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Emile Durkheim. Ein Überblick über sein Werk

Title: Emile Durkheim. Ein Überblick über sein Werk

Seminar Paper , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michael Heina (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Das Hauptaugenmerk der vorliegenden Arbeit richtet sich auf Durkheims wichtigste Veröffentlichungen auf der einen Seite, sowie „Le Suicide“ auf der anderen Seite. Neben einer kurzen Biographie wird in dieser Arbeit auf die Hauptwerke "Über die Teilung der sozialen Arbeit" (1893), "Die Regeln der soziologischen Methode" (1895), "Die elementaren Formen des religiösen Lebens" (1912) und natürlich "Der Selbstmord" (1897) eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. BIOGRAFIE

3. HAUPTWERKE

3.1 ÜBER DIE TEILUNG DER SOZIALEN ARBEIT (1893)

3.1.1 Segmentäre Gesellschaft und mechanische Solidarität

3.1.2 Arbeitsteilige Gesellschaft und organische Solidarität

3.1.3 Anormale Formen der Arbeitsteilung

3.2 DIE REGELN DER SOZIOLOGISCHEN METHODE (1895)

3.3 DER SELBSTMORD (1897)

3.4 DIE ELEMENTAREN FORMEN DES RELIGIÖSEN LEBENS (1912)

4. DER SELBSTMORD

4.1 DURKHEIMS INTENTION

4.2 DER EGOISTISCHE SELBSTMORD

4.3 DER ALTRUISTISCHE SELBSTMORD

4.4 DER ANOMISCHE SELBSTMORD

4.6 ZUSAMMENFASSUNG

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das soziologische Werk von Emile Durkheim, insbesondere seine einflussreichen Analysen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zum Phänomen des Selbstmords, systematisch darzustellen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Durkheim den Zusammenhang zwischen individuellen Handlungen und gesellschaftlichen Bedingungen theoretisch begründet und methodisch empirisch greifbar macht.

  • Biografische Einordnung und wissenschaftliche Laufbahn Durkheims
  • Analyse der Hauptwerke (Arbeitsteilung, soziologische Methode, Selbstmord, Religion)
  • Differenzierung zwischen mechanischer und organischer Solidarität
  • Systematik der verschiedenen Selbstmordtypen (egoistisch, altruistisch, anomisch)
  • Die Etablierung der Soziologie als eigenständige, empirische Wissenschaft

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Arbeitsteilige Gesellschaft und organische Solidarität

Wie schon angesprochen ist auch für die Existenz der modernen Gesellschaft das Bevölkerungswachstum die Grundvorrausetzung. Allerdings spalten sich hier als Folge des Wachstums keine Teile ab, sondern immer mehr Menschen müssen nun auf diesem Raum leben und „somit wachsen zahlenmäßig ihre Wechselwirkungen und die Interdependenzen zwischen ihren Handlungen“ (vgl. Münch 2000: 64). Gleichzeitig steigt der Grad der Arbeitsteilung und die Menschen leben und arbeiten in funktional differenzierten Bereichen. „‚Organische Solidarität’ als Solidarität aus funktionalen Unterschieden bindet den einzelnen indirekt an die Gesellschaft, indem sie ihn in seinen jeweiligen beruflichen Tätigkeitsbereich integriert.“ (Müller 2002: 158) Damit führt sie also nicht gleiche Menschen zusammen, sondern sich unterscheidende Individuen und die Ausbildung eines Kollektivbewusstseins ist dadurch sehr schwach. Die einzelnen Mitglieder teilen nur noch wenige allgemeine Vorstellungen und es bleibt somit mehr Platz für das Individuum, seine eigenen Interessen und Vorstellungen zu verfolgen.

„Das Individuum wird zu einem autonomen Subjekt, sein individuelles Bewusstsein nimmt zunehmend einen größeren Teil seines Lebens ein, als seine/ihre Beteiligung am kollektiven Bewusstsein.“ (Münch 2002: 66) Dieses ohnehin schwache Kollektivbewusstsein wird durch die fortschreitende Unterteilung der Gesellschaft dazu gezwungen, sich in einen funktionsbezogenen Regel- und Normenkomplex, moralischer Natur, zu differenzieren. „Dadurch, daß die Arbeitsteilung zur Hauptquelle der sozialen Solidarität wird, wird sie gleichzeitig zur Basis der moralischen Ordnung.“ (Durkheim nach Müller 2000: 92)

Zur organischen Solidarität lässt sich zusammenfassend sagen, dass sie „keine ähnlichen Teile zusammenhält, wie es die mechanische Solidarität tut, sondern sie verbindet verschiedene Teile, nämlich spezialisierte, autonome Individuen.“ Die einzelnen Mitglieder des Systems sind durch diese hochgradige Arbeitsteilung voneinander abhängig, sehen sich jedoch als Individuen mit eigenen Rechten und sind sich dieser Abhängigkeit nur bedingt bewusst. Durkheim bezeichnet dieses als Individualisierung und beantwortet durch Einführen der organischen Solidarität die genannte zentrale Fragestellung. (Münch 2002: 66)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Zielsetzung, den Fokus auf die Hauptwerke und das Werk „Der Selbstmord“ zu legen sowie den methodischen Rahmen der Arbeit zu erläutern.

2. BIOGRAFIE: Skizzierung des Lebensweges und der akademischen Laufbahn Durkheims, unter besonderer Berücksichtigung seiner Berufung zum ersten Professor für Soziologie.

3. HAUPTWERKE: Chronologische Übersicht der vier wichtigsten Schriften Durkheims, inklusive einer detaillierten Analyse der sozialen Arbeitsteilung und der methodologischen Grundlagen.

4. DER SELBSTMORD: Untersuchung der soziologischen Hintergründe von Suizidraten durch die Differenzierung in egoistische, altruistische und anomische Formen.

5. FAZIT: Kritische Reflexion über die historische Bedeutung Durkheims für die moderne Soziologie und Einordnung seiner Thesen im wissenschaftlichen Kontext.

Schlüsselwörter

Emile Durkheim, Soziologie, Arbeitsteilung, Mechanische Solidarität, Organische Solidarität, Anomie, Sozialer Tatbestand, Selbstmord, Integration, Kollektivbewusstsein, Institutionen, Individualisierung, Moral, Soziale Differenzierung, Klassiker

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die soziologischen Kerntheorien von Emile Durkheim und setzt sich kritisch mit seinen einflussreichsten Veröffentlichungen auseinander.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte des sozialen Zusammenhalts, die methodischen Grundlagen der Soziologie sowie die Analyse abweichenden Verhaltens am Beispiel des Suizids.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nachweis zu erbringen, dass Durkheim den Selbstmord als soziales Phänomen betrachtet, das gesellschaftlich bedingt ist, und damit die Soziologie als empirische Wissenschaft zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine Literatur- und Theorieanalyse durch, wobei er insbesondere auf die Argumentationsstrukturen in Durkheims Primärwerken und deren wissenschaftlicher Kommentierung durch Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der vier Hauptwerke Durkheims sowie eine detaillierte, dreigliedrige Analyse der verschiedenen Formen des Selbstmordes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie „Sozialer Tatbestand“, „Anomie“, „Solidarität“ und „Arbeitsteilung“ zusammenfassen.

Welche Bedeutung hat der „soziale Tatbestand“ in Durkheims Denken?

Er dient als methodisches Fundament, um soziale Phänomene als äußerlich, zwanghaft und allgemein zu beschreiben, die unabhängig vom Individuum existieren.

Warum unterscheidet Durkheim zwischen drei Arten des Selbstmordes?

Durch die Kategorisierung in egoistischen, altruistischen und anomischen Selbstmord gelingt es ihm, unterschiedliche Ausprägungen des Verhältnisses zwischen Individuum und Gesellschaft (bzw. Integration und Regulation) aufzuzeigen.

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Details

Title
Emile Durkheim. Ein Überblick über sein Werk
College
University of Münster  (Institut für Soziologie)
Course
Seminar Soziologische Klassiker im Überblick
Grade
1,3
Author
Michael Heina (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V63556
ISBN (eBook)
9783638565813
ISBN (Book)
9783638735025
Language
German
Tags
Emile Durkheim Werk Seminar Soziologische Klassiker
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Heina (Author), 2006, Emile Durkheim. Ein Überblick über sein Werk, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63556
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