Einführung in die Energiewirtschaft (Konventionelle Energie)


Seminararbeit, 2006

16 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

I. EINFÜHRUNG
1. Definition Energiewirtschaft und Energieträger
2. Deutschlands Energie-Mix und konventionelle Energie

II. HAUPTTEIL
1. Atomenergie/Kernenergie
1.1 Definition
1.2 Funktionsweise eines Kernkraftwerkes
1.3 Wirtschaftliche Bedeutung der Kernkraft
1.4 Atomausstieg in Deutschland
2. Fossile Brennstoffe
2.1 Kohle
2.2 Gewinnung von Kohle
2.3 Erdöl
2.4 Erdgas
2.5 Die Gewinnung von Erdöl und Erdgas
2.6 Transport fossiler Brennstoffe
2.7 Gebrauch und Vorkommen fossiler Brennstoffe
2.8 Kapazität fossiler Brennstoffe
2.9 Verursachte Umweltprobleme und ihre Folgen

III. AUSBLICK
1. Alternativen
2. Wirtschaftspolitische Brisanz

IV. QUELLEN
1. Literaturquellen
2. Internetquellen
3. Multimediaquellen – CDs/DVDs

I. EINFÜHRUNG

1. Definition Energiewirtschaft und Energieträger

Unter Energiewirtschaft versteht man einen Wirtschaftszweig, der die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der Energie umfasst. Die Wirtschaft und Bevölkerung hängen direkt von ihr ab. Es werden zwei Formen an Energieträgern[1] unterschieden: Primärenergieträger sind Braun- und Steinkohle, Erdöl, Erdgas, Holz, Kernbrennstoffe, Wasser, Sonne und Wind; also die in der Natur in ihrer ursprünglichen Form vorkommenden Energieträger. Die Sekundärenergie ist in Steinkohlekoks, Briketts, Mineralölerzeugnisse, Kokereigas, in Wärmekraftwerken erzeugter Strom etc. umgewandelte Energie, die dem Endverbraucher als Endenergie zugefügt wird. (Leser 2005, S. 189, 703, 833)

2. Deutschlands Energie-Mix und konventionelle Energie

Abb. 1 zeigt den aktuellen anteiligen Primärenergieverbrauch der Deutschen. Den Hauptanteil nimmt das Mineralöl ein. Die konventionelle Energie umfasst die fossilen Energien (Kohle, Erdöl und Erdgas) sowie die Atomkern-Spaltungs-Energie und wird im Mittelpunkt des folgenden Hauptteils stehen. Im Gegensatz zu den konventionellen Energien stehen die erneuerbaren Energien wie Wasserkraft, Windenergie, Sonnenlicht, Biomasse und Erdwärme. (Heinloth 1997, S. XI-XIII)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Anteile am Primärenergieverbrauch, 1. bis 3. Quartal 2005 (nach BNN 2006)

II. HAUPTTEIL

1. Atomenergie/Kernenergie

1.1 Definition

Atomenergie/Kernenergie ist die bei Kernreaktionen[2] freiwerdende und nutzbar gemachte Wärmeenergie. Sie wurde 1938/39 von O. Hahn, L. Meitner, O. R. Frisch und F. Straßmann im Zuge der Uranspaltung entdeckt. Die auseinander fliegenden Spaltprodukte erzeugen hohe kinetische Energie (Bewegungsenergie). (Götz 2002; Leser 2005, S. 422)

Funktionsweise eines Kernkraftwerkes

Die Abkürzung für ein, zwei oder mehrere Kernkraftwerk(e) ist KKW. Allgemeinsprachlich findet man auch die Bezeichnung Atomkraftwerk, Abkürzung AKW. Ein KKW wird mit Kernreaktoren betrieben und ist in der Regel ein Dampfkraftwerk. In Deutschland werden in Kernkraftwerken nur noch Druckwasserreaktoren (Abb. 2) (DWR) und Siedewasserreaktoren (SWR) eingesetzt. Die in den westlichen Industrieländern üblichen Blockgrößen liegen heute bei mehr als 1000 Megawattÿ(MW) elektrischer Leistung. (Brockhaus multimedial 2005)

Ein Kernkraftwerk mit DWR besitzt zwei Kühlkreisläufe, die hintereinander gekoppelt sind (siehe Abb. 2). Im Primärkreislauf fördert eine Hauptkühlmittelpumpe das unter hohem Druck stehende Kühlwasser in den Reaktordruckbehälter, wo es beim Durchtritt durch den Reaktorkern erwärmt und einem Dampferzeuger zugeführt wird; von hier wird es wieder zum Reaktordruckbehälter zurückgeleitet. In diesen übertragen die vom Primärkühlwasser durchströmten Heizrohre die Wärme an das Wasser des Speisewasser-Dampf-Kreislaufs (Sekundärkreislauf) , das unter geringem Druck steht und verdampft wird. Der erzeugte Sattdampf (Temperatur rund 280ÿ°C, Druck 6,4ÿMPa) wird einer Turbine zugeführt, die den Generator antreibt; außerdem beinhaltet der Sekundärkreislauf die Kühlung des Kondensators und die Umwandlung des Dampfes in Wasser. (Brockhaus multimedial 2005; http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Stromerzeugung weltweit 2004 (Meyers Lexikonverlag 2005, S. 203)

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1.3 Wirtschaftliche Bedeutung der Kernkraft

Die insgesamt 18 deutschen KKW produzieren 2004 rund 167 Mrd. kWh Strom. Gemessen an der gesamtdeutschen Stromerzeugung beträgt der Anteil der Kernenergie ca. 30 %. Während Vertreter der deutschen Wirtschaft das „Aus“ für die Kernenergie aus Gründen des Umweltschutzes fordern, erteilt die finnische Regierung im Februar 2005 die atomrechtliche Genehmigung zum Bau eines neuen KKW. Der DWR soll bis 2009 von einer dt.-frz. Firma schlüsselfertig geliefert werden. (Meyers Lexikonverlag 2005, S. 203, 204)

Weltweit sorgen 441 KKW für 16 % der global benötigten Elektrizität. Mitte 2005 befinden sich 25 Atomanlagen in Bau. Grund für den Neubau atomarer Anlagen ist der durch das rasante Wirtschaftswachstum erhöhte Energiebedarf vor allem in Asien und Osteuropa. Dies ist das Ergebnis von Untersuchungen der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA, Wien) und des World Energie Councils (WEC, London). Zudem steigen, zumindest in den westlichen Ländern die Anforderungen an die Sicherheit der Anlagen. Die USA planen im Jahr 2005 nach langer Zeit wieder ein KKW zu erbauen. Das letzte wurde 1973 genehmigt. Abb. 3 zeigt die weltweit stärksten Kernkraftwerke.

(Meyers Lexikonverlag 2005, S. 204)

Atomausstieg in Deutschland

Der Atomausstieg ist ein wirtschaftpolitisches Schlagwort und bezeichnet die geordnete Beendigung der Kernenergienutzung. Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die führenden Energieversorgungsunternehmen (EVU) einigen sich am 14.06.2000 auf eine Vereinbarung zum Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie, die einen wichtigen Beitrag zu einem umfassenden Energiekonsens darstellt. Am 11.06.2001 wird die »Vereinbarung zur geordneten Beendigung der Kernenergienutzung« von der Bundesregierung und den EVU (vertreten durch die Energiekonzerne HEW, EnBW, E.ON und RWE) unterzeichnet. Dabei wird für jedes einzelne Kernkraftwerk (gerechnet ab dem 01.01.2000) eine Strommenge festgelegt, die künftig noch produziert werden darf (Reststrommenge). Sie basiert auf einer vereinbarten Regellaufzeit von 32 Kalenderjahren nach Abzug der bisherigen Laufzeit. Sobald diese Strommenge erreicht ist, ist das Kernkraftwerk stillzulegen. Die Reststrommenge (das Produktionsrecht) kann auch von einem (älteren) Kernkraftwerk auf ein anderes übertragen werden, um die Wirtschaftlichkeit der Anlagen zu gewährleisten. Für die verbleibende Nutzungsdauer gewährleistet die Bundesregierung unter Einhaltung der atomrechtlichen Anforderungen den ungestörten Betrieb der Kernkraftwerke sowie deren Entsorgung. Die EVU werden an den Standorten der vorhandenen Kernkraftwerke oder in deren Nähe umgehend weitere Zwischenlager errichten. Seit dem 01.07.2005 ist die Entsorgung radioaktiver Abfälle auf die direkte Endlagerung[3] beschränkt. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Transporte zur Wiederaufarbeitung von Brennelementen zulässig und die angelieferten Mengen durften verarbeitet werden. (Brockhaus multimedial 2005; http://www.bmu.de/atomenergie/doc/2708.php)

[...]


[1] Energieträger: Stoffe, die Energie in sich speichern. (Leser 2005, S. 189)

[2] Kernreaktion: Umwandlung von Atomkernen durch verschiedene Zerfallsprozesse oder durch Beschuss. (Leser 2005, S. 423)

[3] Endlagerung: „Definitive Lagerung von radioaktivem Abfall ohne Absicht der Rückholbarkeit, woraus kerntechnische Sicherheit und Wartungsfreiheit resultieren. Die Endlagerung sieht zeitlich keine Befristung vor (...) [und] wird in Salzstöcken angestrebt.“ (Leser 2005, S.186)

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Einführung in die Energiewirtschaft (Konventionelle Energie)
Hochschule
Pädagogische Hochschule Karlsruhe  (Abteilung Geographie)
Veranstaltung
Ökonomie, Ökologie, Umweltbildung
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
16
Katalognummer
V64535
ISBN (eBook)
9783638573245
ISBN (Buch)
9783638766388
Dateigröße
647 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einführung, Energiewirtschaft, Energie), Umweltbildung
Arbeit zitieren
Jan Werner (Autor), 2006, Einführung in die Energiewirtschaft (Konventionelle Energie), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64535

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