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Fordistische Massenproduktion als ein Beispiel für ein rationales System von Organisation

Title: Fordistische Massenproduktion als ein Beispiel für ein rationales System von Organisation

Term Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Vanessa Wiedt (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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Henry Ford (1883-1947) ist bekannt als „the man who put America on wheels”. Von Ende 1908 bis 1927 produzieren seine Werke mehr als 15 Millionen PKW seines „Modell T" und erreichten dabei einen Marktanteil von bis zu 55 Prozent. War bereits der Anfangspreis der „Tin Lizzy" (manchmal Thin Lizzy genannt), von 850 USD konkurrenzlos, so konnte er schließlich sogar bis auf 440 USD reduziert werden.1

Damit wurde der PKW für den Durchschnittsamerikaner erschwinglich. Der Erfolg Fords war beinahe zwangsläufig. Aus einem Kleinbetrieb mit acht Beschäftigten entstand bis 1926 ein Megakonzern mit 600.000 Beschäftigten.2 Fords „Geheimnis" ist eine neue Organisation der Arbeit, die als „Fordismus" in die Wirtschaftsgeschichte einging. Im Folgenden wird die Fordistische Massenproduktion als ein Beispiel für ein rationales System von Organisation dargelegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. TAYLOR ALS VORLÄUFER DES FORDISMUS

1.1 Zur Person Taylors

1.2 Taylors Erkenntnisse und Prinzipien

2. HENRY FORD UND DER FORDISMUS

2.1 Zur Person Henry Fords

2.2 Fords Vision

3. DER FORDISMUS

3.1 Henry Fords persönliche Philosophie

3.2 Fords Analysen der Schwachstellen in der Produktion

3.3 Fünf Säulen des Fordismus

3.4 Das Konzept des Fordismus und seine Voraussetzungen

3.5 Die positiven Effekte des Fordismus

3.6 Die Schattenseiten des Ford-Konzepts

4. KURZE BETRACHTUNG DES FORDISMUS AUS DEM BLICKWINKEL DER MAX WEBERSCHEN ORGANISATIONSSOZIOLOGIE

5. ANMERKUNGEN UND ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBEMERKUNGEN

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die fordistische Massenproduktion als ein paradigmatisches Beispiel für ein rationales Organisationssystem und beleuchtet dabei die historischen Wurzeln sowie die soziologischen Implikationen dieser Produktionsweise.

  • Wissenschaftliche Grundlagen des Scientific Management nach Taylor
  • Entwicklung und Umsetzung der fordistischen Vision
  • Strukturmerkmale und Funktionsweise des Fordismus
  • Analyse der ökonomischen und sozialen Auswirkungen auf Arbeit und Unternehmen
  • Einordnung in die Organisationssoziologie von Max Weber

Auszug aus dem Buch

3.6 Die Schattenseiten des Ford-Konzepts

Wie auch F.W. Taylor ging Henry Ford davon aus, eine Form der Arbeitsgestaltung beziehungsweise -organisation entwickelt zu haben, die zum Nutzen aller ist – des Betriebes, der Belegschaft und vermutlich auch der Kunden. Man denke nur an Fords Vision vom Auto für alle.

Übereinstimmung zwischen Taylor und Ford dürfte auch in zwei weitern Punkten bestehen: Beide hatten die Zuversicht, ein höheres Arbeitspensum ohne höhere Belastung zu erreichen beziehungsweise den Arbeiter sogar von körperlicher Schwerstarbeit zu entlasten. Selbst in der „Entlastung“ von Verantwortung durch die Trennung von Hand- und Kopfarbeit, von Planung und Ausführung galt ihnen als Vorteil für den Arbeitnehmer.

Es findet sich auch kein Hinweis in der Literatur, dass das Betriebsklima bei Henry Ford schlecht gewesen sei.

Dennoch herrschte eine hohe Fluktuation unter seiner Belegschaft. Der Hauptgrund ist in der repetitiven und monotonen Arbeit am Fließband zu suchen. Während der gesamten Arbeitszeit war der Arbeiter an einen festen Platz gebunden und musste sich als „Teil“ der Maschine beziehungsweise das Fließbandes sehen, die Arbeitsrhythmus und -geschwindigkeit bestimmt. Eine Entfremdung von der Arbeit war zwangsläufig, weil die Arbeit nicht selbstbestimmt war, weil man ihren Sinn nicht einzusehen brauchte und weil man immer nur einen kleinen Ausschnitt am Entstehen des Produkts erlebte. Man war einer kontinuierlichen Kontrolle ausgesetzt und sich der eigenen absoluten Austauschbarkeit bewusst. Das Resultat war eine erhebliche nervliche Belastung, Arbeitsstress, den manche nicht lange aushielten.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Thema der Massenproduktion bei Ford ein und skizziert den Aufstieg des Unternehmens sowie die Bedeutung des Begriffs Fordismus.

1. TAYLOR ALS VORLÄUFER DES FORDISMUS: Dieses Kapitel erörtert die Grundprinzipien des Scientific Management nach F.W. Taylor und dessen Einfluss auf die spätere organisationale Gestaltung.

2. HENRY FORD UND DER FORDISMUS: Hier werden die Biografie Henry Fords und seine Vision der Automobilisierung der Gesellschaft als treibende Kraft hinter den neuen Produktionsverfahren dargestellt.

3. DER FORDISMUS: Dieses zentrale Kapitel analysiert die philosophischen Grundlagen, die operativen Prinzipien und die ambivalente Wirkung des Fordismus auf Arbeiter und Produktivität.

4. KURZE BETRACHTUNG DES FORDISMUS AUS DEM BLICKWINKEL DER MAX WEBERSCHEN ORGANISATIONSSOZIOLOGIE: Der Fordismus wird hier hinsichtlich seiner Strukturmerkmale mit Webers Modell der bürokratischen Organisation verglichen.

5. ANMERKUNGEN UND ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBEMERKUNGEN: Das abschließende Kapitel resümiert die Bedeutung des Fordismus als Innovationsschritt in der industriellen Revolution und reflektiert seine Vor- und Nachteile.

Schlüsselwörter

Fordismus, Taylorismus, Scientific Management, Fließbandarbeit, Massenproduktion, Arbeitsteilung, Rationalisierung, industrielle Revolution, Organisationssoziologie, Henry Ford, Entfremdung, Produktivitätssteigerung, Bürokratie, Modell T

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die fordistische Massenproduktion als ein rationales System der Organisation und untersucht deren historische Entwicklung sowie ihre soziologischen Konsequenzen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Vorläuferrolle des Taylorismus, die Vision Henry Fords, die technischen und sozialen Säulen des Fordismus sowie dessen theoretische Einordnung in die Soziologie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Ford durch die systematisierte Zerlegung von Arbeitsprozessen die Produktivität steigerte und welche Auswirkungen dies auf die Rolle des Arbeiters und die Unternehmensstruktur hatte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und dem Vergleich fordistischer Prinzipien mit den organisationstheoretischen Ansätzen von Max Weber.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der Schwachstellen in der Produktion vor Ford, die Einführung des Fließbandes als Herzstück der Produktion und die Diskussion der Schattenseiten wie Monotonie und Entfremdung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich das Dokument charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Fordismus, Taylorismus, Scientific Management, Arbeitsteilung, Rationalisierung und Fließbandarbeit.

Inwieweit lässt sich das Ford-System nach Max Weber klassifizieren?

Laut der Arbeit erfüllt der Fordismus wichtige Kriterien der Weberschen Bürokratie, insbesondere durch die standardisierten Arbeitsabläufe, die Hierarchie und die unpersönliche Gestaltung der Beziehungen im Betrieb.

Warum wird trotz der positiven ökonomischen Effekte von einer Entfremdung der Arbeiter gesprochen?

Die Entfremdung resultiert aus der extremen Zergliederung der Arbeit, der fehlenden Selbstbestimmung am Fließband und dem Bewusstsein der Arbeiter über ihre eigene Austauschbarkeit durch die Standardisierung.

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Details

Title
Fordistische Massenproduktion als ein Beispiel für ein rationales System von Organisation
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Soziologie)
Course
Organisationssoziologie
Grade
2,3
Author
Vanessa Wiedt (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V63644
ISBN (eBook)
9783638566483
ISBN (Book)
9783656801856
Language
German
Tags
Fordistische Massenproduktion Beispiel System Organisation Organisationssoziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vanessa Wiedt (Author), 2003, Fordistische Massenproduktion als ein Beispiel für ein rationales System von Organisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63644
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