Günther
4.5.3. Auditive Wahrnehmung nach Lauer
4.5.4. Auditive Wahrnehmung nach Rosenkötter

5. Leistungen der auditiven Wahrnehmung
5.1 Funktionen der auditiven Wahrnehmung
5.1.1 Die Teilfunktionen der auditiven Wahrnehmung
Auditive Aufmerksamkeit
Lautheitsempfinden
Auditive Selektion
Richtungshören/auditive Lokalisation
Lautdifferenzierung
Lautmustererkennung
Binaurale Summation
Zeitauflösung
Auditives Gedächtnis
Sprachrelevante Teilfunktionen der auditiven Wahrnehmung

6. Auditive Wahrnehmungsstörungen
6.1. Ätiologie
6.2. Häufigkeit
6.3. Teilfunktionsstörungen
Auditive Aufmerksamkeitsstörung
Gestörtes Lautheitsempfinden
Gestörte Selektion
Gestörtes Richtungshören
Lautdifferenzierung
Gestörte rhythmische Differenzierungsfähigkeit
Gestörte melodisch-intonatorische Differenzierungsfähigkeit
Auditiv gestörtes Zeitauflösungsvermögen
Gestörte auditive Merkfähigkeit
Gestörte Analyse-, Synthese- und Ergänzungsfähigkeit

7. Auditive Wahrnehmungsstörungen im schulrelevanten Kontext
7.1. Lernschwierigkeiten am Schulanfang
7.2. Lern- und Entwicklungsstörungen als Teilleistungsstörungen
7.3. Teilleistungsstörungen als Folge auditiver Wahrnehmungsstörungen
7.3.1. Mitarbeit und Verhalten
7.3.2. Reduziertes Selektionsvermögen/Störschall-Nutzschall
7.3.3. Motivation, Konzentration und Aufmerksamkeit
7.3.4. Auditives Gedächtnis
7.3.5. Lern- und Leistungsvermögen
7.3.6. Rechtschreib- und Leseleistung
7.3.7. Emotionalität
7.3.8. Sozialverhalten/Einbindung in die Klasse

8. Darstellung der eigenen Untersuchung
8.1. Methodisches Vorgehen
8.1.1 .Differenzierungsprobe II von Breuer und Weuffen
8.1.2. Fragebogen
8.1.3. Auswertung der Daten
8.2. Auswertung der Stichprobe
8.2.1. Fragestellung und Hypothesen
8.2.2. Ergebnisse
8.2.2.1. Ergebnisse der Differenzierungsprobe II
8.2.2.2. Ergebnisse zu Mitarbeit und Verhalten
8.2.2.3. Ergebnisse zur Störschall und Nutzschall
8.3.2.4. Ergebnisse zu Aufmerksamkeit, Konzentration und Motivation
8.3.2.5. Ergebnisse zum auditiven Gedächtnis
8.3.2.6. Ergebnisse zu Lern- und Leistungsvermögen
8.3.2.7. Ergebnisse zur Rechtschreib- und Leseleistung
8.3.2.8. Ergebnisse zur Emotionalität
8.3.2.9. Ergebnisse zum Sozialverhalten und Einbindung in die Klasse

9. Interpretation

10. Schluss
10.1. Zielsetzung
10.2. Zusammenfassung
10.3. Resümee
10.4. Ausblick

Anhang A – Tabellen

Anhang B – Protokoll-Bogen – Differenzierungsprobe II

Anhang C – Fragebogen

Literaturliste

Eidesstattliche Erklärung

1. Einleitung

Unsere auditive Wahrnehmung ist unser Tor zur Welt. Zusammen mit dem Tastsinn ist er der erste Sinn, der noch während der Schwangerschaft seinen Dienst aufnimmt, und es ist der letzte Sinn, der sich abstellt, wenn wir sterben. Bereits als Föten beginnen wir, Eindrücke, insbesondere Akustische, zu verarbeiten, was uns bereits bis zur Geburt geprägt hat. Föten, die gestresst sind, können über die Zusprache der Mutter beruhigt werden, können aber auch in Aufregung versetzt werden, wenn der Geräuschpegel zunimmt. Bei Geburt verfügen wir über eine dreimonatige Hörerfahrung. Wenn unsere Mutter unmittelbar nach Geburt zu uns spricht, erinnern wir uns an den Klang ihrer Stimme, ihren Sprechrhythmus und ihre Satzmelodie. Dadurch beruhigen wir uns und überwinden das Trauma der Geburt. Unser Gehör ist optimal auf den Frequenzbereich abgestimmt, in dem sich alle Sprachen dieser Welt abspielen. Über unsere auditive Wahrnehmung nehmen wir Kontakt zu unserer Welt auf, entnehmen ihr Informationen und richten danach unser Fühlen, Denken und Handeln aus. Unsere auditive Wahrnehmung gibt uns Vorstellung von Raum und Zeit, über diese finden wir Orientierung.

Die Hauptfunktion unserer Wahrnehmung ist das Verstehen von menschlicher Sprache. Unser Gehör ist auf diesen Frequenzbereich anatomisch und physiologisch geradezu spezialisiert. Den Großteil unserer Informationen über die Beschaffenheit unserer Welt erarbeiten wir uns über unsere Kommunikation. Um miteinander zu kommunizieren, benutzen wir Sprache. Über das Produzieren und Empfangen von Sprache lernen wir voneinander und beeinflussen uns gegenseitig. Vielleicht unterscheiden wir uns letztlich von der Tieren nur im Umfang und der Qualität unserer kommunikativen Mittel, im Vermögen, Informationen auszutauschen, sich mitzuteilen. Unsere Sprache schafft Nähe, Zuneigung, Verbundenheit und Sympathie, aber auch Argwohn, Neid, Feindseligkeit und Hass. Unsere Stimme ist unser Stimmungsträger.

Um Sprache mit all ihren Facetten nutzen zu können, bedarf es einer fein abgestimmten Verarbeitung und Wahrnehmung akustischer Signale. Diese Fähigkeit wird uns zum Großteil bereits in die Wiege gelegt, ein kleiner, aber nicht unwesentlicher Teil, wird durch unsere Hörerfahrungen in unseren ersten Lebensmonaten und -jahren ausgebildet. Probleme vor, während und nach der Geburt können zu nachhaltigen Störungen in der Verarbeitung und Wahrnehmung akustischer Signale führen. Ebenso wie eine unausreichende Stimulation in den ersten Lebensmonaten. Die Folge sind auditive Wahrnehmungsstörungen, so dass die vollständige Auswertung relevanter akustischer Informationen nicht gewährleistet ist .

Die auditive Wahrnehmung hat einen maßgeblichen Einfluss auf unsere Lernkompetenzen und damit auch auf unser Selbstverständnis, unser Verhalten und unsere Emotionalität. Vor allem im schulischen Bereich wird der größte Anteil der Informationen und Lerninhalte über den auditiven Kanal mitgeteilt. Der Schulerfolg hängt also wesentlich davon ab, inwieweit ein Kind in der Lage ist, diese Informationen zu verarbeiten und in seinen Wissensbestand zu integrieren. Leidet ein Kind unter auditiven Wahrnehmungsstörungen, ist die vollständige Informationsaufnahme nicht mehr gewährleistet. Werden auditive Informationen nicht vollständig und nur fragmentiert aufgenommen und zudem nicht differenziert ausgewertet, hat dies unmittelbare Auswirkungen auf den Lernerfolg. Vor allem die Kulturtechniken Lesen und Schreiben sind in hohem Maße von der Qualität unserer auditiven Wahrnehmung abhängig. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ist Legasthenie nachgewiesener Maßen als Folge von auditiven Wahrnehmungsstörungen zu verstehen [Rosenkötter 1997; Barth 1999; Landerl, Wimmer 1994; Schulte-Körne 1998; Tallal, Piercy 1975; Tallal 1980, 1984; Tallal et al 1993, 1997]. Hier scheint vor allem das zeitliche Auflösungsvermögen eine entscheidende Rolle zu spielen (ausführlich in Kapitel 6.3 beschrieben).

Auch andere Bereiche des schulischen Lebens und Lernens sind von der auditiven Wahrnehmung abhängig, wie Aufmerksamkeitsniveau, Konzentrationsvermögen und Motivation. Störungen der auditiven Wahrnehmung haben des Weiteren Einfluss auf Mitarbeit und Verhalten, das allgemeine Lern- und Leistungsvermögen, auf die Emotionalität und die soziale Einbindung in die Klasse. Während es zur Korrelation von Legasthenie und auditiven Wahrnehmungsstörungen bereits zahlreiche Studien und Befunde gibt, sind empirische Befunde zu anderen schulrelevanten Bereichen kaum oder nicht vorhanden. Ziel dieser Arbeit ist es, auditive Wahrnehmungsstörungen im Hinblick auf ihre Auswirkungen in o.g. schulrelevanten Bereichen zu untersuchen. Es soll empirisch überprüft werden, ob auditive Wahrnehmungsstörungen einen negativen Effekt auf:

-Mitarbeit und Verhalten,
-Verarbeitung von Stör- und Nutzschall,
-Motivation, Konzentrationsvermögen und Aufmerksamkeitsniveau,
-Gedächtnisleistungen
-allgemeines Lern- und Leistungsvermögen,
-Lese- und Rechtschreiberwerb,
-Emotionalität, sowie
-soziale Einbindung in die Klasse

haben.

In Kapitel 2 wird der Aufbau und die Funktionsweise des Hörorgans dargestellt. Die Entwicklung des Hörorgans und die Hörentwicklung wird in Kapitel 3 geschildert. Kapitel 4 befasst sich mit dem physiologischen Wahrnehmungssystem im Allgemeinen und im Speziellen mit der auditiven Wahrnehmung. Die verschiedenen Leistungen des auditiven Systems werden in Kapitel 5 dargestellt, in Kapitel 6 schließlich werden auditiven Wahrnehmungsstörungen beschrieben. Mögliche Auswirkungen auf den schulrelevanten Kontext werden in Kapitel 7 geschildert. Der Aufbau, die Durchführung und die Ergebnisse der eigenen durchgeführten Untersuchung an Grundschulkindern der ersten Klasse wird in Kapitel 8 dargestellt.

Daraus ergibt sich folgendes Übersichtsbild der Arbeit:

1. Einleitung
2. Aufbau und Funktion des Hörorgans
3. Die Entwicklung des Hörorgans und Hörentwicklung
4. Wahrnehmung
5. Leistungen der auditiven Wahrnehmung
6. Auditive Wahrnehmungsstörungen
7. Auditive Wahrnehmungsstörungen im schulrelevanten Kontext
8. Darstellung der eigenen Untersuchung
9. Schluss

2. Aufbau und Funktionsweise des Hörorgans

Da sich der Schwerpunkt dieser Arbeit nach zentralen kognitiven Prozessen zur Verarbeitung von akustischen Signalen richtet, wird hier der Aufbau und die Funktionsweise des menschlichen Gehörs nur grundlegend dargestellt.

Das menschliche Gehör kann anatomisch in drei Teile aufgeteilt werden, dem Außenohr, dem Mittelohr und dem Innenohr. Grundsätzlich hat das Hörorgan die Aufgabe, akustische Signale in Form von Schallwellen aufzufangen. Diese werden im Mittelohr erst in mechanische und anschließend im Innenohr in elektrische Impulse umgewandelt. Die elektrischen Impulse durchlaufen dann über die zentralen Hörnervbahnen eine Reihe von Zwischenstationen im Hirnstamm und Mittelhirn. Schließlich gelangen diese in den jeweiligen primären, sekundären und tertiären auditiven Kortex der zwei Hirnhälften, in denen der eigentliche Wahrnehmungsprozess stattfindet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das menschliche Gehör

Quelle: Hudspeth, 1983:10

2.1. Das Außenohr

2.1.1. Aufbau und Anatomie

Das Außenohr besteht aus der Ohrmuschel (Concha) und dem äußeren Gehörgang.

2.1.1.1. Ohrmuschel

Die Ohrmuschel ist um etwa 30 Grad zum Kopf geneigt und hat die Form eines Trichters. Die Ohrmuschel selbst besteht in ihrem Grundgerüst aus einem Ohrmuschelknorpel, welcher kontinuierlich in einen Gehörgangsknorpel übergeht. Im Gegensatz zur Ohrmuschel und dem äußeren Drittel des Gehörgangs besteht das Ohrläppchen nicht aus Knorpel- sondern aus Fettgewebe. Die Ohrmuschel ist straff von Haut überzogen und enthält Schweißdrüsen, Haarwurzeln und Fettzellen.

Die Ohrmuschel lässt sich anatomisch in zwei Bereiche gliedern, den hinteren retroaurikulären und vorderen sichtbaren aurikulären Bereich [Benner, 1989].

2.1.1.2. Äußerer Gehörgang

Der äußere Gehörgang ist beim Erwachsenen zwischen 2 und 3 cm lang und hat in der Höhe einen Durchschnitt von 8-11 mm, sowie in der Breite einen Durchschnitt von etwa 5-8 mm. Aus einer Schutzfunktion heraus ist der Gehörgang im vorderen unteren Bereich konvex gekrümmt und vollständig mit Haut ausgekleidet. Durch diese Krümmung haben es Insekten, Schmutzpartikel u.a. schwerer, zum Trommelfell zu gelangen.

Das äußere Drittel (laterale Teil) des Gehörgang besteht aus Bindegewebe und ist relativ schmerzunempfindlich. Der hintere (mediale) Teil des Gehörgangs ist in den Knochen eingebettet und im Vergleich zum vorderen Drittel sehr schmerzempfindlich. Der Gehörgang ist vollständig mit apokrin (apó, gr. von weg) sezernierenden (absondernden) Drüsen ausgestattet , die Cerumen produzieren und desinfizierende Wirkung haben. Cermunen verhindert, dass Fremdkörper wie Schmutz, Staub oder kleine Tierchen ins Ohr gelangen und sich dort ablagern können.

2.1.2. Funktion

2.1.2.1. Ohrmuschel

Die menschliche Ohrmuschel erfüllt mehrere Funktionen. Zum einen dient sie dem Einfangen von Schallwellen. Zum anderen handelt es sich bei der Ohrmuschel, wie auch das Ohrläppchen, um einen Resonanzkörper. Dadurch werden die ankommenden Schallwellen, im für menschlichen wichtigen Frequenzbereich, durch Reflektionen innerhalb der Ohrmuschel verstärk. Die spezifischen Windungen und Knorpelleisten der Ohrmuschel verzerren die Schallwellen und bewirken somit Laufzeitunterschiede, so dass jede Schall-Richtung ihre individuelle Klangfärbung erhält.

So werden beispielsweise Schallereignisse, die von hinten auf unsere Ohrmuschel treffen, durch die Form der Muschel im Frequenzbereich zwischen 3000 – 6000 Hz gedämpft, so dass dieses Ereignis als hinter uns liegend erkannt werden kann. Dasselbe gilt auch für Geräusche, die von oben oder unten kommen, nur dass in diesem Fall der Frequenzbereich ein anderer ist. Die Ohrmuschel ist also unabdingbare Voraussetzung für präzises Raum- und Richtungshören. Sie lässt uns erkennen, ob ein Geräusch von hinten, vorne, oben oder unten kommt. So belegen Untersuchungen, dass Menschen, denen die Ohrmuscheln an den Kopf gebunden werden, größte Schwierigkeiten bekommen, Schallquellen exakt zu lokalisieren [Eliot, 2000].

2.1.2.2. Äußerer Gehörgang

Durch die Krümmung des äußeren Gehörgangs entsteht in der Mitte eine Höhle, in welcher durch Eigenresonanz Frequenzen zwischen 2000 und 4000 Hz um das Doppelte verstärkt werden. In diesen Frequenzbereich ist der Großteil der menschlichen Laute verankert. Die Hauptfunktion des Gehörgangs, neben der Verstärkung des für die menschliche Sprache wichtigen Frequenzbereichs, besteht darin, die akustischen Signale (Schallwellen) an das Trommelfell weiterzuleiten.

2.2. Das Mittelohr

Das Mittelohr setzt sich aus dem Trommelfell, der Paukenhöhle mit den Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel und der Eustachischen Röhre zusammen. Im Mittelohr wird der Schall über das Trommelfell in mechanische Schwingungen versetzt, die über die Gehörknöchelchen verstärkt und an das Innenohr übertragen werden. Mittels der Eustachischen Röhre, oder auch Tube (Tuba auditiva), kann das Ohr belüftet, Druckunterschiede ausgeglichen und über das Ablaufen von Sekret gereinigt werden.

2.2.1. Aufbau und Anatomie

2.2.1.1. Das Trommelfell

Das Trommelfell bildet den Abschluss des äußeren Gehörgangs zur Paukenhöhle. Es ist eingebettet in den Faserknorpelring, welcher wiederum in eine Knocheneinkerbung eingelassen ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Beim Trommelfell handelt es sich um eine hauchdünne Membran, die aus mehreren Schichten besteht. Von externer Seite aus besteht die erste Schicht aus einem Hautstreifen, dem sogenannten Kutisstreifen, der auch Teile des äußeren Gehörgangs bedeckt. Das Trommelfell selbst besteht extern kommend aus einschichtig em Plattenepithel. Danach folgt erst eine Bindegewebsfaserschicht, die radiär angeordnet ist, darauf hin eine dahinter liegende Bindegewebsfaserschicht, die im Gegensatz zur ersteren zirkulär angeordnet. Durch die radiären und zirkulären Faserzüge wird das Trommelfell straff gespannt. Allerdings ist das Trommelfell im oberen Bereich locker, weswegen man diesen Teil auch den lockeren Trommelfellteil (Pars flaccida membranae tympani) [dtv-Atlas 1978] nennt. Dieser Abschnitt ist im Gegensatz zum unteren gespannten Trommefellteil für die Schallübertragung unwesentlich. Die letzte Schicht besteht aus einschichtigem Epithelgewebe. Trotz dieser vielen Schichten ist das Trommelfell mit einem Querschnitt von 0,1 mm extrem dünn.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Trommelfell ist etwa 10-11 mm hoch, circa 9 mm breit und hat eine kreisrunde bis ovale Form. Es ist schräg gestellt, indem es extern vorne unten medial nach hinten und vorne oben medial nach außen geneigt ist. Damit bildet das Trommelfell keine ebene Fläche, sondern hat die Form eines flachen Kegelzeltes, dessen Mittelpunkt etwas weiter in die Paukenhöhle hineinragt als der Umfang. Die Fläche des oberen lockeren Abschnitts umfasst etwas 30 mm2, der untere gespannte Abschnitt etwa 55 mm² [Benner 1988].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2.1.2. Paukenhöhle

Direkt hinter dem Trommelfell befindet sich die Paukenhöhle, welche die Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel enthält. Sie ist mit Luft gefüllt und über die Eustachische Röhre mit der Mundhöhle verbunden, so dass über diese ein Druckausgleich erzielt werden kann, wenn ein Druckunterschied zwischen Außen- und Mittelohr herrscht.

Die Paukenhöhle wird in ihrer Ausdehnung durch vier Wände begrenzt, die vordere und hintere Wand, sowie die seitliche und mittlere Wand. Sie ist ~ 14 mm lang, in der Breite etwa zwischen 2,5 mm und 7 mm, ihr Volumen beträgt ungefähr 1 cm3. Ausgekleidet ist sie mit mehrschichtigem Epithelgewebe, bei welchem es sich um eine atmungsaktive Schleimhaut handelt, die für Gasaustausch sorgt und als immunologische Schranke wirkt.

2.2.1.3. Gehörknöchelchen

Die Gehörknöchelchen nehmen die durch Schallwellen evozierten Schwingungen des Trommelfells auf und leiten diese zum Innenohr weiter. Es handelt sich dabei um die drei kleinsten Knochen des Menschen, den Hammer, dem Amboss und dem Steigbügel. Diese drei Gehörknöchelchen bilden eine Kette. Wie die Paukenhöhle sind auch die Gehörknöchelchen von einer respiratorischen Schleimhaut überzogen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hammer (Malleus)

Der Hammer ist direkt mit dem Trommelfell verbunden und somit das erste Übertragungsglied in der Gehörknöchelchenkette. Der Hammer hat eine Länge von ca. 8 mm und ein Gewicht von etwa 25 mg. Dieser erhält seine Schwingungsfreiheit zur Übertragung der Schallwellenenergie dadurch, dass er an zwei Bändern der Gehörknöchelchenkette aufgehängt ist. Dies gewährleistet die verlustlose Weitergabe von Schwingungen an den Amboss, mit dem er einen gelenkigen Kontakt hat.

Amboss (Incus)

Zwischen Hammer und Steigbügel liegt der Amboss, der, wie der Hammer, an zwei der vier Bändern der Gehörknöchelchenkette befestigt ist. Die Schwingungsbewegungen des Ambossschenkels werden über einen gelenkigen Kontakt an den Steigbügelkopf weitergegeben.

Steigbügel (Stapes)

Der Steigbügel ist das letzte Glied in der Kette und gibt die vom Amboss erhaltenen Schwingungen an das sogenannte ovale Fenster weiter, welches durch den Steigbügel verschlossen wird. Der Steigbügel erhält seinen Namen von seiner Form. Er ist etwa 3,5 mm lang und hat ein Gewicht von ca. 3,5 mg. Die Stelle, mit dem der Steigbügel das ovale Fenster verschließt, wird als Steigbügelplatte bezeichnet. Der Steigbügel ist an der Kontaktstelle mit dem ovalen Fenster von einer Ringfaser umschlossen und verwachsen, welche wiederum mit dem ovalen Fenster verwachsen ist.

2.2.2. Funktion

Die Funktion des Mittelohrs besteht darin, die Schwingungen des Trommelfells an das Innenohr zu übertragen. Gleichzeitig findet hier eine Anpassung der Schallwellenwiderstände von Luft und Chochleaflüssigkeit durch Verstärkung des Drucks zwischen Trommelfell und ovalem Fenster statt, die sogenannte Impedanzanpassung. Unter Impedanz versteht man hier den Widerstand, den ein Medium dem Schall entgegensetzt. Da der Impedanzwert der Luft um einiges niedriger liegt als der von Flüssigkeiten, ist für eine möglichst verlustlose Übertragung der Schallwellen eine Verstärkung derselben zwingend notwendig, da die ankommenden Schallwellen ansonsten effektlos reflektiert werden würden.

Eine weitere Funktion des Mittelohrs besteht darin, bei zu lauten Schallereignissen den Schalldruck durch Versteifung der Muskeln, an denen die Gehörknöchelchen aufgehängt sind, zu erniedrigen, so dass das Risiko eines Hörverlustes durch zuviel Lärm reduziert wird. Dieses Phänomen wird „Akustischer Reflex“ genannt.

Eine weitere Funktion des Mittelohrs besteht im Ausgleich von unterschiedlichen Druckverhältnissen. Die Eustachische Röhre ermöglicht ein konstantes Druckverhältnis zwischen Mittelohr und Nasen-Rachen-Raum und erhält dieses aufrecht. Damit ist ein optimales Schwingverhalten des Trommelfells gewährleistet.

2.2.2.1. Trommelfell

Das Trommelfell untergliedert sich in zwei Bereiche, einen gespannten und einen lockeren. Für die Aufnahme von Schall ist dabei nur der gespannte Bereich relevant. Der gespannte Trommelfellteil (Pars tensa membranae tympani) [dtv-Atlas 1998]hat eine Fläche von etwa 55 mm2 und wird durch die ankommenden Schallwellen in Schwingungen versetzt. Er setzt Druckunterschiede in der Luft in Bewegungsenergie um und gibt diese durch den Verwuchs mit dem Hammer an die Gehörknöchelchen weiter.

2.2.2.2. Gehörknöchelchen

Die Funktion der Gehörknöchelchenkette besteht in der Verstärkung der Schwingungen aufgrund der verschiedenen Impedanzwerte. Dies ist notwendig, da Schallwellen nur eine geringe Druckenergie aufweisen. Damit die relativ große Flüssigkeitsmenge im Innenohr die Schwingungen aufnehmen kann und es über die Bewegung der Haarzellen zu Nervenimpulsen kommt, muss die Schallenergie der Luft in mechanische Energie umgewandelt und dabei verstärkt werden. Dabei kommen zwei Mechanismen zum Einsatz.

Der erste Verstärkungsmechanismus wird durch den großen Flächenunterschied von Trommelfell und ovalem Fenster hervorgerufen. Hier besteht ein Größenverhältnis von 1:17.

Der zweite Verstärkungsmechanismus beruht auf der Hebelwirkung und bewirkt eine Verstärkung um den Faktor 1,3. Die Gesamtverstärkung des Schalls beträgt damit etwa das 22,1-fache, was ungefähr einem Wert von 27dB entspricht. Dank dieser Verstärkung kann etwa 60 Prozent der Schallenergie an das Innenohr weitergeleitet werden. Würden diese beiden Mechanismen nicht zum Einsatz kommen, gingen etwa 99% dieser Energie verloren (Höfler, 1995).

2.3. Das Innenohr

2.3.1. Aufbau und Anatomie

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Innenohr stellt das letzte Glied in der Umwandlungskette des Schalls in elektrische Impulse dar. Es trägt wegen seines komplexen Aufbaus auch die Bezeichnung „Labyrinth“. Das Innenohr besteht aus zwei funktionell verbundenen Teilen, dem Vestibularapparat, bestehend aus dem Vorhof und den drei Bogengängen, sowie dem eigentlichen Hörorgan, der Schnecke (Cochlea), in der die mechanische Energie in Nervenimpulse umgewandelt wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hier beschränke ich mich darauf, die Schnecke (Cochlea) in ihrem Aufbau und ihrer Funktion zu beschreiben.

Der Aufbau der Cochlea ist extrem komplex und wird hier nur schematisch dargestellt. Die Schnecke wird aus den Aushöhlungen des Felsenbeins gebildet. Hierbei handelt es sich um das sogenannte knöcherne Labyrinth, welches mit einer Flüssigkeit, die Perilymphe genannt wird, gefüllt ist. Im knöchernen Labyrinth befindet sich ein von dünnen Häuten begrenztes zweites System, das sogenannte häutige Labyrinth. Auch dieses ist mit einer Flüssigkeit gefüllt, der Endolymphe. Dieses häutige Labyrinth folgt der umgebenden Knochenaushöhlung, weist zweieinhalb Windungen auf und wird nach oben hin zulaufend immer dünner. Das knöcherne und das häutige Labyrinth weisen nur teilweisen Kontakt auf.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

An der Basis weist die Schnecke einen Durchschnitt von etwa 7mm auf. Dieser nimmt nach oben hin zunehmend ab, so dass der Durchschnitt am oberen Ende nur noch etwa 4 mm misst.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Betrachtet man die Schnecke von innen, können im Querschnitt drei flüssigkeitsgefüllte Räume voneinander unterschieden werden, von denen zwei mit Perilymphe gefüllt sind. Einer davon, der Perilymphe enthält, wird Scala tympani oder untere Paukentreppe genannt. Er wird durch die so genannte Basilarmembran begrenzt, welche sich quer durch die gesamte Schnecke spannt und die den Endolymphschlauch enthält, das eigentliche cortische Organ.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das cortische Organ enthält nun die für das Hören verantwortlichen Sinneszellen, die inneren und äußeren Haarzellen. Diese werden über die Innenohrflüssigkeiten herangeführten Schallwellen in Bewegung versetzt und wandeln die Bewegungsimpulse in Reizimpulse um (Plath, 1971). Die inneren und äußeren Haarzellen unterscheiden sich jeweils in ihrem Aufbau und in ihrer Anzahl. Während die inneren 3.500 Haarzellen in einer Reihe angeordnet sind und divergente Verbindungen zu den Hörnervenfasern haben, sitzen die rund 12.000 äußeren Haarzellen in drei nebeneinander liegenden Reihen und weisen konvergente (verästelnde) Verbindungen zu den äußeren Hörnervenfasern auf. Das cortische Organ wird über die Reisnersche Membran wiederum von der Skala vestibuli (Vorhoftreppe) abgegrenzt, die den zweiten, mit Perilymphe gefüllten Raum darstellt.

2.3.2. Funktion

2.3.2.1. Scala tympani und Scala vestibuli

Hammer, Amboss und Steigbügel dienen der mechanisch perfekten Übertragung der Luftschwingungen in die flüssigkeitsgefüllte Cochlea. Druckänderungen und Bewegungen gelangen über das ovale Fenster in die Scala vestibuli. Diese Bewegungen pflanzen sich nun über die Perilymphflüssigkeit durch die gesamte Schneckenlänge hindurch und gelangen über das Helicotrema in die Scala tympani. Von dort aus läuft die Wellenbewegung weiter bis zum membranbedeckten runden Fenster.

2.3.2.2. Häutiger Schneckengang

Am runden membranbedeckten Fenster wird die Bewegungsenergie an die Scala media weitergeleitet, die diese über die Endolymphflüssigkeit an die Basilarmembran mit dem cortischen Organ weitergeben. Die Rezeptoren für die Schwingungen stellen nun die Haarzellen dar, die, in Schwingung geraten, es zu einem Ionenaustausch kommen lassen, der wiederum Neurotransmitter freisetzt.

Nach neuesten Erkenntnissen nehmen die äusseren Haarsinneszellen Reize nicht nur passiv wahr, sondern erzeugen durch Streckung und Stauchung bereits eine Beeinflussung der Wahrnehmung. Diese Kontraktionen der Haarzellen werden durch chemische, akustische und elektrische Reize hervorgerufen [Böhme, Wilzl-Müller 1998]. Dies hat wiederum Einfluss auf die Amplitude der Wanderwelle, die dadurch verstärkt wird. Nur auf diese Weise sind die inneren Haarzellen in der Lage, ihre Stellung auch bei leisen Geräuschen auszulegen. Mechanische Impulse werden somit in elektrische Impulse umgewandelt und somit das Hören auch von leisen Geräuschen ermöglicht.

Befunde zu Mitarbeit und Verhalten

Kontrollgruppe ohne AWS – Mitarbeit und Verhalten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1, Kontrollgruppe, Mitarbeit und Verhalten, n = 27

Gesamtgruppe mit AWS – Mitarbeit und Verhalten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Gesamtgruppe AWS, Mitarbeit und Verhalten, n = 55

Kinder mit einfachem Befund in DP II – Mitarbeit und Verhalten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Kinder mit einfachem Befund in DP II – Mitarbeit und Verhalten, n = 33

Kinder mit mehrfachem Befund in DP II – Mitarbeit und Verhalten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4: Kinder mit zwei- und mehrfachem Befund in DP II – Mitarbeit und Verhalten, n= 22
Befunde zu Störschall – Nutzschall

Kontrollgruppe ohne AWS – Störschall – Nutzschall

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 5: Kontrollgruppe ohne AWS, Störschall – Nutzschall, n = 22

Gesamtgruppe AWS – Störschall – Nutzschall

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 6: Gesamtgruppe AWS, Störschall – Nutzschall, n = 55

Kinder mit einfachem Befund in DP II – Störschall – Nutzschall

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 7: Kinder mit einfachem Befund, Störschall – Nutzschall, n = 33

Kinder mit mehrfachem Befund in DP II – Störschall – Nutzschall

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 8: Kinder mit zwei- und mehrfachem Befund in DP II, Störschall – Nutzschall , n= 22

Befunde zu Aufmerksamkeit, Konzentration und Motivation

Kinder ohne AWS - Aufmerksamkeit, Konzentration und Motivation

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 9: Kontrollgruppe, Aufmerksamkeit, Konzentration und Motivation, n = 27

Gesamtgruppe AWS - Aufmerksamkeit, Konzentration und Motivation

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 10: Gesamtgruppe AWS, Aufmerksamkeit, Konzentration und Motivation, n = 55

Kinder mit einfachem Befund in DPII - Aufmerksamkeit, Konzentration und Motivation

Tabelle 11: einfacher Befund, Aufmerksamkeit, Konzentration und Motivation, n = 33

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kinder mit mehrfachem Befund in DP II - Aufmerksamkeit, Konzentration und Motivation

Tabelle 12: mehrfacher Befund, Aufmerksamkeit, Konzentration und Motivation, n = 22

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Befunde zu Gedächtnis

Kontrollgruppe ohne AWS – Gedächtnis

Tabelle 13: Kontrollgruppe, Gedächtnis, n = 27

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Gesamtgruppe AWS – Gedächtnis

Tabelle 14: Gesamtgruppe AWS – Gedächtnis, N = 55

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kinder mit einfachem Befund in DPII – Gedächtnis

Tabelle 15: einfacher Befund, Gedächtnis, n = 33

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

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Details

Titel
Auditive Wahrnehmungsstörungen im schulrelevanten Kontext
Hochschule
Pädagogische Hochschule Heidelberg  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Note
1
Autor
Jahr
2006
Seiten
202
Katalognummer
V63391
ISBN (eBook)
9783638564533
ISBN (Buch)
9783638710251
Dateigröße
6429 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Auditive, Wahrnehmungsstörungen, Kontext
Arbeit zitieren
Diplom-Pädagoge Kai Strepp (Autor), 2006, Auditive Wahrnehmungsstörungen im schulrelevanten Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63391

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