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The Civic Culture-Political Attitudes and Democracy in Five Nations

Title: The Civic Culture-Political Attitudes and Democracy in Five Nations

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Stefanie Groll (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison
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Die vorliegende Arbeit ist die schriftliche Ausführung des Referates mit dem Titel „The Civic Culture - The Original“. Es ist eine deskriptiv angelegte Arbeit, welche die Logik, die Prämissen und die Ergebnisse der Studie zusammenfasst. Grundsätzlich beschäftigt sich die Arbeit mit der Studie selbst und nicht mit deren theoretische und praktische Weiterentwicklung. Eine Replikation der Kritik an der Konzeption und Durchführung wird hier nicht geleistet, da diese so zahl- und facettenreich ist, dass mehrere Aufsätze dieser Art sich damit beschäftigen müssten. 1 Die Civic Culture-Studie wurde zwischen 1959 und 1963 von den amerikanischen Politologen Gabriel Almond und Sidney Verba durchgeführt. Ihr Vorgehen und ihre Ergebnisse sind in der 562- Seiten starken Monografie „The Civic Culture. Political Attitudes and Democracy in Five Nations“ erfasst. Bei der Planung und Operationalisierung der experimentartigen, komparativen Demokratie-Studie erhielten Almond/Verba Unterstützung von renommierten empirischen Sozialforschern ihrer Zeit, wie etwa Lijphardt, Rosenberg und Lazarsfeld. Das Werk gilt als Pionier-Arbeit und ihre Autoren gelten als (moderne) Begründer der Politischen Kultur-Forschung. In der allgemeinsten Form (Minimal-Definition) bezeichnet Politische Kultur die subjektive Dimension der sozialen Grundlagen politischer Systeme, wobei angenommen wird, dass Einstellungen und Verhalten der subjektiven Dimension veränderbar und lernbar sind. Das Interesse an Politischer Kultur, an der Betrachtung des einzelnen Menschen und seinen Einstellungen innerhalb der Vergleichenden Politikwissenschaft entstand in den 50er und 60er Jahren. Seitdem rangiert Politische Kultur als globaler, sozialwissenschaftlicher Sammelbegriff, als Nominaldefinition, die je nach wissenschaftlicher Zuordnung eine spezifische inhaltliche Ausfüllung (Referenz) erhält. Iwand, der 1983 einen gründlichen Bericht zur Studie sowie zu deren Rezeption und Weiterentwicklung vorlegte, benennt 14 verschiedene Referenz-Möglichkeiten des Begriffs. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Kontextualisierung der Civic Culture-Studie

2. Forschungsinteresse

3. Wissenschaftstheorie und Methode

3.1 Länderauswahl

3.2 Theoretische Anknüpfungspunkte

4. Politische Kultur

4.1 Zum Begriff „Politische Kultur“

4.2 Einflussgrößen Politischer Kultur

4.3 Arten der Orientierung

4.4 Objekte politischer Orientierung

5. Typen Politischer Kultur

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die wegweisende Studie „The Civic Culture: Political Attitudes and Democracy in Five Nations“ von Gabriel Almond und Sidney Verba deskriptiv aufzuarbeiten. Dabei werden die theoretischen Prämissen, das methodische Vorgehen sowie die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung dargelegt, um das Verständnis für den Ursprung und die Entwicklung der Politischen Kultur-Forschung zu vertiefen.

  • Historische Kontextualisierung der Civic Culture-Studie
  • Wissenschaftstheoretische Grundlagen und methodisches Design
  • Konzeptualisierung und Operationalisierung des Begriffs Politische Kultur
  • Identifikation und Differenzierung von Idealtypen Politischer Kultur
  • Analyse der Einflussfaktoren auf politische Orientierungsmuster

Auszug aus dem Buch

4.2 Einflussgrößen Politischer Kultur

Die wechselseitige Beeinflussung von Politischer Kultur und Kultur im Allgemeinen führen Almond/Verba auf drei Faktoren zurück: Erstens, auf das Verhältnis zwischen sozialer Interaktion (Freizeitverhalten, gefühlte Sicherheit und Empathie usw.) und politischer Kooperation, das heißt, dem Willen mit anderen Bürgern zusammen zu arbeiten, um die Regierungsarbeit beeinflussen zu können; zweitens, auf die Beziehung zwischen Eingliederung in Primärorganisation (z.B. freiwilliger Arbeit in Vereinen) und politischer Teilnahme und Kompetenz bezogen auf das makropolitische System. Die Mitgliedschaft in Primärgruppen scheint dabei noch nicht viel über Orientierungen gegenüber dem großem System auszusagen. Dritte Einflussgröße sind individuelle Erfahrung mit Partizipation (bzw. deren Verweigerung) in Familie, Schule und am Arbeitsplatz.

4.3 Arten der Orientierung

Die drei Modi politischer Orientierung sind kognitiv, affektiv und evaluativ. Die kognitive Dimension beschreibt erlerntes Wissen und Auffassungen über das politische System, seine Akteure, sein Output, sein Input (z.B. Aufbau und Aufgaben von Regierung, Parlament und Parteien). Die affektive Dimension beschreibt Betroffenheit und Gefühle des Bürgers gegenüber diesen Elementen (z.B. Bürokratie, Polizei, Parteienzugehörigkeit). Die daran geknüpften Werturteile sind in der evaluativen Dimension zusammengefasst (z.B. Effektivität der Oppositions- und Regierungsarbeit). Diese Einteilung orientiert sich an Termini von Parsons´ voluntaristischer Handlungstheorie. Demnach erfolgt subjektives Handeln nicht ausschließlich durch ein Ursache-Wirkungs-Prinzip und durch manifeste Ideen- und Wertvorstellungen. Handeln - von Almond/Verba mit Verhalten gleichgestellt - wäre demnach nicht sozial determiniert. Vielmehr wäre es möglich, sich innerhalb eines spezifischen Normenrahmens (Kultur) nach bestimmten Rollen hin und für bestimmte Handlungen zu entscheiden. Der einzelne Akteur bliebe ein Stück weit autonom und nicht vollkommen systemisch, durch Strukturen, „vorprogrammiert“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Civic Culture-Studie als Pionierarbeit der modernen Politikwissenschaft ein und skizziert das deskriptive Vorgehen.

1. Kontextualisierung der Civic Culture-Studie: Dieses Kapitel beleuchtet die politische Ausgangslage der Nachkriegszeit und die Suche nach kulturellen Faktoren, die demokratische Stabilität ermöglichen.

2. Forschungsinteresse: Hier wird das dreifache Erkenntnisinteresse der Autoren an Stabilität, methodischer Operationalisierung und politischem Wandel expliziert.

3. Wissenschaftstheorie und Methode: Es wird die Hinwendung zu empirisch-quantitativen Methoden unter dem Einfluss des Behaviorismus und der "New Science of Politics" analysiert.

4. Politische Kultur: Die grundlegenden Begriffe, Einflussfaktoren und die multidimensionalen Orientierungsmodi der Politischen Kultur werden detailliert definiert.

5. Typen Politischer Kultur: Das Kapitel führt die drei Idealtypen (Parochial, Untertan, Beteiligung) sowie deren reale Mischformen und die Civic Culture als funktionales Modell ein.

Zusammenfassung: Die Kernaussagen der Seminararbeit werden rekapituliert und die Studie kritisch als Meilenstein der Forschung eingeordnet.

Schlüsselwörter

Civic Culture, Politische Kultur, Gabriel Almond, Sidney Verba, Demokratieforschung, Politische Partizipation, Vergleichende Politikwissenschaft, Politische Orientierung, Systemstabilität, Modernisierungstheorie, Sozialisation, Empirische Sozialforschung, Behaviorismus, Parochial, Untertanenkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine deskriptive Zusammenfassung und Analyse der wegweisenden Studie „The Civic Culture“ von Almond und Verba, welche die Grundlagen der Politischen Kultur-Forschung legte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind der Zusammenhang zwischen politischer Kultur und demokratischer Stabilität, die Messbarkeit politischer Einstellungen sowie die Identifikation verschiedener Idealtypen politischer Orientierung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die strukturierte Darlegung der Logik, der theoretischen Annahmen und der Ergebnisse von Almond und Verbas Untersuchung, ohne dabei eine eigene tiefergehende Kritik der Studie zu leisten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit verfolgt einen deskriptiven Ansatz, der auf der Auswertung der primären Monografie sowie ergänzender wissenschaftlicher Literatur zur Einordnung der Konzepte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Kontextualisierung der Studie, die methodischen Ansätze, die Definition des Begriffs „Politische Kultur“ sowie die Typologie der politischen Kulturen (Parochial, Untertan, Beteiligung) detailliert erarbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Politische Kultur, Demokratieforschung, Partizipation, Systemstabilität und die empirische Methodenlehre definiert.

Welche Bedeutung hat die „Civic Culture“ innerhalb der Typologie?

Die Civic Culture wird als funktionalster Typ politischer Kultur beschrieben, der eine ideale Balance zwischen aktiver Beteiligung und der Stabilität sichernden Passivität bzw. Tradition aufweist.

Wie gehen Almond und Verba mit der kulturellen Heterogenität innerhalb von Staaten um?

Sie erklären diese durch „systematically mixed political cultures“, da Individuen in unterschiedlichen Rollen verschiedene Orientierungen vereinen, die nicht zwangsläufig homogen sind.

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Details

Title
The Civic Culture-Political Attitudes and Democracy in Five Nations
College
University of Leipzig  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Seminar: Politische Kultur (Analyse und Vergleich)
Grade
2,0
Author
Stefanie Groll (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V63509
ISBN (eBook)
9783638565509
ISBN (Book)
9783656801702
Language
German
Tags
Civic Culture-Political Attitudes Democracy Five Nations Seminar Politische Kultur Vergleich)
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Groll (Author), 2006, The Civic Culture-Political Attitudes and Democracy in Five Nations, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63509
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