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Funktion und Wirkungen des Fernsehens

Title: Funktion und Wirkungen des Fernsehens

Term Paper , 2002 , 47 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Thorsten Lemmer (Author)

Sociology - Media, Art, Music
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W.Schramm erstellte 1979 eine 24-Stunden Uhr für die gesamte Geschichte der Menschheit bis heute. Dabei trat die Sprache um etwa 21.33 Uhr, die Schrift um 23.52 Uhr, das erste Buch um 23.59 und Rundfunk und Fernsehen um 13 Sekunden vor Mitternacht auf.
Obwohl es das Fernsehen im Vergleich zu anderen Massenmedien wie z.B. Buch oder Zeitung erst seit kurzer Zeit gibt, hat es doch unser Leben wie kein anderes Medium beeinflusst und verändert.
Sinn der vorliegenden Arbeit soll es nun sein, nach den tatsächlichen und vermuteten Veränderungen in unserem Leben zu fragen und verschiedene forschungsleitende Ansätze und Meinungen zu diesem Thema zu beleuchten. Die meisten dieser Grundsatzwerke sind in den 70er Jahren entstanden, einige auch in den 80er Jahren.
Keinesfalls ist diese Arbeit in der Lage, die Frage nach den Auswirkungen von Rundfunk und Fernsehen auf unser Leben zu beantworten: Eine wissenschaftlich fundierte Antwort auf derartige Fragen gibt es (bislang) nicht , auch wenn es immer wieder Forscher/Autoren gibt, die in ihren Veröffentlichungen eine Antwort auf diese Frage zu geben versuchen, seien es dabei nun schädliche oder nützliche Auswirkungen, die sie dem Fernsehen zuschreiben.
Psychologie, Soziologie und Pädagogik haben in Bezug auf die Massenmedien, und schwerpunktmäßig auf das Fernsehen, da es das Medium ist, das die meisten Rezipienten erreicht, verschiedene Interessen:
Die Psychologie fragt mehr nach den kognitiven Vorgängen beim Rezipienten während der Informationsaufnahme-/verarbeitung (z.B. Behaltensleistung), während sich die Soziologie eher für den durch Massenmedien verursachten gesellschaftlichen Wandel bzw. für die Stabilisierung bestehender Verhältnisse interessiert (z.B. Gleichheit oder Ungleichheit durch Massenmedien). Die Pädagogik ist zum einen daran interessiert, sich das Fernsehen für ihre Zwecke nutzbar zu machen (z.B. Neue Medien i.d. Schule, Fernsehsendungen mit Lerneffekten), zum anderen wacht sie misstrauisch darüber, ob Einflüsse des Fernsehgebrauchs von Kindern und Jugendlichen nicht ihren eigenen Absichten zuwiderlaufen (z.B. Auswirkungen von Gewaltdarstellungen im Fernsehen auf Kinder). Alle diese verschiedenen Interessen sind oft Gegenstand von eigenständigen Veröffentlichungen und Untersuchungen, die jeweils anderen Betrachtungsweise ausklammern.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Definition von Grundbegriffen

1.1. Kommunikation

1.2. Masse

1.3. Massenkommunikation

1.4. Ein Modell der Massenkommunikation

2. Die gesellschaftliche Funktion der Massenkommunikation

2.1. Die systemtheoretische Analyse von Massenkommunikation

2.2. Die Funktionen der massenkommunikationsmittel

3. Die Wirkungen der Massenmedien

3.1. Das Medium ist die Botschaft – Marshall McLuhan

3.2. Wirkungsforschung

3.2.1. Die Kommunikatorvariablen

3.2.2. Die Aussagevariablen

3.2.3. Die Kanalvariable (Medium)

3.2.4. Die Rezipientenvariablen

3.3. Die „agenda-setting“-Hypothese

4. Gleichheit oder Ungleichheit durch Massenmedien

4.1. Die Wissenskluft-Hypothese

5. Sozialisation durch Fernsehen

5.1. Nutzungsdauer und Funktion des Fernsehkonsums durch Kinder

5.2. „Gute“ Fernsehwirkungen

5.3. „Schlechte“ Fernsehwirkungen

5.4. Der medienpädagogische Ausweg des elterlichen Medienkonzeptes

6. Wir amüsieren uns zu Tode – Postmans Kritik

Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Funktionen und Wirkungen des Fernsehens auf die Gesellschaft, das Individuum und insbesondere auf die Sozialisation von Kindern. Ziel ist es, aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven die tatsächlichen sowie vermuteten Veränderungen im Leben durch das Medium Fernsehen zu beleuchten und zentrale Ansätze der Medienforschung kritisch einzuordnen.

  • Grundlagen der Massenkommunikation und deren gesellschaftliche Funktionen
  • Theoretische Ansätze der Wirkungsforschung (u.a. Agenda-Setting, Wissenskluft-Hypothese)
  • Fernsehen als Sozialisationsinstanz und dessen Einfluss auf Kinder
  • Elterliche Strategien zur Medienregulierung und Medienkompetenz
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Trivialisierung durch Unterhaltung (Postmans Medienkritik)

Auszug aus dem Buch

3.2.4 Die Rezipientenvariablen

Diese Variablen sind von allen bisher angeführten Variablengruppen bisher am intensivsten untersucht worden. Man kann folgende Wirkfaktoren differenzieren:

1) Personale Faktoren (Intelligenz, Alter, Sprachniveau, Einstellungen, Behalten, Erinnern, Lernfähigkeit u.v.m.)

2) Bedürfnisse (Antrieb, Motivation, Strebungen)

3) Beziehungen zum Kommunikationsgegenstand

4) Gewohnheiten

5) Situationsfaktoren (räumliche und soziale Situation, Freiheit oder zeitliche Bindung)

6) Psychische Prozesse (Abläufe beim Rezipienten von Aufnahme bis zur Wirkung, Erreichen, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Verstehen, Akzeptieren)

7) Soziale Faktoren (Soziale Beziehung des Rezipienten zum Kommunikator, direkte persönliche Kommunikation, Gruppenzugehörigkeit, Meinungsführer und mehrstufige Kommunikation))

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung des Fernsehens als einflussreiches Medium ein und stellt die verschiedenen Erkenntnisinteressen von Psychologie, Soziologie und Pädagogik dar.

1. Definition von Grundbegriffen: Hier werden zentrale Konzepte wie Kommunikation, Masse und Massenkommunikation theoretisch fundiert und voneinander abgegrenzt.

2. Die gesellschaftliche Funktion der Massenkommunikation: Dieses Kapitel erläutert, wie Massenmedien als soziales Subsystem zur Stabilisierung des bestehenden Gesellschaftssystems beitragen.

3. Die Wirkungen der Massenmedien: Es werden unterschiedliche Modelle der Wirkungsforschung beleuchtet, von McLuhans Medientheorie bis hin zu Ansätzen der klassischen Wirkungsforschung und Agenda-Setting.

4. Gleichheit oder Ungleichheit durch Massenmedien: Das Kapitel diskutiert die Wissenskluft-Hypothese und analysiert, ob Medien zur Bildungsgerechtigkeit beitragen oder bestehende soziale Ungleichheiten zementieren.

5. Sozialisation durch Fernsehen: Hier steht der Einfluss des Fernsehens auf die Entwicklung von Kindern im Vordergrund, inklusive Nutzungsdauer, pädagogischer Auswirkungen und elterlicher Einflussnahme.

6. Wir amüsieren uns zu Tode – Postmans Kritik: Eine kritische Auseinandersetzung mit Postmans These, dass die Unterhaltungsfunktion des Fernsehens zu einer Trivialisierung der gesamten Kultur führt.

Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Wirkung des Fernsehens stark von variablen Faktoren abhängt und nicht monokausal erklärbar ist.

Schlüsselwörter

Fernsehen, Massenkommunikation, Medienwirkung, Sozialisation, Wirkungsforschung, Wissenskluft, Agenda-Setting, Unterhaltung, Medienkompetenz, Gesellschaft, Rezipient, Medienkritik, Kommunikation, Sozialisierung, Medienpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die komplexe Rolle des Fernsehens in unserer Gesellschaft, insbesondere dessen Funktionen und Wirkungsweisen auf Individuen sowie soziale Gruppen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Massenkommunikation, Wirkungsforschung, die Wissenskluft-Hypothese, der Einfluss des Fernsehens auf die Sozialisation von Kindern sowie kritische Perspektiven auf Unterhaltungsformate.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die tatsächlichen und vermuteten Wirkungen des Fernsehens zu beleuchten und zu zeigen, dass mediale Einflüsse in einem komplexen Bedingungsgefüge stattfinden, anstatt monokausale Wirkungen anzunehmen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Zusammenführung verschiedener kommunikationswissenschaftlicher, soziologischer und pädagogischer Theorien und Forschungsstudien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert systemtheoretische Ansätze, Modelle zur Medienwirkung, die Auswirkungen auf Bildungsunterschiede (Wissenskluft) und die Rolle des Fernsehens bei der Erziehung und Sozialisation von Kindern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen Medienwirkung, Sozialisation, Wissenskluft, Fernsehkonsum, Agenda-Setting und Medienkompetenz.

Welche Bedeutung hat die Familie beim Fernsehkonsum von Kindern?

Die Familie fungiert als entscheidender Filter; sie kann durch Regeln, gemeinsame Auswahl der Sendungen und begleitende Gespräche die negativen Auswirkungen abmildern und positive Lerneffekte verstärken.

Ist die Kritik von Neil Postman in der heutigen Zeit noch relevant?

Postmans Kritik an der Trivialisierung durch Unterhaltung bleibt als medienkritische Perspektive relevant, auch wenn seine monokausalen Vorhersagen heute als zu stark vereinfachend betrachtet werden.

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Details

Title
Funktion und Wirkungen des Fernsehens
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Soziologie)
Course
Sozialer Wandel und Massenmedien
Grade
2,0
Author
Thorsten Lemmer (Author)
Publication Year
2002
Pages
47
Catalog Number
V6434
ISBN (eBook)
9783638140027
Language
German
Tags
Funktion Wirkungen Fernsehens Sozialer Wandel Massenmedien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thorsten Lemmer (Author), 2002, Funktion und Wirkungen des Fernsehens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6434
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